Beeindruckend, wie viele vorbildliche und augenscheinlich perfekte Verkehrsteilnehmer ohne fehl und tadel hier unterwegs sind.
Vor wenigen Tagen waren wir mal wieder bei den Tirolern im Namloser Tal unterwegs - aber nicht mit dem Bock, sondern mit der Wanderausrüstung im Kofferraum. Am negativsten aufgefallen sind mir dabei weniger die betagten Herrschaften in ihren SUV oder MB, sondern vielmehr die zahlreichen Motorradfahrer auf ihren Superbikes, die diesen öffentlichen Verkehrsraum wohl mit der Nordschleife am Nürburgring verwechseln und meinen, sie müssten jede Kurve möglichst auf der allerletzten Rille durchheizen.
Zwischendurch saß ich ein Weilchen auf ner Bank, von der ich einen längeren Streckenabschnitt überblicken konnte. Danach hatte ich wieder etwas mehr Verständnis für die Lärmschutzmaßnahmen der Tiroler Landesregierung und das Namloser Alpenvölkchen kann ich nur bedauern, wenn den ganzen Sommer über abertausende Krawalltüten wie die Irren durch ihr beschauliches Tal brettern.
Am meisten nerven mich jedoch die "semiprofessionellen" Rennradfahrer, die trotz best ausgebauter Radwege beharrlich daneben auf der Landstraße unterwegs sind und dabei auch noch zu zweit nebeneinander. Oder die Bekloppten, die mit ihren Drahteseln und Lastenrädern gemächlich kreuz und quer durch die Münchener City radeln, als wären sie von allen Verkehrsregeln ausgenommen.
Ach ja, auch "Fahrradverbände" gehören m. e. auf den Radweg und nicht auf die Überlandstraße.