cbk
Members-
Posts
584 -
Joined
-
Last visited
-
Days Won
5
Content Type
Profiles
Forums
Events
Everything posted by cbk
-
Moin, also wenn ich an meine Motorrad-Vergangenheit denke, muß ich zugeben, daß ich bisher fünfmal unfreiwillig abgestiegen bin. Ich habe allerdings auch zuerst den PKW-Führerschein gemacht und direkt danach den damaligen Führerschein Klasse 1a. Das erste Mal war in der Fahrschule in der 2. oder 3. praktischen Stunde. Ich stand an einer Stopp-Kreuzung, von links kam eine Harley Davidson, ich habe gesehen wie der Fahrer den Blinker links gesetzt hat und habe gehört wie er runterschaltete (und immer wieder einkuppelte). Da habe ich mir gedacht: "Wenn der links abbiegt, kannst du ja als Rechtsabbieger losmachen." Tja, er fuhr aber geradeaus über die Kreuzung und wollte erst an der nächsten Kreuzung 200m weiter links abbiegen. Die 250er Fahrschulmaschine (Kawasaki el 252) lag am Ende auf der Harley. Der zweite Abflug war auch noch zu Fahrschulzeiten. Als es an die Hütchen-Fahrübungen ging, habe ich in Schräglage so heftig mit den Fußrasten aufgesetzt, daß es mich ausgehebelt hat. Danach war klar, daß ich mir nie einen Chopper kaufen würde, blöde Kawasaki el 252. Schräglagenfreiheit ist Trumpf! Der dritte Abflug war bei einem Fahrsicherheitstraining. Da sollten wir zu Beginn möglichst langsam fahren und mit schleifender Kupplung die Motordrehzahl (quer eingebauter Motor) dafür nutzen, um mit deren Kreiselkräften die Maschine zu stabilisieren. Das war also fast schon Trial, so langsam waren wir unterwegs. Meine Kupplung ist wohl zu heiß geworden. Jedenfalls trennte sie auf einmal nicht mehr, ich bin nur noch dem Fahrer vor mir ausgewichen, querab durch eine Hecke, habe dort dann im 1. Gang den Kill-Switch gedrückt und lag am Ende geschockt auf der Nase. Alleine unterwegs, auf Rollsplitt vor einer roten Ampel angehalten, den linken Fuß auf den Boden gestreckt, mit dem Fuß auf dem Rollsplitt weggerutscht und im Stand umgekippt. Nach einer 450km Fahrt konnte ich beim Einparken die Maschine (Yamaha xt660z Tenere) nicht mehr halten und bin dort ebenfalls im Stand umgekippt, diesmal aber mit Fuß unter der Maschine. Die Daytona-Stiefel haben sich da bezahlt gemacht.
-
Und das dann mit einer kleinen 250er Enduro mit 140kg. 🥰 Mit meiner alten xt660 oder auch mit einer v85 würde ich mir das Geläuf nicht zutrauen.
-
@Jim: Meine Erfahrung mit luftgekühlten Motoren ist, daß es eher ein Problem im Frühjahr, Herbst und Winter gibt das Motoröl überhaupt auf ausreichende Temperatur zu bringen. Bei unseren Flugmotoren steht im Handbuich, daß man ab 50°C Öltemperatur starten, also dem Motor Vollgas abverlangen darf. Gerade im Winter kämpfe ich da mitunter schon an die 30 Minuten, um nach dem Anlassen die 50°C im Stand überhaupt zu erreichen. Ok, bei uns pustet dann immer noch der Propeller die Kühlrippen der Zylinder an. Der Ölkühler ist dann aber schon komplett mit einem Alublech abgedeckt. Mit der Abdeckung wird auch geflogen und mit Müh und Not erreicht man dann vielleicht mal 70°C Öltemperatur. An Öltemperaturen um oder knapp über 100°C, um das Kondenswasser aus dem Öl rauszubekommen, ist da nicht zu denken. In anderen Märkten ist es halt deutlich wärmer als in Nordeuropa. In den Märkten müssen die Motoren ja auch funktionieren und für die Bedingungen werden die auch ausgelegt.
-
Das würde ich mir reiflich überlegen, weil der Ventilator selber ja auch wieder den Luftstrom behindert. Wenn ich das zweite Bild von Dir sehe, frage ich mich halt, ob die schwarze Plastikhalterung nicht sogar den Kühler mehr abdeckt als das der Ventilator es da wieder raus reißen könnte. Ich halte mich da eher an den Spruch von Sergei Pawlowitsch Koroljow: "Je einfacher eine Konstruktion ist, desto genialer ist sie. Kompliziert bauen kann jeder."
