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Lutz

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    Lutz
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    Mille GT
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    Nürnberg

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  1. Zwischen die beiden Zähne bei der OT-Markierung der Schwungscheibe gehört der Zahn der Kupplungsdruckscheibe mit dem "Körnerschlag" (rot markiert): Schau mal unter "How to - Anleitungen" hier im Forum, da gibts ein Video dazu.
  2. Leute, nicht immer gleich den Super-GAU annehmen, KW- und Getriebesimmerring würd ich erstmal hinten an stellen. Ob es Motor- oder Getriebeöl ist was da "tropft" erkennt man am Geruch, Getriebeöl stinkt. Besagte Welle ist der Schaltautomat, ist ein kurzes Teil welches auf seiner gesamten Länge nur von der Bohrung im hinteren Getriebedeckel geführt wird. Das Teil liegt oberhalb des Ölspiegels vom Getriebes - da kommt nur aufgeschleudertes Öl hin. So sieht das Teil aus: In der Bohrung im Getriebedeckel ist eine umlaufende Nut, da sitzt ein O-Ring drin (Position A im 2.Foto bzw. Pos. 12 in der Schnittdarstellung von Lozärn), der härtet mit der Zeit aus - und dann "tropft" es halt. Wenn es nur gelegentlich ein Tropfen ist würde ich mir keine allzu großen Gedanken machen, gelegentlich abwischen und bis zum Ende der Saison damit fahren. Um den Ausbau des Getriebes wirst du dann allerdings nicht drumherum kommen.
  3. Das Würzjoch kannst du da ganz sicher einbauen, ist quasi die "Nordalternative" zur Großen Dolomitenstraße.
  4. Hallo Dirk, dein Beitrag ist ja schon etwas älter, steht deine Tour schon oder brauchst du noch Tipps? Ein Patentrezept gibt es natürlich nicht, frage 50 Leute und du bekommst 50 verschiedene Vorschläge. Da ich zu meiner ersten Alpenüberquerung ebenfalls in Norddeutschland gestartet bin (mit einer V65 von Schwerin aus, ist aber schon etliche Jahre her) könnte ich dir vielleicht weiterhelfen. Gruß aus Nürnberg Lutz
  5. Ende September 2018 - noch immer Sommer und ein paar Tage frei, Schichtdienst hat manchmal auch Vorteile - letzte Gelegenheit im Jahr für einen Alpenritt! Also Aufbruch gen Süden, etwa 200 Kilometer sind es bis die Alpen in Sicht kommen, ein konkretes Ziel hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Und da ich Autobahnfahrten möglichst vermeide ging es zunächst ins Altmühltal und bei Neuburg über die Donau. Richtung Augsburg hingen zähe Schauerwolken am Himmel - das Allgäu kam somit nicht mehr in Frage. Also über die Dörfer Richtung München, teils auf regennasser Piste mit viel landwirtschaftlichem Dreck garniert - dementsprechend sah die Mille GT aus. Bei Schrobenhausen dann doch auf die A9, problemlos durch München und ein paar Kilometer weiter taucht dann die Alpensilhouette auf - immer wieder schön! Über die Kehrenstrecke der Kesselbergstraße erreichte ich schließlich den Walchensee, die Seeuferstraße ist einfach herrlich zu befahren: Weil ich bis hierher schon ziemlich viel Zeit vertrödelt hatte steckte ich mir nun endlich ein Tagesziel, schlicht und einfach über den Brenner und irgendwo bei Sterzing mein "Basislager" aufschlagen. Gedacht - getan, ohne größere Stopps über den Zirler Berg nach Innsbruck, die Alte Brennerstraße hinüber nach Südtirol. Problemlos fand ich im Tourenfahrer-Partnerhaus "Burgfrieden" ein paar Kilometer südlich von Sterzing /Vipiteno ein Quartier. Am nächsten