Moto Guzzi V7 Racer 2013

Die Guzzi V7 Racer ist nun schon etwas länger bekannt. Unsere Freunde von Moto Concept in Betheln hatten kürzlich ein solches Exemplar im Showroom stehen. Verwundert schlich der Verfasser dieser Zeilen um das Motorrad herum. Rundherum bunte Dinge wie eine Husqvarna Enduro, ein 85er Crosser von Bollmann Junior, Bekleidung en masse und anderes fahrbares Zeug, was aber irgendwo in Fernost vom Band läuft. Der V7 Racer beantwortet eigentlich den Ruf nach Retro, den Ruf vieler Fans von Guzzi, welches sich auf die Stärken der Marke besinnen solle. Das PS-Spiel kann man bei Guzzi ohne Rennsportengagement nicht gewinnen, das scheint man in Mandello auch zu wissen. Zwar erinnern wir uns alle gern daran, wie Signore Guareschi mit dem wassergekühlten Guzzi-Brenner in Daytona die Konkurrenz eingeäschert hat, die Tribünen mit dem Donnerhall des Vaus zum einstürzen brachte und die weibliche Belegschaft mit den bunten Schirmchen in Extase versetzte. Doch der V7 Racer soll das nicht. Das sieht man auch. Davor stehend scheint es, als habe man dann doch irgendwo verstanden das es nicht um 200 PS am Rad geht. Die Zeiten scheinen vorbei, jedenfalls bei uns Normalsterblichen. Die Verkaufszahlen der Reisbrenner brechen ein, die Hersteller fokussieren kleinere Hubraumklassen und somit auch kleinere, fahrbarere PS-Regionen. Und genau hier kommt der V7 Racer ins Spiel. Sieht aus wie Guzzi, hört sich an wie Guzzi, hat für das echte Leben genügend Leistung und fährt. Wir fragen uns dennoch: was fehlt der V7 Racer? Die Zulassungszahlen lassen eine eingehende Modellpflege unwahrscheinlich aussehen. Dennoch dürfte dem Racer ja auch ein 1000er Motor mit netten 80 PS gut stehen, etwas mehr Drehmoment. Was würdest Du Dir für den V7 Racer wünschen, wenn man ihn einer Modellpflege unterziehen würde? Kommentare und Zuschriften bitte an benjamin@guzzisti.de, ich freue mich auf euch!

Moto Guzzi California 1400 in der freien Wildbahn

Die neue, im Herbst offiziell erscheinende Moto Guzzi California wurde nun bereits auf den öffentlichen Straßen in bella Italia gesichtet. Eigentlich nichts ungewöhnliches, würden nicht einige markante Detailänderungen ins Auge stechen. So sieht man auf den aktuellen Bildern eine zweifarbige Sitzbank, eine Chromhalterung für den Sozius, einen Doppelrohrauspuff sowie LED Beleuchtung und Hilfslichter vorne. Der Veröffentlichungstermin des Cruisers aus Mandello wird wohl auf die italienische Messe EICMA vom 15.-18.11.2012 fallen. Bildquelle: twowheelsblog

Schnabeltier mit technischen Finessen

Seit einiger Zeit war es recht ruhig um die italienische Guzzi Edelschmiede Ghezzi-Brian und seit dem phantastischen V11 Umbaukit kam nicht viel Neues von der Truppe um Bruno Saturno. Nunmehr überraschte das italienische Unternehmen mit einer Neuvorstellung, die neben extravakantem Design, das man entweder mag oder ablehnt, mit technischen Fahrwerksfinessen aufwartet. Die Motard V-Tein genannte Kreation verfügt über ein voll einstellbares elektronisches Dämpfungssystem der Niederländischen Firma Tractive Suspension. Hier lassen sich alle wichtigen Parameter in wenigen Millisekunden auch während der Fahrt einstellen. Zu wählen sind neun Modi zur Einstellung der Fahrweise, Zuladung und Sitzhöhe. Die Motard V-Twin hat Ihre Gene in einer Serien Griso verborgen und bietet zudem mit den Kineo Aluminiumgussrädern mit schicken Speichen ein weiteres hochwertiges Feature.

