Rick_BG Posted Thursday at 12:08 AM Share Posted Thursday at 12:08 AM (edited) Für mich ein absolutes Reizthema! Ich hab mal geführte Touren gemacht, bei denen mir die Teilnehmer, die in Kurven nicht hinterherkamen, am Ende der Tour auf der Geraden davongezogen sind, als ich zum abschließenden Cappuccino und Smalltalk abbiegen wollte. Rückfrage per E-Mail: Warum? 😕 Antwort: Wir wollten endlich mal Gas geben! 🤪 Oder anders ausgedrückt: „Oh Scheiße! Eine Kurve! Aber eine Gerade - Gassss ...!" Ich hab schon oft gehört, der Langsamste in einer Gruppe fährt vorne, was ich für Schwachsinn halte! Es fährt der Tourguide (optimal der Schnellste) vorn und der wartet an jeder Abbiegemöglichkeit, bis die ganze Gruppe wieder vereint ist! Die Schnellen fahren vorn, die Langsamen hinten! Jeder muss seinen Stil fahren können, ohne gestresst zu werden. Und jeder und jede, die den langsamen Stil fahren, muss sich sicher sein, dass ohne Groll an der nächsten Abzweigung gewartet wird. Edited Thursday at 12:38 AM by Rick_BG 3 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
anton g. Posted Thursday at 04:04 AM Share Posted Thursday at 04:04 AM Hallo Rick Ich finde, dass du damit absolut recht hast. Genau aus diesem Grund vermeide ich Gruppenfahrten und genieße es, wenn ich alleine meinen Stil und meine Geschwindigkeit ohne Druck fahren kann. Gruß aus Wien 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Guzzireiner Posted Thursday at 05:08 AM Share Posted Thursday at 05:08 AM Servus, also ich fahr auch sehr gerne alleine . Fahr aber auch viel in der Gruppe und da ist es es einfach wichtig das es harmoniert. Gemeinsame Touren machen schon auch Spass und ich bin halt auch ein kommunikativer Typ und plaudern gerne. Nächste Woche fahren wir eine reine V100 Mandello 3 Tage Tour und unser Guide ist der Peter. Gefolgt von Volker, Corinna und mir. Ich bin mir sicher dass wir richtig Spass haben. 4-5er Gruppen sind genau richtig in der Größe und jeder kann sich auf alle einstellen. Bin auch nicht der Schnelle und fahr nach meinem Können und lass mich da auch nicht überreden. 6 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Dregwaz Posted Thursday at 10:19 AM Share Posted Thursday at 10:19 AM Am 30.6.2026 um 15:55 schrieb Corinna: Man sollte auch immer den Gruppenzwang im Auge haben. Viele fühlen sich gezwungen das Tempo, das jemand vorgibt, mitzuhalten, weil sie Angst haben, sonst nicht mehr für voll genommen zu werden. Umgekehrt gibts das auch: Der Tourguide fühlt sich gezwungen, ordentlich Tempo zu machen, weil er Angst hat als Graupe betrachtet zu werden. Das schaukelt sich auf. Ich hab nen Bekannten, der vor Kurzem, nach einem tödlichen Unfall, seine Konsequenz so gezogen hat: Wenn er das Gefühl bekommt, dass die Gruppe zu viel Adrenalin und/oder Testosteron ausschüttet, klinkt er sich aus. Zur Not schon vor dem Losfahren. Bester Post 👌 Und meine 2 Cent: Jemand, der schneller fahren kann, ist deswegen nicht der Bessere. Weil das hier und da mal so anklang. Sind wir doch mal ehrlich: Dieses ständige Vergleichen und Einordnen hatten viele von uns ihr Berufsleben lang. Ich persönlich habe das so satt wie einen Kropf. Wenn ich auf meinen alten Karren sitze, bin ich schlagartig im Urlaub - und weder im Kampf noch auf der Flucht. Am Wochenende geht es z.B. zu einem Treffen, 400km gesamt. Ein ansonsten sehr netter Kollege aus der Nähe, der durch die Blume stets und gerne sein fahrerisches Können einfließen lässt, fährt auch dorthin. Aber der Vorschlag, doch zusammen zu fahren, stresst mich schon beim Gedanken daran, folglich gibt's hier nur eine Option. Vor Ort (wenn ich bei einem netten Picknickpäuschen nicht eingeschlafen bin) trinken wir dann gerne eine Brause zusammen 🙃😉 So ein Gruppenzwang triggert halt enorm, Dinge zu tun, die man gar nicht will. Und dessen wird man sich oft erst hinterher klar. Besser also auf sein Bauchgefühl vorher hören und einen schönen Tag haben. 