ShadowRap411 Posted March 13 Author Share Posted March 13 vor 10 Minuten schrieb Mel: Als Anfänger unbedingt ein Fahrtraining machen. Das hat mir damals sehr viel gegeben. Angst - aus Unsicherheit ist immer eim schlechter Begleiter! Danach das Buch lesen, welches @Unbekannter Nr.2 empfohlen hat. Ich hätte es nicht besser beschreiben können, aber es hilft sehr die physik hinterm Mopped zu verstehen und hat mich auch nochmal zu einem besseren Fahrer gemacht. Danke! Ja das Buch werde ich mir definitiv noch besorgen 😃 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
TS_ler Posted March 13 Share Posted March 13 vor 49 Minuten schrieb ShadowRap411: Hallo @Willy B. aus G. ich weiß nicht wann du deinen Führerschein gemacht hast, bzw. wie es mal war, aber ich habe meinen letztes Jahr gemacht und dort musste ich bei den Grundfahraufgaben (Langsamer Slalom, Stop&Go, Ausweichen mit 50km/h) teilweise die "Drück-Technik" anwenden, da legen in Gefahrensituationen zulange dauert und man danach nicht schnell wieder auf Spur kommt. Probiers mal auf einem großen freien Platz aus, wenn du langsam fährst und den Lenker nach rechts lenkst, dann fährst du rechts, aber ab einer Geschwindigkeit von so 30km/h ändert sich das Lenkverhalten und du fährst nach links, wenn du rechts lenkst. (Rechts lenken entspricht links den Lenker zu drücken, also von sich weg zu schieben) Auch bei dem Slalom mit 30km/h in der Fahrschule ist das sehr nützlich gewesen. Hallo, jetzt bringst du aber einiges durcheinander, nämlich das "Drücken" und den Lenkimpuls. Das Drücken (auf die Lenkerenden) ist die Grundtechnik und DAS Mittel beim (langsamen) Slalom-Kurs oder Ausweichen in Gefahrensituationen. Der Lenkimpuls (den Lenker nach vorne schieben oder nach hinten ziehen, damit das Zweirad in Schräglage fällt) ist ein zusätzliches und vor allem elegantes Mittel, das wie du richtig schreibst erst ab ca. 30 km/h funktioniert. Leider wird der Lenkimpuls nicht in jeder Fahrschule gelehrt, aber bei Fahrsicherheits- und Kurventrainings ist die Technik ein Thema. Ich bin ein Fan vom Lenkimpuls...gehört mE dazu und hat mich zum besseren Fahrer gemacht. Grüße Torsten 2 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Mel Posted March 13 Share Posted March 13 Drücken ist schon richtig.. ist das Gegenteil vom "Hängenden" fahren. Die Kurve wird natürlich vom Lenkimpuls initiiert, in kombination mit dem drückenden Fahrstil hat man dann ein sehr agiles Mopped. 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
TS_ler Posted March 13 Share Posted March 13 vor 35 Minuten schrieb Mel: Drücken ist schon richtig.. ist das Gegenteil vom "Hängenden" fahren. Die Kurve wird natürlich vom Lenkimpuls initiiert, in kombination mit dem drückenden Fahrstil hat man dann ein sehr agiles Mopped. Genauso ist es...der Lenkimpuls und anschließend das Drücken während der Kurvenfahrt ergänzen sich. Bestes Beispiel enge Kurven/Serpentinen. Ein sehr agiles Mopped wie die V7😉 hilft natürlich, nur ist es als Motorradfahrer besser für die Verkehrssicherheit, die Grundtechniken zu kennen und zu beherrschen Grüße Torsten 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Sport1100 Posted March 13 Share Posted March 13 (edited) vor einer Stunde schrieb Mel: Drücken ist schon richtig.. ist das Gegenteil vom "Hängenden" fahren. Die Kurve wird natürlich vom Lenkimpuls initiiert, in kombination mit dem drückenden Fahrstil hat man dann ein sehr agiles Mopped. Ne, die Kurve kannst Du auch freihändig fahren, man braucht keinen Lenkimpuls für das Einfahren in eine Kurve. Mit dem Lenkimpuls bringst Du eine Spurveränderung ins Moped, mit welcher Du durch geänderte Balance die Schräglage einleiten und bestimmen kannst. Versucht mal das