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curator

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  1. Hi Stephan, ich hab mir letztes Jahr auch mal so ein Täschchen gebastelt, das ich ursprünglich an der Gabelbrücke befestigen wollte. Letzendlich ging es mir wie Holger und die Tasche ist an die Sattelreling gewandert. Ich hatte die gleichen Bedenken wie du und dazu kommt noch, dass die Tasche an der Gabel bei einer Regenfahrt tierisch nass wird. Viele Grüße Norbert
  2. Hier mal die Kopie meiner Mail vom 25.06.21: Liebes HMB-Team, ich habe schon vor einiger Zeit euren wirklich schönen Steuerkettenspanner erworben. Jetzt, wo ich am Einbauen war, musste ich allerdings feststellen, dass die Federvorspannung sogar noch geringer ist, als beim eingebauten Originalspanner. Daher meine Fragen: 1. Ist das Absicht? 2. Kann/soll ich die Vorspannung anpassen? Ich wusste mir vorerst nicht anders zu helfen, als nur das Gleitstück zu verwenden und am Originalspanner zu montieren, da ich an eurem Spanner die Vorspannung nicht verändern konnte (ich wollte natürlich auch nichts schrotten!) Sollte ich da jetzt grob etwas falsch gemacht haben, schreibt es mir bitte! Viele Grüße Norbert Sorger P.S.: Ich habe auch eine neue Steuerkette verwendet. Antwort bisher: leider noch gar keine! Ich kann gut verstehen, dass nicht jeder Bock hat, täglich stundenlang Emails zu beantworten - aber so gar nix? 
  3. Hi Tom, wurde bereits vom Vorbesitzer so lackiert, ist aber richtig gut gemacht und darf so bleiben. Nur die Sitzbank wäre langsam mal fällig. Wenn einer von euch also einen fähigen Sattler im Raum Nürnberg kennt - lasst es mich wissen! Grüße Norbert
  4. Liebe Guzzisti, auch von mir euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch (nicht mit der Guzzi!) ins neue Jahr! Sind schon verrückte Zeiten, wobei wir es mit unserem Hobby ja noch relativ gut erwischt habe. Jedenfalls wollte meine Cali bisher vor Fahrtantritt noch keinen 2G+ Nachweis von mir. Bin ja schon gespannt, wann wir wieder so etwas wie "Normalität" erleben. Ich wünsche euch das auf jeden Fall allen! Viele Grüße Norbert
  5. Hallo Guzzisti, bin ja schon länger im Forum unterwegs, aber erst jetzt über diese Rubrik gestolpert. Dann will ich halt auch 'mal, möglichst kurz, schildern, wie ich zu meiner Cali gekommen bin: Natürlich kannte ich den Lindenberg Song mit der bezeichnenden Textstelle: "Das einzig Starke an dir ist deine Moto Guzzi Aber sonst bist du ja so ein Fuzzy!" und auch der legendäre Ruf als "Bahn-Burner" war mir vertraut. Immerhin sprechen wir von den Siebzigern, da war das noch präsent. Aber die eigentliche Initialzündung hatte ich 1980 als Zivi. Einer der anderen Zivis fuhr tatsächlich eine Cali II und irgendwie war mir klar: Die isses! Dass von dieser Erleuchtung bis zum Erwerb des besagten Zweirads noch mehr als 35 Jahre vergehen sollten, unterscheidet meine Geschichte ein wenig von den meisten anderen: Bei mir war es nicht Frau und Kind, die die Entscheidung für ein Auto (falls man einen VW-Käfer so nennen will) fallen ließen, sonder mein anderes Hobby. Auf einer Guzzi lassen sich E-Gitarren und Verstärker extrem schlecht zu einem Konzert transportieren. Aber wie sagt man so schön: Kommt Zeit - kommt (Motor-)Rad! Nach einem kurzen Intermezzo in den Anfangstagen meiner Führerscheinkarriere mit einer BMW R25/2 und einer Yamaha XS 360 war ich bis Anfang der Neunziger motorradabstinent. Dann lief mir eine Honda CM 400 T (genau, das was die Japaner damals für