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Isle of Man .... wie bei mir alles anfing...


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Moin Guzzi Freunde,

möchte Euch in der ollen Corona Zeit mal ein wenig zum Lesen schenken;
nur bevor Ihr jetzt weiter lesen wollt:

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker...


Ja, wenn es den seligen Klacks, den Ernst Leverkus , nicht gegeben hätte...



Seit meiner frühen Jugend war ich natürlich Leser der Zeitschrift DAS MOTORRD, damals brauchte man sich nicht zu überlegen, welche Motorradzeitschrift kauft man...gab nur eine.

Seine tollen Fahrberichte und seine Schreibe zog mich in diesen Bann der benzingeschwängerten Luft.

Regelmäßig wurde die Nase noch lang gezogen, mit Berichten über die Isle of Man.

Dazu gab es seine "Warnungen": Jungs...überlegt es Euch gut, wenn Ihr einmal zur TT auf die Isle of Man fahrt, Ihr kommt nicht mehr davon los.



Recht sollte er haben.



Mit meiner Kreidler Florett Super, natürlich mit "großem Nummernschild", war ich ab 1968 schon 2 Jahre lang nach Schweden in den Sommerurlaub gefahren.

Von Hamburg aus, bis nach Eskilstuna waren es nur rund 1000 km Anreise.

Schweden gehörte damals zu den EFTA Ländern, die geringere Zölle auf englische Fahrzeuge hatte.

Aus diesem Grund gab es in Schweden sehr viele Norton, Triumph, BSA u.a.

Bei meinem 2. Urlaub 1969 trafen wir uns wieder auf dem Motorradplatz, die Knutaren waren die Motorradfahrer.

Plötzlich kam der Clubvorsitzende mit einem ganz anderen Motorrad. Sein Vater hatte ein großes Motorradgeschäft.

Alle strömten ganz aufgeregt zu ihm...als ich durch die Menschentraube kam, sah ich so was goldenes: die erste Honda 750.

4 Auspuffrohre...aber irgendwie ein Klotz Metall (für mich).

Ich schaute mir sie von allen Seiten an. Aber schon kurz danach ging ich zurück und bewunderte alle Motorräder aus England.

Für meinen Geschmack waren DAS die Echten.

Als ich wieder zu Hause war, gab es gerade die neuesten Infos über Moto Guzzi. Die V7 700, ein zwar dicker Brocken, aber mir gefiel sie gegenüber einer BMW.

Dann folgten weitere Zündungen: es kam eine neue Moto Guzzi, eine wunderschöne in weiss: die V7 Special 750.

Mit dieser tollen Maschine, wo Klacks schon immer mit seinen tollen Vorstellungen und Fahrberichten mir das Wasser im Munde zusammen zog,

sollte es einen Langstreckenteste geben: Autobahn Hamburg-Wien-Hamburg.

Der Name Bahnburner wurde geboren.



Noch immer waren mir meine Lieblinge, die schönen Engländerinnen im Kopf...aber wir hatten damals noch kein Limit auf den Landstraßen.

Somit sorgte ich mir um die Langhubmotoren der Engländer, die besser auf kleineren Landstraßen mit Bergen aufgehoben waren.

Also mein Entschluss: diese Moto Guzzi V7 Special muss ich haben.

Zwei schwere Jahre begannen...Kreidler verkauft...Geld sparen...ich war ja erst 16 Jahre und im ersten Lehrjahr.

Also 120 DM monatlich....

Zusätzlich machte ich meinen Neben-Job bei Mr.Wash...kam zum Glück an den Staubsauger...da gab es noch dickes Trinkgeld dazu.

Also 2 Jahre sparen, keine Disco, Genickschmerzen...wenn irgendwo ein Motorrad kam...denn sofort musste ich mich ja umdrehen.

Aber ich schaffte es tatsächlich...und ohne Knete von zu Hause:

5.890 DM für mein 1. neues Motorrad. 1970.



Später folgten eine V 7 Sport und einen 850 T3 California.

