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Kaufberatung / Zuverlässigkeit: V85 TT vs. Stelvio


clarkoski

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Hallo zusammen,
ich bin neu hier im Forum und möchte mich kurz vorstellen bzw. direkt eine Frage loswerden, die mir aktuell durch den Kopf geht.
Ich fahre derzeit einen 400er Honda-Roller mit 38 PS. Anfang 2028 steht bei mir der Aufstieg vom A2 auf den offenen A-Führerschein an und ich bin auf der Suche nach meinem ersten echten Motorrad. Nach einigem Vergleichen haben es mir zwei Modelle ganz besonders angetan: Die Moto Guzzi V85 TT und die neue Stelvio. Vor allem der Kardanantrieb ist für mich ein riesiges Plus!  
Da ich kein großer Schrauber bin, wird das meiste bei mir wohl über die Vertragswerkstatt laufen müssen. Nun liest man im Netz und auch hier im Forum immer wieder von kleineren "Macken" und Reparaturanfälligkeiten bei Guzzi. Das macht mir als Nicht-Mechaniker natürlich ein bisschen Kopfzerbrechen.
Deshalb wollte ich mal direkt bei euch nachfragen:
Zuverlässigkeit im Alltag: Ist das mit den Reparaturen wirklich so extrem oder wird im Internet einfach nur viel heißer gekocht als gegessen? Wie schlagen sich eure Maschinen beim Thema Werkstattaufenthalte?
Modellpflege & Baujahre: Bei der V85 TT gab es zum Modelljahr 2024 ja das größere Update (u.a. variabler Ventilsteuerung, Euro 5+). Und die Stelvio ist ja als V100-Plattform noch recht neu. Ab welchem Baujahr kann man bei der Stelvio bedenkenlos zugreifen bzw. ab wann wurden erste Kinderkrankheiten ausgemerzt?  
Vergleich V85 TT vs. Stelvio: Welche der beiden gilt unter Foren-Insidern als das grundsolidere / problemlosere Bike?
Zu meinem Fahrprofil:
Ich bin eher der gemütliche Genussfahrer und brauche keine Raserei. Die Leistung der V85 sollte mir vom Bauchgefühl her völlig ausreichen. Neben gemütlichen Feierabend- und Tagestouren möchte ich 1-2 Mal im Jahr für ca. 4 Tage auf längere Tour gehen. Soziusbetrieb findet so gut wie gar nicht statt (höchstens mal ein kleiner Halbtagesausflug).
Ich freue mich auf eure Erfahrungen, Tipps und Einschätzungen!
Viele Grüße
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Willkommen, bei den gegebenen Voraussetzungen würde ich die Verfügbarkeit einer ENGAGIERTEN Werkstatt prüfen. Und, die sind sehr selten. Sorry, muss man realistisch sehen. 

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vor 26 Minuten schrieb Guggl:

bei den gegebenen Voraussetzungen würde ich die Verfügbarkeit einer ENGAGIERTEN Werkstatt prüfen.

Dem muss ich unbedingt zustimmen. Guzzi generell (egal ob V85 oder Stelvio) sind etwas Besonderes in der Motorradwelt. Üblicherweise verfügen Motorräder über einen einzigen Ölkreislauf für Motor und Getriebe und die Kupplung dazwischen ist eine Nasskupplung, steht also auch im Öl. Guzzi ist da eher PKW-Technik mit ihren drei getrennten Ölkreisläufen (Motor, Getriebe, Kardanumlenkung) und der Trockenkupplung dazwischen. Das ist in der Motorradwelt kein Standard!

Ich fahre daheim eine 2021er v7 850 Special und hatte im letzten Urlaub eine 2021er v7 850 Stone Mietmaschine. Da habe ich im direkten Vergleich erst einmal bemerkt wie gut meine v7 daheim läuft und wie schlecht die Mietmaschine. Also die Frage nach der Werkstatt, die sich mit den Guzzi-Details auskennt, ist wesentlich. Meine Werkstatt ist 55km von mir entfernt und mit Bus und Bahn sind das gut 2 Stunden. Aber dafür läuft die Maschine. :classic_biggrin:

Auch wenn ich es mich kaum traue zu sagen, aber die italienische Maschine ist das zuverlässigste Motorrad, das ich bisher hatte. 🫢
Bisher hatte ich nur zwei Schäden. Zum Einen hatte sich die Feder im Schalter für die Lichthupe verabschiedet, so dass man den Schalter immer wieder rausziehen mußte, wenn man ihn mal betätigt hatte, und zum Anderen hatte sich der linke Endschaldämpfer gelockert und ist im Langloch nach hinten gerutscht, so dass die Abgase lärmend vorm Endschalldämpfer ausgeströmt sind. Einmal die Schelle lockern, den Auspuff im Langloch nach vorne schieben und alles wieder festziehen. Das war es in knapp 5 Jahren Betrieb mit außerplanmäßigen Reparaturen.