Moped nur mit Legen und ohne Kraft am Lenker zu fahren, dann erfährt man, wie agil das eigene Motorrad ist und wieviel ich am Lenker mit Drücken, Ziehen, u.s.w. arbeiten muss, um mehr Reserven zu bekommen. Es gibt m.E. keinen besten Fahrstil, man muss diesen an die Situation anpassen und alle Fahrstile beherrschen. Ich muss nochmal ergänzen . . . auch ich fahre natürlich mit Lenkimpuls in die Kurve, weil das einfach mehr Kontrolle gibt - nur denke ich einfach gar nicht mehr darüber nach, es passiert mittlerweile einfach. Edited March 13 by Sport1100 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
motomaxel Posted March 13 Share Posted March 13 Also ich habe das vor 63 Jahren in der Motorsportgruppe schon so aufcder NSU MAX gemacht, weil ich mit 8 weder richtig lesen noch lenken konnte. Bei langsam da ziehen wi man hin will und bei schneller leicht an der gegenüberliegenden Lenkerseite drücken. Ist wie beim MOTO GP da sieht man es wenn denen das Vorderrad einklappt. Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Sport1100 Posted March 13 Share Posted March 13 Und jetzt noch ein Beispiel, wann das "Hineinlegen" auf jeden Fall angewendet werden darf: In einer langgezogenen Kurve treten unerwartet Bodenwellen auf, um dann nicht aufzusetzen, ggf. ist es auch dann schon passiert, auf jeden Fall vom Drücken ins Legen wechseln, am besten noch nach innen legen. Dann richtet sich die Maschine auf und die Gefahr des Aushebelns ist gebannt. 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
holger333 Posted March 13 Share Posted March 13 Moin ShadowRap411, ich hoffe Du ließt jetzt nicht jede Antwort hier mit... das kann Dich nur noch mehr irritieren... warte auf das Training und bis dahin fahre gemütlich und umsichtig, oder bis zum Guzzi Kaffee. Gruß Holger 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
BeppeIRL Posted March 13 Share Posted March 13 Nicht durch allzuviel Theorie durcheinander bringen lassen. Es wird viel geschrieben, geredet und auf Video gebannt. Einiges davon (nicht hier) ist purer Quatsch oder sogar richtig gefährlich. Vieles ist sachlich richtig aber schwer verständlich / nicht leicht zu erklären. Das allermeiste aber ist aber schlicht und einfach nicht universell anwendbar sondern situationsabhängig. Wenn du vor jeder Kurve erst noch eine mentale Wandtafel brauchst damit du die jetzt richtige "Methode" kalkulieren kannst hilft dir das auch nicht weiter. Praxis und er"Fahrung" macht den Unterschied. Sicherheitstraining ist bestimmt nicht verkehrt (ich hatte dazu leider noch keine Gelegenheit). Alternativ dazu auf gut bekannter, leerer und sicherer Strecke einfach mal selbst probieren, üben und er"fahren" was die unterschiedlichen Herangehensweisen sind. Nicht um die Rundenzeit zu optimieren sondern einfach um ein Gefühl für das Mopped zu bekommen, was geht und wie's geht. Das immer wieder und mehrmals pro Saison. Man lernt nie aus. Wenn's hart auf hart kommt ist für denken keine Zeit, da muss die "muscle memory" übernehmen. Blickführung halte ich persönlich für das allerwichtigste. Nicht nur wie man richtig in die Kurve rein- und rausschaut und wohin man fährt ...sondern auch zu lernen ständig die Umgebung zu scannen. Vorausschauend fahren, potentielle Risiken erkennen und einordnen und danach Tempo und Positionierung anpassen. Das muss laufend und wie von selbst passieren. Ein mentales Bild habe ich aber bei jeder Fahrt auf dem Motorrad im Kopf und das ist das hier: Diese Geräte sind bei mir im Hinterkopf hinter jeder unübersichtlichen Kurve, Kuppe oder Kreuzung ...auf meiner Fahrbahnseite oder im Gegenverkehr ...und dementsprechend fahre ich 3 2 3 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
