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Lutz

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  • name
    Lutz
  • bikes
    Mille GT
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    Nürnberg

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  1. Ende Oktober 2019 - noch immer ist es hier im Süden relativ warm und sonnig. Ich habe die Mille GT nochmal laufen lassen und mich am Main-Donau-Kanal ´rumgetrieben, der hier kurz der neue Kanal genannt wird. Zwischen Bamberg und Kelheim überwindet er auf 171 km Länge mit 16 Schleusen die Frankenalb. Ein paar Kilometer südlich von Nürnberg, zwischen den Schleusen Hilpoltstein und Bachhausen hat er seine Scheitelhaltung, mit 406 m über NN der höchste Punkt im gesamten europäischen Wasserstraßennetz: Und weil ich schon mal unterwegs war habe ich seinen rund 150 Jahre zuvor erbauten Vorgänger gleich noch mitgenommen, den Ludwig-Donau-Main-Kanal (alter Kanal). Fast parallel verlaufend waren hier auf 172 km Länge 100 Schleusen nötig und mit 417 m über NN lag seine Scheitelhaltung sogar noch etwas höher. In großen Teilen überbaut (Autobahn) bzw. im neuen Kanal aufgegangen führt er heute zwischen Beilngries und der Nürnberger Gartenstadt nur noch abschnittsweise Wasser: Schleusenrelikt in der Nürnberger Gartenstadt, das Kanaldenkmal bei Erlangen steht heute neben der Autobahn 73:
  2. D a s kenne ich auch, bin mal mit einem Kollegen in den Almabtrieb in Vorarlberg hineingeraten, gefühlte 150 km auf Kuhschei... Aber ansonsten: Ein ganz toller Reisebericht mit Super-Fotos! Danke fürs Mitnehmen! P.S. Die Strada delle 52 Gallerie am Pasubio haben wir vor ein paar Jahren komplett bis zum bewirtschafteten Rifugio Achille Papa "erwandert", zurück zum Ausgangspunkt an der Bocchetta Campiglia ging es über die Strada degli Scarubbi, ist ein fantastisches Bergerlebnis, aber dazu ist ein ganzer Tag nötig.
  3. Leider wurde es in diesem Jahr nichts mit einem mehrtägigen "Lonely-Rider-Alpenritt", gestern bei Kaiserwetter die wohl letzte Chance des Jahres wenigstens für einen Kurztrip ohne Übernachtung. Nürnberg am Montag, 14.10.2019 Um 09:00 Uhr kurzentschlossen auf die Mille GT und ab gen Süden, nachschauen ob es die Alpen überhaupt noch gibt. Auf die vielen baustellenbedingten Dauerstaus auf der A9 hatte ich absolut keinen Bock, bin deshalb gemütlich auf Nebenstraßen - zum Teil parallel zur Autobahn - bis südlich von Ingolstadt gefahren und erst kurz vor München auf die A9. Beim Rasthof Fürholzen ein erster verschwommener Blick auf die Alpen - sie sind also noch da! Ohne Stau durch München und ein Stück A95 lang, doch schon in Wolfratshausen runter von der Dosenbahn. Der immer klarer werdenden Alpensilhouette entgegen ging es über Bad Tölz zum Sylvenstein-Stausee, Fotostopp. Rein zufällig parkte dort eine California Stone, die musste natürlich mit aufs Bild: Am Stausee entlang und anschließend dem Lauf der Isar folgend erreichte ich Vorderriß. Gern hätte ich die Sackgasse über Hinterriß zum Großen Ahornboden noch mitgenommen, dazu fehlte mir aber leider die Zeit. Also fuhr ich die mautpflichtige Forststraße nach Wallgau. Der naturbelassene Flusslauf der oberen Isar mit seinen vielen Geröllbänken bietet jede Menge tolle Fotomotive: Von Wallgau aus ging es nun zum Walchensee, kurz erwog ich durch die Jachenau ins Isartal zurückzufahren, entschied mich dann aber doch für die Seeuferstraße nach Urfeld, dort bin ich zwar schon öfter entlanggefahren, aber an so einem sonnigen Oktobertag hat der See mit seiner Bergkulisse (Karwendel) einen ganz besonderen Reiz: Über die bekannte Kesselbergstraße mit ihren vielen Kehren fuhr ich hinunter nach Kochel, zum gemütlich Cruisen (was für ein Schei... wort!) reichen die erlaubten und überwachten 60 km/h völlig! Für mich immer wieder erstaunlich, eben noch im Hochgebirge und nur ein paar Kilometer weiter tellerflaches Flachland. Ein letzter Blick auf die Alpen... ... bevor sie im Rückspiegel verschwanden: Wenig später fand ich mich auf der Autobahn wieder, mit nur leichten Stockungen durch München, wieder auf die A9, doch schon nach wenigen Kilometern hatte ich genug vom Autobahnwahnsinn, über Nebenstraßen erreichte ich pünktlich zum Sonnenuntergang meinen Heimathafen Nürnberg. Mein Alteisen Mille GT hat diesen 620-km-Ritt wie immer bestens gemeistert. Ok, ist ein bisschen viel für eine Tagestour, aber mir hat es großen Spaß gemacht. Und wenn auch auf dem letzten Drücker, ich war 2019 in den Alpen, jetzt kann der Winter kommen!