Morgen war mein erstes Ziel eine Waschanlage, mit dem Dreck vom Vortag wollte ich nicht in die Berge fahren. Erster Fotohalt bei Franzensfeste / Fortezza, die riesigen Festungsanlagen wurden während der Zeit der k.u.k. Monarchie zum Schutz der Brennerbahn und der abzweigenden Strecke ins Pustertal errichtet: In Brixen / Bressanone verließ ich die Brennerstraße und nahm die Zufahrt aufs Würzjoch unter die Reifen, schon nach wenigen Kehren aufwärts bieten sich tolle Ausblicke übers Eisacktal, Fotostop: Kehre um Kehre, teils im Wald und teils mit tollen Bergpanoramen windet sich die zunächst bestens ausgebaute Piste aufwärts, die markante Felsformation der Aferer Geiseln taucht am Horizont auf, Fotostop: Ab dem Abzweig zum Palmschloss wird der Straße schmaler und der Belag etwas "angefressen", was die Landschaft aber zu 100% wieder aufwiegt. Der gewaltige Felsklotz des Peitlerkofel bestimmt die Szenerie. Übers wenig ausgeprägte Halsljoch (Kaffeepause) erreichte ich das Würzjoch, der Parkplatz brechend voll, also nur schnell ein paar Fotos: Auf gut ausgebauter Piste ging es nun abwärts ins Gadertal nach St. Martin in Thurn, aus und in Richtung Sella jede Menge Verkehr - also nix wie weg! Über Bruneck / Brunico gelangte ich ins Tauferer Tal, zweigte bei Mühlen / Molino di Tures ins Mühlwalder Tal ab, meinem Tagesziel entgegen - dem Neves-Stausee. Die Straße dorthin ist anfangs normal breit ausgebaut, das Tal noch wenig vom Massentourismus berührt. Ab Lappach / Lappago wird die Strecke einspurig mit Ampelregelung, an einer Schranke wird Maut / Parkgebühr erhoben, aber die paar Euro ist die Fahrt hinauf zum Stausee allemal wert. Die Staumauer ist begehbar, das Seeufer bis fast zum Talschluss befahrbar, das letzte Ende harmloser Schotter. Eingerahmt wird die ganze Szenerie von den Zillertaler Alpen: Bis auf ein paar Bergwanderer hatte ich den See für mich allein, stundenlang hätte ich mich in der Bergeinsamkeit aufhalten können - aber irgendwann musste ich doch wieder runter. Also zurück ins Gadertal und wieder hinauf aufs Würzjoch, diesmal auf der schmalen Nebenstrecke über Welschellen / Rina, auch hier Prachtblicke auf Kronplatz und Peitlerkofel: Nach der Passhöhe bog ich ab, hatte bei der Hinfahrt dort den Abzweig hinunter nach Lüsen / Luson gesehen - da musste ich runter! Ein schmales Asphaltband windet sich in einer engen und tiefen Schlucht abwärts, insgesamt 11 Holzbrücken sind dabei zu passieren, eine fantastische Strecke! Die Weiterfahrt hinüber ins Pustertal war genauso schön, schmale Straße, Kehren ohne Ende und fast kein Verkehr, so mag ich es! Von Mühlbach / Rio di Pusteria war es dann nur noch ein Katzensprung bis zu meinem Quartier. Am nächsten Tag Rückfahrt nach Nürnberg, diesmal verließ ich die Brennerstraße schon in Matrei und fuhr über Ellbögen und Patsch nach Innsbruck - mit Blick auf die bekannte Europabrücke von oben. Autobahnfrei erreichte ich am späten Nachmittag Nürnberg, kurz nachdem ich das Garagentor geschlossen hatte begann der Regen - das Wetter optimal genutzt würde ich sagen. Meine mittlerweile 31 Jahre alte Mille GT hat auch diese Tour zuverlässig gemeistert. ... und wie immer kann ich die geneigte Leserschaft zum Schluss noch mit zwei Videos beglücken nerven:
  6. Der Jeschken, das ist doch der weithin sichtbare Berg mit der eigenwilligen Turmkonstruktion drauf? Beim nächsten Ritt in der Gegend werde ich ihn mit einplanen, danke für den Tipp!
