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V7 Special 1970 - ein paar Bilder zur ersten Einordnung


Dregwaz

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vor 15 Stunden schrieb commander:

Hallo,

Waagerecht auf C ūüėĄ geschlossen(closed).

Waagerecht auf R: reserved(Reserve), bis gegen null. Senkrecht nach unten bedeutet geöffnet.

Ist doch eindeutig, wenn ein Benzinkreuz vorhanden war(Serie).

Manchmal jedoch sind die Funktionen bei diesem Alter gestört, oder es wurden Benzinhähne ausgetauscht. Ergo: Ausprobieren. Im Zweifel ersetzen.

Abgesehen davon haben offene Benzinhähne keinen Einfluss auf dein geschildertes Problem.

Dellortos "√ľberstr√∂men" nicht im Gegensatz zu Bing Vergasern(BMW).

Gr√ľ√üe

Commander

P.S.: Du darfst nicht vergessen das damals die Übersetzung vom Italienischen ins Deutsche gemacht wurde. Oftmals findet man solche Sätze. Wurde von "Handgemacht", denn es gab noch kein Internet.

Ich meine es gab verschiedene Hähne und an den alten "echten" V7 waren nur offen und geschlossen.

Also senkrecht offen und waagerecht in beiden Richtungen zu.

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Moin,

das mit ausgetauschten Benzinhähne hatte ich mir schon gedacht.

 

Als ich fr√ľher meine Norton Commando`s gefahren hatte, gab es viele Umr√ľstungen der Benzinh√§hne.

Serienmäßig war der linke Benzinhahn zuständig und auch, wie bei Guzzi, gab es einen Verteileranschluss

damit das Benzin zu beiden Vergasern f√ľhrte.

Der rechte Hahn sollte dann bei Reserve benutzt werden, er hatte ein k√ľrzeres Filterrohr im Tank.

Es gab einige Fälle, wo durch Verschmutzung des Hahnes der Benzinfluss beengt wurde,

daher der Tipp, immer beide Hähne zu öffnen, damit immer ausreichend Sprit fließen kann.

Aus dem Grunde r√ľsteten einige Besitzer auf die "Reserve-H√§hne" um.

Daf√ľr achtete man auf den Durchschnittsverbrauch und die gefahrenen Kilometer um rechtzeitig zu tanken.

 

Gruß

Holger

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Am 6.4.2023 um 16:28 schrieb Dregwaz:

Beeindruckend ist die schwarze Wolke, die das Gef√§hrt im R√ľcklauf nach einem Gassto√ü auf hohe Drehzahl ausspuckt. Hier wird dann sichtbar, was sonst nur zu riechen ist.¬†

√Ėhm, ich h√§tte da mal ne Frage.. Ist das normal, dass nach dem Herausschrauben der Schwimmerkammermutter die Hauptd√ľse fr√∂hlich darin rumkullert?¬†:rolleyes:¬†

20230409_204148.thumb.jpg.11755ee6074088a935754c9ca0692843.jpg

:classic_biggrin: :classic_biggrin: :classic_biggrin:

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Hahahaha, Optimal.

 

das erklärt schon einiges.

Aber der Schlorz an der D√ľse ebenso, schraub die nun nicht rein und probiere sondern reinige direkt die kompletten Vergaser.

 

Alles andere ist vertane Zeit.

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Klar, das wird kaum die einzige sein, die so aussieht. Wo bekommt man denn brauchbare Dichts√§tze .. die SuFu von SD taugt gar nichts und in der Googlesuche kommen welche f√ľr PHF, aber verschiedene, so wie es auch verschiedene PHF's gibt. Stand aber bisher noch nie das genaue Modell dabei.

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Ah, das nenne ich mal eine taugliche Suchfunkion, vielen Dank.

Vergasertyp systematisch zu finden, Explosionszeichnung mit Numerierung und Angebot aller Einzelteile jeweils mit Variationsm√∂glichkeit, plus die Auflistung der Standardbest√ľckung am Komplettteil. Da kann ich gleich sehen, ob meine Vergaser in irgendeiner Weise schonmal angepasst wurden. Die wurden ja laut Rechnung professionell verbaut.

Danke, Commander ūüĎć

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Moin,

noch vom letzten Jahr, 2022, ein Bild der V7 Special gefunden, mit dem alten Motorblock.

Der Besitzer fuhr sie immer nur bis max. 120 km/h, dann gibt es mit diesem alten Block der V7 700

keine Gehäuserisse.