einen Chopper hielten) über den Weg. Bei einem Kaufpreis von 700,-DM konnte man sich ja wirklich beides leisten. War auch ein schönes Schrauberprojekt - das Motörchen kann man notfalls alleine in den Keller tragen. Ich hab sie heute noch und würde es wahrscheinlich auch nicht übers Herz bringen, sie zu verkaufen. Man kennt halt jede Schraube mit Vornamen! Aber leistungstechnisch (27 PS) und fahrwerksmäßig ist die Honda halt doch nicht das Gelbe vom Ei. Irgendwie hat sich dann so ab 2012 wieder der "Guzzi-Wurm" in mein Gehirn eingeschlichen: Immer mal wieder Kleinanzeigen angeschaut, auch immer mal die Cali 3 eines Freundes gefahren, bis ich 2018 fündig wurde: Eine Cali II, genau das Modell vom Zivi damals, und auch nur 20 Kilometer von mir entfernt. Die isses! Nach einigen klärenden Gesprächen im Familien- und Freundeskreis (O-Ton meine Frau: "Was brauchst du alter Depp noch ein großes Motorrad!", O-Ton meiner Kollegen: "Du solltest dir deinen Traum verwirklichen!"), war der Weg frei. Eine Cali II aus 1983 und aus Erstbesitz steht jetzt in meiner Garage und ist - das unterstelle ich ihr mal - genauso traurig wie ich über jeden Tag, an dem es nicht "Gassi" geht. Sorry, das ist jetzt doch länger geworden, als ich ursprünglich vorhatte, vielleicht macht es euch aber trotzdem Spaß, meinen Weg zur Guzzi zu lesen. Allzeit gute Fahrt wünscht euch Norbert
  6. Hi Feuerwolf, das Schwungradblockierungswerkzeug hab ich mir auch selber gemacht. Deine Lösung ist aber wohl cleverer, da weniger Aufwand. Viele Grüße
  7. Hallo Guzzisti, mein altes Mädchen kennt ihr ja vielleicht schon aus den "Bastel-Seiten". Hier mal ein Sonntags Bild:
  8. Hi Michael, und was ist jetzt mit unserem Eis in Fischbach? (meine Lieblingssorte: Luppolo e malto) Grüße Norbert
  9. Hi Peter, erstmal herzlich willkommen im Forum! Ich bin zwar "a Frangge" ( ein Franke, da aus Nürnberg), aber ich habe zu Wien eine gewisse Herzensbindung (meine Tochter heißt Elisabeth!) Find ich ja lustig: Ich fahr ne Cali II von 1983 und verlass mich nie auf das Leerlauflichtchen. Also an der Ampel immer: Leerlauf suchen/ Licht abwarten/Handbremse ziehen und die Kupplung vorsichtig kommen lassen/evtl. nochmal am Ganghebel gefühlvoll nachjustieren. Funktioniert, aber nervt. Ich hatte eigentlich gedacht, dass MG das nach 38 Jahren im Griff hat. Meine kleine Honda - BJ.1981 - hat da kein Problem: Grünes Licht=Leerlauf. Aber dafür ist die Honda eben keine Guzzi! Ich würde die Honda nie hergeben (kenne jede Schraube mit Vornamen), aber vom Sex-Appeal (?) liegt die Guzzi deutlich vorne. Ich wünsche dir allzeit gute Fahrt, vielleicht sieht man sich ja mal in Wien! Norbert
  10. Hi Guzzisti, anscheinend wollte keiner ein Duplo!? Deswegen lös' ich mal auf: Das Zitat stammt aus diesem Film: Unbedingt emphehlenswert für alle Fans der "alten" Rockmusik! (Achtung: Das Video ist ein Spoiler! Wer sich die Überraschung aufheben will, sucht nach "Still Ceazy") Ich wünsche Euch allen noch sonnige Tage für schöne Ausflüge Euer Norbert