-
Also von den luftgekühlten Flugmotoren bei uns im Verein weiß ich, daß sie bis zu 120°C Öltemperatur vertragen. Als Öl verwenden wir die Viskosität 15w50. Bei 10w60 dürften noch ein paar Grad mehr drin sein. Die maximale Zylinderkopftemperatur wird bei dem Flugmotor mit 150°C (kurzzeitig bis zu 175°C) angegeben. Kurzum: Die Guzzis fahren rund um die Welt. Ich habe auch vor zieg Jahren eine luftgekühlte Honda (Postie-Bike) durch Australiens heißes Outback getrieben, dank des kleinen Motors praktisch durchgehend vollgas. Das funktioniert! Hauptsache du hältst die Fuhre irgendwie zumindest langsam am Rollen. Ansonsten gelten allgemein 80-100°C Öltemperatur und auch mal ein paar Grad mehr als optimal, auch damit das Kondenswasser immer mal wieder aus dem Öl auskocht.
-
Wie macht ihr das, daß Eure Maschinen auch nach zieg Wintern noch so gut aussehen? Ich fahre im Winter auch nicht und habe mein Mopped hinten quer in der Garage vorm Auto stehen. Meine Garage ist aber auch nicht komplett geschlossen sondern hat an einem Ende seitlich einen 2,5m breiten Eingang, der sich nicht verschließen läßt. Bzgl. Kondenswasser dürfte das evtl. soga von Vorteil sein. Aber trotzdem sieht alles darin uselliger aus als das auf Euren Bildern. Für die Einwinterung ggf. alles mit Balistol einsprühen?
-
Ist evtl. die Batterie nach den ganzen Versuchen inzw. zu schwach? Das Klacken zeigt, daß der Anlasser einspurt, aber anschließend fehlt dem Elektromotor der notwendige Dampf, um den Verbrennungsmotor gegen die Kompression durchzudrehen. Wenn die Zündkerzen draußen sind, läßt sich der Verbrennungsmotor ja wesentlich leichter durchdrehen. Ansonsten: Ich weiß nicht wie der Anlasser-Motor innen aufgebaut ist. Vielleicht hat eine Wicklung einen Kurzschuß oder einen Kabelbruch, so daß deswegen der Elektromotor nicht seine volle Kraft entfaltet?
-
In Italien fliegen wohl einige Drohnen mit umgebauten Guzzi-Motorradmotoren beim Militär rum. Im Ultraleicht-Bereich gab es früher mal Umbausatze für BMW-Motorrad-Boxer und Guzzi-Motoren, wobei Guzzi da selbst in dem Nieschenmarkt noch der totale Außenseiter war. Aber das Thema mit den umgebauten Motorrad- oder PKW-Motoren ist seit ein paar Jahren eigentlich durch. Die BMW-Boxermotoren sind im Flugbetrieb reihenweise eingegangen. Alle haben sie auf richtige Flugmotore umgerüstet. Das Problem ist, daß ein Flugmotor einfach ein viel höheres Lastkollektiv hat als ein Motorrad- oder PKW-Motor. Während auf der Straße die Motore praktisch nur mit wenig mehr als Leerlauf-Belastung dahinrollen (ein Motorrad braucht für 100km/h nur 13 PS, ein Auto 25 PS, die Motorisierung heute ist ein Vielfaches davon), ist bei Flugmotoren Dauerleistung gefragt. Für den Reiseflug reden wir da ungefähr von 75% der Maximalleistung. Mein Lieblingsmotor ist ein 3300 Jabiru: 6 Zylinder Boxer, ein großer Bing-Gleichdruckvergaser, luftgekühlt, eine untenliegende Nockenwelle, 3,3 Liter Hubraum, Direktantrieb ? maximale Startleistung (115%) für 5 Minuten: 120PS bei 3200 U/min maximale Dauerleistung (100%): 107PS bei 2850 U/min im Reiseflug (75%) wuchtet er dann durchgehend 80PS auf die Welle Jetzt werdet ihr wahrscheinlich fragen, warum der Motor nur so wenig Drehzahl macht. Das Problem ist einfach der Propeller. Selbst mit Kohlefaser ist da allerspätestens bei 3400 U/min Schluß. Da gehen die Propellerspitzen in den Bereich der Schallgeschwindigkeit und dann verliert der Propeller massiv Wirkungsgrad und wird extrem laut. Man kann jetzt einen schnell laufenden Benzinmotor (z.B. aus einem Motorrad) nehmen und dann ein Untersetzungsgetriebe vorne dran bauen, oder man läßt die Kurbelwelle nur so schnell drehen wie es der Propeller noch verträgt, schraubt dann den Propeller direkt vorne auf die Kurbelwelle (=Direktantrieb) und muß dann natürlich massiv in Hubraum investieren, um die Leistung zu generieren. Das Verrückte dabei ist, daß der große Jabiru nicht wirklich schwerer ist als ein Rotax 912uls, wenn man sich das ganze Paket anschaut. Der Rotax ist ein 4 Zylinder Boxer, wassergekühlt, 1,4 Liter Hubraum, Untersetzungsgetriebe. Rechnet man jetzt noch das Gewicht für den Wasserkühler, das Kühlwasser usw. hinzu, kann der dicke 6-Ender beim Gewicht echt mithalten.
