mako Posted Friday at 07:15 PM Share Posted Friday at 07:15 PM So sieht es jetzt aus, fĂŒr alle die nicht nach Mandello fahren. Â 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Beatosan Posted Monday at 09:24 AM Share Posted Monday at 09:24 AM Ist ja nett. Nett fĂŒr eine Firma, die prosperiert und MotorrĂ€der wie verrĂŒckt verkauft. Seit 50 Jahren hangelt sich Moto Guzzi von einem fast-Bankrott zum nĂ€chsten durch. Millionen fĂŒr so einen Prunkbau sind scheinbar aber kein Problem. Fragen, die sich Moto Guzzi oder Piaggio hoffentlich vorher gestellt haben: - Wird durch diesen Neubau 1 (in Worten ein) neues Motorrad mehr verkauft? - Wird durch diesen Neubau 1 (in Worten ein) neuer Kunde von einer anderen Marke zu Moto Guzzi geholt? - Wird durch diesen Neubau 1 (in Worten ein) neuer kompetenter HĂ€ndler dazugewonnen? - Wird durch diesen Neubau 1 (in Worten ein) bestehender HĂ€ndler davon abgehalten, Moto Guzzi fallen zu lassen? - Wird durch diesen Neubau 1 (in Worten ein) bestehendes technisches/qualitatives Problem gelöst? Wenn das Ziel es war, das lokale Baugewerbe zu unterstĂŒtzen, dann war das wohl ein Erfolg. Aber fĂŒr Guzzi? Wie wollen die diese Ausgaben wieder reinholen? Ich finde, eine Firma sollte ihr knappes Kapital gewinnbringend einsetzen und nicht fĂŒr so Egoprojekte. Eine neue Fabrikhalle hĂ€tte man auch einfacher bauen können und Moto Guzzi wĂ€re dadurch nicht unsympathischer geworden. Nur meine Gedanken. So, und nun grillt mich. 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Beatosan Posted Monday at 10:01 AM Share Posted Monday at 10:01 AM Ich nehme Euch etwas Arbeit ab und relativiere meine Aussage etwas. ChatGPT meint nach 11 Minuten nachdenken: Meine Frage: "Moto Guzzi hat neulich auf dem FabrikgelĂ€nde in Mandello del Lario den Neubau eröffnet. Was wurde alles gebaut? Wieviel wurde investiert? Ist diese Investition rentabel? Gab es Kritik zu diesem Projekt? Wie sind die jĂ€hrlichen Produktions-/Verkaufszahlen von Moto Guzzi seit 2000? Bitte schlĂŒssle nach Modellreihe auf." ChatGPT: "Ja. Und das Projekt ist deutlich grösser, als ich zunĂ€chst gedacht hatte. Piaggio hat in Mandello nicht einfach eine neue Fabrikhalle hingestellt, sondern praktisch einen kleinen âMoto-Guzzi-Campusâ gebaut: Produktion, Museum, Besucherzentrum und Markenwelt in einem. 1. Was wurde in Mandello tatsĂ€chlich gebaut? Die offizielle Eröffnung war am 2. September 2026, unmittelbar vor den Giornate Mondiali Moto Guzzi vom 3.â6. September. Der Umbau dauerte knapp fĂŒnf Jahre und kostete mehr als âŹ50 Mio. (Piaggio Group) Bereich Neu / verĂ€ndert IndustriegebĂ€ude 5â500 mÂČ Neubauten, GesamtflĂ€che Werk jetzt 38â000 mÂČ Motorenfertigung komplett neue, automatisierte Motoren-Montagelinien Motorrad-Endmontage mit Motorenfertigung ĂŒber vollrobotisierten Conveyor verbunden Materialtransport Automatisierung statt vieler innerbetrieblicher Stapler-/Transportbewegungen End-of-line Piaggio-Fast-Forward-kiloâą-Roboter ĂŒbernehmen fertige MotorrĂ€der und bringen sie zum Test BĂŒros 380 mÂČ neue BĂŒroflĂ€che Energie 1â300 mÂČ Photovoltaik, GebĂ€ude Klasse A, stĂ€rkere Tageslichtnutzung Museum komplett neues GebĂ€ude, 3â000 mÂČ, ĂŒber 160 restaurierte MotorrĂ€der