  11. Hallo Guzzisti, das wird heute so ein Mittelding aus "Erfahrungsbericht" und "blöde Fragen an die Community" (meine Spezialität!😉) Kurz zur Vorgeschichte: Ich hab meine Cali II seit 2018 und schon etliches daran gemacht. Im Frühjahr hab ich z.B. die Steuerkette und den Spanner gewechselt. (dazu gibt es einen "How-To-Blog") Höchste Zeit, sich mal um die Zündanlage zu kümmern! Ersatzteile lagen bereit (U-Kontakte/ Federn für die Fliehkraftverstellung), aber ich hatte immer ein bisschen Schiss davor, an die Sache 'ranzugehen, zumal ich keine Zündblitzpistole habe. Aber: "Wat mut, dat mut!" Also ein bisschen 'rumgelesen und auch das einzige Guzzi-Video zu diesem Thema geschaut ( https://www.youtube.com/watch?v=2V0Eqq_DbmA ). Im Sonderband von Schermer und Städele (Bucheli-Verlag) stand: "Die Schrauben sind sehr schwer zugänglich", im anderen Handbuch aus dem Bucheli-Verlag stand: "Der Tank muss angehoben werden" Das hätte mich stutzig machen sollen! Also losgelegt: In meinem Fall hat es leider nicht gereicht, den Tank aus dem Weg zu bringen, auch der Luftfilter und der rechte Vergaser waren tierisch im Weg. Sogar der Kondensator hat gestört. Also abmontiert und an die 13er-Muttern herangetastet. Da war wohl schon lange keiner mehr dran! Hat mich mehr als eine Stunde gekostet, diese Schrauben zerstörungsfrei zu lösen. Der beste Tipp war der, eine Ring-Gabel Kombination zu nehmen und ½ -Zoll Verlängerung als Hebel zu benutzen. Wenn einer von euch hier gute Tipps hat, bitte lasst sie mich wissen! Nachdem die Schrauben wieder gangbar waren, konnte das Einstellen eigentlich beginnen. Es gab allerdings noch ein paar kleinere Schwierigkeiten. Z.B.: In welche Richtung dreht sich der Motor denn eigentlich? Gegen den Uhrzeigersinn! Wenn ich draufsitze oder davorstehe? Ich glaube ich hab es jetzt richtig verstanden: In Fahrtrichtung nach links. Sollte das falsch sein, sagt mir bitte Bescheid! Der Zustand der Unterbrecherkontakte gab mir recht, dass es höchste Zeit für eine Durchsicht gewesen war. Sie sahen aus, als wären sie schon in Noahs Arche gelaufen! Kontaktplatte war ja ausgebaut (und geputzt!), Montage der neuen Kontakte also kein großes Problem. Aber Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Einer der neuen Kontakte lag leider nicht plan und musste von mir mit der Zange vorsichtig nachgebogen werden (hab ich dummerweise erst beim Einstellen bemerkt). Schwunggewichte ausgebaut, gewogen (völlig unnötig!) und, wie die Pertinax-Grundplatte, mit "Flunatec" (https://www.flunatec.com/)geschmiert. Kommt eigentlich aus dem Sportschützenbereich, ist aber generell ein geiles Zeug. Manchmal lohnt es sich, über den Gartenzaun zu schauen! Die neuen Federn einzuhängen war allerding auch so eine Sache. Gibt es da ein Werkzeug dafür? Was mich allerdings auch verwirrt hat: Anscheinend zündet die Guzzi auch noch einmal "leer" in den Austosstakt – zumindest hab ich mir das so zusammengereimt. Logisch wäre es ja, weil der Nocken sich ja zweimal bis zur nächsten Zündung dreht. Vielleicht kann mir ja ein erfahrener Schrauber noch Rückmeldung geben. Langer Rede kurzer Sinn: U-Kontakte auf 0,4mm eingestellt, Zündzeitpunkt mit der Prüflampe so gut wie möglich auf die 2°-Markierung eingestellt. Alles wieder montiert – et voilá: Sie ist zumindest sofort wieder angesprungen! Nach 50km Testfahrt muss ich sagen: es hat sich gelohnt! Selbst mit dieser rudimentären Einstellung läuft mein Mädchen wieder deutlich besser. Ich hoffe, meine Erfahrungen bringen zumindest die Unerfahrenen ein bisschen weiter und freue mich natürlich über jeden Tipp der Erfahrenen, wie man diese Einstellungen etwas vereinfachen kann. Euer Curator P.S.: - Natürlich habe ich vergessen, den blöden Schmierfilz wieder einzubauen! - Natürlich hab ich die Zündnockenwelle zwar poliert, aber nicht geschmiert! Da muss ich wohl noch mal 'ran! 😉
