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cbk

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  1. Da sehe ich zwei Ursachen: Qualifikation und abgelieferte Qualität kosten Zeit und damit Geld, das anscheinend niemand mehr bereit ist zu zahlen. In der Schule müssen wir uns mit immer mehr "Nebenbkriegsschauplätzen" beschäftigen und kommen kaum noch zum eigentlichen Unterrichten. So gehen z.B. bei mir in jeder Woche ca. 5 Stunden Arbeitszeit dafür drauf der Familienkasse und dem Ausländeramt zu melden welche Schüler wann anwesend waren, weil da das Kindergeld und ggf. bei Flüchtlingen der Auffenthaltsstatus dran hängen. Das Erziehen wird auch immer umfangreicher. Gerade in der vorletzten Woche meinte ein Azubi bei uns auf den Flur kacken zu müssen, so als Ausdruck des Protests. Aber was will man machen, wenn in der Grundschule schon die Zeit für die Erziehung fehlt, weil dort inzw. den Kids beigebracht werden muß, wie man mit Besteck ißt? Dazu kommt dann noch die Inklusion, die mal so ganz nebenbei gewuppt werden soll. Das das unter den aktuellen Bedingungen aussichtslos ist, bedenkt leider die Politik bei ihren Beschlüssen nicht. Für uns ist die Inklusion ein reines Sparprogramm, kostet ein Schüler an einer Regelschule den Staat doch ca. 2.000€ jährlich, wohingegen ein Schüler an einer Förderschule 7-8.000€ Kosten verursacht. Leider werden die Curricula immer weiter vereinfacht. Wenn man bei uns die Kollegen fragt, würden wir am liebsten die Lehrpläne und Bewertungsmaßstäbe der frühen 1980er Jahre wieder rausholen. Auch wenn dies bedeuten würde, daß eben nur noch 20% eines Jahrgangs Abitur machen. Aber der Hauptschulabschluß damals war mehr Wert als heute das Abitur. Außerdem sollte man den Wehrpflicht, diesmal aber wirklich für alle, wieder einführen, um den Jugendlichen einen geregelten Tagesablauf näherzubringen, dem sie sich nicht entziehen können.
  2. Was ist es denn, woran sich die normalen Motorrad-Werkstätten und -Händler die Zähne ausbeißen? Liegt es daran, daß bei Guzzi doch ein gerütteltes Maß an PKW-Technik (Trockenkupplung, getrennte Ölkreisläufe für Motor, Getriebe, Kardan, ... ) Verbaut ist, womit ein normaler Motorrad-Mechaniker nicht vertraut ist? Oder ist die Qualität ab Werk so schlecht, daß erst einmal vor der Übergabe gehörig nachgearbeitet werden muß?
  3. Und da es im September ist, werde ich in den nächsten 37 Jahren nicht kommen können. 😪 Ist halt der Nachteil als Berufsschulpauker, man kann nicht Urlaub nehmen wann man will.
  4. Muß ich leider bestätigen. 🙁 Mein letzter Helm war ein Shoei GT-Air. Ich wollte einen quietsch gelben Helm mit Sonnenblende. Als nach einigen Jahren das Intercom immer wieder Aussetzer hatte, habe ich dann auf der Suche nach dem Fehler (aufgescheuertes Kabel) das Innenleben zerlegt. Als ich das Innenleben in Auflösung gesehen habe, habe ich gleich nicht nur das Intercom sondern den kompletten Helm ersetzt, jetzt GT-Air 2 in gelb.
  5. Das ist das, was ich eh nicht verstehe. Da schreien sie alle nach Bikes mit Charakter und am Ende kaufen sie doch wieder eine BMW GS und wundern sich dann, daß die Hersteller nur noch Joghurtbecher liefern. Will man Charakterköpfe haben, dann muß man die auch kaufen, dann muß sich die Entwicklung solcher Bikes für einen Hersteller auch lohnen.