-
Den Fehler habe ich mit meiner Yamaha XT einmal gemacht. ? Da sollte neben anderen Arbeiten auch noch ein Ölwechsel gemacht werden. Die Werkstatt hatte sich auf BMW spezialisiert und machte Yamaha nur so nebenbei. Bei dem Ölwechsel haben sie mir dann 20w50 reingekippt, weil sie das bei den BMW-Boxern immer so machen würden und so ein grobschlächtiger XT-Einzylinder würde das schon vertragen. Ergebnis: Ich wollte die Maschine bei Temperaturen knapp über 0°C abholen, habe den Motor gestartet und wollte aus dem Leerlauf raus den 1. Gang einlegen. Also Kupplung gezogen, den Hebel runtergetreten und nichts passierte, immer noch Leerlauf. Wieder eingekuppelt, vielleicht standen die Zahnräder ja einfach blöd, noch einmal ausgekuppelt und den Hebel runtergetreten. Wieder passierte nichts. Da habe ich dann genauer nachgefragt und die Antwort mit dem 20w50 bekommen. Nach reichlich Aufwärmzeit dann doch den 1. Gang reinbekommen und ganz vorsichtig nach Hause und da habe ich dann erstmal noch einen Ölwechsel gemacht. Das frische 20w50 wieder raus und Castrol 10w50 rein. ... Und das Getriebe ließ sich wieder schalten, auch im kalten Zustand. ? Ok, es ließ sich in 95% der Fälle wieder aus dem Leerlauf in den 1. Gang schalten. Bei den anderen 5% half auch das nicht. Da half nur im Leerlauf einkuppeln, wieder auskuppeln und es erneut versuchen. Haben aktuelle v7 Guzzis das eigentlich auch, daß man aus dem Leerlauf heraus den 1. Gang manchmal nicht einlegen kann?
-
@Guzzi Peter Das ist eine Evektor ev97 Eurostar mit Rotax 912uls Motor, also die Vergaserversion. @MGNeuling Ich fliege die kleinen 2-Sitzer, weil sie recht günstig sind. Konkret kostet mich eine Flugstunde 70,- € naß (also inkl. Benzin) und die Uhr fängt erst beim Abheben an zu ticken. Das Aufwärmen des Motors kostet mich nichts. Also so "unbezahlbar teuer" ist es nicht.
-
Ja, ich halte da an Giorgio Parodi als Flieger und Carlo Guzzi als Flugzeugmechaniker. Bei der Motorrad-Schrauberei habe ich keine Erfahrung über Jahrzehnte sammeln können, dafür aber beim propellergetriebenen Fluggerät. Bei uns im Verein läuft das Qualitätsmanagement auch ganz einfach: "Der, der an der Maschine geschraubt hat, macht danach den Erstflug!" Dann macht man keine Fehler. ? Ach ja, das hier ist unsere kleine Bierkiste. ?
