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LiFePo4-Akku für 2022er V7 Stone - konkrete Frage


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Naja, ist ganz einfach: Wenn jemand etwas behauptet, dass so elektrotechnisch nicht möglich ist, dann wird man dem widersprechen dürfen. Er erklärt hier ne Batteriegattung für unsicher, die milliardenfach störungsfrei im Einsatz ist. Da sagt einem doch schon der gesunde Menschenverstand, dass diese Gattung nicht unsicher sein kann... 

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Soweit mir bekannt Rauchten gerade die Anfangsmodelle verschiedenster Hersteller gerade im Mopedbereich immer wieder mal ab weil dir billigste BMC/Balancer verbaut hatten.

Was sich in Ausfall/Aufblähen/Brennen/Verpuffung 

Bemerkbar machte. 

Eine Endlüftung alleine ist kein Garant für keine Verpuffung/Explosion. 


Die neueren Modelle sind inzwischen gut ausgereift und haben bessere Regler verbaut. 

 

Ich fahr AGM weils ma Wurscht is 🤠

Auf de 300gramm kommts mir nicht an.

 

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.... naja, es darf halt einfach nicht sein, was nicht sein darf, besonders wenn eine Lobby dahintersteht!

Was ich täglich hier bei der Arbeit an aufgeblasenen Akkus auf den Hof bekomme, ist schon erschreckend.

Und was dann der Transporteur und Entsorger für einen Aufwand betreibt, die aufgeblasenen Akkus bei uns abzuholen!

Aber gut, ich möchte auf meinem LKW auch keine brennende/ explodierende  Ladung haben.... 

Ich liebe noch die Blei-Batterie, alleine schon wegen der problemlosen Entsorgung und doch recht sicheren Handhabung....

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es kann ein Jeder die Batterie einbauen, die er möchte;

zum Glück ist das eine eigene Entscheidung und die bleibt.

Richard kennt sich aus beruflicher Hinsicht damit aus ...

ich habe meine Erfahrungen gemacht und mein Freund beim Motorsport...

WIR werden keine Lithium Batterien mehr einbauen.

dann ist doch alles gut und wir können wieder zum Motorradfahren übergehen 🥰😂

IMG_20240825_102731.jpg

Edited by holger333
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vor 46 Minuten schrieb Blixa:

Naja, ist ganz einfach: Wenn jemand etwas behauptet, dass so elektrotechnisch nicht möglich ist, dann wird man dem widersprechen dürfen. Er erklärt hier ne Batteriegattung für unsicher, die milliardenfach störungsfrei im Einsatz ist. Da sagt einem doch schon der gesunde Menschenverstand, dass diese Gattung nicht unsicher sein kann... 

Die Milliarden beziehen sich aber auf Handys, Laptops etc. wo üblicherweise ein ordentliches BMS und ein Lader verbaut sind, der sich auch nach der Batterie richtet.
Selbst in leistungsfähigen Laptops gibt es immer wieder Probleme mit zu hohen Temperaturen am Akku und sehr schneller Alterung. Aufgeblähte Notebookakkus habe ich auch schon mehrere gesehen.

Beim Motorrad hast du praktisch keinen Lader, nur Dauerspannung. Das BMS in der Batterie muss dann alles managen. Gleichzeitig hast du widersprüchliche Anforderungen wie einen hohen Startstrom zu ermöglichen (also auch mal 40C, 40fache Kapazität, am Rande dessen was für die Zellen gesund ist), aber Kurzschlüsse (ebenfalls hoher Strom) gut/schnell abzufangen.

Idealerweise macht das BMS bei Erreichen der sicheren Ladeschlussspannung und Unterschreiten einer sinnvollen, schonenden Ladeabschaltstromgrenze dicht und erst bei Unterschreiten von 70-80% Ladezustand wieder auf um die Akkuchemie zu schonen, dann muss das Motorrad aber auch mit 70% noch problemlos starten können. Noch besser wäre, gar nicht erst auf 100% zu laden und nicht auf 0% zu entladen, dann fährt man aber tote Kapazität herum (wie jedes Elektroauto, die Kapazitätsanzeige entspricht hier nicht der Akkukapazität) und der Gewichtsvorteil sinkt.

Idealerweise lässt das BMS spätestens bei 60°C Zelltemperatur keine Ladung mehr zu, besser schon früher. Gesündere, niedrigere Begrenzung würde an manchem Motorrad im Sommer schon mal zu einer leeren Batterie führen.