Schöne Guzzi und mit den alten Lafranconi`s.

Gruß

Holger

Ps.: ....und meine V7 Special von 1972... ein paar Jahre Unterschied¬†ūüėć

was sich in 50 Jahren zeigen kann

Holger und V7 Special.jpg

20220505_120008.jpg

Edited by holger333
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So, ich habe jetzt mal begonnen, den rechten Vergaser zu zerlegen.

20230417_160148.thumb.jpg.3fe8a22e2c443fc6d68712ca8f88c3c6.jpg

Hier f√§llt gleich schon mal auf, dass sie offenbar mit Dichtpaste in den Ansaugkr√ľmmern festgepappt worden waren. Dicht waren die Verbindungen allerdings schon - der Test mit Bremsenreiniger war im gesamten Ansaugtrakt negativ.

20230417_161138.thumb.jpg.e47ec3c734af90c69249f4a7e4eeed73.jpg

Die bisher ausgebauten D√ľsen und Schrauben sind m.o.w. passabel, Standgasd√ľse so lala, nur die Hauptd√ľse, die da in der Ablassschraube liegt und die Choked√ľse sind massiv verranzt:

20230417_160058.thumb.jpg.592c3b2cf893e31e08a327c71ddca926.jpg

Alle O-Ringe und Gummidichtungen sind im Aggregatzustand flacher Steine. Am Boden der Schwimmerkammer ist ein undefinierbarer Bodensatz:

20230417_160840.thumb.jpg.90bd658f06c8899482faf86d7be69d59.jpg

Und nun mein Problem: Die Aufnahme der Hauptd√ľse sitzt bombenfest. So fest, dass ich Bedenken habe, den Tr√§ger des Geh√§uses abzubrechen.

20230417_155823.thumb.jpg.603d8a249424a3c3d85431998c4a2227.jpg

Der Kratzer daran stammt nicht von mir. Ich habe gro√üen Respekt vor altem m√ľrbem Vergaseraluminium. Nur um sicher zu gehen: spreche ich hier gerade √ľber ein Linksgewinde? Falls nicht, habt ihr Tipps, wie ich die Schraube schonend l√∂sen kann? W√§rme? Wieviel? Tauchbad in Kriech√∂l?

Gruß Martin 

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Hallo,

die sichtbaren R√ľckst√§nde in der Schwimmerkammer entstehen nach langer Standzeit mit Restkraftstoff in der Kammer, welcher beim langsamen Verdunsten eine chem. Verbindung mit Aluminium eingeht.

Die festsitzende Schraube ist Rechtsgewinde. Das Festsitzen kann durch Kontaktkorrosion entstanden sein.

Du kannst versuchen die Schraube in den Schraubstock einzuspannen, und dann mit einem Gabelschl√ľssel weit unten am Geh√§ussteg ansetzen.

Vorheriges Erwärmen der Stelle (Föhn) kann helfen, nicht zu heiss. Vorsichtig vorgehen.

Viel Erfolg.

Gr√ľsse

Commander

Aluminium bildet im Verbund mit elektrochemisch ‚Äěedleren" Metallen (Eisen, Kupfer, Messing, Bronze) bei gleichzeitiger Wirkung von Feuchtigkeit ein Kontaktelement, bei dem Aluminium angegriffen (Kontaktkorrosion) wird.

Edited by commander
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Danke, also die Schraube fix einspannen und den Vergaser abdrehen. Ich m√ľsste mal sehen, wo ich da m√∂glichst nah an der Schraube einen Gabelschl√ľssel ansetzen kann, ohne etwas zu besch√§digen. Vielleicht den Steg f√ľr die Leerlaufd√ľse mit einbeziehen. Den Schl√ľssel w√ľrde ich mit einem St√ľck Leder oder mehreren Stofflagen polstern.

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So, nach 12 Std. Tauchbad in Kriech√∂l hat es mit der Schraubstockmethode geklappt - danke Commander. Wirklich oxidiert war das Gewinde gar nicht mal. Die D√ľsenaufnahme sa√ü einfach nur bombenfest. Im Gegensatz zur D√ľse selbst, die ja einfach rausgefallen war.

Ich bin gerade dabei, das ganze Zeug im Ultraschallbad zu s√§ubern. Kann mir evtl. jemand sagen, wof√ľr diese Messingschraube im Beschleunigungspumpengeh√§use ist?

