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Federbein-Konstruktion LIMS tipo 1058 an meiner V7 700cc Baujahr 1971


LeV7anto

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Servus ,

anlässlich des Zerlegens meiner V7 700 aus 1971 wegen Generalüberholung von Motor und Getriebe kam mir der linke Stossdämpfer der Hinterradfederung als ,,Zweiteiler" entgegen (SIEHE FOTOS).

Hatte mich schon gewundert, dass bei hochgebocktem Motorrad auf dem Hauptständer sich   -bei unterlegtem Hinterrad zwecks Entlastung der Montage-Augen-  der rechte Stossdämpfer butterweich abziehen liess, der Linke hingegen regelrecht ,,heruntergekloppt" werden musste. Da war eine erhebliche Verspannung drauf ! 😳
Im Nachhinein war mir klar, weil ja die obere Stossdämpferstange nicht mehr in die untere Dämpferpatrone eingeschraubt war, sondern nur noch ,,hineingesteckt", demzufolge die äussere -durch das Gewicht des Motorrads- etwas zusammengedrückte mächtige Spiralfeder das Bestreben hatte, sich auszudehnen; was wiederum einen ganz schönen Druck auf das untere und das obere Montage-Auge ausgeübt hat. Deswegen konnte ich das (kaputte) Federbein nicht einfach abziehen.

Tja, und da liegt es nun, das Federbein, und aus irgendeinem Grunde war diese obere Stange bei meinen Vorgängern nicht (mehr) in die mit Öl gefüllte Druckpatrone eingeschraubt, sondern nur noch in selbige hinein gesteckt. 

Da ich keine Ahnung von der Technik bzw. Konstruktion solcher Federbeine aus dem Jahre 1971 mit der Typenbezeichnung ,,LIMS tipo 1058" habe, frage ich ´mal vorsichtig in die Runde, ob ich da noch was retten kann ....? 🤔

Kann man die Druckpatrone oben aufschrauben und bei Erneuerung etwaiger innen befindlicher Dichtung(en) die obere Stange wieder einschrauben ? Das Gewinde dieser Stange ist nicht beschädigt oder vermurkst.

Ich weiss, dass mancher zur Erhaltung des Oldtimer- bzw. "Loop Frame - looks" unter Beibehaltung der sichtbaren Spiralfeder sodann innen ein modernes  Dämpfungssystem von ICON, YSS oder HAGON einbauen würde.

Das möchte ich jedoch vermeiden, auch zur Vermeidung von Kosten, zumal der rechte Stossdämpfer nach wie vor intakt zu sein scheint und ich andernfalls ja beide austauschen würde/müsste.

Deshalb meine Frage.

Gruss 😎 Peter

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Hallo 

 

das ist ein Hydraulischer Dämpfer 

sollte also kein druck drauf sein. 

du könntest ja mal ohne Feder versuchen es einzuschrauben ob innen noch das Gewinde Fit ist.

 

Besser wäre eigentlich den Einsatz zu zerlegen das öl wechseln und vor dem Verschließen die Kolbenstange ordentlich einschrauben und erst dann den Deckel nach entlüften wieder einschrauben.

 

Schau dir auch die untere Aufnahme an diese sollte abnehmbar sein zur Federmontage. 

bei manchen auch oben geschraubt was mir bei dem Modell aber nicht so Aussieht.

 

Hersteller war 

Lavorazioni Industriali Meccaniche Scatolini

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Hallo Bastlwastl,

ja, sind hydraulische Dämpfer, ist kein Druck drauf. Bei Kippen der Patrone in die Waagerechte kam mir Öl entgegen.

Habe schon versucht, die Kolbenstange isoliert einzuschrauben, das Gewinde fasst aber irgendwie nicht ! 😬

Ja, besser wäre, den Einsatz zu zerlegen usw. -  wie Du schreibst. Die Frage wäre, ob man diesen Deckel der Patrone abschrauben kann. Er hat jedenfalls zwei Nuten im "Deckel" (siehe zweites Foto).

Wenn ich die Stange testweise wieder hineingeschraubt bekäme, dann wäre die endgültige Montage des Federbeins mit Spiralfeder kein Problem, denn solche Feder-Komprimierer- Schraubzwingen gibt es für wenige Euronen auf ebay.

Gruss  😎 Peter

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Ich würde hier keine Kompromisse eingehen und neue (bessere) Dämpfer verbauen.

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vor 13 Stunden schrieb LeV7anto:

Ich weiss, dass mancher zur Erhaltung des Oldtimer- bzw. "Loop Frame - looks" unter Beibehaltung der sichtbaren Spiralfeder sodann innen ein modernes  Dämpfungssystem von ICON, YSS oder HAGON einbauen würde.

Das möchte ich jedoch vermeiden, auch zur Vermeidung von Kosten, zumal der rechte Stossdämpfer nach wie vor intakt zu sein scheint und ich andernfalls ja beide austauschen würde/müsste.

bei dem zu recht größeren Aufwand einer Restauration, sollten alleine schon vom Alter, neue Stoßdämpfer rein und auch die vorderen Dämpfer in der Vordergabel sollte man prüfen ggf. erneuern.

Gehört zum Thema Sicherheit: Reifen, Bremsen, Stoßdämpfer.

und einseitig sollte man NIE einen Stoßdämpfer tauschen oder reparieren oder erneuern. Immer Paarweise.

Gruß

Holger

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Danke an alle für die Tipps.

Die Sicherheitsrelevanz der Bauteile ist natürlich nicht von der Hand zu weisen.