Bellagio – die schöne Hessin vom Comer See

Die Bellagio ist das einzige aktuelle Moto Guzzi Modell mit dem legendären Tonti Rahmen und dem neuen 6-Gang Getriebe mit Einarmschwinge. Optisch als Chopper verkannt ist die Italienerin vom Comer See Fahrdynamisch und gewichtsmäßig ein wieselflinkes Landstraßenmotorrad mit einem sehr lebendigen Motor – welcher auch noch die Lichtmaschine am rechten Fleck hat! Diese Einschätzung teilte auch der hessische Guzzi Tuner Jens Hofmann von Dynotec und nahm sich der schönen Italienerin an. Heraus kam eine abgespeckte Dame, rund 24 kg leichter als die Serie und damit auch leichter als zum Beipsiel eine Serien Griso. Die Stummelvariante mit 17 Zoll Vorderrad ist für uns ein reinrassiges Strassenmotorrad mit richtig flotten sportlichen Genen. Mit 92 PS und 98 NM bei 224 kg vollgetankt vielleicht der wahre V 7 Nachfolger! Eine Testfahrt sollte also jedem nahegelegt werden, dem die Standart Bellagio zu sehr Chopper ist und der seiner bella donna eine Gewichts- und Leistungskur verabreichen möchte.

Guzzi Tuner Filippo Barbacane und die Ipothesys

Ein italienischer Geschäftsmann hatte einen Traum und das nötige Kleingeld und der bekannte italienische Guzzi Tuner Filippo Barbacane fühlte sich zur Ipothesys inspiriert. Wie schon die ALBA aus der Millepercento Schmiede basiert auch dieses Kleinserienmodell auf der aktuellen Moto Guzzi Griso 1200 8V. Wieder ein Sportmotorrad, das es so oder so ähnlich nicht im laufenden Modellprogramm der Norditaliener gibt. Hört die Marketingabteilung nicht die Signale des Marktes? Was hat Barbacane da auf die Reifen gestellt? Neues Rahmenheck, unter der Tankabdeckung ein Benzintank aus Aluminium. Aus dem Vollen gefräste Alu-Fußrasten und Hilfsrahmen, Brembo-Radialbremsen mit 320er-Ergal-Scheiben, 50er-Marzzochi-Gabel sowie speziell für das Modell gefertigte OZ-Leichtmetall-Schmiederäder, eine Auspuffanlage und ein ebenfalls speziell angepasstes Bitubo-Federbein komplettieren den Umbau. Ab Mitte Juni soll die Ipothesys verfügabr sein. In Deutschland zu beziehen über Stefan Bronold vom Guzziladen (guzziladen.de). Preis soll bei knapp 30.000 Euro liegen.

Moto Guzzi Ambassador by Ritmo Sereno

Bilder sagen mehr als Tausend Worte. Einfach nur wunderschön und einzigartig. Auf Basis einer Guzzi Ambassador entstand dieses Bike aus den Händen der japanischen Schmiede Ritmo Sereno. Im Link gibts für die Fraktion der italienischen verstehenden Guzzisti mehr Infos. Der Rest behilft sich mit Google Translator Kauderwelsch. Aber unbedingt klicken und sich faszinieren lassen…. Motoblog.it