  4. Kehre 12 - müsste oberhalb von Trafoi sein. Hab mir die Galerie angeschaut, danke für den Tipp! Obwohl ich mich oft genug da ´rumtreibe bin ich nicht "verewigt" worden, bin da meistens erst Ende September. Macht mehr Spaß weil wenig Verkehr.
  5. Ja, der Thomas, der ist gerne dabei. Und ob nun fränkische Schweiz oder schweizerische Schweiz ist doch völlig egal 😀
  6. Zur Erinnerung: am Sonntag, 13. Oktober findet das Franken-Bayern-Treffen in Ellingen bei Weißenburg statt (nicht nur für Franken und Bayern). Hier die Ankündigung aus den "roten Forum"
  7. Schön 👍 ! Freu mich auf die Fortsetzung.
  8. Ende gut - alles gut! Ein schöner kurzweiliger Reisebericht, danke fürs Mitnehmen 👍
  9. Gute Reise, gesunde Rückkehr und dazwischen viele schöne Eindrücke! Bin gespannt auf die Zwischenberichte.
  10. Zur Info für Alpentourer ! Das Land Tirol macht die Brenner-Bundesstraße B182 an Wochenenden für den Durchgangsverkehr ab 20. Juni bis Mitte September 2019 dicht: https://www.tirol.gv.at/meldungen/meldung/artikel/lh-platter-fahrverbote-auf-landesstrassen-als-notmassnahme-gegen-massiven-ausweichverkehr/
  11. Lutz

    Tirol

    Schöner Bericht, ich würde am liebsten gleich ins Friaul starten. Bei Namen wie Passo del Cason di Lanza, Sella Carnizza, Lago di Ca´ Selva, Monte San Simeone, Panoramica delle Vette usw. zuckt meine Gashand. Aber ich muss Manfred widersprechen: *Ironiemodus ein* Fahrt da bloß nicht hin, die Gegend ist öde, die Leute unfreundlich und die Strassen greislig! (sonst wollen alle dahin und dann ists vorbei mit der Beschaulichkeit) *Ironiemodus aus*
  12. Das wird mit ziemlicher Sicherheit die Schaltfeder (Pos.A) sein, das Teil kostet keine fünf Euro , aber zum Wechseln muss das Getriebe raus und geöffnet werden.
  13. Vorwort Frühkindliche Prägung: Der Weg zum Kindergarten führte über einen Bahnübergang, der immer gerade dann geschlossen wurde wenn meine Mutter mit mir ankam. Schon das Schließen der Schranken mit dem damals üblichen mechanischen Leutewerk faszinierte mich, war aber nichts im Vergleich zur kurze Zeit später vorbeibrausenden Dampflok. Jedes Mal aufs Neue war ich wie gebannt. Wahrscheinlich schon da habe ich mich mit dem Bazillus Eisenbahn infiziert. Der Schrankenwärter prophezeite meiner Mutter: "Der wird mal Eisenbahner!" Er hatte Recht. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Anfang Juni 2019, Gelegenheit für eine Lonely Rider Tour, es müssen ja nicht immer die Alpen sein. Also brach ich auf in meine alte Heimat Sachsen, dort dampft es noch an einigen Orten. Mehrere Schmalspurbahnen (Spurweite 750mm) verkehren noch fahrplanmäßig mit Dampflok bespannt als Touristenattraktion und einige Museumsbahnen bieten Fahrten an ausgewählten Terminen. Quer durch die Oberpfalz ging es zunächst nach Tschechien, über Cheb nach Sokolov. Das Falkenauer Becken (Sokol = Falke) ist eine arg geschundene Tagebau-Mondlandschaft, abstoßend und faszinierend zugleich: Falkenauer Becken Nun ging es das Erzgebirge hinauf, über Bozi Dar und den Wiesenthaler Pass fiel ich in Sachsen ein, erstes Zwischenziel war Oberwiesenthal, Endpunkt der Fichtelbergbahn. Leider war ich ein wenig spät dran, habe gerade noch einen abfahrenden Zug hinunter nach Cranzahl filmen können. Nur ein paar Kilometer weiter liegt Jöhstadt, Endpunkt der Preßnitztalbahn - eine erstklassige Museumseisenbahn! Die Strecke hinunter nach Wolkenstein war bis Mitte der 1980er Jahre in Betrieb und wurde dann abgebaut. Nach der Wende hat ein Verein das obere Teilstück von Jöhstadt bis Steinbach wieder aufgebaut und ganze Arbeit geleistet! Jöhstadt Lange hielt ich mich nicht auf, denn mein