Moin,
eine wie auch immer geartete Erforschung zur Motivation der Täter ist natürlich im Zuge eines juristischen Nachspiels aus rechtsstaatlicher Sicht geboten. Eine umfassende Prävention gegen solche und ähnliche Gräueltaten ist dagegen praktisch unmöglich. Zu sehr erweist sich die emotional-affektive Komponente als zu beherrschend, als dass sich ein rationales Kraut als wirksam herausstellen könnte. Und oft genug stellt sich die Schwelle zu Mord und Totschlage als erschreckend niedrig heraus, so dass sich auch vermeintlich "normale" Zeitgenossen sich plötzlich jenseits der gesellschaftlichen Standards wiederfinden. Ein winziger Anstoß kann ausreichen. Manchmal fördert und legitimiert die Gesellschaft sogar vormals noch verbrecherisches Verhalten. Dann ist kein Halten mehr. Aber das steht auf einem anderen Blatt.
Zwar glaube ich nur begrenzt an eine abschreckende Wirkung von Strafe, aber vornehmlich sollte es darum gehen, die Gesellschaft vor den einschlägigen Tätern (was auch immer bei dessen Sozialisation mal schief gelaufen ist) zu schützen. Bei Opfern an Leib und Leben auch gern lebenslang. Es gibt wahrlich genug Drecksäcke.
Beste Grüße 🤗
Ralf