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  1. Und warum hat Moto Guzzi dann bei meiner V7 II (und offensichtlich auch bei allen davor produzierten Modellen) kein zeitabhängiges Wechselintervall vorgegeben? Die Motoröle waren früher bestimmt nicht besser, ganz im Gegenteil. Ich stimme dir ja zu, dass ein Motorölwechsel alle 2 Jahre keinesfalls schadet, wehre mich aber gegen die Panikmache, dass alles andere über kurz oder lang zum Motorschaden führt. Ich bin übrigens Diplomingenieur Maschinenbau/Verfahrenstechnik, soviel zur fehlenden Ahnung. Aber wenn dein Fachgebiet die Tribologie sein sollte und du da schon diverse Versuchsreihen gefahren hast, dann lasse ich mich gerne belehren. Grüße, Andreas
  2. Das stimmt zwar, aber wie es altert hängt sehr davon ab wie man fährt. Kurzstrecken ohne Erreichen der Betriebstemperatur sind Gift, denn dann bleiben Rückstände im Öl, die der Schmierung nicht guttun und die die Alterung beschleunigen. Fährt man immer schön warm, dann altert das Öl deutlich weniger schnell. Wie gesagt, Guzzi schrieb bis einschließlich der V7 II, also über viele, viele Jahrzehnte (!), keinen zeitabhängigen Tausch des Motoröls vor. Wenn Öl so schnell altern würde, müsste man ja auch das Getriebe- und Kardanöl alle 2 Jahre ersetzen. Macht aber kein Mensch und ist auch nicht vorgeschrieben. Muss letztlich jeder mit sich selbst ausmachen, wie lange er seinem Öl anhand seiner Fahrgewohnheiten zutraut. Das Allerschlimmste ist die Unsitte, den Motor während der Winterpause mal ab und zu anzulassen, um zu sehen, ob er noch startet, und ihn dann gleich wieder abzustellen.
  3. Meines Erachtens gibt es keine technischen Gründe dafür, ein Motorrad einmal im Jahr zur Wartung geben zu müssen. Vielmehr dürfte das die Lobby der Vertragshändler gefordert haben, vielleicht auch Guzzi/Piaggio selbst, um mehr Umsatz zu machen. Diese jährlichen Intervalle wurden meines Wissens erst ab der V7 III eingeführt. Im Wartungshandbuch meiner V7 II sind lediglich km-Intervalle angegeben. D.h., ein Service ist alle 10.000 km erforderlich, egal wie lange es braucht, bis diese 10.000km erreicht werden. Der elektronische Wartungsanzeiger am Motorrad selbst leuchtet auch erst dann auf, wenn diese 10.000km rum sind, und nicht etwa jedes Jahr. Technische Änderungen zwischen der V7 II und den folgenden V7 Modellen, die eine solche jährliche Wartung notwendig machen würden, gibt es aus meiner Sicht nicht. Grüße, Andreas
  4. Wenn das wirklich so ist, dann tut es mir für Moto Guzzi sehr leid, denn dann werde ich mir in diesem Leben KEINE neue Guzzi mehr kaufen. Das ist Kundenverarsche par excellence. Oder ist das bei BMW, Triumph, Honda, Yamaha, Suzuki und Kawasaki etwa genauso?
  5. Geht mir auch so. Motorölpumpe ja, aber Getriebeölpumpe? Die sich drehenden Zahnräder sollten im Getriebe eigentlich für ausreichend Ölumlauf sorgen ...
  6. Das kann man so oder so sehen. Meine Meinung als Kunde dazu ist: Hyundai und Kia wissen, dass ihre Autos in der Regel nicht kaputt gehen und können es sich deshalb leisten eine 5 bzw. 7 Jahresgarantie zu geben. Würden die Autos dauernd kaputt gehen, wäre so eine lange Garantie für den Hersteller unwirtschaftlich. Deutsche Hersteller mit ihrer ach so gelobten Qualität hingegen lassen mich als Kunde nach 2 Jahren komplett im Regen stehen (und man komme mir jetzt nicht mit Kulanz, denn die deckt etwaige Schäden wenn überhaupt nur teilweise ab). Bei "den Koreanern" kann es mir egal sein, entweder halten die Autos ohne Defekt 5 oder 7 Jahre lang durch, dann bin ich zufrieden und der Hersteller auch, oder es tritt ein Schaden auf, dann stelle ich dem Händler das Auto auf den Hof und hole es nach für mich kostenfreier Reparatur wieder ab. Die Kinder kriegen von mir nur Kias, denn da habe ich 7 Jahre lang Ruhe. Ein Kia Rio hielt 8 Jahre und fast 180.000 km ohne Defekt, dann wurde er verkauft, ein anderer Kia Rio (war ein etwas früheres Modell) bekam nach 4 Jahren und ca. 70.000 km aufgrund von Längung der Nockenwellensteuerkette einen komplett neuen Motor eingebaut, ohne jegliche Kosten für mich. Probier das mal bei VW, die hatten dasselbe Problem, aber von denen bekommst du nicht kostenfrei einen neuen Motor. Bei einem Kia Sportage musste im dritten Jahr das komplette Anzeigedisplay getauscht werden (natürlich ebenfalls für mich kostenfrei), das Ding kostet im Ersatz schon ohne Einbau ca. 2.000 €! Viel Spaß, wenn dir das bei VW, Audi, BMW oder Mercedes passiert. Grüße, Andreas