  7. Schon öfters hatte ich von diesem Motorradtreffpunkt in Tschechien gelesen, Bilder und Videoclips geschaut - letzten August bin ich mit meiner Sozia kurzentschlossen hingefahren. Von Nürnberg aus fuhren wir zunächst nach Königstein in der Oberpfalz, nur um dort diesen Wegweiser zu fotografieren, ich wollte ja wissen, wie weit es bis zum Basisquartier in der Sächsischen Schweiz ist: Übers Fichtelgebirge und das Vogtland ging es dann zum Erzgebirgskamm, diesem folgten wir - teils in D, teils in CZ - bis zur Rauschenbach-Talsperre und schlugen uns dann mit einigen Umleitungen ins Bielatal durch und erreichten am späten Nachmittag Königstein in der Sächsischen Schweiz, auch dort steht ein Wegweiser, die Kilometer stimmen etwa: Am nächsten Morgen überquerten wir bei Bad Schandau die Elbe, fuhren auf bestens ausgebauter und landschaftlich toller Strecke nach Sebnitz, von dort aus ging es durch Tschechien bis Varnsdorf, in Seifhennersdorf wieder nach Deutschland und dann hinauf aufs Zittauer Gebirge, Eis- und Kaffeepause am Bahnhof der Schmalspurbahn in Kurort Oybin mit Prachtblick auf die bizarre Felsformation des Oybin: Wenige Kilometer weiter fielen wir bei Lückendorf wieder in Tschechien ein, fuhren durch malerische Dörfer, wo die Zeit stehengeblieben zu sein scheint und erreichten diverse Radumdrehungen später - teils auf miserablen Straßen - die Motorradhöhle Pekelné Doly bei Velenice. Da es Sonntag und herrliches Wetter war (bei schon fast unerträglicher Hitze) ein Massenauflauf an Motorrädern aus drei Ländern, Polen liegt ja auch gleich um die Ecke. Man kann tatsächlich mit dem Mopped in die Höhle hinein bis direkt an den Tresen fahren: Zeit für die Rückfahrt, über Ceska Kamenice ging es auf herrlichen Nebenstraßen durch die Böhmische Schweiz nach Hrensko, in Schmilka wieder nach Deutschland und an der Elbe entlang zurück nach Königstein. Am nächsten Tag traten wir die Heimreise an, das Müglitztal hinauf aufs Erzgebirge und autobahnfrei zurück nach Nürnberg. ...auch dazu gibts ein Filmchen:
  8. Kleines Filmchen in Vorfreude auf die 2019er Motorradsaison:
  9. Bei meiner Mille GT stand in diesem Winter nach ~ 100.000 km ein Kupplungswechsel an, hab die Arbeit im Video festgehalten, gilt sinngemäß so für alle alten Guzzimodelle. Demontage: Montage:
  10. Nö, was gaaanz anderes, ich bin Lokführer (oder neudeutsch Triebfahrzeugführer) im Güterverkehr bei DB Cargo. Du meinst sicher den Vrsic-Sattel, schöne Strecke!
  11. Servus Superlooser, Frage: ist die GPZ ganz zufällig grün?
  12. Ende August 2018: Obwohl ich mich schon öfters im Friaul ´rumgetrieben habe zieht es mich immer wieder dorthin, um einige weiße Flecken von meiner "Alpenstraßen-To-Do-Liste" zu radieren. Am Vortag war ich im westlichen Teil unterwegs, folglich ging es nun gen Osten. Diesmal fiel ich übers Nassfeldjoch in Italien ein, die Kärntner Rampe besser ausgebaut, die Furlaner Seite landschaftlich schöner. Der tief eingeschnittenen Schlucht des Rio Bombaso folgend schlängelt sich die Piste abwärts, oberhalb des Basisortes Pontebba stoppte der wenige Verkehr: Polizei, Feuerwehr, Rettungswagen - und über der Schlucht kreiste der Heli und seilte einen Retter ab - ein Unfall... Zeit für mich den eigenen Fahrstil zu überdenken - oder wie andere Zeitgenossen mit gezogener Massenverblödungswaffe vorzulaufen um spektakuläre Clips zu posten. Schon in Pontebba verließ ich die Staatsstraße um über Studena Alta die Sella Cereschiatis zu erklimmen. Der Pass besticht weder durch Höhe noch durch Aussicht, aber die Strasse ist herrlich zu befahren. Im Val d´Aupa ging es abwärts, wenige weit verstreute