4 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
HaJü Posted Thursday at 01:19 PM Share Posted Thursday at 01:19 PM Ich glaube ich kann behaupten den Südschwarzwald ziemlich gut zu kennen, es gibt Strecken, z.B. mein ehemaliges Jagdrevier, die bin ich schon tausende Male gefahren. Trotzdem oder gerade deshalb bin ich oft überrascht wie viele dort die Kurven im Grenzbereich durchfahren. Teilweise sieht man nur 20..25m dann liegt Laub oder Geröll auf der Strecke trotzdem fahren viele wie auf einer Rennstrecke es geht ja auch meistens gut. Ich bin aber schon einige Male dazugekommen bzw. habe es live erlebt wenn es mal nicht gereicht hat. Deshalb fahre ich gerne alleine und meinem Alter entsprechend vorausschauend. Ich habe mich in Südtirol einmal kurz einer Gruppe angeschlossen, da ging es auch relativ schnell zur Sache die wollten dem Alten mal zeigen was sie drauf haben. Ich hab mich dann ganz schnell ausgeklinkt. Wenn ich heute mit den morschen Knochen einen Abflug mache ist das nächste Fahrzeug ein Rollator...wenn ich Glück habe. Außerdem möchte ich meiner Frau ersparen einen Schwerstbehinderten zu versorgen. Gruß Jürgen 5 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
abakus70 Posted Thursday at 01:39 PM Share Posted Thursday at 01:39 PM Es ist wirklich schwer, jemanden zu finden, der mit dem eigenen Tempo harmoniert. Ich fahre z. B. schon meistens StVO-konform, wo es geht auch gerne mal zügig und sicherlich auch mal etwas drüber. Wenn allerdings hinter der nächsten unübersichtlichen Kurve ein Traktor oder Ähnliches fährt, sollte man noch bremsen können und nicht nur auf sein Glück hoffen. In der Gruppe ist man halt einfach langsamer. Da muss ich die Gruppe an den Langsamsten anpassen und nicht ständig hetzen. Das passt dann einfach nicht. Letztens war ich bei uns mit zwei Bekannten unterwegs. Ständig drüber – mit 80–90 durchs Dorf, auf der Landstraße nicht unter 120 und mit teils über 100 durch die 70er-Zonen… Selbst wenn die Straßen es hergeben – ich brauche meinen Lappen noch und wir sind auch nicht allein auf der Straße. Ich habe sie dann einfach fahren lassen. 3 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
baghira Posted Friday at 05:00 PM Share Posted Friday at 05:00 PM Wohl jeder kann dazu eine Geschichte erzählen. Es gibt immer jemanden, der schneller ist. Und es gibt immer jemanden, der langsamer ist. Wollen wir hoffen, dass alle dabei wissen, was sie tun. Der einzige Applaus den du verdient hast, ist wenn du daheim gesund und munter selbst von deinem Motorrad absteigst. Das ist alles, was zählt! 4 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Andraxxx Posted Friday at 08:20 PM Share Posted Friday at 08:20 PM (edited) Leute… ist das nicht egal? Es gibt so viele Farben auf der Welt. Ich mag Neon grün und jetzt?