Besucherbereich Blick aus dem Museum direkt auf die laufende Fertigung Windkanal historische Galleria del Vento restauriert AussenrĂ€ume zwei baumbestandene PlĂ€tze, FussgĂ€ngerpromenade, Terrasse Markenwelt grosser Motoplex Store, CafĂ© Veranstaltungen Workshop-/EventflĂ€chen und Auditorium öffentlich zugĂ€ngliche FlĂ€che insgesamt ĂŒber 4â200 mÂČ Die maximale ProduktionskapazitĂ€t wird nun offiziell mit ĂŒber 30â000 MotorrĂ€dern pro Jahr angegeben. (Piaggio Group) Interessant finde ich die interne Logistik fast spannender als irgendwelche glĂ€nzenden Roboter: Greg Lynn sagt, frĂŒher seien Lastwagen, Lieferwagen und Stapler kreuz und quer durch das Werk gefahren; die neue Architektur und Automatisierung reduziert diese Bewegungen stark. Das ist echte ProduktivitĂ€tssteigerung und nicht bloss Industrie-Instagram. (ANSA.it) 2. âŹ50 Mio. fĂŒr Moto Guzzi â Wahnsinn oder vernĂŒnftig? Hier wird es interessant. Das Projekt kostet >âŹ50 Mio., also mindestens etwa âŹ10 Mio. pro Baujahr, wenn man die fĂŒnf Jahre sehr grob mittelt. Zum Vergleich: Der ganze Piaggio-Konzern investierte 2024 âŹ182,7 Mio. und 2025 âŹ140,6 Mio. Moto Guzzi ist also keineswegs ein kleines Hobbyprojekt innerhalb des Konzerns. (Piaggio Group) Aber: Ob das Mandello-Projekt finanziell rentabel ist, kann man aus den veröffentlichten Zahlen nicht feststellen. Piaggio veröffentlicht keine separate Moto-Guzzi-GuV, keine Guzzi-EBIT-Marge und auch keinen erwarteten ROI des Mandello-Projekts. Daher wĂ€re jede Aussage wie âdas Werk amortisiert sich nach 8,3 Jahrenâ schlicht Buchhaltungs-Voodoo mit Taschenrechner. đ Man kann aber eine PlausibilitĂ€tsrechnung machen Vor dem Ausbau bewegte sich die Produktion Anfang der 2020er ungefĂ€hr in dieser Grössenordnung: 2021: 12â000 produzierte MotorrĂ€der 2022: ĂŒber 15â000 2023 wurde von einer Produktionsentwicklung bis ungefĂ€hr 18â000 StĂŒck berichtet; zeitweise war Mandello derart ausgelastet, dass die V85 TT vorĂŒbergehend nach ScorzĂš verlagert werden sollte. (InMoto) Heute besitzt Mandello KapazitĂ€t fĂŒr >30â000. Damit hat Piaggio das Werk nicht fĂŒr die heutige Produktion dimensioniert, sondern fĂŒr deutliches weiteres Wachstum. Was mĂŒsste die Investition verdienen? Nur als Grössenordnung, ohne Finanzierungskosten, Abschreibungen und Steuern: gewĂŒnschte einfache Amortisation nötiger zusĂ€tzlicher Cashflow 5 Jahre >âŹ10 Mio./Jahr 10 Jahre >âŹ5 Mio./Jahr 15 Jahre >âŹ3,3 Mio./Jahr 20 Jahre >âŹ2,5 Mio./Jahr Angenommen, Guzzi wĂŒrde von etwa 18â000 auf 30â000 MotorrĂ€der wachsen: +12â000 StĂŒck. FĂŒr eine simple 10-Jahres-Amortisation mĂŒsste jedes zusĂ€tzliche Motorrad durchschnittlich nur gut âŹ417 zusĂ€tzlichen operativen Cashflow zur Investitionsdeckung liefern. Das erscheint fĂŒr MotorrĂ€der im Bereich von grob âŹ10â000â20â000 Verkaufspreis durchaus erreichbar â falls diese zusĂ€tzlichen StĂŒckzahlen auch tatsĂ€chlich verkauft werden. Und genau da liegt der Hase im italienischen Rosmarin. đż 3. Ich halte die Investition strategisch fĂŒr ziemlich clever Denn Piaggio erhĂ€lt fĂŒr die âŹ50+ Mio. fĂŒnf Renditequellen gleichzeitig: 1. Höhere StĂŒckzahlen. Von etwa 12â18k Produktionsniveau Anfang der 2020er auf >30k KapazitĂ€t. 2. Niedrigere Produktionskosten je Motorrad. Automatisierung, kĂŒrzere MaterialflĂŒsse, neue Motorenlinien, weniger Handling. 