  6. Du mußt den Schneid haben gegen den Strom zu schwimmen. Hier mal ein alter Vergleichstest des v7 Vorgängermodells: https://kradblatt.de/moto-guzzi-v7-ii-special-abs-vs-bmw-r-ninet/ Die v7 ist halt wirklich klassisch und eben keine nachgemachte Retro-Semmel. Die wurde schon immer so gebaut. Auch kann ich zumindest für die v7 Special bestätigen, daß ich mit Abstand noch nie so viele Fußgänger und auch andere Motorradfahrer gesehen habe, die sich an der Ampel, an der Futterkrippe (Biker-Kneipe) oder aufm Parkplatz nach meiner Maschine umgedreht haben. Gerade letzten Samstag stand eine ältere Dame mit Rollator vor der v7, als ich zum Parkplatz zurück gekommen bin... sie hätte damals in den 1970ern selber eine v7 Sport gehabt.
  7. Also ich hatte auch eine BMW RnineT als Konkurrentin in der Auswahl, nur um dabei festzustellen, daß die Maschine von allem zuviel hat, also zuviel Leistung, für die man dann zuviel elektronische Helferlein braucht, um die überhaupt noch für den 08/15-Fahrer händelbar zu bekommen. Zuviel Geld für ein Spaßgerät. Es fahren zu viele davon rum. ... Meine Kriterien waren aber auch eher: Wie weich geht die Maschine im 1. Gang in der Spitzkehre ans Gas? Paßt der Kniewinkel auch auf der Langstrecke? Komme ich so ohne Windschutz klar? Und ja, ich habe mir "damals" eine v7 850 gemietet und dann an einem Tag über 500km abgespult, um das mit dem Kniewinkel klarzubekommen.
  8. Also rein von der Bauart würde ich den Michelin Road Classic und den Dunlop ArrowMax Streetsmart auf gleichem Niveau sehen. Beide sind Diagonalreifen. Wenn die Dunlops auf meiner v7 runter sind, werde ich mich mal an Continental Road Attack versuchen. Dabei handelt es sich um einen Radialreifen. Der sollte eigentlich schon aufgrund der Konstruktion besser performen. 🤔 Was ich nicht verstehe: Michelin hat 1946 den Radialreifen erfunden und trotzdem schafft es diese Firma nicht Radialreifen auch für unsere v7 anzubieten. An dem 18" Vorderrad scheitert das irgendwie bei fast allen Herstellern, so auch bei Michelin.
  9. In 5L Kanistern in praktisch jedem Baumarkt. Dort gibt es die roten Kanister mit „Aspen 2“ für 2-Takt Motoren, fertig abgemischt mit 2-Takt Öl und die blauen Kanister mit „Aspen 4“, also Alkylatbenzin für 4-Takt Motore ohne Ölbeimischung. Ich benutze Aspen 2 seit zieg Jahren in meinen Kettensägen, weil die Abgase wesentlich weniger giftig sind als bei der normalen 2-Takt Mischung. Da man bei den Geräten direkt in der Abgaswolke steht, schreibt die Berufsgenossenschaft den Einsatz von Alkylatbenzin bei den Profis auch vor. Eine damit betankte Säge habe ich nach dem Gebrauch ohne weitere Pflege ins Regal gestellt und erst 3 Jahre später wieder herausgeholt. Die Säge lief beim ersten Startversuch sofort los. 👍 Zu beachten ist: Stellt man von normalem Benzin auf Alkylatbenzin um, ist der Vergaser etwas fetter einzustellen. Das Zeug verbrennt auch heißer und mit weitaus weniger Rückständen als normales Benzin. Der Kolben der Säge sieht jedenfalls sauberer aus, was Ölkohle angeht.
  10. Hatte meine ganz am Anfang auch, wurde dann aber nach 1.000km und insb. nach dem Getriebeöl-Wechsel bei der 1.500km-Inspektion deutlich besser. Hab bei der Inspektion vorsorglich alle Öle wechseln lassen.
  11. Wäre wohl einfacher den Halogenscheinwerfer, den Tank und die beiden Rundinstrumente der v7 Special auf die v100 zu bauen. Sollte von der Zulassung wohl auch einfacher sein.
  12. Und selbst wenn man den Motor samt Steuergerät drin hat, muß man bestimmt noch etwas an der Übersetzung machen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß der kastrierte v7 Motor die gleiche Übersetzung hat wie der offene v85 Motor. Ich weiß nur gerade nicht, ob die Primärübersetzung eine andere ist oder ob es hinten im Winkelgetriebe am Hinterrad gemacht wird. Also wenn, würde ich gleich den kompletten Motor samt Antriebsstrang und Hinterradschwinge verpflanzen.