Tagesziel lag noch ein ganzes Stück entfernt an der Elbe. Ich verließ das Erzgebirge und erreichte am Nachmittag bei fast schon unerträglicher Hitze die Kleinstadt Radebeul vor den Toren Dresdens. Im Ortsteil Altkötzschenbroda schlug ich mein "Basislager" auf. Altkötzschenbroda Radebeul war nicht von ungefähr mein Ziel, denn auch hier dampft es (sogar zweimal, aber davon später). Eine Fahrt mit der Lößnitzgrundbahn, die von hier aus über Moritzburg nach Radeburg führt war der Tagesabschluß. Gemächlich stampfte das Züglein durch die Stadt, dann an Weinbergen vorbei und schlängelte sich im engen Tal der Lößnitz aufwärts bis zum Dippelsdorfer Teich, der auf einem Damm überquert wird. In Moritzburg hatte ich genug Zeit um das bekannte Jagdschloß von August dem Starken zu besuchen, bevor es mit der Bimmelbahn zurück nach Radebeul ging. Schloß Moritzburg Am nächsten Tag hatte die Mille GT frei. Per Pedes ging es an die Elbe hinunter, denn auch da dampft es noch: Die Sächsische Dampfschifffahrt besitzt neun historische Raddampfer, die größte derartige Flotte der Welt. Ich ging in Radebeul an Bord des Glattdeckdampfers "KRIPPEN" und fuhr entlang der Sächsischen Weinstraße bis zum Endpunkt in Seußlitz - eine ganz gemächliche Art des Reisens (neudeutsch heiß es ja wohl "entschleunigt"(was für ein Schei....wort!)) Auch hier faszinierende alte Technik, eine oszillierende Zweizylinder-Dampfmaschine: Nach knapp einer Stunde Fahrt tauchte die Silhouette von Meißen mit Dom und Albrechtsburg auf und weiter ging es an den Weinbergen des nördlichsten deutschen Weinanbaugebietes entlang der Endstation Seußlitz entgegen. Meißen Wendepunkt Seußlitz Nach einer Pause in einem Weingut ging es die gleiche Strecke zurück, es war ein ganz entspannter Tag. Tag drei, die Rückfahrt. Frühzeitig verließ ich das Elbtal, machte einen groooßen Bogen um Dresden (ist zweifellos eine der schönsten Städte Deutschlands, aber während des morgendlichen Berufsverkehrs genauso besch... wie alle anderen Metropolen) und fuhr aufs Osterzgebirge hinauf, die Weißeritztalbahn wollte ich auch noch mitnehmen - und ich hatte Glück: Im Bahnhof Schmiedeberg war ein Arbeitszug zur Unkrautbekämpfung unterwegs, bespannt mit einer Länderbahnlok der Gattung Sächs. IV K, die sonst nur für Sonderzüge zum Einsatz kommt: Auf kleinsten Straßen übers Osterzgebirge erreichte ich schließlich wieder die Kammlage, fuhr bei Reitzenhain hinüber nach Tschechien und auf dem Kamm entlang in Richtung Klinovec / Keilberg, mit 1248 m der höchste Berg im Erzgebirge, der Gipfel ist genau wie der gegenüberliegende Fichtelberg (1214 m) anfahrbar. Irgendwo am Erzgebirgskamm, die Wolkendecke verheißt nichts Gutes Mein Vorhaben, den Fichtelberg noch anzufahren ließ ich ganz schnell fallen, eine schwarze Wolkenwand zog ziemlich flott die Hänge hinauf, Blitz und Donner im Sekundenabstand ließen es geraten erscheinen sich schleunigst vom Acker zu machen! Beinahe fluchtartig verließ ich die Kammregion in Richtung Karlovy Vary und nahm sogar die Autobahn bis Cheb, denn auch auf tschechischer Seite sah es nach Unwetter aus. Rückkehr nach Deutschland bei Waldsassen und auf bekannten Pfaden zurück nach Nürnberg, trocken angekommen - alles bestens! Und auch die Mille GT ist gelaufen wie immer - ist halt ein braves Roß! ... ein Filmchen gibts auch:
  14. Danke fürs Mitnehmen, da kommt doch gleich wieder Fernweh auf Gr. lutz
  15. Frage: tropft es im Stand / bei stehendem Motor? Dann ist schlicht und ergreifend zuviel Getriebeöl drin, die Kupplungsdruckstange sitzt ein ganzes Stück über dem Ölspiegel im Getriebe.
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