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September 2026 zum 105. Geburtstag von Moto Guzzi


holger333

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Die Eröffnung des neuen Werkes am 4. September 2026 kann man kaum noch erwarten. Mit dem Werkumbau schlägt Moto Guzzi ein neues Kapitel auf. Technik, Qualität und Kundennähe werden auf ein neues Level gehoben – ohne die Seele der Marke zu verlieren. Das GMG dürfte der größte Moto Guzzi-Event aller Zeiten werden und Guzzi wird zum Erlebnis für alle Sinne.....

Emotione e passione

 

Citta della Moto Guzzi.jpg

Edited by GuzziHolger
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Jaja, die Mandello Pilgerer. :classic_biggrin:

Am 19.5.2026 um 15:43 schrieb Guggl:

" Qualität und Kundennähe werden auf ein neues Level gehoben " , na da bin mal gespannt..    

...die Rollerkönige haben da vermutlich ne ganz eigene Vorstellung und Interpretation zu und für die hohen Gäste aus Pontedera muss natürlich alles ordentlich herausgeputzt und aufpoliert werden. :classic_wink:

Die geheiligten Hallen werde ich mir wohl lieber mal in aller Ruhe ansehen, wenn der ganze Trubel vorüber ist und man nicht nur von einer Ecke zur anderen geschoben wird. Außerdem interessiert mich vielmehr, ob danach mal wieder wirklich Neues und Interessantes vom Band rollt, oder weiterhin nur "neue Grafiken" folgen. :classic_rolleyes:

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vor 2 Stunden schrieb holger333:

9922 Einwohner (Stand 12/2024) warten auf den September...

dann steigt wieder das Moto Guzzi Treffen  in Mandello.

Übernachtung sollte schon reserviert sein...

dieses Jahr fahre ich mit meiner Frau und unserem Moto Guzzi California Classic Gespann.

Ende August geht unsere Anreise los, wieder über den schönen Schwarzwald auf reinen Motorradstraßen.

Womit fahrt Ihr dieses Jahr nach Mandello?

Gruß

Holger

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Ich komme mit meiner Stelvio 8V NTX Bj 2012 zusammen mit meinen drei Mopedkumpels: 1x Stelvio 8V Bj 2014, 1x Stelvio Duecento Tributo Bj 2025 und 1x Triumph Trophy SE.

Wir fahren am 2.9. los, über den Gotthard und die alte Tremola (!). In Mandello bleiben wir vom 3. bis zum 7., danach geht es weiter zu Bimota bei Rimini, dort treffen wir den Verkaufschef zum Abendessen und bekommen eine Werksbesichtigung (mein Triumph-Kumpel nennt drei Bimotas sein eigen...darunter eine TESI 3D SE ...und er kennt den Verkaufschef persönlich).

 

 

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Jetzt holgerts aber massiv im Forum, Sachen gibts.....logher...das sind ja die gleichen Buchstaben wie holger nur neu gewürfelt.... Sachen gibts... Fügung oder Zufall ?

Edited by Guggl
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vor einer Stunde schrieb GuzziHolger:

Ich komme mit meiner Stelvio 8V NTX Bj 2012 zusammen mit meinen drei Mopedkumpels: 1x Stelvio 8V Bj 2014, 1x Stelvio Duecento Tributo Bj 2025 und 1x Triumph Trophy SE.

Wir fahren am 2.9. los, über den Gotthard und die alte Tremola (!). In Mandello bleiben wir vom 3. bis zum 7., danach geht es weiter zu Bimota bei Rimini, dort treffen wir den Verkaufschef zum Abendessen und bekommen eine Werksbesichtigung (mein Triumph-Kumpel nennt drei Bimotas sein eigen...darunter eine TESI 3D SE ...und er kennt den Verkaufschef persönlich).

...ich komm voraussichtlich erst im Sommer '27 und dann wohl mit nem alten Kumpel auf seiner ebenfalls alten und völlig abgeranzten Gummikuh, die er u. a. bald schon 200tkm geritten hat und noch eine ebenfalls alte, abgeranzte Transe sein eigen nennt - das ist doch mal was (kennen aber leider beide keine Verkaufschefs). :classic_cool:

Edited by Padrone
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Eine neue, futuristische Fabrik, wo das Aus der Verbrenner längst beschlossen ist? Und gleich mit rund doppelter Produktionskapazität? Kommt mir irgendwie surrealistisch vor. Auf welchem Planeten leben die Piaggios denn?