  13. Wobei ich mir für den Hochsommer extra schon eine super luftige Textilkombi ohne Membran zugelegt habe. Wenn es richtig heiß wird, hilft bei mir nur Durchzug. Da fühlt sich jede Membran an wie eine Plastiktüte und ich bin vom Schweiß mehr durchnässt als vom etwaigen Regen.
  14. Ist auch so. Habe bei der 1500km Erstinspektion nämlich alle Öle wechseln lassen. Meine Werkstatt meinte, daß ab Werk grenzwertig wenig Öl eingefüllt wird, woraufhin ich dann den Auftrag erteilt habe das Öl komplett zu wechseln, allein schon um etwaige Produktionsrückstände mit rauszubekommen, wenn sie da eh schon ran müssen.
  15. Ich habe die Stone probegefahren und dann die Special gekauft. Grund war das Licht oder genauer gesagt der Lichtschalter. Die Special hat den normalen Wippschalter mit Fernlicht vorne und Abblendlicht auf der hinteren Schalterstellung. Die Stone hat drei Schaltpositionen. Fernlicht vorn, Abblendlicht in der Mitte und Tagfahrlicht (nur der Adler im Scheinwerfer leuchtet) hinten. Ich war mit der Vorführmaschine im Dunkeln mit Fernlicht unterwegs, mir kam ein Auto entgegen, ich wollte abblenden, habe dabei aber versehentlich den Lichtschalter ganz durchgedrückt und landete so beim funzeligen Tagfahrlicht. Bin bei der plötzlichen Dunkelheit Gottseidank nicht von der Straße abgekommen. Danach war auch aufgrund des Lichts meine Entscheidung für die Special gefallen.
  16. Ich glaube bei der v7 850 ist der USB-Anschluss zum Laden unter der Sitzbank, müßte man bis zum Lenker verlängern. Ich weiß aber nicht, ob der Anschluß an der Zündung hängt oder direkt an der Batterie.
  17. Also mein Orig. Guzzi Hauptständer war sogar günstiger als der Nachrüst-Ständer von Hepco. Das Originalteile immer teurer sind, kann ich also nicht bestätigen.
  18. Hier mal die Übersicht zu der Tenere: Inzw. sind beim neuen Besitzer der Maschine noch hinzugekommen: Halterungen der Sturzpads am Tank haben sich gelöst. Die eingeklebten Muttern sind aus dem Tank gerissen. Zylinderkopf an einer anderen Stelle (am eingegosenen Thermostatgehäuse) erneut gerissen. Federgabel verliert Öl.
  19. Ich habe die xt660z Tenere nach zieg Jahren für einen ganz schmalen Taler verkauft. Hatte einfach die Nase gestrichen voll davon nie mehr als 1.000km mal ohne Panne geschafft zu haben. Immer diese Gewißheit im Hinterkopf, daß man mit der Maschine eh nicht wieder aus eigener Kraft nach Hause kommen wird, weil wieder irgendetwas Anderes kaputt gehen wird... Danach kam die v7 850 Special ins Haus. Die läuft bisher wesentlich zuverlässiger. Wo kein Kühlwasser drin ist, kann keins auslaufen, auch in 20 Jahren nicht. 😁
  20. Erinnert mich an meine Tenere. 😥 Bei manchen Fahrzeugen ist einfach der Wurm drin.
  21. Das geht schon, ist aber sehr teuer, weil wohl auch der Kabelbaum getauscht werden muß. Ich habe dafür grob etwas von 2.000 € hier im Forum gehört, wenn es darum geht den Special Tacho auf eine Stone zu bekommen. Wenn der LED-Scheinwerfer der Stone an die Special soll, brauchst du eine neue linke Lenkerarmatur, weil der Lichtschalter für die LED-Beleuchtung drei Schalterstellungen (Fernlicht, Abblendlicht, Tagfahrlicht) hat, der der Special aber nur zwei Stellungen (Fernlicht, Abblendlicht). Außerdem mußt an den Kabelbaum ran. Also technisch ist es möglich, aber betriebswirtschaftlich ist das ein Wahnsinn.