fender_rhodes Posted March 13 Share Posted March 13 vor 7 Stunden schrieb BeppeIRL: Ein mentales Bild habe ich aber bei jeder Fahrt auf dem Motorrad im Kopf und das ist das hier: Du hast ja noch miesere Fantasien als ich und meine sind schon schlimm. 😉 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
BeppeIRL Posted March 13 Share Posted March 13 4 minutes ago, fender_rhodes said: Du hast ja noch miesere Fantasien als ich und meine sind schon schlimm. 😉 Leider keine Fantasien. Landwirtschaft in meiner Ecke basiert zu 100% auf Gras (sonst wächst hier nix gscheids). So einem freundlichen Silage-Taxi kannst du hier fast täglich begenen. Gut, es gibt die Dinger auch abgerundet aber um mich von Blödsinn abzuhalten funktionieren die spitzigen Kopfbilder doch besser 😁 2 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Willy B. aus G. Posted March 14 Share Posted March 14 Besten Dank erst mal für die vielen Antworten. Führerschein ist von 1976. Damals genügte 1 Fahrstunde, um zusätzlich zum bekannten Fahrradfahren das Handling von Gas und Kupplung zu lernen. Danach in der Prüfung eine 8 fahren und 1 Vollbremsung, beides im Regen (Originalzitat Prüfer "bremsen sie nicht so stark; wenn sie umfallen kann ich ihnen den Führerschein nicht geben." ...). Erstes Motorrad gekauft in 2024. Dazwischen quasi nix, außer ein bisschen Motorroller. Beim letztjährigen Sicherheitstraining war Kurventechnik überhaupt kein Thema; habe für dieses Jahr den Anbieter gewechselt: jetzt beim ADAC in Steißlingen. Mal schauen, ob da mehr rüberkommt. 2 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Corinna Posted March 14 Share Posted March 14 vor 48 Minuten schrieb Willy B. aus G.: Beim letztjährigen Sicherheitstraining war Kurventechnik überhaupt kein Thema; habe für dieses Jahr den Anbieter gewechselt: jetzt beim ADAC in Steißlingen. Mal schauen, ob da mehr rüberkommt. Mach lieber das Kurventraining vom ADAC, oder, wenn Du Dich schon sicherer fühlst, das Perfektionstraining. Ich würde ja das Kurven-Intensiv-Training empfehlen, aber das wird in Steißlingen nicht angeboten... In Schlüsselfeld aber z.B. schon... 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Mel Posted March 14 Share Posted March 14 Für einen Fahranfänger / Neueinsteiger ist das 08/15 Sicherheitstraining genau das richtige. Im zweifelsfall mal dort von den Profis beraten lassen. In Foren/ auf YT findet man meist eher die weniger brauchbaren Tipps oder es fehlt der Kontext. Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Corinna Posted March 14 Share Posted March 14 Ich war zuerst beim Sicherheitstraining und ein paar Monate später beim Kurven-Intensivtraining. Bei letzterem war ein nicht unerheblicher Teil am Anfang des Trainings, Teile des Sicherheitstrainings nachzuzelebrieren. Im Nachhinein fand ich das Kurven-Intensivtraining sinnvoller. Aufgrund des Wetters durfte ich das Kurvenfahren auch gleich im Regen trainieren 😜 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
VinoGuzzi Posted March 15 Share Posted March 15 (edited) Oh ja, Trecker. Da war mal was. Hatte mich einer Gruppe von Bikern angeschlossen und wir fuhren schön durch das Bergische Land an saftigen Wiesen vorbei. Es geht abschüssig eine engere Straße herunter und auf einmal kommt ein Riesentraktor um die Kurve. Ich weiche instinktiv mehr nach rechts aus, gerate aber auf den Rasenrand, gerade noch an einem Pflock vorbei und dann hat mich die Blickführung magisch weiter nach rechts geführt, in einen leichten Graben, Beine ausgeklappt und ich konnte ausrollen, um am Ende stehend nach rechts umzufallen. Da lag ich weich gebettet im Gras, halb unter dem Motorrad, bis die anderen Fahrer herbeikamen um gemeinsam die Yamaha wieder auf die Straße zu