-
@V7due Versteh mich bitte richtig Jürgen. Es geht mir darum, daß die Petition nicht über OpenPetition sondern über die Seite des Bundestages laufen sollte. Sich da auf zieg Petitionen gleichzeitig zu stürzen bringt nichts. Das zersplittert nur die Schlagkraft. Dann lieber eine Petition mit siebenstelliger Anzahl der unterzeichner. Ich würde da die Seite des Bundestages vorziehen. Hintergrund ist, daß man auf der Seite des Bundestages rechtssicher online eine Petition zeichnen kann. Da kann dann niemand mehr im Nachhinein kommen und die elektronischen "Unterschriften" für wertlos erklären, weil nicht nachweisbar ist wer genau da Unterzeichnet hat. Daher verstehe ich den Sinn von Open Petition generell nicht. Also warum Open Petition und nicht gleich auf der staatlichen Seiten? Gruß, Chris
-
Was bringt eine Unterschrift bei Open Petition? Wenn schon, dann richtig. Wer reicht die Petition im Petitionsausschuß des deutschen Bundestages ein? --> https://epetitionen.bundestag.de/epet/peteinreichen.html
-
Gibt es da eigentlich auch original Werkstatthandbücher von Moto Guzzi? Von Yamaha gab es die inkl. Ersatzteillisten mit Bestellnummern und Explosionszeichnungen. Mein Motorradhändler hat mich da immer nur mit großen Augen angeguckt, wenn ich mit der ausgedruckten Seite zum Werkstatt-Thresen gegangen bin: "Ich brauche das Teil hier, Ersatzteilnummer 123-4567x." Das muß wohl absolut unüblich sein, daß Kunden solche Anfragen stellen?
-
Und genau aus dem Grund bin ich dazu übergegangen gewisse Dinge selber zu machen. Klar brauche ich für manche Dinge 5mal so lange wie eine Fachwerkstatt, aber am Ende ist es ordentlich. Ich habe leider feststellen müssen, daß viele Werkstätten heute nur noch nach dem Motto "schnell schnell, jede Minute Arbeitszeit kostet Geld" den Kram irgendwie zusammendängeln. ? Das Highlight diesbezüglich hatte ich mal mit meinen Bremsleitungen. Die alten Gummileitungen mußten raus und ich habe in dem Zusammenhang dann gleich auf Stahlflex umgerüstet. Als ich mit dem Hobel zum TÜV gefahren bin zwecks Einzelabnahme ging der Spaß los. Prüfer: Für ihre Maschine gibt es doch Bremsleitungssätze mit ABE, warum soll ich hier eine Einzelabnahme für die extra angefertigten Leitungen machen? Hätten sie nicht das Zeug mit ABE verbauen können? Ich: Das mit dem Bremsleitungssatz mit ABE habe ich versucht. Meine Möhre hat vorne 210mm Federweg und bei voll ausgefederter Gabel hatte ich da nur 190mm Luft zwischen dem neuen Bremsverteiler für die beiden Bremsscheiben vorne und dem Rad. Voll eingefedert reißt der Reifen den Bremsverteiler weg, ABE hin oder her. Prüfer: ? ... Prüfer guckt sich die Maschine an: Sagen sie mal, wer hat die Bremsleitungen eingebaut? Ich: Ich selber. ? Prüfer: Das sieht man! Ich: ??? *Gedanke: Jetzt legt er dir die Karre still.* Prüfer: Keine Werkstatt hätte sich die Mühe gemacht die Leitungen so hinter der Verkleidung zu verstecken und Halter anzufertigen. Die hätten die alle nur mit Kabelbindern irgendwo festgerödelt. ? An dem Tag wurden nur Motorrad-Einzelabnahmen gemacht und um mich rum standen die Profi-Schrauber mit den Kunden-Maschinen zur Einzelabnahme.
-
Selbst mein Rasenmäher hat heute schon einen Bluetooth-Anschluß. Wenn eine LED-Leuchtet heißt das soviel wie: "Ich habe eine Fehlermeldung für dich, verbinde mich mit dem Handy und du bekommst die detailierte Meldung zu sehen." Sowas wäre in meinen Augen sinnvoll und dafür würde ich wohl auch in sowas investieren. Ansonsten wäre eher ein Funkgerät etwas für mich, um während der Fahrt labern zu können. Telefonanrufe will ich hingegen nicht annehmen. Ok, man könnte die Sprechverbindung in einer Motorradgruppe auch mit einer Telefonkonferenz aufrecht erhalten, aber dafür gibt es auf dem Land noch zu viele Funklöcher im Handy-Netz.
-
Stimmt leider. optional gibt es da bei der neuen v7 850 so ein connectivity kit, mit dem sich das Motorrad mit dem Handy verbindet. Wofür das gut sein soll, erschließt sich mir aber nicht. Das Einzige, was für mich einen Sinn ergeben würde wäre eine Handy-Verbindung, um auf dem Display detailierte Fehlermeldungen für die Wartung ausgeben zu können. Aber sowas werden die bestimmt nicht für den Fahrer einbauen.