Und Moto Guzzi kann ich mir als E-Bike nicht so richtig vorstellen, tut mir leid. Als Manager hätte ich diese Ära leise in einer kleinen und feinen Manufaktur ausklingen lassen, es geht halt alles mal zu Ende.

Natürlich bin ich selbst eher Saulus als Paulus und genieße die Jahre mit den Verbrennern, die mir noch bleiben, in vollen Zügen, weil ich zur Energiewende in meinem Leben schon genug beigetragen habe. Durch die Altstadt bollern ist so herrlich politisch inkorrekt, ich  würde eh die Rockerpartei wählen.

Das war ein großartiges Jahrhundert mit legendären Marken wie Moto Guzzi. War schön.

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vor 10 Stunden schrieb Bernd1967:

Eine neue, futuristische Fabrik, wo das Aus der Verbrenner längst beschlossen ist? Und gleich mit rund doppelter Produktionskapazität? Kommt mir irgendwie surrealistisch vor. Auf welchem Planeten leben die Piaggios denn?

Und Moto Guzzi kann ich mir als E-Bike nicht so richtig vorstellen, tut mir leid. Als Manager hätte ich diese Ära leise in einer kleinen und feinen Manufaktur ausklingen lassen, es geht halt alles mal zu Ende.

Natürlich bin ich selbst eher Saulus als Paulus und genieße die Jahre mit den Verbrennern, die mir noch bleiben, in vollen Zügen, weil ich zur Energiewende in meinem Leben schon genug beigetragen habe. Durch die Altstadt bollern ist so herrlich politisch inkorrekt, ich  würde eh die Rockerpartei wählen.

Das war ein großartiges Jahrhundert mit legendären Marken wie Moto Guzzi. War schön.

...in einer futuristischen Fabrik kann man doch gewiss auch flux ganz tolle, neumoderne V2-Elektro-Fahrräder mit ner schönen Kriegsbemalung herstellen - seid doch nicht so einfaltslos.

Und was den gebetsmühligen Abgesang der Verbrenner betrifft wäre ich mal etwas zurückhaltender, da ist die letzte Messe noch lange nicht gesungen und die Dinge ändern sich in diesen Zeiten wieder derart rasant, da kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus. Solange auf den Weltmeeren die huntertausenden Stahlkolosse mililonen Tonnen Schweröl und am Frimament die hundertausenden Zivil- und Militärjets ihr Kerosin und auf all den Kriegsschauplätzen und Militärparaden hunderttausende olivgrüne Fahrzeuge ihr Benzin und Diesel in die Luft blasen, boller ich noch ruhigen Gewissens mit meinem Diesel und den alten Guzzen durch die Gegend.

Mittlerweile haben doch die letzten Hinterbänkler bereits begriffen, dass dieser aberwitzige Ekektrohype nicht annähernd so funktioniert, wie sich das so manche Fantasten und Ideologen in ihren Gehirnwindungen ausgemalt haben.
....also erstmal abwarten und in Ruhe weiter bollern. :classic_cool:

Was bin ich froh, dass ich die überwiegenden Lenze hinter mir hab und noch in einer analogen Welt gelassener und deutlich unbeschwerter unterwegs sein konnte. Und noch keine Generation wurde in einem solchen Wohlstand derart bequem und in Watte gepellt herangezogen wie die sog. Gen Y und Z. Die sollen uns weniger die Ohren voll heulen und lieber mal ordentlich anpacken und sich um die wirklich wichtigen Dinge und Probleme kümmern...

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vor 10 Stunden schrieb Bernd1967:

Eine neue, futuristische Fabrik, wo das Aus der Verbrenner längst beschlossen ist? Und gleich mit rund doppelter Produktionskapazität? Kommt mir irgendwie surrealistisch vor. Auf welchem Planeten leben die Piaggios denn?

Und Moto Guzzi kann ich mir als E-Bike nicht so richtig vorstellen, tut mir leid. Als Manager hätte ich diese Ära leise in einer kleinen und feinen Manufaktur ausklingen lassen, es geht halt alles mal zu Ende.