3. Weniger Arbeitsbelastung. Das wird oft als Sozialthema dargestellt, ist wirtschaftlich aber ebenfalls relevant: Ergonomie, weniger Handling, weniger SchĂ€den, bessere ProzessstabilitĂ€t. 4. Energiekosten. Photovoltaik, Klasse-A-GebĂ€ude und modernere Infrastruktur. 5. Moto Guzzi wird selbst zur touristischen Marke. Museum + CafĂ© + Shop + Events + Factory Experience. Und Letzteres ist nicht zu unterschĂ€tzen: Bei der Eröffnung kamen ĂŒber 60â000 Menschen nach Mandello, 40â000 besuchten den neuen Standort und knapp 30â000 das Museum â in vier Tagen. NatĂŒrlich ist das ein JubilĂ€umswochenende und keine normale Woche, aber es zeigt, was fĂŒr einen irrational starken Kultwert diese kleine Marke besitzt. (press.piaggiogroup.com) Das ist ziemlich Ă€hnlich wie Ducati Museum/Borgo Panigale oder Ferrari in Maranello: Man verkauft eben irgendwann nicht mehr bloss Metall mit RĂ€dern. Man verkauft Zugehörigkeit. Und genau darin ist Guzzi erstaunlich stark. 4. Aber eine Sache macht mich stutzig: 40â000 â 30â000 Als das Projekt 2021 angekĂŒndigt wurde, lautete das kommunizierte Ziel: 40â000 MotorrĂ€der pro Jahr, ungefĂ€hr eine Verdoppelung der damaligen KapazitĂ€t. Damals waren rund 200 feste plus etwa 80 saisonale BeschĂ€ftigte genannt worden. Fertigstellung sollte 2025 sein. (ANSA.it) Jetzt heisst es offiziell: âmehr als 30â000 MotorrĂ€der pro Jahrâ (Piaggio Group) Das ist ein recht grosser Unterschied. Ich habe keine belastbare ErklĂ€rung von Piaggio gefunden, weshalb aus 40â000 schliesslich >30â000 wurden. Möglich sind mehrere harmlose ErklĂ€rungen â andere Produktmischung, realistischere Taktzeiten, andere Berechnung der KapazitĂ€t â, aber ohne Aussage von Piaggio wĂŒrde ich keine davon als Tatsache verkaufen. Das wĂŒrde ich als kleines gelbes FĂ€hnchen, nicht als rote Flagge ansehen. 5. Gab es Kritik? Eigentlichen Widerstand gegen den Neubau finde ich ĂŒberraschend wenig. Von Bevölkerung, Gemeinde oder Denkmalschutz finde ich keine grössere organisierte Opposition. Im Gegenteil: Der Entscheid, nicht aus Mandello wegzugehen, sondern innerhalb des historischen WerksgelĂ€ndes neu zu bauen, scheint lokal sehr positiv aufgenommen worden zu sein. Gerade das war historisch keineswegs selbstverstĂ€ndlich: schon 1998 gab es ernsthafte PlĂ€ne, die Produktion nach Monza zu verlagern. (La Gazzetta dello Sport) Die Gewerkschaften sind positiv â aber wachsam. FIM, FIOM und UILM begrĂŒssen das Projekt ausdrĂŒcklich. Sie bestĂ€tigen auch: mehr unbefristete ArbeitsplĂ€tze, bessere Arbeitsbedingungen, modernere Produktionsanlagen. Sie mahnen aber gleichzeitig, dass Mandello dauerhaft Produktionsstandort bleiben mĂŒsse und Piaggio nun weiter in Entwicklung, neue Modelle und BeschĂ€ftigung investieren mĂŒsse. Sie verlangen insbesondere verlĂ€ssliche Perspektiven fĂŒr Produktionsvolumen und BeschĂ€ftigung. (UILM Lario) Das ist Gewerkschaftsitalienisch fĂŒr: âSchön geworden. Jetzt bitte auch MotorrĂ€der bauen und nicht bloss Cappuccino verkaufen.