Idealerweise reduziert das BMS Ladestrom und Ladespannung bei niedrigen oder hohen Zelltemperaturen.
Dafür müsste es selbst Spannungs- und Stromregelung, also die Laderegelung enthalten. Die Lichtmaschine schickt dir sonst auch schonmal 10A in die Batterie, wenn die leer ist und die Ladeschlussspannung ist halt die, welche der Spannungsregler des Motorrads zulässt. Die Laderegelung erzeugt wieder Wärme, in der Batterie, wo wir sie im Sommer nicht haben wollen.

Idealerweise erfolgt ein Balancing der Akkuzellen auch ohne Ladevorgang, damit die Zellen immer den gleichen Ladezustand haben.

Idealerweise macht das BMS eine Einzelzellüberwachung und erkennt für jede einzelne Zelle, wenn diese an ihrer Ladeschlussspannung angekommen ist, damit nicht eine einzelne Zelle überladen wird und überhitzt, hängt dann einen Balancingvorgang dran etc.

Idealerweise schaltet das BMS die Batterie reversibel ab, bevor sie durch Tiefentladung Schaden nimmt. Es gibt Grenzen da trennt manches BMS schonmal Strompfade dauerhaft ab, dann ist die Batterie dauerhaft deaktiviert, Schrott, zum Schutz des Anwenders. Aber tiefentladene Lithium Akkus können eben dauerhaft geschädigt sein und zerstören sich dann beim nächsten Laden durch interne Kurzschlüsse.

 

Man kann davon ausgehen, dass das in diesem Umfang in keinem Akku umgesetzt ist.
 

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Auf einige Punkte müsste man hier eigentlich noch eingehen, aber das wird sonst eine riesen Diskussion...und es hat eh jeder seine eigene Meinung zu den Batterien (Akkus), aber ich denke, um dem Threadersteller etwas zu helfen, gibt ein paar Dinge zu beachten:


-Die originale V7 Batterie (AGM) ist "einfacher" zu laden als eine LiFePo4 Batterie (benötigt zwingend ein BMS, ist bei der kauffertigen Batterie schon integriert)

-Beide Batterien bestehen aus mehreren Zellen (AGM = 6 Zellen a ca. 2,4V = Ladeschlussspannung 14,4V - 14,8V) und (LiFePo4 = 4 Zellen a 3,65V = Ladeschlussspannung 14,4-14,6V)

-Somit sollte KEINE der beiden Batterien mit mehr als 14,8V bzw. 14,6V beaufschlagt werden...die AGM wird bei Überspannung langsam kaputt gehen und die LiFePo4 Batterie hoffentlich durch ein funktionierendes BMS geschützt. Ob es eine Markenbatterie ist oder nicht und ob man dem BMS traut muss jeder selbst wissen. (Samsung hatte 2016 einige Probleme mit brennenden Handys...Klar das ist auch 10 Jahre her, aber ich wollte es mal erwähnt haben...)

-Wieso der Hersteller angibt, dass 15V auch ok sind weiß ich nicht, aber Fakt (und Elektrotechnik) ist nunmal, dass eine höhere Zellspannung keinen Vorteil bringt und für BEIDE Batterien zellschädigend ist...Der einzige Grund warum die LiFePo4 das mitmacht ist das BMS, welches aber robust und gut funktionieren muss. Die AGM geht wie gesagt langsam kaputt, weil sie ausgast.

Auch auf Louis.de wird bei mehreren LiPoFe4 Batterien folgender Hinweis sichtbar:

https://www.louis.de/artikel/louis-parts-lithium-ionen-batterien/10057565

Informationen zur Umrüstung von Blei/Säure auf Li-Ion Batterien:

  • der Wechsel von einer herkömmlichen Starterbatterie (Blei-Akku) zu einer Lithiumbatterie ist grundsätzlich bei nahezu allen Motorrädern machbar
  • wenn die Umrüstung zu keinerlei Problemen oder Einschränkungen führt, ist keine Handlung erforderlich
  • beachte das Motorrad Baujahr – wurde es ab Werk mit einem Bleiakku ausgeliefert? Viele ältere Motorräder verfügen über Lichtmaschinenregler, welche Lithium-Batterien nur unvollständig laden oder zu hohe Ladeströme abgeben.
  • Das liegt auch am üblichen Verschleiß der Regler über die Jahre. Beides kann zu enormen Laufzeitverkürzungen der Li-Akkus über Defekte bis hin zu Totalausfällen führen
  • prüfe die Funktion und Leistung vom Ladestromregler deines Motorrads, bevor du die Umrüstung auf einen Lithium-Ionen-Akku durchführst
  • am besten mit einem Voltmeter an den Batteriepolen, wie hoch die Ladespannung ansteigt, wenn du die Drehzahl im Leerlauf erhöhst. Die Ladespannung sollte unter 14.6 Volt bleiben
  • im Zweifelsfalle oder - um sicher zu gehen - tausche den alten Regler gleich gegen einen Carmo Li-Ion Lichtmaschinen-Regler aus, siehe „passende Artikel“