Aber meine Engländerinnen blieben im Herzen.

Da ich mittlerweise bei Heilbronn wohnte, war es nicht weit nach Heuchlingen zu den WÜST Brüdern. Sie waren Norton und Triumph Importeur.

Bei meinem ersten Besuch standen 2 große Holzkisten auf dem Hof: nagelneue Norton Commando`s.

Nur einen Tunnel zu einer Bank hatte ich noch nicht gefunden...

Also zurück und erst mal sparen, überdenken, planen.

Als mein Entschluss stand, fuhr ich wieder hin...aber die letzten Nortons waren verkauft.

Sehr enttäuscht stand ich da...als mir die Brüder anboten, doch mal `ne Runde auf der Bonneville 750 zu machen.

Drauf setzen, ankicken und los. Mensch war das Geil. handlich wie ein Fahrrad, Bumms von unten...und all die Erinnerungen an Schweden

waren zurück...und die Reiseberichte der tollen, verrückten Motorradinsel.

Zurück und gekauft.



Schon in diesem Jahr ging es dann los.

Es war 1978 ! Mit meiner Triumph Bonneville T140 750. Standesgemäß.

Auf nach Rotterdam zum Europort.

Kurz nach Mittag kam ich schon an.

Früher fuhr man die letzten KM nach der Autobahn auf einer Landstraßenzufuhr...in einer der letzten Kurven gab es rechts einen Gasthof für LKW Fahrer.

Genau richtig... nochmal Mittag essen und dazu einen grünen Hering. Am Schwanz angefasst...Kopf hoch und von oben in den Mund...lecker.

Leider kommt man heute nicht mehr direkt dran vorbei.

Eine lange Schlange vorm Einschiffen...Motorräder...Motorradfahrer...Gespräche...englisches Bitter-Bier....ohne Schaum...randvoll...lecker.

schnell war die Nacht um...Bonnie ankicken und per Landstraße nach Liverpool. Erst die letzten KM auf der Autobahn.

Dann eine Tanke: raus und volltanken.

Als ich dann in Liverpool ankam...supergeiles Gefühl.

Von den Berichten noch etwas ängstlich, denn ich sah noch die Bilder von den Netzen, wo man zum Teil die Motorräder aufs Schiff geladen hatte..

hoffentlich passiert nichts.



Man kam im Hafengebiet in eine riesige Halle:

erstmal STOP...Typen standen dort mit großen Fässern: der Tank wurde leer gepumpt.

Ein Mann stoppte jeweils 1 Motorrad links, einer auf der rechten Seite...

Tankverschluss auf und er steckte den Schlauch zum Abpumpen hinein...



Danach weiter in die Halle einfahren:

drinnen hunderte von Motorrädern...roter Schotter...das Dach war im hinteren Bereich der Halle offen.

Links kamen die ohne Ticket in eine kleine Absperrung, rechts wir als Ticketholder.

Dann dauerte es Stunden...die aber schnell vergingen...

Nach vorne konnte man nicht sehen...alles voll. Plötzlich gingen die Motoren an...also ankicken...stehen...nach einigen Minuten wieder Ruhe.

Später stellte sich heraus, das sich manche nur einen Scherz erlaubten....das passierte noch einige Male, denn man konnte nicht raussehen,

ob da wirklich ein Schiff angelegt hatte.

Endlich passierte man eine kleine Vordertür...



Dann die Erleichterung: Rampen zum rauf fahren...keine Verladung mehr mit Netzen...das gab es zuletzt noch 1977.



Diese 3 3/4 Stunden Überfahrt.... wie eine Reise in den Himmel.

gegenüber den riesigen Fährschiffen von Rotterdamm-Hull spürte man noch ordentlichen Seegang.

Dann endlich: in der Ferne sieht man die heilige Insel: Isle of Man.



Dann runter vom Schiff...in den Kreisverkehr...links raus...Richtung Peel.