-
Die Reihenfolge fängt bei mir schon eine Stufe vorher an, nämlich bei den Prüfkriterien, bei denen sich der Staat sehenden Auges besch***** läßt. Ich denke da nicht nur an die Prüfstandserkennung im PKW-Bereich sondern auch an die absolut realtitätsferne Prüfung, was Lärm und Benzinverbrauch angeht. Für mich gehört zu einer Prüfung eindeutig eine Volllast-Fahrt von ca. 10 Minuten zusätzlich hinten dran. Begründung: "Wer sich sehr viele Pferde im PKW oder Motorrad kauft, der will sie auch nutzen, sonst würde er sie sich nicht kaufen." Und dann messen wir mal nach wieviel Benzin eine BMW S1000RR futtert, wenn sie wirklich alle ihre Pferde mobilisieren muß und wie laut sie dann wird. Bei dem Prüfverfahren hätte es sich dann auch mit dem ganzen Down-Sizing im PKW-Bereich, weil die kleinen Motoren unter Volllast so richtig das Saufen anfangen dank Kühlung der Zylinder durch überfettes Gemisch, wie damals schon bei der Yamaha xt600 Tenere. Und was den Lärm und die Fahrweise angeht: Ich sag immer "Man soll Leute, die es eilig haben, nicht aufhalten (denn sonst werden sie richtig aggressiv)!" ... entsprechend gehen mir eher die Verkehrsteilnehmer auf den Keks, die viel zu langsam unterwegs sind (40km/h, wenn 70 erlaubt sind und so). Wenn ich sehe, daß von hinten ein schnelles Motorrad oder PKW angeflogen kommt, mache ich aber auch Platz, also fahre auf der rechten Seite der Spur und winke dem Motorrad hinter mir, daß er ruhig überholen soll. Zwei Zweiräder passen auf einer Spur ja zumindest auf der Geraden nebeneinander, wenn beide Fahrer mitspielen, so daß man trotz Gegenverkehr überholen kann. Aber das kann evtl. auch damit zusammenhängen, daß ich selber damals durch die praktische Fahrprüfung gefallen bin, weil ich mit 120km/h auf der Autobahn zu langsam unterwegs war. Ich hätte die 130 überschreiten müssen. Beim zweiten Versuch habe ich den Fahrschul-Golf dann an die 200km/h Marke getrieben und bestanden. Die letzten Worde des Prüfers: "Und so, wie sie heute gefahren sind, so fahren sie demnächst bitte immer." ... bei der Motorrad-Fahrprüfung habe ich dann gleich von Anfang an den Gashahn auf der Autobahn bis Anschlag aufgezogen. Die damaligen 35PS der 250er Fahrschulmaschine waren ja nicht gerade viel. Wenn ich dann sehe, wie heute auf den Straßen rumgeschlichen wird, daß man den Verkehr von hinten fast schon zum Überholen nötigt... ?
-
Da sehe ich das Hauptproblem eher darin, daß nahmhafte Hersteller diese lauten Klappenauspuffanlagen inzw. serienmäßig einbauen. Ich sag nur: "BMW GS" bzw. RnineT. Man kann also als Fahrer gar nicht mehr leise, selbst wenn man will. ? Ich wäre dafür, daß man die Prüfstandsläufe für den Benzinverbrauch und den Lärm entsprechend anpaßt. Nach den normalen 30 Minuten mit Landstraßentempo und langsamer Autobahn würde ich noch 10 Minuten im größten Gang unter Volllast, Drosselklappe bis zum Anschlag offen, dranhängen. Begründung: "Der, der ein Motorrad (oder Auto) mit viel Leistung kauft, wird das normalerweise auch ausfahren wollen." Dann wollen wir mal sehen, was dann an Benzinverbrauch und Lärm dabei rum kommt. Die Werte würden jedenfalls eher der Realität entsprechen und der Beschiß auf dem Prüfstand mit dem Klappenauspuff in Serie wäre auch vorbei. Ist übrigens auch eines meiner Argumente pro Guzzi v7 und contra BMW RnineT und dabei bin ich erst 40. Die BMW ist mir in der Serienversion selber zu laut. Ich muß zugeben, daß ich mich weniger über die Rennradfahrer ärgere als viel mehr über die Radfahrer, die sich an den Kreuzungen immer wieder rechts vorbei drücken und vorne hinstellen, auf das man sie dann wieder überholen muß. Je häufiger sich dann das Spielchen mit dem gleichen Radfahrer wiederholt, desto genervter werde ich. Ich erwische mich dann irgendwann dabei, daß ich mir selber sage: "Junge, komm wieder runter!" Da wäre ich ganz vorsichtig. Auf diese Art und Weise hab ich mit dem Motorrad mal einen