holger333 Posted March 14 Share Posted March 14 (edited) Moin, nach Rücksprache mit dem Admin der Moto Guzzi Stelvio Gruppe, Ulrich... stelle ich diesen Bericht aus der Facebook Grupe HIER ein: Moto Guzzi Stelvio 2024 Europe · Motorrad Tourer · Admin Gruppenexperte ·oendrSspot8fä017:75a .a 0i200cz0ii86m9aiu4 1m5ur6Mth7621g0gc · Möglicher Material- und Fertigungsfehler an der Vorderradgabel / Dämpfung vorne 1. Ausgangssituation Bei mehreren Motorrädern der ersten Baureihe wurde ein identischer Defekt an der Vorderradgabel festgestellt. Der Sachverhalt wurde zunächst am 12.02.2024 von unserem technisch versierten Mitglied Jochen (JoLa) dokumentiert, fand jedoch zunächst wenig Beachtung, da zu diesem Zeitpunkt keine weiteren Fälle bekannt waren und die Vorderradgabel bei den meisten Fahrzeugen bislang nicht demontiert wurde. Durch weitere Rückmeldungen und Gespräche mit mir und mehreren Besitzern desselben Modells konnten inzwischen mindestens fünf Fahrzeuge identifiziert werden, bei denen derselbe Schaden aufgetreten ist. Betroffen sind offenbar Fahrzeuge der ersten Serie, wobei derzeit keine eindeutige Eingrenzung nach Fahrgestellnummern möglich ist. 2. Fehlerbild Der festgestellte Schaden betrifft die Vorderradgabel mit Sachs-Federelementen und äußert sich durch: Ablösungen der Chrombeschichtung an den Tauchrohren Beschädigungen an Standrohren und Dichtringen Aufnahme von Fertigungsrückständen (Metallspänen) im Inneren der Gabel Diese Späne stammen vermutlich aus dem Fertigungsprozess der Gabelkomponenten und wurden bei der Montage nicht vollständig entfernt. 3. Technische Ursache (vermutet) Als wahrscheinliche Ursache gilt das Vorhandensein von Restspänen aus dem Herstellungsprozess der Gabel. Der vermutete Schadensmechanismus: Während der Produktion verbleiben Metallspäne im Inneren der Gabel. Diese Späne werden im Betrieb durch die Bewegung der Gabel im Gabelöl zirkuliert. Die Partikel gelangen an Dichtungen und Standrohre. Durch Reibung und Druck beschädigen sie: die Dichtringe die Oberflächen der Standrohre Die beschädigten Dichtungen können die Partikel aufnehmen bzw. weiter verteilen. In Folge kommt es zu Beschädigungen der Chromschicht der Tauchrohre, die sich partiell ablöst. 4. Auftreten des Schadens Der Defekt kann oft erst nach längerer Laufleistung sichtbar werden, da die Beschädigungen zunächst verdeckt liegen. Beobachtete Beispiele: Fahrzeug 1: Schaden festgestellt bei ca. 30.000 km Fahrzeug 2: Erste Ablösungserscheinungen bei ca. 7.000 km Weitere Fahrzeuge bei 13500 km, 9700 km : ähnliches Fehlerbild bestätigt WICHTIG !!! Die Schäden sind von außen meist nicht sichtbar, solange der vordere Kotflügel montiert ist. 5. Entdeckung des Fehlers Im dokumentierten Fall wurde der Schaden erst während eines Umbaus der Gabel entdeckt. Der Umbau umfasste den Einbau von Andreani-Cartridges in die Gabel. Während der Demontage stellte der Händler fest: Beschädigungen an der Oberfläche der Tauchrohre sichtbare Ablösungen der Verchromung sehr viele Restspäne Ohne diese Demontage wäre der Schaden vermutlich erst später durch Ölverlust der Gabel aufgefallen. 