Nur dann stotterte der Motor...AUS.

Ja klar, der Tank war völlig leergepumpt.

Zum Glück erreichte ich noch die kleine Tanke, 5 Minuten vor Schluss.



Mein erstes Ankommen.



Ja in 1978 und noch dazu in dem Mike Hailwood Jahr...sein Sieg auf DUCATI...

DAS war mein Einstieg...



und 26 weitere Isle of Man besuche folgten.



Aber ab dem nächsten Jahr hielt ich beim Tankauspumpen den Schlauch selbst...unbemerkt zog ich ihn ein paar Zentimeter höher...

sodaß immer noch Sprit von Douglas nach Peel drin war :saint:



Also 27 x diese geile Isle of Man...und seit dem letzten Jahr wollte ich meinen 28. Trip machen...aber Corona kam dazwischen...

und so warte ich...und warte leider auch 2021...hoffe auf 2022.



Gruß

Holger

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Erwische mich, wie ich bei deinem Bericht zurückschaue. Mehr kann man nicht erreichen. ?

Mopeds haben unser Leben heftig geprägt... immer noch....

Danke für den Bericht.

Harun

 

 

 

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Ja, die Steam Ferry Company. Auch wir mussten in Liverpool in die alte Industriehalle. Vorher vollgetankt und dann waren wir den frischen Kraftstoff wieder los. Kein Wunder, auf dem uralt Schiff (ohne Sprinkler & Co.). Da standen ca. 10 Mopeds nebeneinander. Um zu dem Treppenaufgang zu gelangen, musste man über die danebenliegenden Motorräder klettern, so eng waren die "gepackt". Im Schiffsbuk, unten, war die Bar. Guiness! Und bevor "die Meute" vom Schiff fahren konnte ist man halb erstickt in den blauen Abgasen. Gezeltet wurde auf einer Bauernwiese. Nach nur zwei Tagen war diese im strömenden Regen von den Motorrädern zerwühlt worden. Nur Matsch und Schlamm. Körperpflege erfolgte in den Bergen an den Bächen oder im "Borough of Douglas" Badehaus. 4 Pfund/Std. samt einem Stück Kernseife und Bürste mit Stil samt Gemeindehandtuch.

Bei Braddan Bridge verfolgten wir das Geschehen - im strömenden Regen, da sprach uns eine alte Dame an, es wäre Teatime. Ziemlich durchnässt wurden vier wilde Kerle zum Tea im besten Wohnzimmer eingeladen. Ja, so war das....... .

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Unvergesslich....

Andreas

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Hallo Holger, 

toller Bericht! Tja, was soll ich sagen...Da kommen auch bei mir gleich so ein paar Erinnerungen zurück...
Allerdings wesentlich später, so ab den frühen Neunzigern. Mit 16 Yamaha DT 80 LC 2 zur Schule, zu Metalkonzerten und was
weiß ich nicht alles wohin bei fast jedem Wetter! Geprägt hat mich mein Onkel aber schon viel früher. Er holte mich aus dem Kindergarten mit seiner 1000er Goldwing von 1972 ab. Da war man echt der King of Currywurst!

Nach der Yamaha kam eine 1982er Suzuki GSX 250 E mit 17 PS später mit 27 PS( die Nockenwellen waren hölle teuer aber egal, musste sein!).
Meine damalige Freundin und jetzige Frau machte auch den Lappen. Sie fuhr dann den Käfer unter den Motorrädern - Suzuki GS 500 E. Bei mir wurde es Ende der Neunziger ein Suzuki GSX 600 F. Ein totales Allerweltsmotorrad aber zuverlässig!

Mit beiden Moppeds ging es dann zum ersten Mal 2000 in die Alpen - Kärnten Österreich! Wir fahren noch heute mit unserer Tochter dahin in den Urlaub. Die Alpen waren dann echt der Augenöffner! 