schieben. Kurzer Check, nichts Wildes, der Trecker war längst weg, und danach habe ich die Gruppe auf eine Kaffeerunde im Café eingeladen. Mit einer Vollbremsung hätte ich übrigens alles nur verschlimmert, gerade als ich auf dem Rasenbereich war. Im Nachhinein war es die suboptimalste Lösung, auch wenn es kein schönes Gefühl ist, wie eine umgedrehte Schildkröte in der Wiese zu liegen. Edited March 15 by VinoGuzzi 2 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Klara Posted March 24 Share Posted March 24 Ich buche jetzt irgnwannn auch mein erstes Training, im Oktober gestartet und jetzt schon knapp meine ersten 1000km gemacht ☺️ war heut aufm Rückweg auch das erstmal aufm Parkplatz und hab versucht enge Kreise u co. zu fahren, das werd ich jetzt definitiv jedesmal einbauen.. das war grausig , dabei fühl ich mich auf der Straße zunehmenst sicherer 🫣😂 das mit dem 2 tätigen Training is eine gute Idee @holger333! @BeppeIRL Hahah das ein guter Punk, an die Bilder denk ich sicherlich jetzt das ein oder andere Mal 😀 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Ironbutt Posted March 25 Share Posted March 25 ..wenn man mal einige "Straßen-Sicherheitstraining's" hinter sich hat, kann ich aus eigener Erfahrung auch noch empfehlen ein Enduro Sicherheitstraining zu absolvieren. Auch wenn man nicht vor hat, im Gelände zu fahren oder gar keine Enduro hat, lernt man bei solch einem Training mal ein ganz anderes Gefühl für das Moped. Mir hatte das, obwohl ich damals schon über 25 Jahre im Sattel gesessen bin, doch noch einiges gebracht, auch für die Straße. Bei meinem damaligen Anbieter (der leider altersbedingt kein Training mehr anbietet) konnte man mit seiner eigenen Enduro teilnehmen oder eine Enduro bzw. Trail ausleihen. 2 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
holger333 Posted March 25 Share Posted March 25 Moin, ja, was Richard geschrieben hat, ist eine gute Ergänzung. Meine Jahre beim Moto Cross haben mir auf jeden Fall auch für die Straße enorm genutzt... das Fahren mit einem leichten Crosser, die Reaktionen die Du dort lernst, die Beherrschung eines Motorrades... dazu der Spass (aber auch der Ehrgeiz) möchte ich niemals missen. Gruß Holger 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Rick_BG Posted March 25 Share Posted March 25 Ich nutze die Theorie sicherlich intuitiv, bin aber auch schon seit 49 Jahren auf dem Zweirad unterwegs. Eine Zeit davon Offroad, was eine der besten Schulen zum Motorradfahren ist. Ich würde die ganze Theorie auf einen zentralen Satz bündeln: Da wo du hinguckst, fährst du auch hin! (Fahrzeugbeherrschung vorausgesetzt) 3 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
MG 37 Posted March 25 Share Posted March 25 Oder die saloppere Variante: Guckst Du sch..., fährst Du sch...😉 3 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
cbk Posted 3 hours ago Share Posted 3 hours ago (edited) Am 12.3.2026 um 14:02 schrieb ShadowRap411: Wie macht ihr das: Denkt ihr beim normalen Fahren bewusst über solche Techniken nach, seid ihr doch mal schneller unterwegs als erlaubt und müsst deswegen Kurven schneiden, oder ist das eher Hintergrundwissen und man fährt mit der Zeit einfach intuitiv bzw. man braucht das alles wirklich nicht, wenn man mit Verstand und Vernunft fährt? Ich denke über die Techniken nicht wirklich nach. Also ja, ich kann Drücken und Legen in der Kurve, aber die ganze Theorie von vorne bis hinten? Nein! Auch liebe ich es mit dem Vorderrad zu bremsen, weil ich da wesentlich mehr Gefühl auf der Bremse habe als auf dem Hinterrad, auch wenn man dies in Schräglage nicht tun soll. Was mir aufgefallen ist gerade seitdem ich meine v7 habe: In langsamen Kurven, die im 1. oder 2. Gang gefahren