  12. Lieber Markus, natürlich war die Motivation zunächst die pure Lust am Schrauben! Aber allein wegen der verschlissenen Gleitschiene und den abgenützten Lima-Kohlen hat sich die Sache gelohnt. Bei meinem Alter und meiner Fahrleistung muss ich da in diesem Leben nicht mehr ran! (Ob die wohl im Himmel auch Guzzi fahren - oder wenigstens in der Hölle ?) 😉 Viele Grüsse Norbert
  13. @Gexx Hi Robert, ich habe eigentlich auch nur die besten Erfahrungen mit HMB! Auf Mails reagieren sie dort aber nicht besonders flott. Da es bei mir in der Nähe ist, fahre ich bei Gelegenheit vielleicht mal hin. Ich denke, ich war einfach zu doof, die Vorspannung über die verschraubte Achse zu ändern, weil ich das Teil halt auch nicht schrotten wollte. Viele Grüße Norbert
  14. Hier zumindest schon mal ein Anfang: Blackberry Smoke - One Horse Town
  15. Hi Guzzisti, dieser Thread ist ja schon von Anfang an geil. Hut ab vor Frank, der die Sphäre der Polierer längst verlassen hat und engelsgleich im Himmel der Guzzi-Fetischisten schwebt. So richtig geil wird es aber erst, als allen Teilnehmern zunehmend die Kontrolle entgleitet (ca. ab Seite 14) und jeder auch ein bisschen jenseits der Guzzi-Leidenschaft seine Vorlieben preisgibt. Diese Musikvorschläge sind der Himmel und beweisen, dass Guzzi-Fahrer mehr als nur V2 im Hirn haben! Ich bin jedenfalls stolz, ein Teil dieser Community zu sein und werde mich bemühen, noch einen passenden Beitrag zu diesem Thread zu liefern! Ich denke, mir fällt da schon was ein! Wartet mit angehaltenem Atem (ein Duplo für jeden, der errät, aus welchem Film dieses Zitat stammt) Euer Norbert
  16. Eigentlich heißt es ja immer: "Never change a running system", aber wenn man sich so ne alte Tante (Cali 2, Bj. 1983) zugelegt hat wie ich, gibt es halt zwei Motivationen, es doch zu tun: 1.) Vielleicht "runt" es ja noch besser, wenn man ein bisschen "gechanged" hat? 2.) Jetz wo das alte Mädchen bei mir zuhause wohnt, möchte man ihm ja auch einmal ein bisschen unter die Wäsche sehen (Pfui Deibel!) Langer Rede kurzer Sinn: Ich hatte schon vor einiger Zeit bei HMB einen wundervollen CNC-gefrästen Steuerkettenspanner erworben und ebenso eine neue Steuerkette. Was letztendlich bei dem Tausch herauskam und wie ich es gemacht habe, will ich euch im Folgenden schildern. Viele Details werde ich dabei herauslassen, da meiner Erfahrung nach, die meisten Guzzisti talentiertere Schrauber sind als ich, aber sollte jemand von euch Einzelheiten wissen wollen: Ich beantworte gerne alle Fragen (soweit ich das kann)! Ich hangele mich jetzt mal an den Bildern entlang: Bild 1: Um die Steuerkette zu wechseln, muss das Motoröl nicht zwangsläufig abgelassen werden! (War aber sowieso fällig) Bild 2: Hier mein kleines Bastelpaket: Neue Kette, neuer Spanner, Spezialschraube zum Lösen des Lichtmaschinenrotors und eine Nuss zum Lösen der Mutter an der Kurbelwelle. Dazu eine passende Sicherungsscheibe und der Simmerring zwischen Steuerkettengehäuse und Lichtmaschine. Selbstverständlich auch neue Dichtungen für die Steuerkettenabdeckung und die Ölwanne. Bild 3: Der wirklich wunderhübsche HMB-Kettenspanner. Was daraus geworden ist, seht ihr später. Bild 4: Den Stator der Lichtmaschine zu demontieren ist keine große Sache. Ein Foto hilft, die Anschlüsse später wieder richtig anzustecken. Alle Kontakte zu überprüfen und zu reinigen, bietet sich natürlich an! Bild 5: Um den Rotor zu entfernen, zunächst die Inbusschraube herausdrehen, dazu an der Schwungscheibenverzahnung mit einem Schraubendreher blockieren (gibt es kein Foto - wer es nicht weiß, bitte anfragen) Diese Aktion ist auch bei allen folgenden