  22. Man kann auch tanken, wenn die v7 auf dem Hauptständer steht. 😁
  23. Ich hatte bisher nur mal mein Vergnügen mit dem TÜV, als es darum ging eine Einzelabnahme für die Bremsanlage zu bekommen. Bei der alten Yamaha mußten nach einigen Jahren die Gummi-Hydraulikschläuche raus und ich habe in dem Zug gleich auf Stahlflex umgerüstet. Das „Problem“ waren die beiden Bremsscheiben am Vorderrad. Da war bei der Yamaha-Originallösung ein T-Stück in der Leitung. Ich habe aber die beiden Stahlflex-Leitungen mit einer Doppelhohlschraube direkt zum Bremsgriff geführt. Dialog beim TÜV: Warum haben sie keine fertige Lösung mit ABE gekauft sondern kommen hier zur Einzelabnahme? Ich hatte eine solche Nachrüstlösung mit ABE, aber bei der Montage mußte ich feststellen, daß die nicht paßt. Zwischen Vorderrad und Verteiler sind da bei vollständig ausgefedertem Vorderrad 21cm Luft, die Maschine hat aber 23cm Federweg. *Prüfer guckt mich ungläubig an.* Na, dann zeigen sie mal her. …. Wer hat das zusammengebaut? *ganz kleinlaut* Ich selber. Das sieht man! *gedanklich: Jetzt legt er dir gleich die Karre still. 🙁 Keine Fachwerkstatt hätte sich die Mühe gemacht die Leitungen so hinter der Verkleidung zu verstecken und extra noch Halterungen angefertigt, um die Leitungen sauber bis zum Lenker zu bekommen. Die hätten das nur mit Kabelbindern da irgendwie drangetüddelt. Prüfung bestanden. 😎
  24. Gewiß ist die Marke „Moto Guzzi“ Eigentum von Piaggio und wenn es dem Piaggio-Vorstand und den Aktionären beliebt, könnten sie Guzzi von heute auf morgen einfach schließen. Was ich aber bei dem aktuellen Management, egal in welchem Wirtschaftszweig, nicht verstehe ist das Ruinieren von Markennamen aufgrund sehr kurzfristiger Interessen. Interessen von wem eigentlich? Mir als Aktionär schmeckt es jedenfalls ganz und gar nicht, wenn ich 5 Jahre die doppelte Dividende ausgeschüttet bekomme, ich die Aktien danach aber abschreiben muß, weil die Firma Konkurs angemeldet hat. Aus Kundensicht frage ich mich, ob das Management bei ihren Optimierungen immer wirklich die Geschichte bis ans Ende durchdacht hat. Gewiß kann ich die Produktion nach Indien auslagern und das mag auch ein paar Jahre gutgehen. Aber irgendwann fragen sich die Kunden doch, warum sie dann nicht gleich das indische Original kaufen sollen, das dann noch einmal 2.000€ günstiger ist, zumal die Inder durch die Auftragsfertigung und dem damit verbundenen Lernprozess zwischenzeitlich qualitativ aufgeschlossen haben. Dann muß sich BMW und Co. mit Tata, Mahindra und Co. messen. Ich wage mal zu behaupten, die Inder werden gewinnen. Bestes Beispiel, wie man einen einstmals stolzen Namen ruinieren kann, ist die Lufthansa und deren Umgang mit der Economy-Klasse. Gewiß kann man da alle Leistungen zusammenstreichen, um die Tickets irgendwie doch noch günstiger anbieten zu können bzw. den Shareholder-Value zu steigern. Nur wenn man die Leistungen so zusammenstreicht, muß man sich irgendwann auch mit Ryanair und Air Koryo messen. Nur da ist Ryanair das ehrlichere Angebot. Der Markenname Lufthansa hingegen ist verbrannt und ich versuche alles, um bei Flügen der Star Alliance mit Zwischenlandungen keinen Lufthansa-Flug auf dem Ticket stehen zu haben. Zurück in den Motorradbereich: Wenn man die Produktion nach Asien verlagern will, kann das Management das gerne tun. Damit habe ich persönlich überhaupt kein Problem. Dann muß man aber bereit sein auch preislich mit Benelli und BYD zu konkurrieren, denn dann ist das „Herzblut“ auch beim Kunden nicht mehr vorhanden.
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