6. Mögliche Folgen Wird der Schaden nicht frühzeitig erkannt, können folgende Probleme auftreten: Verschleiß der Dichtringe Undichtigkeit der Gabel Ölverlust Erhöhte Reparaturkosten Der Austausch eines einzelnen Gabelholms liegt preislich bei etwa 1.200 € pro Holm, wodurch eine Reparatur schnell sehr kostenintensiv werden kann. 7. Betroffene Fahrzeuge Aktuell liegen Hinweise vor auf: mehrere Motorräder der ersten Baureihe keine klare Zuordnung zu bestimmten Fahrgestellnummern Da keine eindeutige Eingrenzung möglich ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Fahrzeuge betroffen sind. 8. Empfohlene Maßnahmen 1. Sichtprüfung durchführen Empfohlen wird eine regelmäßige Sichtkontrolle der Vorderradgabel, insbesondere: Bereich der Tauchrohre unterhalb des vorderen Kotflügels mögliche Beschädigungen oder Ablösungen der Chromschicht Gegebenenfalls sollte dafür der vordere Kotflügel demontiert werden, da der Schaden sonst schwer erkennbar ist. 2. Händler kontaktieren Bei Auffälligkeiten sollte umgehend: ein autorisierten Servicehändler oder eine Fachwerkstatt kontaktiert werden. 9. Besonderheiten hinsichtlich Garantie Der Defekt wird sicherlich häufig erst nach Ablauf der Werksgarantie sichtbar werden. Dadurch kann die Kostenübernahme problematisch sein. Eine frühzeitige Prüfung kann helfen, mögliche Schäden rechtzeitig zu dokumentieren. Hier die technische Dokumentaion: Technischer Bericht zur ZF Sachs Vorderradgabel der Moto Guzzi Stelvio ab 2024 Die in der Moto Guzzi Stelvio verbaute Vorderradgabel von ZF Friedrichshafen AG (ZF Sachs) ist laut Herstellerangabe erstmals bei 24.000 km zu warten. Im Anwenderumfeld existieren jedoch unterschiedliche Rückmeldungen hinsichtlich einer teilweise unterdurchschnittlichen Ansprechcharakteristik. Nach mehreren Einstellversuchen wurde eine fahrbare Grundeinstellung gefunden, mit der das Fahrzeug zunächst betrieben wurde. Für die Winterpause war eine Überarbeitung der Gabel vorgesehen, um das Ansprechverhalten weiter zu optimieren – ein im Fahrwerksbereich übliches Vorgehen. Geplante Optimierungsmaßnahmen: · Einsatz selbstschmierender Simmerringe · Verwendung speziell beschichteter Führungsbuchsen zur Reduzierung der Losbrechkraft (Herstellerangaben zufolge Verbesserung um bis zu 25 % in Kombination mit geeigneten Dichtungen) · Politur aller gleitenden Kontaktflächen · Verwendung eines abgestimmten Gabelöls Im Zuge der Demontage und Zerlegung wurde das vorhandene Ölvolumen beider Holme exakt vermessen. In beiden Gabelholmen befanden sich jeweils 470 ml Öl. Laut Herstellervorgabe beträgt die Sollfüllmenge: · rechter Holm: 579 ml · linker Holm: 449 ml Da die Gabel konstruktiv rechts und links unterschiedlich aufgebaut ist, sind abweichende Füllmengen technisch plausibel. Bei identischer Luftkammerhöhe ergeben sich aufgrund des unterschiedlichen Innenaufbaus zwangsläufig verschiedene Ölvolumina. Im rechten Holm fehlten demnach rund 100 ml gegenüber der Spezifikation. Zusätzlich wurde bei der Demontage ein stark verschmutztes, tiefschwarz verfärbtes Gabelöl festgestellt. Nach lediglich 9.000 km Laufleistung ist üblicherweise eher eine leichte Graufärbung oder – je nach Hersteller – eine rötliche bzw. grünliche Tönung zu erwarten. Nach dem Ablassen des Öls (über Nacht abgetropft) und anschließender Reinigung mit Petroleum zeigte sich erheblicher metallischer Abrieb in Form von Spänen und feinen Partikeln. Bei der weiteren Begutachtung wurde festgestellt, dass ein Tauchrohr im Bereich der Führungsfläche massiv beschädigt ist. Die Lauffläche zeigte deutliche Materialabtragungen („Ausfressungen“), zudem befanden sich Metallspäne in der Innenbuchse. Es besteht der Verdacht, dass produktionsbedingte Rückstände (Fertigungsabrieb) nicht vollständig entfernt wurden und die Baugruppe in diesem Zustand montiert wurde. Bewertung der Situation Bemerkenswert ist, dass im Fahrbetrieb subjektiv keine eindeutigen Auffälligkeiten wahrnehmbar waren. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die vorhandenen Späne mittelfristig zu einer Beschädigung der Simmerringe und damit zu Undichtigkeiten geführt hätten. Bei einer Entdeckung erst zum regulären Serviceintervall bei 24.000 km wäre unter Umständen ein vollständiger Austausch der Gabel erforderlich geworden, was mit erheblichen Kosten verbunden gewesen wäre. Laut Aussage eines Fahrwerksspezialisten, der regelmäßig Gabeln aus dem Enduro-Bereich instand setzt – darunter auch Komponenten von ZF verschiedener Hersteller – seien vergleichbare Befunde mit starkem Fertigungsabrieb mehrfach aufgetreten. Im Rahmen der Begutachtung durch einen Händler wurde zunächst auf das offizielle Serviceintervall von 24.000 km verwiesen und die vorgezogene Demontage bei 9.000 km hinterfragt. Die Zerlegung erfolgte jedoch nicht im Rahmen einer regulären Wartung, sondern aufgrund der geplanten fahrdynamischen Optimierung, wobei der geschilderte Zustand festgestellt wurde. Fazit Der vorgefundene Zustand lässt auf erhebliche Qualitätsabweichungen schließen. Besonders kritisch ist, dass der Schaden im normalen Fahrbetrieb zunächst nicht unmittelbar erkennbar war. Nachtrag 13.03.2026 Ich hatte heute ein Telefonat mit ZF Sachs und Glück einen erfahrenen Selbst Motorradfahrer am Telefon zu haben. Er meinte dass der Laden mittlerweile so groß ist dass selbst er nicht weiß wo die Teile produziert werden und wie die Qualitätskontrolle läuft. Vermutlich wird die Gabel direkt in Italien bei ZF Sachs produziert und dirkt zur Montage im Werk weitergeleitet ( aber nur eine Vermutung ) Edited March 14 by holger333 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
irreritaker Posted March 14 Share Posted March 14 Danke für den Hinweis. Und wenn man das Thema mit : Stelvio 100 oder Stelvio 2024 beginnt, müssen nicht alle Stelviofahrer nachschauen. 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Gysmo Posted March 14 Share Posted March 14 (edited) Auch von mir vielen Dank für den Hinweis ! Ich hatte den Beitrag schon bei Fratzebook gelesen und zu Anfang dachte ich betrifft wohl nur die 2024 Stelvio. Nachdem nächste Woche endlich meine Bremsscheiben auf Garatie getauscht werden bin ich mal gespannt ob die 2025 Stelvio auch von diesem Problem betroffen sind. Frage bei dem Termin ob mein Händler schon von dem Problem gehört hat und was er dazu sagt. Ich werde je nach Termin im April oder Mai meine Gabelfedern gegen einen Andreani Cartridge Kit tauschen lassen und da wird man sehen, ob es bei meiner Duecento auch der Fall ist. Hoffe aber das dieser Kelch an mir vorüber geht. Werde hier im Forum nach dem Umbau berichten. LG Uwe Edited March 14 by Gysmo 2 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Sausewind Posted March 14 Share Posted March 14 Von mir auch vielen Dank für den Hinweis und die Ausführung. Werde genauer hinsehen.☝️ 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Moondog Posted March 14 Share Posted March 14 Das scheinen bedauerliche Einzelfälle zu sein. Hatte die Gabel an meiner 24er Stelvio bei Kilometerstand 100 (einen Tag nach dem Kauf) komplett zerlegt für Wilbers Komponenten. Die Gabel war innen top sauber. Keine Späne, Dreck oder sonstiger Moog. 