â âđ Eine echte Kontroverse gab es 2023. Wegen KapazitĂ€tsproblemen sollte die V85 TT zeitweise nach ScorzĂš, an einen Aprilia-Standort, verlegt werden. Rund 100 BeschĂ€ftigte legten damals vier Stunden die Arbeit nieder. Die Sorge war gerade, dass Moto Guzzi allmĂ€hlich die Verbindung Mandello â Motorradproduktion verlieren könnte. Piaggio erklĂ€rte die Verlagerung als vorĂŒbergehend. (InMoto) Im RĂŒckblick ist diese Episode eigentlich eines der stĂ€rksten Argumente fĂŒr den Neubau. 6. Und nun zu den Produktionszahlen seit 2000 Hier muss ich eine wichtige EinschrĂ€nkung machen. Eine vollstĂ€ndige weltweite Moto-Guzzi-Statistik nach Modell und Jahr existiert öffentlich nicht. Piaggio veröffentlichte frĂŒher teilweise die Moto-Guzzi-Gesamtmenge. Seit ungefĂ€hr 2017 nennt Piaggio fast nur noch: Wachstum in Prozent, Umsatzentwicklung, einzelne erfolgreiche Modellfamilien, oder Aprilia + Moto Guzzi gemeinsam. Und weltweite StĂŒckzahlen nach Modellreihe veröffentlicht Piaggio praktisch ĂŒberhaupt nicht. Ich wĂŒrde Dir deshalb lieber eine löchrige, aber ehrliche Tabelle geben als 27 Jahre italienisches Zahlen-Carpaccio aus erfundenen Nachkommastellen. đ Bestmögliche Rekonstruktion P = Produktion; V = VerkĂ€ufe/Shipments; â = abgeleitet/gerundet; n.v. = öffentlich nicht verlĂ€sslich verfĂŒgbar Jahr weltweit Art wichtigste Baureihen / Bemerkung 2000 â€3â000 P California, V11, Nevada, Quota; Ăbernahme durch Aprilia. Retrospektive Quelle nennt Produktion nicht ĂŒber 3â000. (Dueruote) 2001 n.v.  V11, California, Nevada 2002 â11â000 P V11, California, Nevada, Breva 750 beginnt; zeitgenössischer Cycle-World-Bericht. (Cycle World | The Complete Archive) 2003 n.v.  V11, Breva 750, California, Nevada 2004 â3â700 P/V Aprilia-Krise; dramatischer Einbruch. (Gemeinde Mandello del Lario) 2005 6â975 V Breva 1100 + Griso 1100 treiben Neustart; âŹ43,8 Mio. Guzzi-Umsatz. (Piaggio Group) 2006 10â210 V / â10â200 P P/V Breva/Griso, Norge, 1200 Sport; höchstes Niveau seit Jahrzehnten. (gpone.com) 2007 8â914 V Griso, Norge, 1200 Sport, Bellagio, Stelvio kommt 2008 n.v.  H1: 4â200 VerkĂ€ufe, â31,4%; V7 Classic und Stelvio beginnen 2009 n.v.  V7 Classic/CafĂ©, Stelvio, Griso, Norge, Bellagio; schweres Marktjahr 2010 4â500 V Tiefpunkt; V7, Stelvio, Norge, Griso etc. (Piaggio Group) 2011 5â763 V krĂ€ftige Erholung; V7, Stelvio 8V, Norge 8V. (Piaggio Group) 2012 6â664 V neue V7-Generation; +15,3 %. (Piaggio Group) 2013 â6â800 V V7 + neue California 1400; +2,4 %. (Piaggio Group) 2014 â6â355 V* rĂŒckgerechnet aus 2015 +24 % 2015 7â880 V V7 750 +44 %, California 1400 +36 %. (Piaggio Group) 2016 â8â900 V* +13 %; V9 Roamer/Bobber und MGX-21 wichtige Treiber. (press.piaggiogroup.com) 2017 n.v.  V7 III wichtigste Guzzi-Baureihe; Piaggio veröffentlicht keine Gesamtzahl mehr. (Piaggio Group) 2018 n.v.  V7 weiterhin wichtig; V9 daneben. (Piaggio Group) 2019 n.v.  V85 TT sorgt fĂŒr starken Schub; Motorradumsatz Piaggio +24,6 %. (MotorBox) 2020 n.v.  V85 TT wichtigster Wachstumstreiber; V7 im H2 +26 %. (Piaggio Group) 2021 â12â000 P V7 850 + V85 TT; Rekordumsatz. Produktionszahl aus Werkbericht. (InMoto) 2022 >15â000 P RekordverkĂ€ufe; V85 TT, V7 und neue V100 Mandello. (InMoto) 2023 â18â000 GröĂenordnung P V7, V85, V100; neue Stelvio angekĂŒndigt. Im Juli bereits >15k produziert. (InMoto) 2024 n.v.  