und teilweise nahezu unbewohnte Orte säumen die Strecke, flankiert vom mächtigen Felskoloss der Creta Grauzaria. In Moggio Udinese am Ende des Tales erreichte ich die Staatsstraße wieder, nur um sie ein paar Kilometer weiter gleich wieder zu verlassen und ins Val Resia abzubiegen. Am steinigen Bachbett des Torrente Resia ging es weiter, den wuchtigen Felsklotz des Kanin im Vorblick. Bei der Hitze sah der Bach mit seinen Geröllbänken sehr einladend aus und ich nahm ein kurzes Bad im eiskalten und (vorher!) glasklaren Gebirgswasser - herrlich! Ab Lischiazze änderte sich der Straßenzustand, ein löchriges schmales Asphaltband führte mit einigen Kehren durch dunklen Gebirgswald zur Sella Carnizza, einem wenig bekannten Übergang in den Julischen Alpen. Der kleine Weiler auf der Passhöhe besteht haupsächlich aus kleinen Hütten - und einer Trattoria! Das war genau der richtige Zeitpunkt für eine Portion hausgemachter "Pasta Aglio Olio" mit gartenfrischen Kräutern und einen Espresso doppio. Ein paar ältere Herren Rollerfahrer unterhielten sich am Nachbartisch in einer Sprache, die kaum italienisch klang - klar doch, das Val Resia ist hauptsächlich von Slowenen besiedelt. Wie nun weiter? Über den Uccea- / Ucija-Sattel hinüber nach Zaga in Slowenien ist es nicht weit und dann an der Soca /Isonzo entlang...? Ein Blick aufs zusammenfaltbare Papiernavi genügte, das wäre zu weit geworden, ich wollte ja gemütlich touren und nicht bloß Kilometer schruppen. Also wieder zurück durchs Resiatal und auf der Staatsstraße ein Stück Richtung Tarvisio, ab Dogna sollte es ja noch die tolle Strecke zur Sella Somdogna geben, zwar eine Sackgasse - aber unbedingt fahrenswert! Oberhalb einer tiefen Schlucht schmiegt sich die Straße eng an die Felswände und auf der anderen Seite der Schlucht erhebt sich majestätisch das gigantische Felsmassiv des Jôf di Montasio mit einer der höchsten Steilwände im gesamten Alpenraum. Reste von österreichischen Unterkünften aus dem 1. Weltkrieg zeugen davon, dass auch diese Straße für militärische Zwecke angelegt wurde und es in dieser tollen Landschaft nicht immer so friedlich zuging. Auf der Passhöhe endete der Asphaltbelag , bis zur Abfahrt nach Valbruna im Kanaltal "fehlen" etwa 3 Kilometer Straße. Ein schmaler Schotterweg geht zwar noch etwas weiter, wird aber dann zum Trampelpfad über eine Schlucht, wo selbst die härtesten Mountainbiker ihr Roß schultern. Also zurück ins Fellatal und nach Pontebba - und wieder zog ein Gewitter auf. Dieses habe ich auf der Piazza unter der Markise eines Eiscafes vorbeiziehen lassen. Eisbecher alle - Gewitter vorbei - also weiter! Leider verhinderte wie am Vortag das Wetter mein Vorhaben, das Tal der Pontebana war rabenschwarz, die Fahrt über den Passo del Cason di Lanza und die Forcella Lius zum Plöcken konnte ich abhaken. Also ging es übers Nassfeld zurück nach Kötschach-Mauthen und am nächsten Tag zurück nach Nürnberg. Und die Mille GT, mein altes Schlachtroß ist wie immer bestens gelaufen. Auch hier gibts ein cineastisches Machwerk dazu:
  13. Ironiemodus on: Lederkutte ist doch voll out, der BMW-Fahrer harte Biker von heute trägt doch ´ne orange oder neongelbe Warnkutte Ironiemodus aus