Natürlich bin ich selbst eher Saulus als Paulus und genieße die Jahre mit den Verbrennern, die mir noch bleiben, in vollen Zügen, weil ich zur Energiewende in meinem Leben schon genug beigetragen habe. Durch die Altstadt bollern ist so herrlich politisch inkorrekt, ich  würde eh die Rockerpartei wählen.

Das war ein großartiges Jahrhundert mit legendären Marken wie Moto Guzzi. War schön.

Abwarten!   „Totgesagte leben länger“

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Abwarten!   „Totgesagte leben länger“

Also ich möchte hier niemandem den Spaß nehmen, im Gegenteil. In seinem Buch "Der Klimawandel" schreibt der Hamburger Klimaforscher Prof. Stefan Rahmstorf sinngemäß, dass im Jahr 2032 der letzte Verbrenner fahren müsste, um eine Klimakatastrophe noch aufhalten zu können. Davon sind wir derzeit noch ganz weit weg, und der Mann ist weltweit eine führende Autorität. Das ist halt ein stiller Mann, Wissenschaftler wie ich, der eigentlich mit einem Megaphon jeden Tag durch die Fußgängerzonen brüllen müsste. Aber die Menschheit ist halt zu blöd zum Überleben, bei 99% genetischer Übereinstimmung mit Schimpansen.

Mit dem Wahnsinn, der gegenwärtig in der Welt abläuft, hauptsächlich Marke Trump, ist die Welt nochmals um entscheidende Jahre zurückgeworfen worden. Und das ausgerechnet in den USA, dem Land, das am allermeisten Energie verbraucht.

Ich fahre hier auf dem Lande nicht zuletzt deshalb jeden möglichen Weg mit Motorrad statt Auto, weil das nur halb so viel Sprit braucht. Gerade in Ballungsgebieten wie Rom und Paris sind auch die Roller eine tolle und relativ CO2-arme Lösung. Von daher werden sich motorisierte Zweiräder wohl in meiner Lebenszeit noch gut halten können, also keine Angst!

Was habe ich mich auch gefreut, als ich die V85TT bei der Präsentation in Mandello gesehen habe! Ich weiß noch, wie alle in einer langen Schlange zum alten Windkanal standen und warteten und nicht enttäuscht wurden. Habe dort nur glückliche Gesichter gesehen. Die schönste Reiseenduro und nicht so überkandidelt wie eine GS, halt eher in die Richtung, wie die R80G/S ursprünglich mal gewesen war. Zusammen mit der ursprünglichen V7II (schöne Fotos siehe oben!) und der fetten Eldorado mit den Weißwandreifen kam ich zu dem Schluss, dass in Mandello vielleicht nicht die besten Motorräder gebaut werden, aber mit Abstand die schönsten.

Auch dass meine Corsa aus so einer kleinen Manufaktur praktisch noch in Handarbeit kommt, finde ich toll. Dafür nehme ich ihre kleinen Fehler gerne in Kauf, Charakter halt. Den Experten von der MO hatte ich mal geschrieben (weil sie gerade diese Maschine sträflichst vernachlässigt hatten), dass der Unterschied zwischen BMW RnineT und der Sport 8V Corsa fahren ist wie Sex mit und ohne Kondom. Am besten selber mal ausprobieren, hihihi....

 

 

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vor 49 Minuten schrieb Bernd1967:

Also ich möchte hier niemandem den Spaß nehmen, im Gegenteil. In seinem Buch "Der Klimawandel" schreibt der Hamburger Klimaforscher Prof. Stefan Rahmstorf sinngemäß, dass im Jahr 2032 der letzte Verbrenner fahren müsste, um eine Klimakatastrophe noch aufhalten zu können. Davon sind wir derzeit noch ganz weit weg, und der Mann ist weltweit eine führende Autorität. Das ist halt ein stiller Mann, Wissenschaftler wie ich, der eigentlich mit einem Megaphon jeden Tag durch die Fußgängerzonen brüllen müsste. Aber die Menschheit ist halt zu blöd zum Überleben, bei 99% genetischer Übereinstimmung mit Schimpansen.

Mit dem Wahnsinn, der gegenwärtig in der Welt abläuft, hauptsächlich Marke Trump, ist die Welt nochmals um entscheidende Jahre zurückgeworfen worden. Und das ausgerechnet in den USA, dem Land, das am allermeisten Energie verbraucht.

