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  1. Im Prinzip richtig, dein Verständnis. Aber durch die Nullung weiß das System, wo der Ausgangswert lag, und reagiert dann auch, wenn der Druck bei allen Reifen gleichmäßig sinkt (oder steigt) und diese Änderung ein gewisses Maß übersteigt. Jedenfalls spart man sich diese Batterieabhängigkeit der anderen Systeme, und das ist in meinen Augen viel wert (vor allem dann, wenn die Sensoren wegen leerer Batterie getauscht werden müssen🙂).
  2. Genauer gesagt wird der Druck häufig gar nicht gemessen, sondern es wird über die Reifendrehzahl (gemessen mittels der ohnehin vorhandenen ABS-Sensoren) auf den Radumfang rückgeschlossen und mit den anderen Reifen des Fahrzeugs verglichen. Niedriger Reifendruck bei einem Reifen bedeutet geringerer Reifenumfang, ergo mehr Drehzahl bei gleicher Fahrgeschwindigkeit als die anderen Reifen, und das führt dann zur Fehlermeldung. Funktioniert hervorragend (alle meine Autos haben solch ein System) und vermeidet die Probleme der batteriebetriebenen Drucksensoren, die überdies nach einer bestimmten Anzahl von Jahren ersetzt werden müssen (weil die Batterie leer ist).
  3. ?? Diesseits der 100 km/h sind 120 km/h aber ganz sicher nicht, insofern verstehe ich deine Bemerkung nicht ganz ...
  4. Na, dem kann ich nicht ganz zustimmen. 100 km/h auf Landstraßen fahre ich mit meiner Honda Grom, weil die nicht schneller läuft. Mit der Guzzi bin ich auf übersichtlichen Landstraßen doch häufiger mit ca. 120 unterwegs, und ganz ehrlich, richtig schnell fühlt sich das noch nicht an. Mehr als 140 halte ich auf Landstraßen für zu riskant, denn dann haben andere Verkehrsteilnehmer (Treckerfahrer!) unter Umständen keine Chance mehr, mich rechtzeitig zu sehen. Und das ist dann potentiell schlecht für meine Gesundheit. Mein Motto ist "Fahre mit Köpfchen", denn auf unübersichtlichen Streckenabschnitten können auch 100 km/h schon deutlich zu schnell sein.
  5. Ja Holger, aber nicht 0,4 oder 0,5 l, jedenfalls dann nicht, wenn man auch den Filter wechselt. Ich finde, man leitet Leute in die Irre, wenn man sagt, sie sollen sich nach dem Ölstand am Messstab orientieren. Wenn sie da falsch messen, dann fahren sie mit viel zu wenig Öl rum. Wenn ich bei meiner V7 II das Öl ablasse, den Filter wechsele und dann genau 2 Liter Öl einfülle, dann steht nach einem kurzem Motorstart (damit das Öl auch den Filter wieder auffüllt) der Ölstand exakt auf Maximum. Mit anderen Worten, der von Guzzi in der Bedienungsanleitung angegebene Wert (2 l) stimmt genau. Nichts anderes hätte ich erwartet, daher meine vorherige Frage, wie man auf die Idee kommen kann, dieser Wert stimme nicht. Grüße, Andreas
  6. Wie kommt man eigentlich auf die Idee, den in der Bedienungsanleitung enthaltenen Angaben des Herstellers nicht zu trauen? Wenn dort 4,9 l (mit Filterwechsel) stehen, dann fülle ich genau die Menge ein. Gut, 4,8 l macht dem Motor auch nix, aber fast 10% weniger? Da dürfte sich der Ölstand bei korrekter Ölstandsmessung dann unterhalb der Mitte bewegen ...
  7. Und warum hat Moto Guzzi dann bei meiner V7 II (und offensichtlich auch bei allen davor produzierten Modellen) kein zeitabhängiges Wechselintervall vorgegeben? Die Motoröle waren früher bestimmt nicht besser, ganz im Gegenteil. Ich stimme dir ja zu, dass ein Motorölwechsel alle 2 Jahre keinesfalls schadet, wehre mich aber gegen die Panikmache, dass alles andere über kurz oder lang zum Motorschaden führt. Ich bin übrigens Diplomingenieur Maschinenbau/Verfahrenstechnik, soviel zur fehlenden Ahnung. Aber wenn dein Fachgebiet die Tribologie sein sollte und du da schon diverse Versuchsreihen gefahren hast, dann lasse ich mich gerne belehren. Grüße, Andreas
  8. Das stimmt zwar, aber wie es altert hängt sehr davon ab wie man fährt. Kurzstrecken ohne Erreichen der Betriebstemperatur sind Gift, denn dann bleiben Rückstände im Öl, die der Schmierung nicht guttun und die die Alterung beschleunigen. Fährt man immer schön warm, dann altert das Öl deutlich weniger schnell. Wie gesagt, Guzzi schrieb bis einschließlich der V7 II, also über viele, viele Jahrzehnte (!), keinen zeitabhängigen Tausch des Motoröls vor. Wenn Öl so schnell altern würde, müsste man ja auch das Getriebe- und Kardanöl alle 2 Jahre ersetzen. Macht aber kein Mensch und ist auch nicht vorgeschrieben. Muss letztlich jeder mit sich selbst ausmachen, wie lange er seinem Öl anhand seiner Fahrgewohnheiten zutraut. Das Allerschlimmste ist die Unsitte, den Motor während der Winterpause mal ab und zu anzulassen, um zu sehen, ob er noch startet, und ihn dann gleich wieder abzustellen.