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Pieli Posted March 16 Share Posted March 16 Hallo allerseits, schaue immer mal wieder hier ins Forum, bin auch im roten Forum unterwegs. Meine Ausführung bezieht sich hier nicht explizit auf das Gabelproblem der Stelvio, sondern ist eeher eine Reaktion auf die "bedauerlichen Einzelfälle". Fahre selbst eine griso 1100 und ein Sport 1200 2V. Unglaublich zuverlässige Maschinen. Eigentlich hatte ich Spaß an den neuen V100 Modellen. Wenn ich mir jedoch die Liste der verschiedenen Mängel anschaue, die aufgrund "bedauerlicher Einzelfälle" auftauchen, kühlt meine Faszination für Guzzi langsam ab. Andere Hersteller haben auch Probleme, jedoch werden diese vom Hersteller kundenorientierter gelöst. Und das ist der Unterschied. Bei den CARC Modellen dünnt sich auch so langsam die Ersatzteilversorgung aus. Mit Glück bekommt man noch die Gleitbuchsen für eine Gabelrevision. Schwingenlager, ECU, Benzinpumpe, Kardanschutzhaube etc.pp nicht mehr lieferbar. Immer in Sorge, dass ein solches Teil die Maschine für Wochen lahmlegt, muss ich in letzter Zeit feststellen, dass es mit den Neuen nicht besser wird. Da konstruieren sie wunderschöne Maschinen, bauen sie aber schludrig zusammen und maletrieren die Händler bis zur Aufgabe. Hallo Piaggio AUFWACHEN!! Gruß Pieli 1 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
holger333 Posted March 16 Author Share Posted March 16 vor einer Stunde schrieb Pieli: Da konstruieren sie wunderschöne Maschinen, bauen sie aber schludrig zusammen und maletrieren die Händler bis zur Aufgabe. Hallo Piaggio AUFWACHEN!! Moin, das sind genau die Mitteilungen, die ich seit geraumer Zeit mitbekomme und in meinem Bekanntenkreis erlebe. Wenn ich hin und wieder darüber berichte, gibt es manchmal Kommentare von Unwissenden, ich hätte etwas gegen Piaggio. Nein, habe ichnicht direkt... aber ich sehe was diese mit Moto Guzzi`s Historie veranstalten.... mit den Moto Guzzi Händlern.... Noch nie waren Leute von Piaggio auf dem Moto Guzzi Treffen im September in Mandello del Lario.... sie schicken Agenturen, Hostessen... als auf Guzzisti zu hören... Gruß Holger 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Blixa Posted March 17 Share Posted March 17 Hab meine Gabel, weil ich Wilbers Federn verbaut habe, am Wochenende komplett auseinander gehabt. Bei mir war gar nix. Weder Späne noch irgendwas anderes, dass so nicht sein soll. Sah alles absolut too aus... Scheint genau wie das Thema mit dem Kopfdichtungen irgendwie der Serienstreuung geschuldet zu sein. 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Pieli Posted March 17 Share Posted March 17 ....und das ist der Punkt. Man kann Pech haben, dass einen die Serienstreuung in Bezug auf die Fertigungsqualität erwischt. Wenn dann der Service nicht passst, wobei ich zuerst den Händler nicht in der Kritik sehe, dann hat man erst einmal verloren. Man kennt die Beispiele, wo klare Garantiefälle sehr zögerlich behandelt werden, so dass Maschinen mitten in der Saison für Wochen ausfallen. Bei Aprilia ist das ähnlich. Zitat eines mir sehr gut bekannten Motorradhändlers, der Aprilia- Roller im Verkauf hatte: "Ich find die RSV und Tuono richtig super, aber ich habe keine