Radler berührt. Wir sind beide Gottseidank nicht gestürzt. Der Radler hat ein Motorengeräusch von hinten kommen gehört, dachte es wäre ein Auto und ist nach links rüber gezogen, um bei dem Gegenverkehr die Spur dicht zu machen. Er hat nicht damit gerechnet, daß von hinten ein Motorrad kam, das auch bei Gegenverkehr auf der Straße locker mit 1,5m Seitenabstand hätte überholen können. Bei 4,5m Fahrstreifenbreite (extra breit für Mähdrescher etc.) hätte das locker gepaßt. Ich denke eher, daß der Unterschied zwischen D und dem Ausland darin besteht, daß bei uns die Tempounterschiede auf der Autobahn viel größer sind. Wenn da jemand vorne mit 120 auf der linken Spur fährt, reicht es nicht mehr, daß der Fahrer, der aufläuft, das Gas wegnimmt. Er muß kräftig bremsen, um von 200 auf 120 runter zu kommen. Und dann kommt wieder diese Spirale in Gang, die ich oben schon beschrieben habe. Von jeder Bremsung zur nächsten wird man immer aggressiver und der Nächste, hinter dem man wieder eine Vollbremsung machen muß, bekommt dann den ganzen Frust ab. Wie gesagt, ich erwische mich selber manchmal dabei, wie ich mir dann sage: "Junge, komm runter." Aber manch andere Fahrer haben dann wohl nicht mehr den lichten Moment sondern steigern sich da immer weiter rein. Entsprechend denk ich, daß ggf. ein Tempolimit helfen könnte, man sollte dies aber auch mit einer Mindestgeschwindigkeit für die jeweiligen Fahrspuren kombinieren, so daß die Geschwindigkeitsunterschiede nicht mehr so groß werden. Also bei einer dreispurigen Autobahn z.B.: "Tempolimit 140; Mindestgeschwindigkeit rechts: 60; Mindestgeschwindigkeit mitte: 100; Mindestgeschwindigkeit links 130". In den Kasseler Bergen gab es sowas auf der Autobahn a7 lange, damit nicht die LKWs an den Steigungen über alle Spuren die Berge hochschleichen, weil der rechts 25, der in der Mitte 35 und der links 45 fährt, während man selber von hinten mit 140 km/h angeflogen kommt. --> https://www.strassenausstatter.de/wp-content/uploads/original-images/verkehrszeichen-525-31-fahrstreifentafel.jpg
-
Das Federbein federn schon wieder aus, aber erst wenn es langsam wieder abkühlt. Nach ein paar Stunden steht die Maschine wieder hoch auf den Federbeinen. Aber mit warmgefahrenen Dämpfern sackt sie regelmäßig zusammen, daß der Seitenständer zu lang ist. Wie kommst Du jetzt darauf? Ich habe geschrieben, daß sie Kühlwasser an den Schlauchflanschen am Motor verliert, wohl weil das Gummi komplett ausgehärtet ist. Getunt wurde an der Maschine nichts. Aber wenn wir schon beim Rost sind: Es wurden an der Maschine zwei Dutzend komplett verrostete Drahtspeichen in den Rädern getauscht. Das war total irre. Gut die Hälfte der Speichen waren blank und die Speiche direkt daneben war total verrostet, daß der TÜV Angst hatte, sie könnte durchgerostet sein. Habe ich so auch noch nie gesehen, daß blanke Speichen und total verrostete zusammen in einem Rad sind. Man bekommt den Stecker am Kabelbaum aber nicht einzeln. Die Vertragswerkstatt weigert sich eh da etwas zu basteln, weil sie dafür ja Gewährleistung übernehmen muß, so daß von ihrer Seite aus nur ein Tausch des kompletten Kabelbaums in Frage gekommen wäre. Aber da sie da eh nicht dran wollten, habe ich nachher selber Hand angelegt. Da ich mir selber keine Rechnung über die Arbeitszeit ausstelle, war für mich dann auch klar, daß ich es "richtig" mache, also den kompletten Kabelbaum tausche.
-
Als ich bei meinem Auto die Winterräder vom Vorgängerfahrzeug übernommen habe (Audi a3 Modell 8pa --> Audi a3 Modell 8va), habe ich mir ein Tragflastgutachten für die Felgen geholt und die Räder per Einzelabnahme eintragen lassen. Sowohl beim Straßenverkehrsamt als auch beim Reifenhändler, irgendwann mußten ja doch neue Schlappen drauf, haben mich alle nur noch mit großen Augen angeguckt, daß ich das alles per Einzelabnahme glattgezogen habe. Das hätten sie nur in den seltensten Fällen bisher gesehen.
