Ich frage mich die ganze Zeit: Was hat Piaggio eigentlich davon, wenn die Händler reihenweise kündigen? Klar mag man als Hersteller Glaspaläste lieben, von wegen "großer Auftritt" und so, aber wenn das Händlernetz so dünn wird, dass nachher die Kunden Guzzi gar nicht mehr auch nur in Erwägung ziehen, weil der nächste Händler zu weit weg ist, ist dem Hersteller ja auch nicht geholfen.
Und ja, meine v7 wird auch jedes Jahr in einer freien Werkstatt aufgepäppelt. Der Händler, bei dem ich die Maschine gekauft habe, ist knapp 100km entfernt und die Werkstatt ist 55km weit weg. Alleine diese 55km wären für viele potentielle Kunden wohl schon das KO-Kriterium.
Mein Papa fällt ja auch immer vom Glauben ab: "Warum gibtst die Maschine nicht in die örtliche BMW-Werkstatt?"
Meine Antwort ist da einfach: "Der Händler am Ort vertreibt BMW und Yamaha und da er es mit meiner Yamaha damals schon wiederholt nicht hinbekommen hat, mag ich da nicht mit dem Fremdfabrikat "Guzzi" kommen. Außerdem habe ich gerade im Urlaub eine Guzzi v7 als Mietmaschine gehabt. Im direkten Vergleich ist meine eigene v7 (gleiches Baujahr) um Welten besser, was die Leichtgängigkeit von Kupplung, Seitenständer, ... angeht. Außerdem läuft der Motor irgendwie auch im kalten Zustand runder als bei der Mietmaschine. Also die Werkstatt scheint meine v7 im Griff zu haben. Da nehme ich dann die 55km mit Bus und Bahn (nach Abgabe der Maschine und beim Abholen nach der Wartung) von Kleinkleckersdorf nach Posemuckel jedes Jahr in Kauf."