Über die Jahre und die regelmäßigen Besuche der Motorrad Messe Dortmund fühlten wir uns immer mehr zu italienischen Motorrädern hingezogen... Warum nur? Der Flash war dann die Ducati 916 Senna Edition, meine Fresse haben wir gesabbert vor dem Ding. ?

Es dauerte dann aufgrund von Ausbildung, Studium usw. noch etwas aber meine Frau legte sich nach dem Studium die
Ducati 749 zu, die Häßliche mit den Zyklopenaugen übereinander, aber egal...geiles Teil! Ich zog dann nach mit der gleichen Maschine und mit den MR Stummeln war es etwas erträglicher. 

Auch mit denen in die Alpen! War schon viel besser als mit meiner 600er Kreische. Bei Kurzausflügen über die italienische Grenze wurde schon mal verblüfft gestaunt und der Stolz der Italiener schwang immer mit. Irgendwie cool!

Dann musste meine zum Service und ich bekam eine 1100er Monster zum Nachhause fahren....was soll ich sagen, es war um mich und meine Frau geschehen..... Wir bestellten zwei Monster nach der Saison und beide Maschine begleiten uns bis zum heutigen Tag! Nie bereut, was für ein tolles Landstraßenmopped. 

Als meine Frau schwanger wurde fuhr sie mit der Monster bis zum vierten Monat Ihrer Schwangerschaft unsere Tochter im Bauch durch die Gegend. Als Sie zur Welt kam wurde es natürlich etwas ruhiger aber die Monster waren immer angemeldet und als unsere Tochter mit der Zeit registrierte das wir auch mal Motorrad fahren wollen, wollte Sie immer mit. Das ging am Anfang nicht aber es war klar zu erkennen das Sie auch Benzin im Blut hat. 

Ganz im Ernst, wir haben es auf der Monster hinten drauf versucht. Es ist aber nur was für die kurze Runde und es war klar das was soziustauglicheres her muss. Italienisch und zweizylindrisch! ...was sonst....

Ich schaute schon lange auf Guzzi, wollte eigentlich ne Stelvio aber die Norge war schlicht deutlich günstiger und auch flacher für meine Frau... Deswegen habe ich vor ein paar Tagen zugeschlagen... Bin mit meiner Tochter bei um die null Grad gefahren weil Sie unbedingt wollte! Sie und ich fanden es geil....Kurz: ALLES RICHTIG GEMACHT.

Über all die Jahre haben wir viele Touren auch mit unserem sehr motorradaffinen Freundeskreis gemacht. Sauerland, Eifel, Mosel....Viele tolle Erinnerungen mit tollen Freunden und tollen Motorrädern jeglicher Couleur. 

Aber es werden bestimmt noch viele Kilometer dazu kommen...ich hoffe man sieht sich mal auf einem Treffen.

Schönes Wochenende! 

 

 

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Moin Alex,

 

Danke auch für Deinen netten Bericht.

Aber lass es nicht Deinen Frau lesen: """Ganz im Ernst, wir haben es auf der Monster hinten drauf versucht"""

ob sie es hier lesen möchte? ??

Ja, ein Zusammentreffen wäre toll...wenn nur die olle Tante Corona mal verschwindet...wir könnten viel erzählen.

Bleibt gesund und Gruß

Holger

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?Hallo Holger, meine Frau kann das ruhig lesen. Die kommt damit klar. Sie hat den gleichen Humor wie ich, deswegen habe ich Sie geheiratet.

Jo, bleibt alle gesund!

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Hey jungs, echt mega! Bin ich glatt neidisch! Hoffentlich kehrt bald wieder sowas wie Normalität ein. ?

Meine Frau war nie sehr Motorrad begeistert, vor 25 Jahren war sie aber froh um meine z550b, wier kamen überall hin. Und in die Guzzi ist sie richtig verliebt! Will jetzt sogar taschen dafür nähen! Ne halbe Kuhhaut haben wir schon besorgt ?. Jetzt muss das nur noch in form geschnitten werden und vernäht werden. Ich liebe sie jedenfalls wie am ersten Tag, obwohl wir schon seit 25 Jahren zusammen sind!