Schrauben- Löse- und Anziehaktionen notwendig. Zum Abziehen des Rotors die Spezialschraube eindrehen und den Rotor lösen. Bild 6: Sieht erst mal gut aus: Das Gehäuse ist trocken. Trotzdem sollte man die Gelegenheit nutzen, den Simmerring zu wechseln. Kostet nicht viel und ist kein großer Aufwand. Bild 7: Endlich geht es ans Eingemachte: Nachdem alle Schrauben des Gehäusedeckels gelöst sind (die langen sind unten!), muss noch der Bolzen herausgeschraubt werden, der den Rahmen vorne mit dem Motorgehäuse verbindet. Wermutstropfen: Das geht nur, wenn zumindest der linke Auspuffkrümmer demontiert wird - ist aber keine große Sache, man wollte das sowieso schon lange mal wieder ordentlich polieren! Nach der Demontage des Gehäusedeckels sehen wir dann Folgendes: Die Kette war doch schon deutlich gelängt! Nach dem Lösen der drei Schrauben (für die Kurbelwellenschraube braucht man eine spezielle Nuss - gibt es bei dem Händler mit dem italienischen Stiefel im Logo für knapp unter 40,-€) muss man nun geduldig alle drei Zahnräder "losruckeln". Geht zwar langsam, aber geht! Aufpassen: Die Zahnräder von Kurbelwelle und Nockenwelle sind durch kleine Halbmondkeile fixiert, an der Ölpumpenwelle ist es ein sehr kleiner Rechteckkeil - Sowas fällt gerne runter und ist dann Anlass für lustige Suchaktionen auf dem Garagenboden! Guzzi-Peter gab mir übrigens den Tipp, diese Keile bei der Wiedermontage mit etwas Fett zu fixieren, da sie beim Aufschieben der Zahnräder dazu neigen, nach hinten auszuweichen - Danke nochmal! Bild 8: So sieht das dann aus, wenn die Zahnräder drunten sind: Der Originalspanner ist mit zwei 8.8er Schrauben befestigt - Demontage kein Problem! Bild 9: Das ist der Moment, wo man sich denkt: "Hat sich ja doch gelohnt!" Das Gleitstück des Spanners ist deutlich verschlissen (hier provisorisch am HMB-Spanner montiert) Apropos HMB-Spanner! Um den ging es doch eigentlich? Ihr erfahrt es gleich! Zunächst aber noch ein Vergleich alte Kette / neue Kette: Bild 10: Eigentlich kein großer Unterschied zu erkennen, montiert sah das schon anders aus! Was ist jetzt eigentlich mit dem HMB-Spanner? Zunächst mal: Das Teil passt perfekt und sieht so hinreißend aus, dass man am liebsten einen gläsernen Gehäusedeckel montieren möchte. Aber... Die Federvorspannung des Gleitstücks ist noch labbriger als am Originalspanner. Möglicherweise könnte man durch Verdrehen der Achse die Vorspannung erhöhen, denn auf der Rückseite befindet sich eine Inbusschraube. Allerdings saß die so fest (bei 3mm Inbus), dass es mir nicht gelang, diese mit vertretbarem Krafteinsatz zu lösen. Das Ende vom Lied: Ich habe das neue Gleitstück am alten Spanner montiert und das hat - auch im Bezug auf die Vorspannung - gut funktioniert. Selbstverständlich mit einem neuen Segerring und neuen Sicherungsscheiben unter den Befestigungsschrauben! Kommen wir zum Zusammenbau: Bild 11 und 12: Die beiden Markierungen auf Nockenwellen- und Kurbelwellenzahnrad müssen unbedingt genau aufeinander zeigen. Am Besten montiert man Kette und Zahnräder schon vorher zu einem Paket. Zumindest das Nockenwellenzahnrad kann man dann auch mit einem Kabelbinder fixieren. Dann "ruckelt" man das ganze Paket wieder geduldig auf die Wellen. Unbedingt noch einmal die Flucht der Markierungen kontrollieren! Als etwas hinterhältig hat sich dabei das Ölpumpenzahnrad erwiesen: Die beiden anderen Wellen verdrehen sich ja nicht, aber die Ölpumpe ist sehr leichtgängig. Freundlicherweise befindet sich am Ende dieser Welle ein Schlitz. Wenn