werden, also in Spitzkehren oder sehr engen Kreisverkehren, komme ich in der Kurve richtig weit runter in der Schräglage. Da berühren mitunter die Fußrasten den Asphalt. Mein Problem sind die richtig schnellen Kurven, also die Kurven, bei denen man außerorts die 100km/h voll stehen lassen kann. Da komme ich kaum runter in die Schräglage. Am 13.3.2026 um 11:34 schrieb ShadowRap411: ich weiß nicht wann du deinen Führerschein gemacht hast, bzw. wie es mal war, aber ich habe meinen letztes Jahr gemacht und dort musste ich bei den Grundfahraufgaben (Langsamer Slalom, Stop&Go, Ausweichen mit 50km/h) teilweise die "Drück-Technik" anwenden, da legen in Gefahrensituationen zulange dauert und man danach nicht schnell wieder auf Spur kommt. Ich habe 1998 den Führerschein Klasse 3 und 1a zusammen gemacht und auch damals schon mußte ich mit Gegendruck bzw. aktivem Lenkimpuls, also links am Lenker drücken, damit sich die Maschine nach links in die Kurve legt, arbeiten. Das wollte der Prüfer auch sehen. Edited 2 hours ago by cbk 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
cbk Posted 2 hours ago Share Posted 2 hours ago (edited) Am 13.3.2026 um 15:01 schrieb BeppeIRL: Diese Geräte sind bei mir im Hinterkopf hinter jeder unübersichtlichen Kurve, Kuppe oder Kreuzung ...auf meiner Fahrbahnseite oder im Gegenverkehr ...und dementsprechend fahre ich Bei Deinen Bildern muss ich immer an einen Ausflug mit meinen Arbeitskollegen denken. Ich wohne 120km vom Arbeitsplatz entfernt, entsprechend kennen sie sich bei mir in der Gegend so überhaupt nicht aus. In deren Heimatregion, in der Soester Börde, fahren sie getreu dem Motto: "Tempolimit +10km/h" muss immer passen. Wenn man sich also grob an das Tempolimit hält, wird man schon um die nächste uneinsahbare Kurve rum kommen. Diese Fahrweise haben sie mir schon damals vor 30 Jahren in der PKW-Fahrschule nachts ausgetrieben. In meiner Heimat, im nördlichen Ostwestfalen-Lippe, stehen da nicht unbedingt Schilder vor den Kurven. Und wenn man außerorts entsprechend 100km/h fahren darf, heißt das noch lange nicht, dass man mit diesen 100km/h auch um die Kurve rum kommt. Als wir in meiner Heimat unterwegs waren, habe ich entsprechend gesagt: "Ich fahre vorne weg, weil ich die Kurven kenne." Als wir zum Wilhelmsdenkmal hinauf gefahren sind, kam dann deren Aha-Erlebnis. Dort kommt hinter dem Ortsausfahrtsschild eine 300m lange gerade Rampe, alle haben also auf 100km/h beschleunigt und sich anschließend beschwert, dass ich langsamer wurde. Direkt auf einer kleinen Kuppe kommt dort nämlich die erste enge Kurve, die man im 2. Gang mit 30 nehmen sollte. Kein Geschwindigkeitstrichter, keine rot/weißen-Pfeile, die anzeigen, dass es links rum geht, nichts... ... und genau im passenden Moment kam noch die Linienbus, der den P&R-Parkplatz unten im Tal mit dem eigentlich viel zu kleinen Parkplatz oben am Denkmal verbindet, uns in dieser Kurve entgegen. Von dieser Situation erzählen meine Arbeitskollegen noch 2 Jahre später. Ich glaube, in dem Moment haben so Manche ihre Lektion gelernt, die da heißt, dass das Tempolimit nichts, aber auch rein gar nichts darüber aussagt, ob man selber in der Lage ist die Kurven mit dem Tempo auch zu nehmen. Guckt Euch einfach die ersten 25 Sekunden des Videos an. Ich meine die Kurve bei Sekunde 0:14: Edited 2 hours ago by cbk 1 2 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