  9. Meines Erachtens gibt es keine technischen Gründe dafür, ein Motorrad einmal im Jahr zur Wartung geben zu müssen. Vielmehr dürfte das die Lobby der Vertragshändler gefordert haben, vielleicht auch Guzzi/Piaggio selbst, um mehr Umsatz zu machen. Diese jährlichen Intervalle wurden meines Wissens erst ab der V7 III eingeführt. Im Wartungshandbuch meiner V7 II sind lediglich km-Intervalle angegeben. D.h., ein Service ist alle 10.000 km erforderlich, egal wie lange es braucht, bis diese 10.000km erreicht werden. Der elektronische Wartungsanzeiger am Motorrad selbst leuchtet auch erst dann auf, wenn diese 10.000km rum sind, und nicht etwa jedes Jahr. Technische Änderungen zwischen der V7 II und den folgenden V7 Modellen, die eine solche jährliche Wartung notwendig machen würden, gibt es aus meiner Sicht nicht. Grüße, Andreas
  10. Wenn das wirklich so ist, dann tut es mir für Moto Guzzi sehr leid, denn dann werde ich mir in diesem Leben KEINE neue Guzzi mehr kaufen. Das ist Kundenverarsche par excellence. Oder ist das bei BMW, Triumph, Honda, Yamaha, Suzuki und Kawasaki etwa genauso?
  11. Geht mir auch so. Motorölpumpe ja, aber Getriebeölpumpe? Die sich drehenden Zahnräder sollten im Getriebe eigentlich für ausreichend Ölumlauf sorgen ...
  12. Das kann man so oder so sehen. Meine Meinung als Kunde dazu ist: Hyundai und Kia wissen, dass ihre Autos in der Regel nicht kaputt gehen und können es sich deshalb leisten eine 5 bzw. 7 Jahresgarantie zu geben. Würden die Autos dauernd kaputt gehen, wäre so eine lange Garantie für den Hersteller unwirtschaftlich. Deutsche Hersteller mit ihrer ach so gelobten Qualität hingegen lassen mich als Kunde nach 2 Jahren komplett im Regen stehen (und man komme mir jetzt nicht mit Kulanz, denn die deckt etwaige Schäden wenn überhaupt nur teilweise ab). Bei "den Koreanern" kann es mir egal sein, entweder halten die Autos ohne Defekt 5 oder 7 Jahre lang durch, dann bin ich zufrieden und der Hersteller auch, oder es tritt ein Schaden auf, dann stelle ich dem Händler das Auto auf den Hof und hole es nach für mich kostenfreier Reparatur wieder ab. Die Kinder kriegen von mir nur Kias, denn da habe ich 7 Jahre lang Ruhe. Ein Kia Rio hielt 8 Jahre und fast 180.000 km ohne Defekt, dann wurde er verkauft, ein anderer Kia Rio (war ein etwas früheres Modell) bekam nach 4 Jahren und ca. 70.000 km aufgrund von Längung der Nockenwellensteuerkette einen komplett neuen Motor eingebaut, ohne jegliche Kosten für mich. Probier das mal bei VW, die hatten dasselbe Problem, aber von denen bekommst du nicht kostenfrei einen neuen Motor. Bei einem Kia Sportage musste im dritten Jahr das komplette Anzeigedisplay getauscht werden (natürlich ebenfalls für mich kostenfrei), das Ding kostet im Ersatz schon ohne Einbau ca. 2.000 €! Viel Spaß, wenn dir das bei VW, Audi, BMW oder Mercedes passiert. Grüße, Andreas
  13. Genau so sollte es sein. Und nur so macht es auch Sinn. Eine Wartung erfolgt entweder nach Ablauf des vorgegebenen km-Intervalls oder eben nach einem Jahr, auch wenn bis dahin die km noch nicht zusammengekommen sind. Deine Werkstatt hätte bei der Jahresinspektion den Wartungsintervallanzeiger zurücksetzen müssen, dann hätte er jetzt bei 12.000 km gar nicht aufgeleuchtet. Sollte Piaggio dir tatsächlich anderes mitteilen, so hielte ich das für einen schlechten Witz. Im Extremfall macht man bei 11.000 km die Jahresinspektion (ich nehme mal an, da wird auch das Motoröl gewechselt) und müsste dann bei 12.000 km erneut das Motoröl wechseln ??? Beste Grüße, Andreas
  14. Allerdings. Schließlich leuchtet der "Christbaum" ja nur beim Einschalten der Zündung für kurze Zeit auf (zur Funktionskontrolle der Warnleuchten). Beim Fahren leuchten nur noch einzelne Lampen, z.B. Blinker oder/und Leerlaufleuchte. Bei Kawasaki haben sie das schon richtig gemacht mit der z900rs. Früher haben mir BMW Autos schon alleine wegen des tollen Armaturenbretts gefallen, heute verbauen die vom 1er bis zum 7er das gleiche emotionslose LCD-Breitwanddisplay. Den BMW Einkauf freut es.
  15. Schreibt Guzzi für diesen Motor nicht ebenfalls das 10W-60 vor? Und meine V7 II ebenfalls. Kann ich für die V7 II bestätigen: genau 0,4 l Differenz zwischen min. und max. Markierung. Letzte Woche Ölwechsel mit Filter gemacht, daher weiß ich das.
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