man sicht gemerkt hat, in welcher Position sich der Keil zum Schlitz befindet, kann man sich das hindrehen. Was bleibt noch zu tun? Alles Routine! Zahnräder mit dem passenden Drehmoment (NW und KW mit 150Nm, Ölpumpe hab ich gerade vergessen - ergänze ich noch!) anziehen. Einen Lappen der Sicherungszahnscheibe an der Kurbelwelle umschlagen. Dichtfläche reinigen und Gehäusedeckel mit neuer Dichtung montieren (neuen Simmerring hab ich vorher eingebaut). Rahmenschraube durchstecken und Mutter mit dem passenden Drehmoment anziehen. Auspuffkrümmer wieder anschrauben. Lichtmaschinenrotor auf den gereinigten Kegel aufschrauben. Stator anschrauben und Anschlüsse wieder befestigen. Leichtgängigkeit überprüfen. Limadeckel und Distanzstück wieder aufschrauben. Bild 13: Ich hab der Lima auch noch neue Kohlen spendiert! In meinem Fall: Ölwanne mit neuem Filter und neuen Dichtungen verschrauben. Öl einfüllen! Nicht vergessen: Anlassen und sich freuen, wenn alles funktioniert! 😀 Eigentlich bin ich jetzt fertig, aber weil 13 Bilder Unglück bringen, noch ein (völlig unnötiges) Bild von der hübsch geputzten Ölwanne! Bild 14: Liebe Guzzisti, das war mein erster Versuch einer "How-To"-Anleitung. Seid deswegen ein bisschen nachsichtig! Sollte etwas grob falsch oder unverständlich sein oder ich etwas Wichtiges vergessen haben, gebt mir bitte Bescheid. Mit dem Schraubenschlüssel in der Hand und Mücken zwischen den Zähnen (wegen dem ständigen Grinsen beim Guzzi-Fahren) grüßt euch Norbert P.S.: Fast hätte ich es vergessen, euch noch ein Vorher/Nachher-Bild anzuhängen! Hier ist es - ich denke, die Mühe hat sich gelohnt! ("Was heißt hier Mühe? Du hast doch nur nach einem Grund gesucht, in der Garage zu verschwinden und dir die Klamotten dreckig zu machen" O-Ton der besten Ehefrau aller Zeiten) P.S.2: Wenn jemand einen Tipp hat, wie man Bilder "richtig rum" in einem Artikel unterbringt, wäre ich extrem dankbar. Ich hab's nicht geschafft
  17. Hallo Guzzisti, zunächst: ich habe es getan! (...aber es lief anders, als ich dachte) @Guzzi Peter Nochmal Danke für den Tipp mit den Keilen! Die an Nockenwelle und Kurbelwelle waren brav und sind einfach dringeblieben, aber das kleine Miststück an der Ölpumpe hat mich ein wenig geärgert (inklusive Suche auf dem Garagenboden)! Lima "aufhübschen" hab ich so gemacht, wie oben geschrieben (Kontakte reinigen/Kohlen wechseln/Statorkontakte musste ich nachlöten, weil man das sonst nicht demontieren kann) Echt grätzig war die Innenseite des Stators - Erst nach nachdrücklicher Bearbeitung mit Bremsenreiniger stellte sich heraus, dass es sich dabei eigentlich um einen Eisenkern handelt. Hatte schon ein wenig Angst um den Isolierlack der Wicklung, hat er aber gut ausgehalten. Ich hänge mal ein "Vorher-" und ein "Nachherbild" an. @rosthaufen Ich denke, du hast Recht. Aber der HMB-Spanner war halt jetzt schon da. Allerdings ist die Spannung da noch weniger berauschend! Was dabei rauskam, schreibe ich noch in einem ausführlicheren Artikel in der "How-To"-Rubrik. Das Gute: Ich hab jetzt zumindest festgestellt, dass diese Aktion gut machbar ist, hab 'ne neue Steuerkette drin und ein neues Gleitstück und den Stucchi-Spanner schon auf meiner Wunschliste! Wäre doch langweilig, wenn nicht noch ein paar Projekte am Horizont wären! 😉 Wie versprochen, schreibe ich meine Erfahrungen noch etwas ausführlicher in der "How-To"-Rubrik! Viele Grüße aus Nürnberg Norbert
  18. Hi Michael, würde mich freuen! 👋