Lust vor dem Kunden zu stehen und den Kopf dafür hinzuhalten, wenn Teile nicht herbeikommen" Das Thema Rollenstössel ist einigen ja noch bekannt. Obwohl es schon ersichtlich war, dass die Tassenstössel Schaden nehmen können, wurden aus den Lagerbeständen die 1200 Sport 8V einfach mit Tassenstössel verkauft, um später bei Schäden noch rum zu zicken. Gruß Pieli 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Blixa Posted March 17 Share Posted March 17 Das ist definitiv so. Die Serienstreuung scheint leider auch weiterhin ein Thema zu bleiben. Ist ja nicht nur das Thema mit der Gabel, dass jetzt komplett frisch ist. Kopfdichtungen, die im Bereich der Steuerkettenschächte (aufgrund einer fehlenden Verschraubung an der Stelle) anfangen zu schwitzen sind ja auch immer noch aktuell. Verglichen mit den Stückzahlen, die von Stelvio und Mandello verkauft werden ist das wenig, aber hat man so ein Exemplar erwischt, wird das blöd. Zumindest dann, wenn man nicht selber schrauben kann oder will. 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
holger333 Posted March 17 Author Share Posted March 17 und nicht zu vergessen, die am Anfang der Produktion unterschiedlichen Motorgehäuselackierungen... das Lösen vom Lack Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
holger333 Posted April 8 Author Share Posted April 8 (edited) Moto Guzzi Stelvio 2024 Europe · Motorrad Tourer · WICHTIG -Gabelproblematik Guten Morgen, gestern erhielt ich tatsächlich einen Rückruf von Moto Guzzi Deutschland bezüglich der Gabelproblematik. Dabei kam es zu einem sehr konstruktiven und offenen Austausch mit dem Serviceleiter von Piaggio Deutschland (Moto Guzzi). Dies muss ich wirklich ausdrüpcklich lobend erwähnen. Es wurde deutlich, dass das Ausmaß des Problems dort bislang nicht vollständig erkannt worden ist – vor allem, weil offenbar viel zu wenige Reklamationen über die Händler gemeldet wurden. Das hatte ich in gewisser Weise bereits vermutet. Auch das Thema Garantieablauf habe ich angesprochen. Hier wurde mir zugesichert, dass selbst bei einem kürzlich abgelaufenen Garantiezeitraum grundsätzlich eine Lösung möglich ist, sofern der Händler den Fall korrekt im entsprechenden System erfasst. In der Praxis scheint es jedoch häufig so zu sein, dass solche Fälle vor Ort vorschnell als normaler Verschleiß eingestuft werden – was aus meiner Sicht nicht zutreffend ist. Allen Betroffenen wurde daher empfohlen, zusätzlich selbst aktiv zu werden und ein Ticket im internationalen System von Moto Guzzi über www.motoguzzi.com zu erstellen. Dort sollten alle relevanten Informationen sowie aussagekräftige Bilder hinterlegt werden, um den Druck auf den Hersteller zu erhöhen. Die Seite könnt Ihr hier starten https://www.motoguzzi.com/de_DE/contact-form/ Unsere gesamte bisherige Dokumentation wurde inzwischen an Piaggio in Italien weitergeleitet. Nun bleibt abzuwarten, welche weiteren Schritte folgen. Hier ein Musterbild einer betroffenen Stelvio. Edited April 8 by holger333 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
luftheuler Posted April 8 Share Posted April 8 Gabel Wartung ist doch erst bei 24000 km fällig oder nicht. Piaggio kann es auch egal sein die werden das nicht zahlen sondern ZF-Sachs. Gruß Boris Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