Die wahren Biker sind zurück – 100.000 auf einer Griso

Auszüge des Erfahrungsberichts eines echten Eisenarsches. Andreas Thier fährt mit seiner Griso 100.000 km und berichtet ausführlich auf seiner Homepage: Juli 2007 : Es ist soweit. Sie steht bei dem freundlichen Händler zur Abholung bereit. Das besondere Design der Griso war Liebe auf den ersten Blick. Dazu kommt die Faszination des Zusammenspiels von modernem Design und klassischer Technik. Für mich persönlich ist der 850er Zweiventilmotor einer der besten Motoren, die Guzzi gebaut hat. Aber wird sich auf Dauer bewähren, was im ersten Moment die Seele berührt ? Jahrelang kein Moped gefahren starte ich bei leichtem Regen (mit neuen noch flutschigen Reifen) mit meinem fünf Zentner Guzzi-Tier und einer Flasche Vino Rosso (vom Freundlichen) im Rucksack. Verglichen mit allem was ich vorher gefahren bin, gleicht das Handling zunächst der Wendigkeit eines Dinosauriers auf einem Baumstamm. Was als echte Herausforderung beginnt, entwickelt sich rasch zu einer regelrechten Mensch-Maschine-Symbiose. Sicherlich ist mehr Einsatz als auf anderen Motorrädern notwendig. Aber wenn man den Bogen heraus hat, bereitet es tierischen Spaß. Andere Mopeds fühlen sich dagegen fast langweilig an, wie sie so von selbst um die Kurve fahren. Die Griso erweist mir jedenfalls auf langen Zubringer-Etappen ebenso gute Dienste, wie auf schmalen Gebirgspässen oder kurvenreichen Küstenstraßen in den angesteuerten Tour-Regionen. Die täglichen Arbeitswege durch das ländliche Schleswig-Holstein erträgt sie in allen Wetterlagen klaglos, nahezu klaglos. Das hin und wieder beschlagende Cockpit ist vielleicht ein stiller Protest, dass sie manchmal morgens doch lieber im Schuppen bleiben möchte. Und warum ausgerechnet Moto Guzzi ?- fragen Freunde mit besorgter Miene. Die Motive der Guzzisti mögen vielfältiger Natur sein. Bei mir tragen gewissermaßen schwere Kindheitserlebnisse die „Schuld“. Mein Onkel Heinz hat mich schon sehr früh auf seinen Honda’s mitgenommen. Mit ihm zum Mopedtreff „Alter Garten“ nach Haltern oder zum Nürburgring zu fahren war das Größte. Somit war klar, was ich machen würde, wenn ich mal groß bin. Mit seinen Honda’s war Onkel Heinz immer super zufrieden. Aber richtig geleuchtet haben seine Augen, wenn er von den italienischen Guzzis schwärmte. Tante Grisolde hat nun 100.000 km auf dem Buckel, ohne auch nur irgendwie krumm zu laufen. Wie das Technik Logbuch belegt, sind weder konstruktive Schwächen noch qualitative Mängel festzustellen. Die durchgeführten Maßnahmen drehen sich im Wesentlichen um verschleißbedingte Effekte, die schlichtweg der Laufleistung geschuldet sind. Im direkten Vergleich mit den Dauertests (25- bis 50.000 km), der Motorradpresse-Redaktionen, in denen aktuelle Modelle verschiedenster Hersteller einer Praxisprüfung unterzogen werden, schneidet die Griso meines Erachtens hervorragend ab. Die Reparatur- und Austauschteilelisten dieser Tests sind zum Teil beeindruckend (lang). (Das möchte ich nicht alles auf 25.000 km bezahlen müssen.) Der eigentlich größte Aufreger ereignete sich vor kurzem. Die Nachtfröste hatten sich verzogen und die Bella sollte wieder für die Alltagsstrecken eingesetzt werden. Nach dem ersten Start arbeitete sie einfach nicht richtig rund. Gefühlt lief sie auch nach einer Einfahrstrecke nicht richtig auf zwei Zylindern. Dennoch waren beide Zylinder und Krümmer betriebswarm, was mich arg verunsicherte. Zum ersten Mal befürchtete ich angesichts der Laufleistung ein größeres Problem. Trotz der hohen Werkstattauslastung zum Saisonbeginn sorgten die Carstens-Brüder aus Dithmarschen für schnelle Hilfe. Die Ursache war eine defekte Zündkerze, die das Herz quasi mit eineinhalb Kammern schlagen ließ. Nicht nach einer Warmfahrstrecke, sondern nur bei einem Kaltstart mit direktem Handauflegen lässt sich registrieren, wie sich ein Zylinder zeitverzögert erwärmt. Ich habe wieder etwas dazu gelernt und die Zuversicht für viele weitere Kilometer ist wieder gefestigt. Der 850er Zweiventilmotor kann im direkten Vergleich mit modernster Technik sicherlich als simpel bezeichnet werden. Ich persönlich liebe den Motor jedoch. Unten herum hat er genügend Drehmoment und nach oben entfaltet er die Kraft absolut linear bis zum Eingriff des Drehzahlbegrenzers. Und was nützt am Kurvenausgang bei Regen letztendlich die doppelte Anzahl von trabenden Pferdchen, wenn zur Kompensation aufwendige Regelelektronik zur Assistenz von Nöten ist. Das Fahrwerk hat mich nie enttäuscht. Der hintere Stoßdämpfer hat keinen Schmutzfänger angebastelt bekommen und dennoch versieht der erste Dämpfer seinen Dienst ohne zu murren. Vom Heckträger für die Cordura-Täschen und die Agostini-Stürzbügel abgesehen, ist alles original, auch die Auspufftüte. Ab etwa 35.000 km klingt sie auch ganz passabel, im Gegensatz zu manchen Zubehör-Endtöpfen, die zwar im Stand beim Mopedtreff gut klingen mögen, aber oberhalb von 5.000 U/min blechernden Krach produzieren können. (Das ist natürlich alles subjektiv…smile). Ein signifikanter Ölverbrauch ist auch nach 100.000 km nicht festzustellen. Durchschnittlich verflüchtigen sich etwa 0,2 Liter auf 10.000 (in Worten : zehntausend) Kilometer. Damit kommen die Worte Jo Soppas zum Tragen: Was mal wieder zeigt, dass es keine alten und neuen Motoren gibt, sondern nur gute und schlechte. („MO Sonderausgabe“ 12, 2009) Die keine Griso ist eine ehrliche Maschine, die ich über den gesamten Drehzahlbereich mit Spaß fahren kann und die mich auch nicht zur Erntezeit auf verschlammten Landstraßen vor nervöse Aufgaben stellt.