Stelvio und V85 werden von Piaggio ausdrĂŒcklich als starke Modelle bezeichnet. (Piaggio Group) 2025 n.v.  Piaggio meldet steigende VerkĂ€ufe der V100 Mandello. (Piaggio Group) 2026 noch offen  V7, V85, V100 Mandello, Stelvio; neue Werk-KapazitĂ€t >30â000/Jahr. (Piaggio Group) * 2014 und 2016 sind mathematisch aus den von Piaggio veröffentlichten Wachstumsraten berechnet und daher keine offiziell publizierten exakten StĂŒckzahlen. 7. Was wissen wir wirklich ĂŒber die einzelnen Modellreihen? Das ist leider wesentlich dĂŒnner. V7 Hier ist der Datenschatz am grössten. Piaggio meldete ĂŒber 7â000 V7 weltweit kumuliert von 2008 bis 2011. 2015 wuchs die V7-Baureihe nochmals um 44 % gegenĂŒber 2014; 2017/18 bezeichnete Piaggio sie weiterhin ausdrĂŒcklich als zentralen Verkaufstreiber. (Piaggio Group) Kurios: Ein anderer offizieller Piaggio-Text behauptet gleichzeitig ĂŒber 5â800 V7 allein im Jahr 2011. Das kann nicht stimmen, denn Piaggios eigene Jahresrechnung nennt fĂŒr alle Moto Guzzi zusammen nur 5â763 StĂŒck. Deshalb verwende ich diese Modellzahl ausdrĂŒcklich nicht. (Piaggio Group) Da hat offenbar auch in Pontedera einmal Excel Espresso getrunken. âđ California 1400 2015 stiegen die StĂŒckzahlen gegenĂŒber 2014 um 36 %. Absolute weltweite Zahlen veröffentlichte Piaggio nicht. (Piaggio Group) V9 / MGX-21 2016 stieg der gesamte Guzzi-Absatz um 13 %. Piaggio nennt ausdrĂŒcklich V9 Roamer, V9 Bobber und MGX-21 als GrĂŒnde, veröffentlicht aber wiederum keine ModellstĂŒckzahlen. (press.piaggiogroup.com) V85 TT Das war wohl der wichtigste einzelne Modelllaunch der jĂŒngeren Guzzi-Geschichte. Produktion begann im Februar 2019; bereits vorher waren ĂŒber 8â000 Probefahrten in Europa gebucht. 2019 nennt Piaggio die V85 ausdrĂŒcklich als wesentlichen Grund fĂŒr den krĂ€ftigen Anstieg des MotorradgeschĂ€fts. (Piaggio Group) Als Vergleich: allein in Italien wurden 2022 rund 4â377 Guzzis zugelassen; davon entfielen 2â536 auf die V7. Solche nationalen Zahlen lassen sich nach Modell ermitteln â sie dĂŒrfen aber natĂŒrlich nicht als Weltabsatz verkauft werden. (Wikipedia) V100 Mandello 2022 bereits einer der Treiber des Rekordjahres, 2023 von Piaggio ausdrĂŒcklich als stark nachgefragt bezeichnet und 2025 nochmals mit steigenden StĂŒckzahlen. (Piaggio Group) neue Stelvio 2023 Vorbestellungen, ab 2024 nennt Piaggio Stelvio zusammen mit der V85 ausdrĂŒcklich als erfolgreiche Guzzi-Modelle. (Piaggio Group) 8. Und jetzt kommt fĂŒr mich die eigentliche Pointe Wenn wir die Zahlen nebeneinanderlegen, sieht Moto Guzzi heute viel gesĂŒnder aus als vor 15 Jahren: 2010: 4â500 MotorrĂ€der 2013: ~6â800 2015: 7â880 2016: ~8â900 2021: Produktion etwa 12â000 2022: >15â000 2023: Grössenordnung bis etwa 18â000 neue KapazitĂ€t: >30â000 Das ist keine Ducati-Dimension. Aber das muss es auch gar nicht sein. Und genau deshalb halte ich die âŹ50 Mio. nicht fĂŒr grössenwahnsinnig. Die entscheidende Frage lautet nicht: âKann Moto Guzzi plötzlich 30â000 MotorrĂ€der verkaufen?â Sondern: âKann Moto Guzzi in den kommenden zehn Jahren nachhaltig von vielleicht 15â18â000 auf 22â25â000 StĂŒck wachsen und gleichzeitig höhere Margen erzielen?