  14. Hallo Gemeinde, nach langer Forumsabstinenz mal wieder ein Reisebericht von mir, der Winter bietet sich ja dafür an. Mindestens einmal im Jahr brauche ich einen mehrtägigen "Lonely-Rider-Ritt", der meist in die Alpen führt. Großartige Planung mag ich nicht, Termin: wenn das Wetter passt und ich frei habe, das Zielgebiet lege ich auch nur grob fest. Eine gemütliche Tour durch das Friaul ganz im Nordosten Italiens wurde es, dünn besiedelt und bisher vom Massentourismus verschont. Pässe über 2000m Höhe sucht man hier vergebens - aber die Landschaft der Karnischen und Julischen Alpen ist fantastisch. Ende August 2018, mein Alteisen (Mille GT) ist startklar: Mit Minimalgepäck ging es nahezu autobahnfrei von Nürnberg aus über Regensburg und Landshut zunächst zum Chiemsee und weiter durch die Entenlochklamm hinüber nach Sankt Johann in Tirol. Über Kitzbühel, den Pass Thurn, den Felbertauerntunnel (den Massentourismus am Großglockner wollte ich mir nicht antun) , Lienz in Osttirol und den Gailbergsattel gelangte ich nach Kötschach-Mauthen in Kärnten, wo ich beim "Kirchenwirt Engl" mein Basiscamp aufschlug (kannte ich von einer früheren Tour). Am nächsten Morgen brach ich mit "Schutzkleidung light" und noch weniger Gepäck (vieeel Wasser, wegen der Hitze) über den Plöckenpass nach Italien auf, schon in Sutrio verließ ich die Staatsstraße, meinem ersten Hochziel entgegen, dem Monte Zoncolan. Etwa 11 Kilometer auf breit ausgebauter Piste mit weiten Kehren sind es bis zum Großparkplatz am Skigebiet - wenig spektakulär - nix für mich! Aber es gibt ja noch die alte Zufahrt von Priola aus, einspurig, nur halb so lang, dafür doppelt so steil und enge Kehren ohne Ende - genau mein Ding! Die Passhöhe bietet einen fantastischen Rundblick über die Pesariner Dolomiten sowie Karnische und Julische Alpen - aber leider war es ziemlich dunstig. Die Abfahrt hinunter ins Deganotal führte genauso schmal durch drei dunkle Felstunnel und mit endlosen Kehren zunächst zurück in die Zivilisation nach Liariis (kein Schreibfehler) und weiter nach Ovaro. Wenige Radumdrehungen später verließ ich das Deganotal schon wieder in Richtung Mione, dem eigentlichen Tageshöchstziel entgegen - Passo Forcella und Malga Losa. Auch dies ist eine meist nur einspurige Piste mit jeder Menge engen Kehren und im oberen Abschnitt mit 28% (!) Steigung. Bis vor wenigen Jahren war dieser noch eine Schotterpiste, jetzt ist die Fahrbahn bis zur Passhöhe betoniert. Ab der Passhöhe ging es meist auf Schotter mit vielen Wasserablaufrinnen weiter, stärkere Steigungen sind allerdings auch hier inzwischen betoniert. Die Piste führte über ein weitläufiges Almengebiet an der Malga Losa vorbei hinüber zum Lago di Sauris, einige mit groben Felsplatten ausgemauerte Bachläufe waren dabei zu furten, aber kein Problem für mein Alteisen. Oberhalb von Lateis dann wieder Asphaltbelag mit Blick hinunter auf den türkisblauen Lago di Sauris - fantastico! Ausgiebige Fahrpause in der ersten (und wohl auch einzigen) Trattoria in Lateis, die Speisekarte auf deutsch? Na klar doch, Sauris und die umliegenden Orte bilden eine deutsche Sprachinsel im Friaul. Am Seeufer entlang und über einige gut ausgebaute Kehren erreichte ich Sauris di Sopra. Hier musste ich mein Vorhaben aufgeben, über den Razzosattel ins Val Pesarina und über die Panoramica delle Vette zurück zum Plöckenpass zu fahren, über dem Kamm ballte sich ein kräftiges Gewitter zusammen - also nix wie weg! Zurück am See holte mich das Unwetter ein, der Starkregen begann schlagartig. In einem Unterstand für Forstarbeiter schlüpfte ich in die Regenkombi und wartete das Gröbste ab. Durch die größtenteils in Tunnels und Galerien führende Straße durch die Lumieischlucht erreichte ich Ampezzo im Tagliamentotal und kehrte auf der Staatsstraße über Tolmezzo und den Plöckenpass nach Kötschach-Mauthen in mein Basislager zurück. Ein Filmchen gibt es auch dazu: https://www.youtube.com/watch?v=jKQdk9_HmVU - wird fortgesetzt -
  15. Schöner Bericht, tolle Fotos, Danke
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