😅 Edited Friday at 08:20 PM by Andraxxx Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Calatin Posted Friday at 09:04 PM Share Posted Friday at 09:04 PM Ich fahre meist ne Harley … also prinzipiell langsam aber ne .. doch ab und an weit drüber , wobei ich meist und gerne alleine fahre ..und von mir aus kann mich ne vespa überholen .. ist mir latte Dann habe ich mich für meine norwegenfahrt trainiert im gesetzkonformen bereich zu bleiben … und was passiert in diesem für motorradfahrer eher langweiligen Land hauts mich mit ca 30 kmh mit der guzzi auf nem schlammigen feldweg …schlüsselbeinbruch auf den lofoten .. ende gelände .. eine woche rückreise und op … wäre ich mal noch langamer gefahren Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
9ls Posted Saturday at 09:08 AM Share Posted Saturday at 09:08 AM Also ich hab mir ja damals extra die Guzzi zugelegt um etwas entspannter unterwegs zu sein... 😜 Wenn dann die Kollegen mit S1000RR und 1300 GS an jeder Kreuzung auf mich warten müssen ist das auch nicht mein Problem, ich kann ja durchfahren ohne Pausen. 😁 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
WilderWesten Posted Sunday at 11:09 AM Share Posted Sunday at 11:09 AM Am 30.6.2026 um 10:21 schrieb BrevaStefan: Ausklinken aus der Gruppe und nicht mitheizen, das kann ins Auge gehen. Ich hatte mal eine Sardinientour bei einem Motorradreiseanbieter gebucht. War im Grund schon gut, doch als der Guide vorne anfing, mit 120 km/h abschnittsweise über die dortigen Landstraßen zu brettern (was für die hinten dann auch schon mal 140 km/h und mehr bedeutet), da hab ich mich zusammen mit einem anderen Mitfahrer ausgeklinkt und wir sind die restlichen Touren selber gefahren. Mit viel mehr Spaß als vorher. Fragt sich nur, warum ich dann bei einem Reiseanbieter mit Guide buche, wenn ich dann eh selber fahren muss ... 🤷♂️... hab aber ich seither auch nimmer getan, u.a. auch weil der Guide nicht kritikfähig war und die Chefin nicht zuhören wollte. Hi, warst du zufälligerweise mit Felice unterwegs, da habe ich ähnliche Erfahrungen? Viele Crüße Jürgen Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
cbk Posted 3 hours ago Author Share Posted 3 hours ago (edited) Am 9.7.2026 um 15:19 schrieb HaJü: Wenn ich heute mit den morschen Knochen einen Abflug mache ist das nächste Fahrzeug ein Rollator...wenn ich Glück habe. Außerdem möchte ich meiner Frau ersparen einen Schwerstbehinderten zu versorgen. Mein Werdegang war da genau anders herum. Bei meiner Geburt ging Einiges schief. Ergebnis war eine spastische Lähmung. Aber dank reichlich Krankengymnastik, Koordinationstraining, Stotterschule, ... haben sie mich in meiner Kindheit und Jugend recht gut hingebogen. Als ich dann damals mit 18 den Führerschein Klasse 3 machen wollte, mußte ich aufgrund meines damaligen Behindertenausweises und der Vorgeschichte zur MPU, um festzustellen, ob ich überhaupt tauglich bin. Hab dann aus lauter Frust, dass ich ich so extrem testen lassen muss und alle Mitschüler einfach so ihren Führerschein machen konnten, neben der Klasse 3 gleich noch die Klasse 1 beantragt. Hab dann beide Scheine gemacht, hatte aber kein Geld für ein Motorrad. Danach kam dann die Musterung, bei uns gab es ja noch die Wehrpflicht, wo ich meinen Behindertenausweis verschwiegen habe, tauglich gemustert wurde, meinen Wehrdienst abgleistet habe und im Anschluss daran mit dem Musterungsbescheid und der Wehrdienstbescheinigung zum Versorgungsamt gegangen bin, um meinen Behindertenausweis wegen nachgewiesener Gesundheit zurückzugeben. So eine Musterungsuntersuchung war dann wohl amtlich genug, dass auch das Versorgungsamt keine Einwände mehr hatte, obwohl sie mir erst mit dem Amtsarzt kommen wollten. 