Ich fahre hier auf dem Lande nicht zuletzt deshalb jeden möglichen Weg mit Motorrad statt Auto, weil das nur halb so viel Sprit braucht. Gerade in Ballungsgebieten wie Rom und Paris sind auch die Roller eine tolle und relativ CO2-arme Lösung. Von daher werden sich motorisierte Zweiräder wohl in meiner Lebenszeit noch gut halten können, also keine Angst!

Was habe ich mich auch gefreut, als ich die V85TT bei der Präsentation in Mandello gesehen habe! Ich weiß noch, wie alle in einer langen Schlange zum alten Windkanal standen und warteten und nicht enttäuscht wurden. Habe dort nur glückliche Gesichter gesehen. Die schönste Reiseenduro und nicht so überkandidelt wie eine GS, halt eher in die Richtung, wie die R80G/S ursprünglich mal gewesen war. Zusammen mit der ursprünglichen V7II (schöne Fotos siehe oben!) und der fetten Eldorado mit den Weißwandreifen kam ich zu dem Schluss, dass in Mandello vielleicht nicht die besten Motorräder gebaut werden, aber mit Abstand die schönsten.

Auch dass meine Corsa aus so einer kleinen Manufaktur praktisch noch in Handarbeit kommt, finde ich toll. Dafür nehme ich ihre kleinen Fehler gerne in Kauf, Charakter halt. Den Experten von der MO hatte ich mal geschrieben (weil sie gerade diese Maschine sträflichst vernachlässigt hatten), dass der Unterschied zwischen BMW RnineT und der Sport 8V Corsa fahren ist wie Sex mit und ohne Kondom. Am besten selber mal ausprobieren, hihihi....

Es tut mir leid, aber hier beiße ich an. Sorry fürs offtopic.

Ich will dir den Spaß ganz sicher nicht nehmen – im Gegenteil, die Leidenschaft für die Maschinen aus Mandello teile ich vollkommen. Aber als „Wissenschaftler-Kollege“ (wie du dich selbst nennst) müssen wir bei den Fakten dann doch etwas präziser sein als am Stammtisch, sonst landen wir intellektuell am Ende noch bei den von dir zitierten Schimpansen. Ohne Schlipstreten, versprochen!

Spiegeln wir das Ganze mal kurz im Rückspiegel:

Du feierst Prof. Stefan Rahmstorf als Koryphäe. Zu Recht. Aber der gute Mann arbeitet seit Jahrzehnten am PIK in **Potsdam**, nicht in Hamburg. Zudem ist die Sache mit dem „letzten Verbrenner 2032“ in seinen Schriften so pauschal nicht zu finden. Rahmstorf rechnet in globalen CO2-Budgets und Reduktionspfaden (Netto-Null bis 2040–2050 für das 1,5-Grad-Ziel). Die Jahreszahl 2032 hast du dir für die Apokalypse-Rhetorik ein bisschen passend zurechtgebogen.

Das „Greenwashing“ des eigenen Hobbys? Du fährst Motorrad, um Sprit zu sparen und das Gewissen zu beruhigen? Netter Versuch der kognitiven Dissonanzbewältigung! Ja, eine V85TT verbraucht weniger Liter als ein dicker SUV. Aber gerade beim Zweirad – und erst recht bei den wunderbar emotionalen, älteren oder großvolumigen Motoren wie deiner Corsa oder der Eldorado – sieht es beim Schadstoffausstoß (Stickoxide, Kohlenwasserstoffe) mangels Platz für hochkomplexe Abgasreinigung oft düsterer aus als bei modernen Autos. Ein CO2-Schoner ist die Guzzi-Runde übers Land sicher nicht. Es ist und bleibt Luxus und Vergnügen.

Der Kulturpessimismus vs. Hedonismus: Hier wird es psychologisch spannend. Erst erklärst du die Menschheit für „zu blöd zum Überleben“ und ziehst über den globalen Wahnsinn vom Leder – und drei Absätze weiter unten feierst du den ungefilterten, analogen Fahrspaß, den du extrem machohaft mit „Sex ohne Kondom“ vergleichst.

Merkst du den Widerspruch? Du flüchtest vor der erdrückenden Komplexität der Weltrettung in die pure, unvernünftige Emotion. Das ist menschlich total verständlich, aber rein rational beißt sich die Katze hier in den Schwanz. Du schimpfst auf die Ignoranz der Welt, reklamierst für dein eigenes Hobby aber genau dieselbe emotionale Auszeit von der Vernunft.