Ob man sich hier nur absichern will oder Geld durch den Verkauf eines "unnötigen" Ladereglers machen will, möchte muss jeder für sich selbst entscheiden. Wird wohl irgendwelche Motorräder geben, die vielleicht keine super konstante Ladespannung haben und mal 14,8V oder 15V Ladespannung ausgeben...siehe Info mit dem Alter / Verschleiß von Louis.

Also entweder die Ladespannung messen und schauen, dass diese unter 14,6V bleibt oder den Laderegler einbauen, wenn die Spannung höher ist oder um einfach auf der sicheren Seite zu sein.

Wenn das BMS funktioniert und die Ladespannung passt, dann ist gegen eine LiFePo4 nichts zu sagen.
Wenn die Ladespannung zu hoch ist, dann hoffe ich dein BMS ist ein gutes...sonst hast du nicht lange Spaß an der Batterie 

Edited by ShadowRap411
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Wenn schon so eine LiFePo4 Batterie, und Kapitän Ahab hat ja seine Gründe dafür, dann würde ich mir gleich so einen Mosfet-Regler einbauen. Ich habe ja bei mir einen drin und der macht bei 14,6 V definitiv Schluss. Die neuen LiFePo4 Akkus können wohl mehr Spannung abpuffern, aber da wäre ich lieber zu vorsichtig, als zu geizig 😉.

Edited by fender_rhodes
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vor 5 Stunden schrieb fender_rhodes:

Die neuen LiFePo4 Akkus können wohl mehr Spannung abpuffern, aber da wäre ich lieber zu vorsichtig, als zu geizig 😉.

Genauer gesagt, das BMS der neue LiFePo4 Akkus kann wohl zuverlässig mehr Ladespannung ab. Baue ich mir aus einzelnen LiFePo4 Zellen einen eigenen Akku (Im Modellbau kommt das vor), dann brauche ich ein separates BMS. Egal ob gekauft oder selbstgebaut. Sonst würde eine Zellspannung von über 3,65V, oder Ladespannung von 15V die Zelle(n) zerstören.

Aber ja ich würde auch so vorgehen und einen Laderegler einbauen, wenns blöd läuft wird es definitiv teurer 😀

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Wie gesagt - Aprilia liefert seit 2022 kein einziges Modell ab 660 Kubik mehr mit Blei/Säure aus. Alles Akkus von BS Batterys, Franzose, baut gutes Zeug. Verhältnismäßig teuer, dafür aber recht gutes BMS verbaut mit 24/7 Ballancing, temperaturabhängiger U/A Laderegelung und Abschaltung. Fahre die Akkus aktuell in 3 Mopeds, immer voll, immer Dampf ohne Ende. 

 

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vor 4 Minuten schrieb Blixa:

Wie gesagt - Aprilia liefert seit 2022 kein einziges Modell ab 660 Kubik mehr mit Blei/Säure aus. Alles Akkus von BS Batterys, Franzose, baut gutes Zeug. Verhältnismäßig teuer, dafür aber recht gutes BMS verbaut mit 24/7 Ballancing, temperaturabhängiger U/A Laderegelung und Abschaltung. Fahre die Akkus aktuell in 3 Mopeds, immer voll, immer Dampf ohne Ende. 

 

Das klingt doch gut, die Firma merke ich mir gleich mal.

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vor 55 Minuten schrieb Blixa:

Wie gesagt - Aprilia liefert seit 2022 kein einziges Modell ab 660 Kubik mehr mit Blei/Säure aus.

Wenn dein Motorrad mit LiFePo4 Batterie ausgeliefert wurde, dann wird dort auch schon ein entsprechender Laderegler verbaut sein, zusätzlich zu dem BMS, dass die Batterie schon mitbringt. Beim Threadersteller war das nicht der Fall. Er möchte ja eine LiFePo4 Batterie in ein Motorrad einsetzen, dass dafür nicht vorbereitet ist.

