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Zurück zur Guzzi - Meinungsbildung Mandello vs. Stelvio


Herr_Jeh

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Hallo!

Ich war lange nicht in diesem Forum aktiv, da ich meine V7 III vor einem Jahr verkauft habe (ich war da einfach fahrtechnisch rausgewachsen und zu klein war sie mir schon immer).
In der Zwischenzeit hatte ich eine Husqvarna Norden 901 Expedition, mit der ich Anfang Mai einen wunderbaren zweiwöchigen Schottland-Urlaub hatte. Leider wurde sie mir dann am letzten Tag in Edinburgh gestohlen und ich musste ohne Motorrad zurück.

Während ich nun in der vierwöchigen Wartefrist bin, mir letztlich aber keine großen Hoffnungen mache, die Husky wiederzusehen und somit quasi auf die Entscheidung und das Geld von der Versicherung warte, mache ich mir so meine Gedanken, was ich mir als nächstes kaufen werde. 

Die Husky war ein Top-Motorrad mit super Ausstattung und Preis-Leistungsverhältnis, aber abgesehen von der sehr hohen Sitzhöhe (selbst für meine 1,89m) irgendwie zu perfekt und zu sehr Overkill für meinen Fahrer-Alltag. Es war jedenfalls kein Motorrad, was man sich mal gerne für eine kleine 40km-Runde oder eine Fahrt in die nächste Stadt aus der Garage geholt hat. 

Daher liebäugle ich nun damit, wieder in den Schoss von Mutter Guzzi 😉 zurückzukehren und etwas (Er-)Leben in meinen Motorradalltag zu holen. Hängen geblieben bin ich nun bei der Frage V 100 S vs. Stelvio. Meine Reisezwecke kann ich, denke ich, mit beiden Maschinen erfüllen (ich reise 1-2 Mal im Jahr für wenige Tage und kaum mal mehr 300km am Tag, auf Schotter nur höchst selten - Schottland war eine absolute Ausnahme), aber mit welcher Maschine habe ich den meisten ursprünglichen Guzzi-Spaß und bei welcher bekomme ich das beste Motorrad fürs Geld (preislich sind die gebraucht ja ähnlich, mit leichten Preisvorteilen bei der 100 S). 

Hier sind eure Meinungen gefragt, vor allem von Leuten, die eines oder beide der Maschinen kennen. 
Optisch gefällt mir die V100 besser, technisch und von der Vielseitigkeit und Flexibilität her die Stelvio, aber welches Motorrad holt man lieber aus der Garage, um auch auf den kurzen Alltagstrecken Spaß zu haben?

P.S. Noch eine wichtige Ergänzungsfrage: hat sich in den einzelnen Produktionsjahren wesentlich was an den Modellen geändert?

Edited by Herr_Jeh
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Ich würds von der Körpergröße und der geplanten Nutzung abhängig machen. Fährst du viel Langstrecke, wär die Stelvio wohl die bessere Wahl, bist du sehr groß, wohl auch.

Ansonsten: Gibt durchaus Probleme mit dem Gerät. In keinem Fall ne frühe 2024er kaufen, besser erst ab Motornummer 30514. Ab der Nummer hast du schon das geänderte Thermostat Gehäuse. 

Mein Rat: Neue vom Händler ab Motor 30514 oder Gebrauchte und Bereitschaft zum schrauben. Und ja, es gibt genug, die astrein laufen und Null Ärger machen, gibt aber auch Einige, die gewaltig Ärger machen. Gibt zig Baustellen, die immer wieder im Netz auftauchen. 

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Moin 

Ich hatte die Mandello aber ohne S. Die hab ich gut 2500km gefahren. Super geiles Motorrad und wunderschön. Mir hat allerdings die Sitzposition nicht so gut gefallen. Auch fahre ich gerne kleine Straßen und da sind bei uns Schlaglöcher und sehr schlechter Fahrbahnbelag an der Tagesordnung. Ich hab die gegen eine neue Stelvio eingetauscht. Allerdings ist die bei der ersten Fahrt nach 5km kaputt gegangen. Falls ich das Prachtstück dieses Jahr noch zurück bekomme werde ich berichten. Viel Bonus hat die Stelvio allerdings nicht mehr bei mir...von Ducati gibt es auch was neues.

Gruß Boris 

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vor 38 Minuten schrieb luftheuler:

Auch fahre ich gerne kleine Straßen und da sind bei uns Schlaglöcher und sehr schlechter Fahrbahnbelag an der Tagesordnung.