â Das halte ich fĂŒr durchaus realistisch. Bei 25â000 StĂŒck wĂ€re das neue Werk bereits zu gut 80 % seiner angegebenen >30k-KapazitĂ€t genutzt. DafĂŒr benötigt Guzzi nicht einmal einen sensationellen Bestseller.  1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Guest Posted Monday at 02:04 PM Share Posted Monday at 02:04 PM Das fand ich gut gemacht und interessant⊠  Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Humler Posted Monday at 08:46 PM Share Posted Monday at 08:46 PM Schönes informatives Video. Ich finde es gut von Piaggio, in die Marke Moto Guzzi am Standort Mandello zu investieren. Wann und ob es sich amortisiert ist mir eigentlich egal. 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Willy B. aus G. Posted Tuesday at 06:33 AM Share Posted Tuesday at 06:33 AM Die Investition ist allein deshalb eine gute Nachricht, weil Piaggio offenbar an MG glaubt. Sonst wĂŒrde man nicht so massiv investieren. 1 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Nazzaro Posted 7 hours ago Share Posted 7 hours ago (edited) "Ich investiere, also bin ich" (hoffentlichđđ) Michele Colaninno (CEO Piaggio / 1000 PS): Jemand sagte mir, ich sei verrĂŒckt, Geld in Italien in eine neue Fabrik zu stecken. Produktionskosten in Europa sind zehnmal so hoch wie in Indien. Aber die europĂ€ische Kultur ist Teil unseres Herzens; wir werden sie nicht einfach fĂŒr Geld wegwerfen. Geld ist wichtig, aber Menschen sind es auch. Ich werde keine Leute in Italien entlassen, um alles nach Indien oder China zu verlagern. Die Fabrik in Mandello steht fĂŒr die nĂ€chsten hundert Jahre, sie ist Teil unserer Kultur. Wir wollen in Europa bleiben â aber verstehen, dass es nicht nur Europa gibt. Edited 6 hours ago by Nazzaro 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Padrone Posted 1 hour ago Share Posted 1 hour ago Nette Show in Mandello. Solange sich die Leute in Pontedera einen Dreck um ein ordentliches und nachhaltiges HĂ€ndler- und Werkstattnetz scheren, ist das nur eine groĂe, leere Blase. Die alten, erfahrenen Guzzi-HĂ€ndler haben lĂ€ngst die Faxen dicke und werfen reihenweise das Handtuch. 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
tscharlie Posted 1 hour ago Share Posted 1 hour ago vor 6 Stunden schrieb Nazzaro: "Ich investiere, also bin ich" (hoffentlichđđ) Michele Colaninno (CEO Piaggio / 1000 PS): Jemand sagte mir, ich sei verrĂŒckt, Geld in Italien in eine neue Fabrik zu stecken. Produktionskosten in Europa sind zehnmal so hoch wie in Indien. Aber die europĂ€ische Kultur ist Teil unseres Herzens; wir werden sie nicht einfach fĂŒr Geld wegwerfen. Geld ist wichtig, aber Menschen sind es auch. Ich werde keine Leute in Italien entlassen, um alles nach Indien oder China zu verlagern. Die Fabrik in Mandello steht fĂŒr die nĂ€chsten hundert Jahre, sie ist Teil unserer Kultur. Wir wollen in Europa bleiben â aber verstehen, dass es nicht nur Europa gibt. Die Botschaft vernehme ich wohl, allein mir fehlt der Glaube ! Es wĂ€re schön, wennÂŽs denn so kĂ€me ! Was wurde im Laufe der letzten 40 Jahre nach Ăbernahmen nicht schon allesÂ ĂŒber die Zukunft von MOTO GUZZI gesagt und geschrieben ? Ich bin alt genung um das noch zu erinnern. Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
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