20230423_153604.thumb.jpg.d0ae67b572746d29a237230509f31863.jpg

F√ľr meine Begriffe ist das eine Sackgasse. Es gibt vom Inneren des Geh√§uses nur eine Bohrung dorthin und fertig. Hat sie eine bestimmte Funktion oder ist das einfach nur eine Verschlu√üschraube? Dann w√ľrde ich sie n√§mlich drin lassen.¬†

Gruß Martin 

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Hallo,

schön dass es funktionierte. Schau in die

Explosionszeichnung ob die Verschlussschraube eine O-Ring hat. Aufgrund des L√§ngsschlitzes gibt es eine Einstellm√∂glichkeit der Beschleunigerpumpe √ľber diese Schraube. Genaue Info hab ich jetzt leider nicht vorliegen. Anfragen beim Dellorto Shop.

Gr√ľ√üe ¬†¬†¬†

Commander                                                       

Dellorto Beschleunigerpumpen Kit - PHF, PHM

Edited by commander
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Moin Martin,

es freut mich, Deine Fortschritte mit zu lesen...

und was ich auch besonders sch√∂n finde: Deine R√ľckmeldung.

DAS ist f√ľr mich Forumsqualit√§t, Danke Dir daf√ľr.

Gruß

Holger

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Danke euch. Die eigentliche Stellschraube f√ľr das Pumpvolumen ist ja die zentrale, gekonterte Schraube. Die werde ich nicht anr√ľhren, ansonsten m√ľsste ich die Pumpe komplett neu aus"litern". Ich denke, da sitzt ein O-Ring unter der Messingschraube, ich schau mir aber auch nochmal die Explosionszeichnung an. Wie gesagt, ich sehe nur einen einzigen Zugang zu dem Schraubengeh√§use und keinen Abgang. Vielleicht ist es ja auch ein Anschlu√ü zur Einstellung der Pumpe.¬†

Im Grunde ist das Ziel der Pumpendemontage ja erreicht: ich kann die Membran beurteilen und das Vergasergehäuse kann ins Tauchbad.

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Hi, Dregwatz: 

ich sitze gerade an der gleichen Aufgabe: 

Im Geh√§use der Pumpe ist eine Kammer (bei mir oben liegend),diese Kammer ist √ľber Bohrungen mit den Bohrungen im Vergasergeh√§use verbunden (das sind die mit den Messingbuchsen auf das das Pumpengeh√§use aufgesteckt wird).

Schaust du von hinten auf den Vergaser, dann geht die rechte Bohrung ins Schwimmergeh√§use, die linke zur "Einspritzd√ľse" im Ansaugkanal. Die "Schraube" nach der du gefragt hast, ist bei mir ein R√ľckschlagventil (federbelastete Kugel) welches den Einspritzkanal beim Entlasten der Membran verschliesst. Macht auch Sinn, sonst w√ľrde dort Luft angesaugt.

In der Schwimmerkammer sitzt √ľbrigens noch ein zweites R√ľckschlagventil - das sperrt den Ansaugkanal, wenn der Gasschieber hochgeht und den Membrankolben bet√§tigt, der dadurch Druck aufbaut.¬†

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IMG_20230423_171138087.jpg

Edited by H. Ortel
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Hi, Lokalisation und Aufbau des Pumpenkreislaufs ist bei mir exakt gleich. Aber danke f√ľr den Hinweis zu der Schraube : )¬†Ja, da sitzen tats√§chlich gleich zwei R√ľckschlagventile auf der Ansaugseite, h√§tte ich nicht erwartet!

Jetzt sind alle Teile des rechten Vergasers sauber und montagefertig. Zuletzt kam noch das Geh√§use im Einzeldurchgang dran und alle Kan√§le sind frei - am Ende ist eine echt finstere Br√ľhe zur√ľckgeblieben.¬†

20230423_203012.thumb.jpg.6ac880c02ce8acd3479881641448c27d.jpg

Schieber, Nadel & Co fehlen hier. Die alten Dichtungen und O-Ringe, die die Konsistenz von Bakelit haben, liegen zur besseren Orientierung noch bei.

 

 

 

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Top!

Bescgleunigerpumpe einstellen ist ansich kein Hexenwerk.

Vorallem wenn man so einfach an die Vergaser kommt.

 

Wenn du beim Fahren mit schnellem aufziehen merkst das sie abmagert oder √ľberflutet einfach links und rechts synchron n tick rein oder raus drehen.

 

 

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