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So kann man geteilter Meinung sein. Bin die Stelvio als Leihfahrzeug gefahren. Nett, aber die V100 hat für mich mit der höheren Sitzbank die bessere, sportlichere Sitzposition.

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vor 7 Minuten schrieb Corinna:

Gilt natürlich auch für das nicht-S Modell. Wer tauscht schon freiwillig ein semiaktives Öhlins gegen was anderes ein 🤣

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 . . . leider kann ich Dir keine Vergleichsinfos zwischen der Mandello und der Stelvio geben, da ich nie eine Mandello gefahren habe.

Aber, meine Erfahrungen als größerer Zeitgenosse ( 194 cm ) im Hinblick auf den Alltag und die Qualitäten als Reise Bike, sind sehr, sehr positiv.

Viel Erfolg beim Testen 😉

Gruß

MY

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hallo

 

Ich denke, dass die Empfehlung des Konzepts schwierig wird, da man beide einfach mal gefahren haben muss.

 

Unter einen  Motorrad, dass man schnell mal raus schiebt und eine Runde dreht, stelle ich mir ein einfaches handliches Modell vor und keine große Maschine.

 

Fahr sie Probe und entscheide dann. 

Beide haben ihre Reize 

ab modell 25 sollte alles ok sein.

Ausreißer gibt aber auch.

 

 

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Ich bin 1,84 groß und doch viel zu klein für mein Gewicht. Ich fahre die V100S. Kurze Abendrunde, mal richtig Angasen, lange Touren (500km Etappen, nur Nebenstrecken und Pässe), alles kein Problem. Ich bin allerdings vorher Supersportler gefahren und habe auch noch einen CafeRacer, von daher bin ich ganz andere Kniewinkel gewohnt.

Ich habe an der Geometrie nix geändert, mir gefällt das genau so, wie es ist, leicht nach vorne gebeugt, so als ob man gemütlich eine Minestrone löffeln wollte.

Das Fahrwerk der S ist erste Klasse. Auf A2 (Comfort) ist die V100S für mich genau richtig für holprige Wege und Autobahn. A1 (Sport) ist knackig, aber weitaus sanfter als z.B. eine R1M.

Die V100S bringt sehr viel Kraft auf den Asphalt und muss sich auf der Landstraße nicht hinter der viel Leistungsstärkeren Konkurenz verstecken, musst halt mehr Schalten als auf einer aktuellen R1300R oder R1300GS.

Der Motor mag Drehzahl. Fühlt sich zwar ab 2.000 U/min schon ganz gut an, treibt aber den Spritverbrauch hoch. Wenn ich meine V100S über 4.000 U/min laufen lasse, steht beim Verbrauch vorne eine 4. Sollte bei den modernen Motoren aber typisch sein, dass die ab mittlerer Drehzahl effizienter laufen.

Ich habe eine frühe V100S und auch so meine Kinderkrankheiten, Service reagiert sehr Zäh.

Folgende Änderungen der neueren Modelle sind mir bekannt:

  • Schwinge inkl. Lager und Schwingenbolzen
  • Kupplung, früher ohne später mit Torsionsdämpfer

Wenn man das Fahrwerk der S auf Manuell stellt, kann man die sehr Weich machen 😉 - ich habe es mal ausprobiert und fand es scheiße - aber jeder wie er mag.

Ich finde die Windtunnel sehr ansprechend, im Prinzip eine S ohne den Abstandsradar und goldene Felgen.

 

Edited by Sport1100
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Fahr doch mal einfach beide ausgiebig zur Probe.
Mir war die Mandello einfach zu sportlich. Von der Sitzposition.
Und bedenke, man kann beider Motorräder auch noch massiv modifizieren.
Sei es von der Sitzposition oder vom Windschutz.

Aber irgendwo sind natürlich Grenzen gesetzt.
Ich habe mir die Stelvio geholt, weil man nur damit wirklich aufrecht fahren kann.
Die Mandello ist aber auch kein Fehler, wenn man gerne eine sportlichere Haltung mag.

Es ist immer die persönliche Überzeugung.
Und die kann man nur durch eine Testfahrt erkunden.
Und bedenke immer: Kleinigkeiten kann man auch noch modifizieren.

 

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Ich danke euch allen schon mal für eure Meinungen.

 Habe jetzt einen Händler gefunden, der beide als Vorführer da hat (ist ja auch nichts mehr so einfach heutzutage).