Meine vorherige Yamaha xt660z Tenere war da wesentlich zickiger mit abgebranten Kabeläumen, gerissenen Zylinderköpfen, durchgerosteten Speichen, gerissenem Unterfahrschutz, ...

Entsprechend war mein Gedanke beim Kauf der Guzzi: Wo kein Kühlwasser drin ist, kann kein Kühlwasser auslaufen. Wo keine Trockensumpfschmierung drin ist, gibt es keine Ölschläuche und wo es keine Ölschläuche gibt, kann auch kein Ölschlauch platzen, ... auch in 30 Jahren nicht!

Edited by cbk
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Eine gute Werkstatt, die MOTO GUZZI Motorräder kennt, solltest Du schon in der Nähe haben. Frag Dich mal in Deiner Umgebung durch und vergiß dabei nicht nach ehemaligen Moto Guzzi Werkstätten zu fragen, denn viele gute Betriebe haben die seit 2 oder 3 Jahren neuen Piaggio-Verträge nicht mehr akzeptiert - betreuen aber weiterhin die alte MG Kundschaft.

Zur Zuverlässigkeit von MOTO GUZZI Motorrädern steuere ich meine sehr guten Erfahrungen bei:

Nach dem Kauf einer V 7 III Special im April 2018 beim damaligen MG Vertragshändler im Raum Regensburg bin ich weiterhin zufriedener Kunde dort. Er hat zwar seit 2 Jahren keinen Piaggio Händler- oder Servicevertrag mehr, aber die Moto Guzzi kundigen Mechaniker sind immer noch da. Meine V7 III lief bis 11.08.2026 bei mir als Zweitguzzi neben einer California EV im 04/10-Saisonbetrieb bisher problemlos, außer den fälligen KDs war nichts zu reparieren; jetzt hat sie 54 930 km auf dem Zähler und wurde die Erst-Guzzi. Die fälligen Wartungsarbeiten werden beim ehemaligen Guzzihändler während des dort durchgeführten Winterlagers zu meiner vollsten Zufriedenheit durchgeführt, obwohl er keinen Zugriff auf den Guzzi Zentralrechner mehr hat um die KD´s dort einzutragen, auch kann er den im Display auftauchenden Schraubenschlüssel zur Anzeige des fälligen Services nicht zurücksetzen. Doch diese Kinkerlitzchen stören mich nicht: Die 4 Jahres Garantie meiner Guzzi ist eh abgelaufen. Aber ich habe ein zuverlässige Werkstatt, denn der nächste MG-Servicepartner ist ca 50 km entfernt und der nächste Händler gar 95 km.

Bei guter Behandliung halten Guzzis ewig: Meine Cali EV ( im April 2002 neu gekauft ) habe ich am 11.08. mit 225 365 km an einen jüngeren Spezi weitergegeben, der hat die größte Freude an der Cali und will die 300 000 Km-Marke mit ihr erreichen. Auch diese Cali wurde nur von Fachleuten mit sehr guten MG-Kenntissen beschraubt - gut, das kostete die eine Mark oder den anderen Euro, aber sie lief und lief und lief; einmal erzwang ein durchgescheuertes Kabel die letzten 12 Km der Heimatfahrt "hoch auf dem Gelben Wagen"; ein weiterer Defekt war bei ca. 160 000 km ein kaputtes Blinkerrelais, ein Teil aus US-Produktion. Sonst war nix : Diese California war die beste von meinen insgesamt vieren dieser Modellreihe: Cali III, Cali 1100i, die beschriebene EV und eine Cali EV mit hydaulischen Ventilen als Zweitguzzi von 2015 bis 2018. 

 

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Guten Morgen, wenn du ein neues Motorrad kaufst oder auch gebraucht beim Händler hast du ja mindestens 1 Jahr Gewährleistung und kannst erfahrungen sammeln, wen du im Internet liest wirst du praktisch zu jedem motorrad was negatives finden. Ich habe letztes Jahr meine erste Guzzi gekauft und ich habe echt Spaß mit dem Ding. Das Mopped womit ich den meisten Ärger hatte war übrigens eine bmw. Gruß Markus 

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Eine Anmerkung: Stelvio und Mandello haben nur einen Ölkreislauf für Motor und Getriebe. 

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