VG Christof 

Und bin auf weitere spannende berichte gespannt!

Edited by Zander78
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Moin,

 

angeregt durch das "Garagenexperiment" habe ich nochmal gesucht und gefunden:

und DAS ORIGINAL:

1992 stand ich bei dem Rennen in Gooseneck und wir alle, die Streckenposten, der Polizist und alle Zuschauer standen auf und stramm

bei der National Hymne.

ein nie zu vergessenes Erlebnis.

 

Edited by holger333
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Moin,

heute möchte ich noch etwas schreiben zu Norton und mir:

die "Geschichte" ist schon etwas länger 

als ich das erste Mal in Schweden war, mit 16 Jahren, durfte ich bei einem, später guten, Freund auf seiner Norton Commando 750 Fastback als Sozius mitfahren.
Das war eine der Initialzündungen.
Parallel fütterte der selige Klacks, Ernst Leverkus, das Thema Norton bei mir,
mit all seinen Test- und Fahrberichten über die Norton Commando`s in DAS MOTORRAD.

Von da an stand fest:

irgendwann habe ich auch eine Norton.

Als ich dann ab 1986 meine erste Norton Fastback 750 aus dem Baujahr 1970 fand...und sie direkt aus Mestre bei Venedig abholte...
begann dieser Bazillus nicht mehr aufzuhören.
Meine damalige Frau konnte ich davon so begeistern, das auch sie eine Norton Commando 850 Roadster fuhr.

Zur Krönung kam dann unser Sohn 1989 auf die Welt und er bekam die Vornamen von Norton: James Lansdowne in seine Taufurkunde.

Der ständige Kontakt mit den Workers in Shenstone/England fand ab 1986 statt... von da an sind wir jedes Jahr auf der Anreise zur Isle of Man beim Werk gewesen
und in dieser Zeit kannten wir alle Norton Workers und die uns 

In dieser Zeit waren die Entwicklung mit den Norton Rotarys am Laufen und auch die ersten Renneinsätze in England und natürlich auf der Isle of Man.
In der Produktion war die erste Norton Interpol mit dem luftgekühlten Motor.
https://en.wikipedia.org/wiki/Norton_Interpol_2

Als dann 1986 die Interpol 2 Polizei Rotary gebaut und ausgeliefert wurden, durfte ich im Sommer 1986 auf einer original neuen Polizei Norton, die für einen Polizisten
aus Birmingham war, eine "inoffizielle" Probefahrt machen..in voller Ausstattung mit Blaulicht. Der Polizist stimmte zu und schenkte mir noch einen Polizeiaufkleber von Birmingham.

Norton Police Commander P52 Wassergekühlter Zweischeiben-Wankelmotor
https://de.wikipedia.org/wiki/Norton_Commander_(Motorrad)

Bei diesem Besuch im Werk in 1986 wurde mir vertraulich mitgeteilt, das man an einer einmaligen Serie von 100 Motorrädern eine Norton Classic vorbereitet,
die es ab 1987 geben sollte.
Zurück zu Hause nahm ich sofort mit meinem Freund Joe Seifert Kontakt auf, der damals noch in Hamburg (von daher kennen wir uns) den Vertrag mit Norton inne hatte.
Klar war, das er mich sofort informiert, wenn es los geht.
Gegen November bekam ich ein FAX, das er für Deutschland 12 Stück erhalten wird.
Ich machte SOFORT den Deal perfekt, Fax retour und Telefon mit Joe.
Ich sollte die erste in Deutschland bekommen, seine wird zuvor für die Einzelabnahme für den TÜV genommen.