Andererseits hat der linke Dämpfer (um den es hier geht) seit Ankauf der V7 im Mai 2024 ja auch nichts gedämpft, und ich bin seither "gut" damit gefahren, naja - jedenfalls habe ich mir das bei meiner zurückhaltenden Fahrweise eingebildet.
Ich habe anderweitig den Tipp bekommen, dass Greg Bender auf seinem blog "thisoldtractor.com" auch die Überholung eines solchen Dämpfers abhandelt. Ich kannte den blog schon länger, aber diesen Beitrag hatte ich bisher noch nicht gesehen. Werde ich mir ´mal in Ruhe zu Gemüte führen, habe ja Zeit bis zum Frühjahr. 


Letztendlich würde ich einer Überholung gerne deswegen näher treten, weil es mir (auch) um die Originalität der Optik geht.

Schönes Wochenende 😎 Peter

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Bau dir doch mal ein Werkzeug, um den Stopfen da rauszudrehen. Der dürfte ja in die Hülse eingeschraubt sein. Dann siehst du weiter.

Das Gewinde an der Druck-/Zugstange sieht ja nun nicht vergurkt aus. Vielleicht hat irgendein Spezi die ja nur am oberen Auge rausgedreht, weil er "was-auch-immer" damit einstellen wollte. Gibt ja nix, was es nicht schon gegeben hätte. Weñn das dann nur noch in 2 Gewindegängen hing, dürfte der Rest ja noch tragfähig sein. Oder der Gegenpart ist anderweitig ersetzbar. Mach die Hülse also mal auf.

Literatur dazu wäre natürlich der Jackpot ;)

 

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vor 34 Minuten schrieb Dregwaz:

Bau dir doch mal ein Werkzeug, um den Stopfen da rauszudrehen. Der dürfte ja in die Hülse eingeschraubt sein. Dann siehst du weiter.

......

Literatur dazu wäre natürlich der Jackpot ;)

 

Ja, ich versuche mal, die Dämpfer-Patrone auf diese Weise aufzubekommen. Dann sehe ich weiter.

Als Literatur könnte mir der blog von Greg Bender zu Hilfe kommen, der in "thisoldtractor.com" eine Aufarbeitung solch einer Dämpferpatrone (in Teil 2) abhandelt. 🧐
 

https://www.thisoldtractor.com/moto_guzzi_loopframe_shocks_-_tear_down_and_rebuild_of_the_stock_shock_step_2__inner.html

Das Verrückte ist ja, dass irgendein Spassvogel vor meiner Zeit -möglicherweise ein untauglicher Einstellversuch- die Kolbenstange unter Abziehen nur des oberen Montage-Auges aus der Dämpferpatrone herausgeschraubt haben muss.  
Und in der Folge bin ich nun in zwei Saisons mit Federbeinen gefahren, bei denen links nur die mächtige Spiralfeder "gefedert" hat und ich das im Fahrverhalten nicht einmal gemerkt habe; ich fand die Federung hinten stets recht komfortabel.   🥴

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Wenigstens ist der Bericht brauchbar. Da kannst du schonmal was mit anfangen. Es steht aber nicht drin, wieviel Öl eingefüllt werden muss (oder ich hab es übersehen). Hast du das Öl aufgefangen und kannst es nachmessen?

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Er meint, dass sich der Dämpfer von selbst nivelliert, weil überschüssiges Öl wohl rausgedrückt wird. Ich würde den intakten Dämpfer leeren und Menge+Viskosität messen. Beide Seiten sollten ja sowieso aufeinander angeglichen werden. Ich denke, ein 20er sollte passen. Er selbst spricht ja von einer Erhöhung auf SAE30, fürchtet aber, dass der Dämpfer damit zu hart werden könnte.

Nach allem, was ich auf den Bildern sehe, dürfte der Dämpfer reparabel sein. Die weiblichen Gegenstücke zum Gewinde der Kolbenstange liefern 2 einfache gekonterte Muttern, die ggf. auch ersetzt werden können. Vermutlich hat sich aber nur die Konterung gelöst und die beiden Muttern haben sich daraufhin selbstständig gemacht.

Edited by Dregwaz
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Das ist ein Zweirohrdämpfer (einfach mal googlen, gibt es schöne Zeichnungen von), Orifice 1 ist das Midvalve/Dämpferkolben, Orifice 2 das Bodenventil. Der gesamte Dämpfer ist voll Öl, bis auf einen Bereich zwischen Innenrohr und Gehäuse/Außenrohr. Das Luftvolumen muss groß genug sein, das beim Einfedervorgang eindringende Volumen der Kolbenstange auszugleichen. Ist das nicht gegeben, geht der Dämpfer hydraulisch auf Block, bevor er seinen Endanschlag (Gummi) erreicht und platzt im schlechtesten Fall.

Fragt mich nicht, wie man das mit einem definierten Luftpolster montiert, und sicherstellt, dass nur zwischen den Rohren Luft ist.

Hier hat sich die Mutter gelöst, welche den Kolben (Orifice 1 Assembly) auf der Kolbenstange hält. Bei thisoldtractor sieht es so aus, als wären es zwei gekonterte Muttern.
Üblicherweise verwendet man hier endfeste Schraubensicherung, die OEM verstemmen oder verschweißen auch schon mal.

In der Vergrößerung würde ich behaupten, der Dichtkopf, das Teil mit den zwei Nuten, hat schon Risse um die Bohrung => Neue Dämpfer.

Das Luftpolster (bzw. Stickstoff) hat bei modernen Dämpfern üblicherweise auch Überdruck, denke aber nicht, dass das hier der Fall war.

 

 

 

Edited by V7Franke
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