-
Ich glaube, da dürfte es fast mehr bringen, wenn ich die Einzelteile verkaufe, also Akrapovic-Auspuff etc. und denn Rest dann zum Schrottplatz bringe? Ein neuer Kennzeichenhalter wäre für den TÜV kein Problem, aber den Rahmen zu schweißen und den Motor neu zu machen (auf das er dann dicht ist), das dürfte wohl mehr kosten als das Teil dann mit TÜV bringen würde.
-
Was heißt "technikaffin"? Ist es ausreichend technikaffin, wenn man selber den Ölwechsel macht und auch Bremsbeläge und -scheiben selber wechselt? Ist es technikaffin genug, wenn man selber auch schon die Bremsleitungen (jetzt Stahlflex, vorher Gummi) und den Kabelbaum gewechselt hat? Ist es technikaffin genug, wenn man, bewaffnet mit dem Werkstatthandbuch vom Hersteller, den Motor zerlegt und wieder neu aufgebaut hat? Bis dahin würde ich noch mitgehen, was meine Fähigkeiten angeht. Ich brauche zwar viermal so lange wie der Profi, der damit seine Brötchen verdient, aber es funktioniert. Oder muß man, um ausreichend technikaffin zu sein, auch noch den Rahmen tüvgerecht schweißen können? Ok, normalerweise schraube ich nicht an Motorradmotoren rum sondern in unserem Verein an Flugmotoren, aber soweit sind die ja auch nicht voneinander entfernt, wenn wir mal von der ganzen Elektronik absehen. Zur Qualitätssicherung haben wir da die Regel, daß der, der dran geschraubt hat, auch den Erstflug machen muß. Bisher habe ich diese Flüge alle überlebt. ? Das ist mir auch klar und ich habe es bei der Yamaha ja selber erlebt, als es um einen neuen Kabelbaum ging. Als ich dafür einen Termin in der Werkstatt haben wollte, hieß es auf einmal, daß nur der Werkstattmeister Termine vergeben kann und der Meister wäre gerade nicht da. Nach 5 Wochen habe ich es aufgegeben und den Kabelbaum selber gewechselt. Also nicht etwa, daß die Werkstatt in den nächsten 5 Wochen komplett ausgebucht gewesen wäre. Sie haben es innerhalb von 5 Wochen nicht geschafft den Terminkalender aufzuschlagen und mir zu sagen wann ich denn mit dem Geraffel kommen könne. Der Händler lebt heute halt nur noch von BMW und macht Yamaha nur noch nebenbei, auch wenn er mal der Generalimporteur für Yamaha in Deutschland war. ? Das war dann auch DAS Argument, warum ich keine BMW haben will. Wenn es in der Werkstatt nicht läuft, können die Motorräder noch so gut sein. Das bringt dann nichts. Da braucht man auch gar nicht erst über eine Probefahrt nachzudenken. Bei Autos mache ich es anders. Da habe ich inzw. eine sehr gute freie Werkstatt bei mir am Ort gefunden. Wenn ein neues Auto ansteht, frage ich sie, was sie reparieren können und was ihrer Meinung nach für meine Ansprüche (60tkm Jahresfahrleistung, zumeist Autobahn) was taugt. Das wird dann neu gekauft, egal ob es vw, audi, bmw oder ford heißt. Bisher hat mich noch kein Auto mit weniger als 500tkm auf der Uhr wieder verlassen. Meine Tenere habe ich damals aus dem Schaufenster gekauft. Wer will schon einen Einzylinder haben? Die Händler vor Ort wollten sich sowas gar nicht in den Laden stellen, weil sie es eh nicht loswerden würden. Der Händler, bei dem ich gekauft habe, wollte die Standuhr auch loswerden, entsprechend war der Preis schon gut. Meine Preisdrückerei belief sich auf: "Für den Preis, der da steht, bitte gewaschen und vollgetankt."