Einfach davon auszugehen, dass die Batterien, die Aprillia seit 2022 ohne Probleme verwendet, in einem anderen Motorrad keine Probleme machen, halte ich für gefährlich. Eine LiFePo4 Batterie arbeitet nur korrekt in einer Umgebung, die auch für sie vorgesehen ist. Das ist bei Aprilia bei über 660 Kubik seit 2022, wohl der Fall. Ich würde unterschreiben, dass du einfach eine andere LiFePo4 Batterie in eine 2022er Aprilia einsetzen kannst, aber nicht, dass du die LiFePo4 Batterie einfach in ein x-beliebiges Motorrad einbauen solltest.

Man sollte also je nach Fall unterscheiden, so wie es Louis auch auf der Webseite schreibt:

Informationen zur Umrüstung von Blei/Säure auf Li-Ion Batterien:

  • beachte das Motorrad Baujahr – wurde es ab Werk mit einem Bleiakku ausgeliefert? Viele ältere Motorräder verfügen über Lichtmaschinenregler, welche Lithium-Batterien nur unvollständig laden oder zu hohe Ladeströme abgeben.
  • Das liegt auch am üblichen Verschleiß der Regler über die Jahre. Beides kann zu enormen Laufzeitverkürzungen der Li-Akkus über Defekte bis hin zu Totalausfällen führen
  • prüfe die Funktion und Leistung vom Ladestromregler deines Motorradsam besten mit einem Voltmeter an den Batteriepolen, wie hoch die Ladespannung ansteigt, wenn du die Drehzahl im Leerlauf erhöhst. Die Ladespannung sollte unter 14.6 Volt bleiben

Dem Threadersteller würde ich empfehlen:
Kaufe eine der Batterien die @Blixa empfohlen hat und messe die Ladespannung deines Motorrads. Dann kannst du immernoch entscheiden, ob die Spannung für dich passt oder du lieber einen Laderegler verbauen möchtest. Ohne Laderegler würde ich die Ladespannung gelegentlich mal prüfen, nicht dass die Ladespannung durch Verschleiß des aktuell verbauten Reglers eine höhere Spannung ausgibt, als gewünscht...oder du verbaust ein Display so wie @holger333 , kostet fast nichts und du hast die Spannung immer im Blick, wenn es dir ein sichereres Gefühl gibt.

Aber die Batterien, die @Blixa empfohlen hat, haben anscheinend ein gutes BMS, von daher sollte das dann eh alles egal sein, wenn du dem Hersteller und dem BMS vertraust :)

Edited by ShadowRap411
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vor 58 Minuten schrieb ShadowRap411:

Wenn dein Motorrad mit LiFePo4 Batterie ausgeliefert wurde, dann wird dort auch schon ein entsprechender Laderegler verbaut sein, zusätzlich zu dem BMS, dass die Batterie schon mitbringt. Beim Threadersteller war das nicht der Fall. Er möchte ja eine LiFePo4 Batterie in ein Motorrad einsetzen, dass dafür nicht vorbereitet ist.

 

Ne, nur meine RSV4 hat die Serie drinne und ne Tuareg, die ich hatte. Die Stelvio kommt in Serie mit Blei. Ich hab die BS aktuell in ner 2022er Hayabusa, der 2024er Stelvio und ner 2008er XJR 1300. Meine Frau in der GTS 300 hat so ein Teil von Louis, läuft auch ohne Stress. Lipo hatte ich sogar in meiner 1200er XJR aus 1997. Ich packe das Zeug überall rein, egal welches Moped. 

Edited by Blixa
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vor 12 Minuten schrieb Blixa:

Ich packe das Zeug überall rein, egal welches Moped. 

Kannst du ja tun, aber auf eigene Verantwortung. Die korrekte Vorgehensweise beim Umbau von Blei/Säure auf Lipo ist oben beschrieben. Das ganze Thema zu verallgemeinern und zu sagen: "Das habe ich schon immer so gemacht und nie Probleme gehabt" und davon auszugehen, dass das bei anderen genauso ist, halte ich für fahrlässig.

 

Mehr fällt mir zu dem Thema nicht ein. Der Thread-Ersteller sollte nun alle Infos haben und muss selber entscheiden was er tut.

Edited by ShadowRap411
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Moin,

Danke auch für Deine ausführliche und freundliche Beschreibung...

so bringt Forum Freude

Gruß

Holger

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