Wird wohl auf eine Probefahrt hinauslaufen. Die von Blixa beschriebenen Problemchen machen mir allerdings schon Sorgen… wie akut, bzw. wie häufig ist das, dass es bei den frühen Modellen Probleme gibt? Zu sehr Diva ist ja auch nicht schön…

 Steinigt mich nicht, aber eine Triumph Speed Twin 1200 und die R12 Nine T habe ich auch noch in der engeren Auswahl. Da werde ich mich auf alle Fälle auch mal draufsetzen. Ich suche halt was mit Punch, Optik, Charakter und Fahrspaß, mit dem man nebenbei auch mal verreisen kann. Letztlich hängt alles sowieso auch davon ab, was die Versicherung unter „Wiederbeschaffungswert“ versteht..

Da könnte Guzzi auch mal dran arbeiten. Sowas wie ne bulligere V7 mit 1200er-Motor wäre ein Traum, ist aber leider gerade nicht so richtig verfügbar…

 

Edited by Herr_Jeh
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Moin Martin,

für Deinen angegebenen Zweck wird die R12 Nine T aus dem Raster fallen, als Reisemoped taugt die nicht

und Preis in einer normalen Ausstattung jenseits von Gut und Böse...

Ansonsten kann ich Dir auch eine Wahl für eine STELVIO 1200 empfehlen, gibt einige mit relativ wenig KM

und die heutigen Preise sind ok...

ist eine Guzzi mit dem richtigen Bumms und haltbar für 200.000km (nur auf Rollenstößel achten, wenn noch nicht umgebaut: Finger weg.)

Die wird Dir den gesuchten Fahrspass bringen, die keine V100 bietet....und ist ausgereift...

Gruß

Holger

moto_guzzi_stelvio_1200_01.webp

Edited by holger333
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vor 32 Minuten schrieb Herr_Jeh:

Ich danke euch allen schon mal für eure Meinungen.

 Habe jetzt einen Händler gefunden, der beide als Vorführer da hat (ist ja auch nichts mehr so einfach heutzutage).

Wird wohl auf eine Probefahrt hinauslaufen. Die von Blixa beschriebenen Problemchen machen mir allerdings schon Sorgen… wie akut, bzw. wie häufig ist das, dass es bei den frühen Modellen Probleme gibt? Zu sehr Diva ist ja auch nicht schön…

 Steinigt mich nicht, aber eine Triumph Speed Twin 1200 und die R12 Nine T habe ich auch noch in der engeren Auswahl. Da werde ich mich auf alle Fälle auch mal draufsetzen. Ich suche halt was mit Punch, Optik, Charakter und Fahrspaß, mit dem man nebenbei auch mal verreisen kann. Letztlich hängt alles sowieso auch davon ab, was die Versicherung unter „Wiederbeschaffungswert“ versteht..

Da könnte Guzzi auch mal dran arbeiten. Sowas wie ne bulligere V7 mit 1200er-Motor wäre ein Traum, ist aber leider gerade nicht so richtig verfügbar…

 

Hallo Martin,

die Speed Twin ist ein wunderschönes Motorrad mit einem super Motor, welchem aber der Charakter fehlt den die Guzzi V2 haben.

( meine Meinung ) 

Ich bin sie Probegefahren und fand bis auf die Größe alles gut an ihr. Ich bin 1.83 m und ich finde unter etwas größeren Menschen wirkt die Speed Twin zu klein.

Die 1200 Stelvio ist eine von 4 Guzzis in meiner Garage. Müßte ich mich auf ein Motorrad reduzieren würde sie mit 100 % Sicherheit bei mir bleiben.

Seid fast 100 000 Km trägt sie mich ohne Panne und Spielchen wohin ich will.

Sie ist bequem, langstreckentauglich und zuverlässig.

Nach Probefahrten mit der V100 und der neuen Stelvio war für mich klar das es keine dieser neuen je in meine Garage schaffen wird.

Das Drehzahlniveau war mir zu hoch und die Übersetzung kam mir zu kurz vor irgend etwas am Motor vermisste ich obwohl er kräftig anzieht.

Sollte meine Stelvio 1200 mir irgendwann zu schwer werden käme nur eine V85 für mich in Frage.

Gott sei Dank sind die Geschmäcker verschieden und jeder kann sein für sich passendes Bike finden.

Die Marke ist , meiner Meinung nach, zweitrangig.

Die Freude am Bike ist wichtig und ein vernünftiger Händler in der Nähe unabdingbar.

Wünsche dir viel Spass bei deiner Entscheidung und lass uns daran teilhaben.

LG Uwe

 

 

 

 

 

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