Es ist völlig okay zu sagen: „Die Welt hat tiefe Probleme, aber auf meiner Moto Guzzi finde ich mein Ventil, um nicht verrückt zu werden.“ Das ist ehrlich. Aber verkaufe den Ritt auf dem V2-Trecker bitte nicht als Klimaschutzbeitrag.
Am Ende hast du nämlich in einem Punkt absolut recht: In Mandello werden vielleicht nicht die perfektesten Motorräder gebaut – aber sie haben verdammt noch mal Charakter. Und den darf man auch genießen, ganz ohne Ausrede.

Ehrlich und unverblümt gespiegelt, kein persönlicher Angriff!

Die Linke zum Gruße.

Edited by Major B. Kloppt
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Hallo Major,

1. Um den großartigen Andy Möller zu paraphrasieren, möchte ich Dir erstmal in Ruhe antworten: Potsdam oder Hamburch, Hauptsache am Meer! Können wir beide drüber lachen.

2. Meine Auflage des Buches ist die achte von 2018. Der Satz mit dem Verbrenner steht da irgendwo drin, sonst hätte er sich nicht in mein Gedächtnis eingebrannt. Ich kann die 135 Seiten gerade so schnell nicht querlesen und habe auch keine KI zur Verfügung, um ihn für mich suchen zu lassen. Falls ich mich irren sollte, denn es ist also rund 8 Jahre her, seit ich das Buch gelesen habe, dann muss ich vermutlich schon an Alzheimer leiden. Das Buch ist auch ungemein trocken zu lesen, das macht echt keinen Spaß!

3. Greenwashing eines dreckigen Hobbys stimmt bei mir definitiv nicht. Zum Spaß nur so als Spritztour oder am Wochenende fahre ich eigentlich nie, und den Pilgerzug über die Alpen nach Mandello habe ich auch nur einmal gemacht. Halb soviel Sprit verbrannt bedeutet halb soviel CO2 in die Atmosphäre gepustet, so einfach ist das, weil alle langkettigen Kohlenwasserstoffe chemisch letzendlich wieder zum energetisch niedrigsten Endprodukt x*CO2 +y*H2O oxydiert werden. Ob Du z.B. Holz im Kamin verbrennst oder im Garten durch Pilze verrotten läßt: Es wird dabei am Ende die gleiche Menge CO2 in die Atmosphäre freigesetzt.

4. Dein nächster Absatz hat für mich als Physiker und Maschinenbauer psychologisch zu große Wörter. Kannst Du Dich noch an die Aartal-Katastrophe erinnern? Oder an den Starkregen in Sevilla? Vor 20 Jahren habe ich meinen Studenten in der Vorlesung versucht zu erklären, dass nur ein halbes Grad Wassererwärmung im Golf von Mexiko Hurricanes hervorruft, die doppelt so viel Energie und damit Zerstörungskraft in sich tragen. Da gibt es eben den thermodynamischen Effekt, dass warme Luft über warmem Wasser viel mehr Wasser aufnehmen kann als kalte Luft, nach Clausius-Clapeyron, wenn ich mich noch richtig entsinnen kann. D.h. die zerstörerische Energie des Sturms nimmt exponntiell mit der Temperatur zu. Daraus resultieren diese Starkregenfälle, die sich häufen. In meiner Heimatstadt mitten in Deutschland ist aus heiterem Himmel ohne Vorhersage an einem Tag so viel Regen gefallen wie sonst in einem halben Jahr. Die Autos sind im Parkdeck bis an die Decke geschwommen! Aber meine Studenten hatten mich damals nur dumm angeschaut. Nach dem Hurrican Katrina haben sie meine Versuche einer Erklärung dann vielleicht besser verstanden...

Bzgl. Kulturpessimismus muss ich leider also noch ein bisschen tiefer graben. Angenommen, Du hast eine 80-Liter Badewanne voll mit gefrorenem Eis. Muss ich, um all dieses Eis anheben zu können, 80 Kilogramm hochheben können oder nur 1 Kilogramm? Die Antwort ist Letzteres. Es reicht, zusätzlich einen Liter Wasser in die Wanne zu kippen. Weil Wasser dichter ist als Eis, schwimmt das Eis oben und unter ihm bildet sich ein dünner Wasserfilm.