  19. Hi Goran, erst mal: schön, dass du in unserem Forum bist! Es gibt da ein paar Kriterien: 1.) Guzzi-Fan - wichtig! 2.) Nationalität - scheißegal! 3.) Cooler Typ - wichtig! 4.) Gut auf Deutsch schreiben können - nicht wichtig! Da du bei allen Punkten hervorragend abschneidest, bist du genau der richtige Mann für dieses Forum. Ich denke,du kannst bei allen Fragen auf unsere Hilfe zählen, aber wir freuen uns natürlich auch, wenn du einfach Bilder von schönen Ausfahrten mit uns teilst und mit uns in Kontakt bleibst. Viele Grüße Norbert
  20. Hi Michael, schön, dass du dabei bist! Ich komme auch aus "Närmberch" und fahre momentan noch Guzzis mit 2 Rädern. Da ich aber auch Morgan-Fan bin, treibt mich das Threewheeler-Thema schon einige Zeit um. Vielleicht sehen wir uns ja mal (wohne in Fischbach) Allzeit gute Fahrt wünscht dir Norbert
  21. ...natürlich ein Guzzi T-Shirt! Zum Sechzigsten unseres Sängers haben wir letzte Woche gemeinsam ein Musikvideo gemacht. Da es bei uns zum Fahren und Schrauben noch zu kalt war, wollte ich wenigstens ein Guzzi-Statement abgeben und hab' für die Video Aufnahmen eines meiner Guzzi-Shirts aus dem Schrank geholt. Vielleicht sieht es ja jemand und fragt sich, was für ein merkwürdiger Motor auf dem Shirt abgebildet ist! Wer Lust hat, kann es sich hier ansehen: Ich wünsche euch allen viel Gesundheit, erfolgreiche Reparaturen und wunderschöne Ausfahrten! Euer Curator
  22. Hi Leute, ich liebe dieses Forum! Alex hat uns jetzt einen wirklich guten Tipp gegeben! Was der Alex meint mit dem Aufpassen beim Verschließen liegt auch daran, dass Bremsflüssigkeit recht agressiv ist - sollte man nicht auf Lack und Hände bringen! (Peter ist natürlich der Technik Spezialist, der sofort gewusst hat, warum die blöde Gummidichtung so tief sitzt - "hygroskopisch" bedeutet übrigens "zieht Wasser" Beispiel: Gummi ist nicht hygroskopisch, Weißbrot aber schon) Trotzdem noch mal kurz Klugscheißen: Entlüften heißt, dass du solange neue Bremsflüssigkeit durch das System pumpst (mit dem Handhebel), bis an der Entlüftungsleitung keine Luftbläschen mehr auftauchen, dabei aber immer am Ausgleichsbehälter wieder nachfüllen, denn wenn die Pumpe da oben Luft zieht, kannst du wieder von vorne anfangen. Klingt jetzt erstmal kompliziert, ist aber schon machbar. Wenn man das zu zweit macht, geht es noch besser: einer betätigt den Hebel und kontrolliert den Flüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter, der andere beobachtet die Ausgleichsleitung und dreht die Schraube zu, wenn wirklich keine Bläschen mehr kommen. Lieber Goran, wir wünschen dir viel Erfolg bei dieser Aktion! Lass es uns bitte wissen, wie es gelaufen ist! Viele Grüße Norbert
  23. Hi Goran, wie du sicher gelesen hast, hat deine Guzzi tatsächlich eine hydraulische Kupplungsbetätigung (Danke Peter!) Da ist es mir jetzt fast ein bisschen peinlich, dass ich dich so zugetextet habe! Was ich über die Hydraulik der Bremsbetätigung geschrieben habe, stimmt zwar auch für die hydraulische Kupplung (Luftblasen/Wasser in der Bremsflüssigkeit), aber die Folgen sind nicht ganz so dramatisch wie bei der Bremsanlage. Grüße Norbert
  24. Hi Peter, vielen Dank für den Tipp! Ich kenne diese Halbmondkeile schon. Wahrscheinlich hätte man bei der Montage am besten vier Hände, weil man ja die Steuerkette und die drei Zahnräder gleichzeitig und timinggenau aufschieben muss. Ich hab da allerdings auch schon so Tricks mit Kabelbindern gesehen! Ich halte dich auf dem Laufenden! Norbert
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