-
Moin, allgemein hört man ja, daß italienische Motorräder anfällig wären. Ist das wohl bei der v7 auch so, oder kommt die Weisheit noch aus einer Zeit von vor Jahrzehnten? Bin halt auf der Suche nach einem neuen Fahrzeug und will nicht wieder so ein Fiasko erleben wie mit meiner Yamaha xt660z Tenere. Die Maschine hat in 11 Jahren keine 20tkm geschafft. ? Der Defektteufel hat bei der Maschine wirklich zugeschlagen, wobei wahrscheinlich die Vibrationen des Einzylinders alles kaputtgehauen haben: Spiegel während der Fahrt dank Vibrationen nicht zu gebrauchen, ein Spiegel zerbröselt Instrumente beschlagen bei Kälte von innen Stellschraube für Leerlaufdrehzahl muß immer wieder nachgestellt werden, Position verschiebt sich durch Vibrationen. Stellschraube muß bei warmem laufendem Motor eingestellt werden und befindet sich 3cm neben dem Abgaskrümmer. Haltenasen am Tank abvibiriert, Tank erneuert Lima-Regler abgeraucht, Kabelbaum gleich mit gehimmelt, Regler und kompletten Kabelbaum erneuert Gummi-Teile am Motor ausgehärtet, verliert an mehreren Schlauchflanschen Kühlwasser Kennzeichenhalter abvibriert nach mehrstündiger Fahrt sackt sie so tief in die Federn, daß sie beim Abstellen auf dem Seitenständer links nach rechts umkippt. Bei kaltem Fahrwerk paßt die Länge des Seitenständers, bei aufgewärmten Dämpfern ist er zu lang. Spiel im Rückdämpfer, macht also ordentliche Bocksprünge bei Lastwechseln, besonders nervig auf Paßstraßen bergab vor Spitzkehren beim Anbremsen Unterfahrschutz und Rahmen angerissen, die Vibrationen waren wohl zuviel Der letzte Punkt hat mich dann doch dazu gebracht das Buch zuzumachen. Eigentlich wollte ich die Tenere bei mir 30 Jahre alt werden lassen. Ich hatte sogar eine Wette laufen, ob die Maschine die 30 Jahre in 1. Hand wirklich schafft. Ich habe verloren. ? Was mir aufgefallen ist: 50 PS (genauer waren es nur 48) reichen mir Fahrbarkeit/sanfte Gasannahme ist wesentlich wichtiger Die Maschine sollte handlich um die Ecken gehen können Tankreichweite ist echt von Vorteil, in die Tenere habe ich echt mal 25 Liter reingedrückt an der Tanke Das digitale Mäusekino ist nervig, bitte wieder zwei Rundinstrumente, wie damals in der Fahrschule, zumindest Tacho als Rundinstrument Das ein Getriebe sich knöchern schalten läßt und Geräusche von sich gibt, ist eine Sache, es sollte sich aber schalten lassen. Bei der XT hatte ich es häufiger, daß sich vor der Ampel der 1. Gang nicht einlegen ließ aus dem Leerlauf. Man konnte treten und sie blieb trotzdem im Leerlauf. Da mußte man dann dann erst einkuppeln, wieder auskuppeln und konnte dann schalten. Position der Zahnräder zueinander? Ob ich mit einer v7 850 Special wohl die 30 Jahre Wette einlösen könnte? Oder ist so eine Defektserie wie bei meiner XT normal, an dem Spruch mit der Haltbarkeit italienischer Motorräder ist was dran und die Guzzi wird noch schlimmer? Was ich gelernt habe: Nichts ist so wichtig wie eine Werkstatt, die an das, was sie macht, auch wirklich mit Liebe dran geht. Meine Maschine war leider in einer Werkstatt die hauptsächlich an BMW schraubt und Yamaha nur so nebenbei macht. Hab die Werkstatt dann dran erinnern müssen, daß es für die Maschine einen Rückruf wegen der Kurbelwellengehäuse-Entlüftung gab etc. ... Habe mir schon bei Google mal ein paar Adressen von Guzzi-Händlern im Umkreis rausgesucht. Bei fast allen ist es so, wie bei besagter BMW-Werkstatt. Die einzig wirklich überzeugende Guzzi-Vertretung/Werkstatt ist 130km weit weg. Und zu guter Letzt: Wie/wo werde ich die Yamaha am Besten los? Gibt man sowas beim Kauf der Guzzi in Zahlung, auch wenn sie kaum etwas wert sein dürfte? TÜV ist inzw. auch abgelaufen und sie muß vom Hof.
-
Moin, ich denke auch, daß die Special zwei Rundinstrumente bekommt wie die alte v7 III Special. Hier im Video kann man die beiden Rundinstrumente öfters von hinten sehen und bei Minute 2:10 auch von vorne erahnen. --> https://www.youtube.com/watch?v=PSG8LbwoKS8 Habe noch ein Video zur neuen v7 850 Special gefunden, diesmal in freier Wildbahn gefilmt und nicht bloß ion Fotos hineingezoomt. --> https://www.youtube.com/watch?v=IhrQdqfFaIs