Kurz darauf bekam ich vom Werk eine Kaufurkunde mit der N°.12 von den 100. Die N° 11 von Joe wurde für den TÜV genommen.
https://en.wikipedia.org/wiki/Norton_Classic

Waren damals volle 21.000 DM, schon viel Knete...aber was man will...
Im Mai 1987 holte ich sie aus Hamburg ab, fuhr zurück zu mir...ein paar KM zum Einfahren und zurück nach Hamburg für den ersten Service.
Von da an direkt auf die Fähre Hamburg - Harwich (leider gibt es heute diese Route nicht mehr) und weiter am Werk Station und direkt zur TT auf der Isle of Man.

Einige tolle Jahre damit und dann waren die Entwicklungen mit der wassergekühlten Norton Rotary abgeschlossen.
Zuerst gab es die Norton F1 in 1991 und 1992.
Wunderschönes Styling nur durch die vollumschlossene Verkleidung gab es Hitzewallungen...zudem waren die Abgase " nicht mehr TÜV abnehmbar "

https://en.wikipedia.org/wiki/Norton_F1

Daraus wurde dann die letzte Ausbaustufe der Norton F1 Sport oder auch Norton TT.
Die Sportversion Norton F1 (P 55) mit 95 PS lieferbar. Parallel wurde der Prototyp eines Rennmotorrads auf Basis dieses Motors entwickelt; um auf der Isle of Man zu starten.

In 1991 wurden einmalig 66 F1 Sport produziert; 50 für den freien Verkauf und 16 für die Rennen.

https://www.topspeed.com/motorcycles/mot...rt-ar15890.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Norton_NRS_588

und in 1992 bekam ich vom Joe einen Anruf, es gibt eine der 50 F1 Sport, weil eine junge Frau (Eltern hatten ein RICHTIGES Kieswerk) mit ihrer neuen Norton nicht zurecht kommt.
Ich sagte SOFORT JA
und konnte mir meinen Traum (bis heute) abholen...gerade erst 4 Monate zugelassen...mit 750 mls, kurz vor dem 1. Service.

Diese Norton Leidenschaft ist bis heute und bleibt bis zum Ende 

Gruß
Holger

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  • 2 weeks later...

Hallo Holger!

Danke für die schönen Erinnerungen! Ich war auch schon mehrere Male auf der IoM. Früher bei der TT, heute beim Manx GP (ist etwas ruhiger, aber nicht leiser). 1989 war ich mit meiner Cali bei der TT. Damals fanden auch noch Moto Guzzi Clubtreffen statt. Hier mal ein paar Fotos von damals, die auch die Schönheit dieser kleinen Insel zeigen.

Gruß Uwe

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Moin,


Danke auch Dir für die Ergänzungen... ja...da gibt es noch viel mehr schöne Stellen...leider habe ich die meisten meiner Bilder von früher auf Papier.

ich habe schon wieder großen Entzug...

warte ja schon seit 2010 auf mein nächstes Mal...

früher musste ich nur 1 Jahr wegen der Maul- und Klauenseuche aussetzen... jetzt ist es schon 2020 und 2021durch Corona nicht möglich...?

hoffe wir können wieder ab 2022...

Gruß

Holger

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Mir schwebt schon lange wieder vor "die Insel" zu besuchen. 2022, oh das wär was ?. Vor kurzem im "Ersatzteillager", beim Aufräumen, Erinnerungen gefundenIMG_6124.thumb.JPG.b898fddc0148cde20a7fe79e22a59814.JPGIMG_6125.thumb.JPG.ee210e4b23915124f32ff009e7e5c6c8.JPG:

 

 

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Moin,

wenn es mit dem Corona Thema wieder geht... dann kannst Du mich gerne anschreiben...und ich gebe Dir die Adressdaten von der Dafne, die in den NL ihre Agentur hat.

Sie organisiert Fähren und Unterkunft.

Vielleicht machen wir was zusammen, ich habe meine Buchungen schon vom letzten Jahr auf dieses und somit aufs nächste verschieben lassen.

Gruß

Holger

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