holger333 Posted April 8 Author Share Posted April 8 genau aus diesem Grunde sollte jeder STELVIO Besitzer seine Vordergabel ansehen... der Garantiepartner ist jedoch Piaggio Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
holger333 Posted 4 hours ago Author Share Posted 4 hours ago Moin, habe heute von MotorradTourer die aktuellste Info erhalten: Moto Guzzi Stelvio 2024 Europe · Motorrad Tourer ·2 Std. · Thema Vorderradgabel - Informationen direkt von Moto Guzzi Italien / Deutschland Liebe Moto Guzzi Stelvio Besitzer, ich hatte heute, vor unserem Treffen in der fränkischen Schweiz, auf Nachdruck ein sehr ausführliches und konstruktives Telefonat mit der Kundendienstabteilung von Moto Guzzi Italien sowie im Anschluss ein längeres Gespräch mit der Serviceleitung von Moto Guzzi Deutschland bezüglich der bekannten Probleme rund um die Gabel der Stelvio. Dabei wurde sehr deutlich, dass man in Italien über die Inhalte unserer Facebook-Gruppe bestens informiert ist. Besonders bedankt hat man sich ausdrücklich dafür, dass sich so viele Stelvio-Besitzer an den Umfragen und dem Erfahrungsaustausch beteiligt haben – und zwar nicht nur in Deutschland, sondern in vielen europäischen Ländern. Ich hatte das Gefühl, dass unsere gemeinsame Dokumentation und der sachliche Austausch dort wahrgenommen und ernst genommen werden. Ich habe in diesem Zusammenhang auch klar angesprochen, dass wir dieses Thema bei unserem bevorstehenden Treffen sicherlich gemeinsam besprechen und gegebenenfalls auch weitere Schritte abstimmen müssen. Schließlich kann es nicht im Sinne von Piaggio bzw. Moto Guzzi sein, dass den Stelvio-Fahrern Kosten entstehen, für die sie selbst keinerlei Verantwortung tragen. Ebenso sollte es nicht notwendig werden, externe Stellen wie die Presse oder sogar das Kraftfahrt-Bundesamt einzuschalten. Im Laufe der Gespräche konnte ich hierzu einige wichtige Informationen und Aussagen erhalten: Aufgrund der weltweit eingegangenen Reklamationen – und insbesondere auch aufgrund unserer umfangreichen Dokumentation – beschäftigt sich derzeit in Italien ein eigenes Team intensiv mit der Frage, welche der vom Zulieferer ZF Sachs verbauten Gabeln tatsächlich betroffen sind. Dass diese Analyse nicht ganz einfach ist, dürfte nachvollziehbar sein. Fakt ist jedoch: Unsere Umfragen bestätigen inzwischen ziemlich deutlich, dass etwa 25 % der Fahrzeuge Auffälligkeiten oder Mängel zeigen. Leider lässt sich der Mangel aktuell weder eindeutig über die Fahrgestellnummer noch über bestimmte Bauzeiträume eingrenzen. Genau das macht die Situation für uns als Besitzer natürlich besonders unbefriedigend. Ein ganz entscheidender Punkt ist jedoch: Der Mangel ist mittlerweile bekannt und wird nicht mehr einfach als „normaler Verschleiß“ abgetan. Von Seiten Moto Guzzi wurde mir ausdrücklich zugesichert, dass man keinen betroffenen Fahrer mit diesem Problem allein lassen möchte und an Lösungen arbeitet, die dem Gedanken der Kundenzufriedenheit gerecht werden, dass dies aber doch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen wird. Wichtig ist nun vor allem, dass sich jeder betroffene Stelvio-Fahrer zeitnah an seinen Vertragshändler wendet und darauf besteht, dass ein offizielles Ticket im Moto-Guzzi-Ticketsystem erstellt wird. Sollte ein Händler dies ablehnen, besteht für jeden Kunden zusätzlich die Möglichkeit, selbst über die Online-Seite von Moto Guzzi ein Ticket einzureichen. Dabei sollten unbedingt aussagekräftige