Die Familie wächst – V7 Jahrgang 2012

Die V7 Familie stellt sich zum Jahrgang 2012 Neu auf. Ab sofort im Guzzi Prospekt zu finden sind drei Varianten, die allesamt vom überarbeiteten 51 PS starken 750er V-Twin mit 58 Nm/5.000 U/min angetrieben werden. Die Basisvarianten Stone in mattem Farbton weiß oder schwarz ist dabei für 7.735 Euro zu haben. Die nächste Variante des erfolgreichen 70er Jahre Retro Design Konzeptes bildet dabei die Special mit Speichenrädern und Zweifarblackierung. 500 Euro Aufpreis werden hier zusätzlich fällig. Etwas mehr darf es dann bei der verchromten Racer Variante sein. Hier bucht der Guzzi Händler 9.435 Euro vom Konto ab und liefert dafür das auffälligste Modell der Dreierbande aus. Auf der letztjährigen EICMA zeigte Guzzi für eben dieses Racer Modell ein ansehnliches Sport Retrokit mit Halbschalenverkleidung, Sportsitzbank, nostalgischer Trommelbremse und Arrow Auspuffanlage, das demnächst zu kaufen sein soll. Nähere Infos dazu sollte der Guzzi Händler parat haben.

California an der Ostküste der USA – jetzt ist es offiziell

Wir berichteten bereits über die inoffizielle Vorstellung der neuen California 1400 auf der Piaggio Händlertagung in Monte Carlo vor einigen Wochen und befragen Euch seit eben diesem Zeitpunkt zu Eurer Meinung. Die Meinung der Guzzisti, zumindest bis zum heutigen Tage wurde reichlich abgestimmt, ist eindeutig: 67,8% finden das neue Design gelungen. Jetzt machte es Piaggio beim US Händlermeeting in Miami offiziell und veröffentlichte Photos vom dicken Ding aus Mandello. Die neue Cali soll zum Herbst in drei verschiedenen Versionen bei den deutschen Händlern stehen. Neben dem gezeigten Powercruiser soll eine zahmere Cruiser Variante und einen Touring Version angeboten werden. Zu den technischen Details hingegen liegen derzeit noch keine Informationen aus Italien vor. Über die Leistungsdaten lässt sich also nur spekulieren, ebenso wie über das letztendlich finale Seriendesign, das sich sicher noch in einigen Details verändern wird. Zu erwarten sind dagegen sicher ein Hubraumstarker, drehmomentorientierter Motor, weiterhin Luft/Ölgekühlt und ein neues sechs Gang Getriebe. Speichenräder und ein massiges Heck mit voluminösem Auspuff prägen den Auftritt der neuen California, dem traditionellen Flagschiff der Moto Guzzi Modellreihen.

Jetzt geht’s los – Saisonstart 2012

Blauer Himmel, Sonne satt – traditioneller Startschuss in die heiß ersehnte neue Motorradsaison, ganz besonders nach einem langen und kalten Winter sehnt sich der Guzzisti danach wieder den Guzzi V2 auf die Strasse zu bringen. Perfekt, wenn dann zu einem solchen herrlichen Frühlingstag noch die Guzzi Händler mit Ihren Saisonstartaktivitäten locken. Jetzt am Wochenende startete der Hannoveranische Händler Italmoto bei herrlichem Wetter in die neue Zweiradsaison. Und jede Menge Motorradfahrer, Kunden und Freunde des Hauses um die Truppe von Jacqueline Sassnick und Christian Falk folgten dem Lockruf nach Garbsen-Berenbostel. Da Guzzi hier im Hause eine lange Tradition hat und Christian Falk selbst eine lange Vita in Sachen Guzzi auf dem Buckel hat, war es auch nur selbstverständlich bei den Unmengen an geparkten Motorrädern auch eine große Vielzahl an alten und neuen Guzzis zu entdecken. Die Besucher wurden unter dem großen Guzzi Banner, das vielen aus Mandello bekannt ist, empfangen und die Sonnenstrahlen kitzelten den feuerroten Lack der wunderschönen MGS-01. Zudem wurde viel geboten, neben Speisen und Getränken, einer Ducati Stuntshow, allen neuen Modellen kamen auch die Kleinen nicht zu kurz. Hüfburg und PW50 Testparcour wurden intensiv genutzt. Aber am schönsten, neben der An- und Abreise auf dem Motorrad ist es auch immer wieder alte Freunde zu treffen und nach langem Winter, endlich wieder Benzin zu reden! Die Guzzi Saison 2012 hat begonnen, endlich