holger333 Posted 2 hours ago Share Posted 2 hours ago Moin, aufs Motorrad setzen und fahren... Dazu ein Fahrtraining, als Sicherheitstraining oder Renntraining, So wie schon oft geschrieben. Die ganzen Theorien, durch eigenes Verhalten und Spüren ersetzen. Und mehrere lange Touren und Reisen machen. Wer nur bei Schönwetter seine 80 km fährt, der bleibt mit seinen Reserven stehen, oder entwickelt sich rückwärts. Wer jedoch reine Tour mit mehreren Übernachtungen macht, schon nach dem Frühstück weiter fährt, es wiederholt und mit 1 bis 2 guten Motorrad Freunden fährt, lernt mehr dazu. Gruß Holger 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Bernd1967 Posted 1 hour ago Share Posted 1 hour ago So etwas wie Pflichtlektüre ist natürlich: "Die obere Hälfte des Motorrads." Aus Büchern lernt man sehr viel Theorie. Beim Fahren solltest Du darüber lieber nicht nachdenken. Am Kammschen Kreis ist in der Praxis nur wichtig, dass Du halt nur eine begrenzte Haftreibung zur Verfügung hast, die Du entweder zum Bremsen, Beschleunigen oder zum Kurvenfahren nutzen kannst (was physikalisch ebenfalls eine Beschleunigung ist). Gute Fahrer können seine Kreisfläche weitgehend ausnutzen, d.h. die können gleichzeitig bremsen und in die Kurve gehen oder wieder aus der Kurve beschleunigen, wo der Fahrlehrer sich natürlich bei in die Hose scheißt. Sprichwort: "Der Rennfahrer beschleunigt immer." Im normalen Leben bremse ich vor der Kurve. Ein bisschen länger auf der Hinterradbremse stehen bleiben hilft, dass sich die Maschine noch besser in die Kurve reinzieht. Unter Trailbreaking versteht man etwas ganz Anderes, nämlich das Bremsen über das Vorderrad, wobei man mit der dynamischen Radlastverlagerung die Gabel komripmiert und mit dem kürzeren Radstand und dem maximalen Druck auf dem Vorderreifen dann engere Kurven schafft. Das ist m.E. was für Profis und für die Rennstrecke. Was Du brauchst, sind Automatismen, die Du bei langsamem Tempo immer wieder einübst. Du fährst am allerbesten unterbewusst, weil die Großhirnrinde viel zu langsam reagiert. In der Handvoll Situationen, die ich während der letzten 30 Jahre überlebt habe, hat mein Körper im Reflex zum Glück bislang jedesmal richtig reagiert, bevor mein Verstand überhaupt kapiert hat, was da eigentlich los war? Oft kommt nachher der Schock, man fährt rechts ran und hält und fängt dann langsam an zu begreifen. Bevor man ein Sicherheitstraining bucht, sollte man schon ein wenig Erfahrung haben, finde ich, damit man den meisten Nutzen daraus ziehen kann. Gleich nach der Fahrschule wird das vermutlich relativ wenig bringen, eben weil Du die nötigen Automatismen noch nicht drin hast. Auf die Blickführung wurde zuhauf oben eingegangen, ebenfalls auf das Hinterschneiden der Kurven, d.h. außen anfahren mit möglichst spätem Scheitelpunkt. Wichtig ist auch das ständige Pendeln, d.h. das Scannen der Fahrbahnbeschaffenheit kurz vor dem Motorrad, um dann sofort wieder so weit wie möglich vorauszuschauen. Den Tipp, den ich in besagtem Buch am hilfreichsten fand, ist, in der Kurve das innere Knie um ca 5-10mm nach vorne und unten abzusenken. Das hat noch wenig mit Knieschleifen zu tun, sondern bringt den Körper automatisch in die richtige Haltung. Drücken hilft m.E. nur in sehr langsamen Kurven wie Spitzkehren, es sei denn, Du wolltest Supermoto fahren und mit deiner Guzzi driften lernen. In dem Fall Hut ab! Hanging off brauchst Du auch nur auf der Rennstrecke. Auf der Landstraße macht das nicht mal der Stefan Bradl. Mit das Schönste am Motorradfahren ist, dass man mit Alter und Erfahrung jedes Jahr ein bisschen besser werden kann, im Gegensatz zu all den anderen Dingen im Leben. Man tastet sich langsam weiter an die Grenzen heran, was übrigens auch die Philosophie von Kevin Schwantz ist: Du lernst die Rennstrecke erst ganz langsam und wirst dann von Runde zu Runde immer schneller. Nun sind Landstraßen keine Rennstrecken, aber der Gedanke ist halt der gleiche. Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
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