🙂 Danach kam dann ein Studium, in dem ich auch kein Geld für ein Motorrad hatte. Am Ende des Studiums habe ich dann die Chance genutzt und mich einige Monate nach Australien abgesetzt. So lange Zeit am Stück würde ich im Berufsleben nicht wieder haben. Dort in Down Under habe ich dann eine alte Honda CT 110 "Postie Bike" für umgerechnet 500€ gekauft. Diese 110ccm Maschinen wurden in 1.000er Stückzahlen von der Australia Post angeschafft, um damit die Post und Zeitungen auszuliefern. Das Ding hatte zwar praktisch keine Leistung aber dafür ein extremes Gepäck-Tragesystem, war mit 500€ erschwinglich und in Western Australia konnte ich die Maschine auch auf eine Hotel-Adresse anmelden. Hab dann jeweils einen 20L Nato-Benzinkanister rechts und links auf die Halterungen für die Seiten-Posttaschen geschnallt und los gings... quer durch Australien mit sagenhaften 7PS. Aber mit 45L Benzin an Bord (2*20L Kanister + 5,5L im Tank) hatte das alte Mädchen eine echte Reichweite von 1.500km. Da habe ich wirklich das Motorradfahren gelernt, immer mit dem Hintergedanken: "Wenn Du hier 'in the middle of nowhere' Scheiße baust, holt dich niemand ab!" Und ja, ich war da echt auf Schotterpisten unterwegs, wo mir am Tag nur zwei Autos entgegengekommen sind. Die nächste Ortschaft bestehend aus drei Häusern war mitunter 500km entfernt. Und ja, ich habe da extem viele staunende Blicke bekommen, dass so eine kleine Maschine soweit draußen fahren kann. Das die mit den beiden Benzinkanistern eine so extreme Reichweite hatte, wollte niemand glauben. Und was die Kurven hier in Deutschland angeht, hatte ich erst wieder am Sonntag mein Aha-Erlebnis. Bin nach einiger Zeit mal wieder nach Detmold und zum Hermanns-Denkaml gefahren. Aufgrund der Baustellen-Einbahnstraßenregelung in Detmold habe ich aber die Runde genau in entgegengesetzter Richtung gedreht. Oben am Denkmal komme ich die Denkmalstraße hoch, 70km/h erlaubt, ich werde langsamer, weil ich vor mir eine kleine Kuppe sehe und weiter nichts, bin am unteren Ende des 2. Gangs, als ich sehe, dass es sehr scharf rechts rum weitergeht. Also Kupplung gezogen, 1. Gang rein und dann im 1. Gang auf die Hindenburgstraße abgebogen. Bei dem Tempo alles kein Problem. Aber wenn ich meine Arbeitskollegen dabei gehabt hätte mit ihrem Mantra: "Wo 70 erlaubt ist, muss man auch mindestens 80 fahren können", sie hätten sich alle zerlegt. Edited 3 hours ago by cbk Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
HaJü Posted 3 hours ago Share Posted 3 hours ago @cbkDas mit den "morschen Knochen" war auf mein Alter (74) bezogen, man ist nicht mehr so gelenkig. Gruß Jürgen Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
cbk Posted 3 hours ago Author Share Posted 3 hours ago @HaJü Weiß ich doch... Ich wollte nur sagen, dass ich die "Folgen" in Form des Rollators etc. schon kenne und Jahrzehnte benötigt habe, um da rauszukommen. 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
tscharlie Posted 1 hour ago Share Posted 1 hour ago vor 2 Stunden schrieb cbk: @HaJü Weiß ich doch... Ich wollte nur sagen, dass ich die "Folgen" in Form des Rollators etc. schon kenne und Jahrzehnte benötigt habe, um da rauszukommen. Chapeau: Eine tolle Lebensleistung von Dir ! Und um die Erlebnisse auf den Touren im Outback beneide ich Dich. Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
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