Ein pensionierter Geologieprofessor hat mir einmal erklärt, dass der Kontinent Antarktis aufgrund des viele Kilometer dicken Eispanzers nach unten gewölbt ist wie eine gigantische Badewanne. Sobald der Ozeanspiegel erstmal so weit angestiegen ist, dass sein Wasser über den Rand der Antarktis schwappt, gibt es kein Halten mehr, weil Steine dichter sind als Wasser und Wasser dichter ist als Eis. Das wäre dann wohl einer der sogenannten Kippunkte des Weltklimas.

Der Vergleich mit den Schimpansen liegt für mich nahe, weil sich in den USA allen Ernstes die Leute an der Wall Street darüber freuen, dass sie nach dem Schmelzen des grönländischen Eisschildes dort die Bodenschätze abbauen können! Bei meinem letzten Besuch in New York vor zwei Jahren hatte ich den Eindruck, dass Manhatten nur circa 5 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Also okay, Leute, dann holt ihr euch da also dort in Grönland die Bodenschätze, nur liegen Manhattan, San Francisco, Miami Beach usw. dann alle unter Wasser. Gegen die entfesselten Kräfte der Natur sind wir Menschen ungefähr so mächtig wie ein paar Föhe auf einem Elefantenarsch.

5. Ja, ich habe nach 25 Jahren Arbeit für die Energiewende, wobei ich dafür jedes Mal nur immer wieder in den Arsch getreten worden bin und meine Berechnungen und Vorschläge 10 Jahre später als selbstverständlich richtig verstanden und umgesetzt werden, für mich persönlich die hedonistische Entscheidung getroffen, dass ich mir nur noch ein paar schöne Jahre machen will, bevor die Titanic sinkt. Zwar bin ich kein Klimaexperte wie Prof. Rahmstorf. Dennoch glaube ich, dass mindestens der erste Kipppunkt mit dem begonnenen Schmelzen des Permafrostes in Sibirien bereits überschritten ist. Missernten gibt es nicht nur durch anhaltende Trockenheit, sondern auch durch Starkregen, Hagel und Überschwemmungen. Es hat bereits der Einmarsch Russlands in die Ukraine gereicht, um in Afrika Hungersnot auszulösen, weil die Getreidelieferungen ausfallen. Wieviel Essensvorräte hat die Menschheit angesammelt? Es reicht sicherlich nicht wie in der Geschichte von Jakob im Alten Testament für 7 Jahre. Bei einer globalen Klimakatastrophe mit Überschwemmungen, Dürren usw. werden 90% der Weltbevölkerung innerhalb von 6 Monaten verhungern, vermute ich hier mal. Du kannst 3 Monate ohne Essen überleben. Und wie lange reicht also Deine Speisekammer?

Was die Weltbevölkerung demnächst im Anthropozän erwartet, dagegen waren der 30-jährige Krieg und alle Kriege der Menschheit zusammen genommen nur ein paar Kindergeburtstage. Das ist meine feste Überzeugung. Und Du brauchst mir nicht zu glauben. Genauso wenig, wie mir meine Studenten in Texas die Sache mit den Hurricanes geglaubt haben oder die Viessmänner, dass wir Wärmepumpen anstatt Heizkessel verkaufen müssen oder die Bundesregierung, dass wir Energiespeicher brauchen statt nur immer mehr Windräder.  Allesamt VOLLIDIOTEN, die erst 10 Jahre hinterher kapieren, was ich sage. Und mit so einer langen Leitung hat die Menschheit leider keine Zukunft. Auf Netflix läuft derzeit eine schöne Dokumentationsreihe über die Entwicklungsgeschichte des Planeten, insbesondere die Biosphäre. Morgan Freeman sagt darin am Ende den schönen Satz, dass die dominierende Spezies, die in ein Massensterben gegangen ist, noch nie aus diesem Massensterben auch wieder herausgekommen ist. Ich tippe auf die Ameisen als nächste dominierende Art.

6. Und mit meinen Ausführungen über Moto Guzzi am Ende meines letzten Beitrags wollte ich doch nur den Kreis schließen und zum eigentlichen Thema des Threads zurückkommen, tut mir leid. Oh und ich bin halt macho Macho und steh dazu und hab Spaß dabei, ätsch!

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