Bilder sowie vorhandene Service- und Wartungsnachweise beigefügt werden. Für Fahrzeuge, die den Mangel eindeutig aufweisen und sich noch innerhalb der Garantiezeit befinden, wurde mir zugesagt, dass hier kurzfristige Lösungen gefunden werden sollen. Vermutlich wird dies – wie auch bei meiner Stelvio – über einen autorisierten Moto-Guzzi-Händler abgewickelt werden müssen, der den Fall offiziell einreicht und gegebenenfalls einen Austausch der kompletten Gabel veranlasst. Dass manche Händler derzeit nur wenig Motivation zeigen, solche Fälle aktiv zu bearbeiten, liegt nach meiner Einschätzung vor allem am hohen bürokratischen Aufwand sowie an den offenbar eher niedrigen Vergütungspauschalen. Das kann und darf jedoch nicht zu Lasten der Kunden gehen. Etwas schwieriger gestaltet sich die Situation naturgemäß bei Fahrzeugen außerhalb der Garantiezeit, die auf eine Kulanzentscheidung des Herstellers angewiesen sind. Dennoch wurde mir auch hier eine faire und kulante Prüfung zugesichert – vorausgesetzt, die vorgeschriebenen Wartungsintervalle wurden eingehalten. Das bedeutet konkret: Wartung alle 12.000 Kilometer beziehungsweise mindestens einmal jährlich bei geringer Fahrleistung. Ich persönlich sehe hier grundsätzlich gute Chancen, sofern die Wartungen nachweisbar durchgeführt wurden und der Defekt vermutlich bereits während der Garantiezeit entstanden ist, ohne dass er damals erkannt wurde. Wichtig wäre in solchen Fällen, dass dies entsprechend dokumentiert und vermerkt wird (also dass dies bereits in der Garantiezeit sichtbar war ). Hinzu kommt aus meiner Sicht ein weiterer wichtiger Punkt: Der erste reguläre Gabelservice der Stelvio ist erst bei 48.000 km vorgesehen. Deshalb erscheint es schwer nachvollziehbar, dass ein fehlender Service ursächlich für diesen Mangel sein soll. Letztlich ist das allerdings eine juristische Fragestellung, mit der sich gegebenenfalls Juristen beschäftigen müssten. In den vergangenen Wochen haben sich außerdem zahlreiche Stelvio-Besitzer auch außerhalb der Öffentlichkeit direkt bei mir gemeldet und ihre Erfahrungen geschildert. Dabei hat sich für mich sehr deutlich gezeigt, wie wichtig ein engagierter und serviceorientierter Händler ist. Mit Händlern, die ausschließlich wirtschaftlich denken und kein echtes Interesse an einer kundenorientierten Lösung zeigen, gestaltet sich die Situation verständlicherweise deutlich schwieriger. Leider haben manche Besitzer inzwischen bereits die Geduld verloren und ihre Stelvio wieder verkauft. Das ist natürlich schade, denn eigentlich ist die Stelvio ein großartiges Motorrad, das viel Freude bereitet. Eines hat sich jedoch ebenfalls klar gezeigt: Beharrlichkeit hilft. Deshalb mein Rat an alle Betroffenen: Bleibt freundlich, aber konsequent. Fragt regelmäßig nach, bleibt mit der Hotline und den Händlern in Kontakt und erkundigt euch nach dem aktuellen Stand. Wichtig ist dabei ein sachlicher und respektvoller Ton – denn am Ende sitzen auch auf der anderen Seite Menschen, die ihre Arbeit machen und oftmals selbst nur begrenzten Einfluss auf die Abläufe haben. Solltet ihr weitere Fragen zu diesem Thema haben, schreibt sie gerne in die Kommentare. Die Ergebnisse unseres Treffens werde ich euch selbstverständlich nächste Woche mitteilen. Gruß Holger Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
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