  7. Genau so sollte es sein. Und nur so macht es auch Sinn. Eine Wartung erfolgt entweder nach Ablauf des vorgegebenen km-Intervalls oder eben nach einem Jahr, auch wenn bis dahin die km noch nicht zusammengekommen sind. Deine Werkstatt hätte bei der Jahresinspektion den Wartungsintervallanzeiger zurücksetzen müssen, dann hätte er jetzt bei 12.000 km gar nicht aufgeleuchtet. Sollte Piaggio dir tatsächlich anderes mitteilen, so hielte ich das für einen schlechten Witz. Im Extremfall macht man bei 11.000 km die Jahresinspektion (ich nehme mal an, da wird auch das Motoröl gewechselt) und müsste dann bei 12.000 km erneut das Motoröl wechseln ??? Beste Grüße, Andreas
  8. Allerdings. Schließlich leuchtet der "Christbaum" ja nur beim Einschalten der Zündung für kurze Zeit auf (zur Funktionskontrolle der Warnleuchten). Beim Fahren leuchten nur noch einzelne Lampen, z.B. Blinker oder/und Leerlaufleuchte. Bei Kawasaki haben sie das schon richtig gemacht mit der z900rs. Früher haben mir BMW Autos schon alleine wegen des tollen Armaturenbretts gefallen, heute verbauen die vom 1er bis zum 7er das gleiche emotionslose LCD-Breitwanddisplay. Den BMW Einkauf freut es.
  9. Schreibt Guzzi für diesen Motor nicht ebenfalls das 10W-60 vor? Und meine V7 II ebenfalls. Kann ich für die V7 II bestätigen: genau 0,4 l Differenz zwischen min. und max. Markierung. Letzte Woche Ölwechsel mit Filter gemacht, daher weiß ich das.
  10. Irgendwie bin ich ganz froh, dass meine V7 II kein Ölschauglas hat 🙂. Habe letzte Woche einen Öl- und Filterwechsel selbst gemacht (2L Eni 10W-60) und sie läuft wie vorher auch. Kaufe mein Öl auch immer im Netz. Gibt es da wirklich Fälschungen? Bei einer so relativ ungewöhnlichen Viskosität wie 10W-60? Und woran würde man solche Fälschungen erkennen? Füllstand der Ölflaschen war bei mir gleich und genau 1L, Deckelsicherung musste beim ersten Aufdrehen überwunden werden. Grüße, Andreas
  11. Exakt das ist der Grund. Wenn ich mich recht erinnere ist auf dieser Strecke vor ein paar Jahren ein Harleyfahrer schwer gestürzt, als sich plötzlich bei großer Hitze vor ihm so ein "Blow Up" bildete. Ich meine sogar, dass der damals gestorben ist. Aber die Lösung ist doch einfach und lautet Landstraße. Macht eh' viel mehr Spaß als dieses langweilige Autobahngegurke.
  12. Mir hat mal einer gesagt "Es gibt schnelle Motorradfahrer und es gibt alte Motorradfahrer. Aber es gibt nur ganz wenige schnelle alte Motorradfahrer" 🙂. Auf der letzten Rille muss ich nicht mehr unterwegs sein, ein Schleicher bin ich deshalb trotzdem nicht. Jeder muss für sich das Tempo finden, bei dem er/sie sich wohl fühlt. Schließlich fahren wir Motorrad zum Vergnügen und nicht aus Zwang. Grüße, Andreas
  13. Diesel hab' ich mal probiert, raucht mir zu stark 😀.
  14. Ja, bleibe immer auf dem Bock sitzen und hole mir die Zapfpistole mit der rechten Hand (weil Rechtshänder) von der rechts stehenden Säule. Dann "auf Sicht" volltanken und zum Ende natürlich nicht mehr voll durchziehen, dann klappt das immer ohne Überlaufen.
  15. So kann man das natürlich sehen, es wird uns jedoch nix helfen. Leider brennen in Europa und speziell auch in Deutschland immer weniger Leute für ihre Arbeit. Bei den Chinesen hingegen hat man das Gefühl, dass die einfach immer besser werden wollen. Die von einer Fahrzeuggeneration zur nächsten gemachten Fortschritte belegen das. So war es bei uns übrigens früher auch, aber heute scheint nur noch die Sicht der Aktionäre relevant zu sein. Behördliche Regulierungswut und immer weniger nachvollziehbare Umweltauflagen tun ihr übriges. Mit anderen Worten, unsere derzeitigen Probleme sind ganz überwiegend hausgemacht. WIR müssen an der Lösung dieser Probleme arbeiten, nicht die Chinesen. Und ich verteufele keinen Kunden, der sein sauer verdientes Geld für ein Produkt ausgibt, welches in seinen Augen deutlich mehr für's Geld bietet. Grüße, Andreas
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