Das ist einfach nur ne verklärte, emotionale Sichtweise, zu der wir ja alle neigen. Vergleicht man zum Beispiel einfach mal, wie lange man am frickeln ist, wenn man nur die Leerlaufdüsen an nem Vierzylinder sauber machen (oder austauschen) muss, mit der Reinigung ner Einspritzdüse, wird einem schlagartig klar, was sich besser schrauben lässt und was vor allem deutlich zuverlässiger ist.
Die Fahrwerke waren damals schlechter und die Motoren waren (auch wenn das immer wieder behauptet wird) nicht langlebiger oder zuverlässiger. Ich könnte hier zig Beispiel-Motoren und Getriebe nennen, die schon vor 30 Jahren richtig Stress machten. Gelockerte Ventilsitzringe, kaputte Getriebe, durchrutschende Anlasserfreiläufe, Ventilabrisse und so weiter. Dagegen haben Sie bei Motorrad gerade ne aktuelle Multi V4 nach 100.000 km auseinander genommen, nicht ein einziges Bauteil im Motor war schlechter als Einbautoleranz - der Motor macht locker noch mal 100.000 km.