Ich bin schon viele verschiedene Arten von Motorrädern gefahren: Rennmaschinen, Supermoto, klassische Nakedbikes, Chopper von 650 bis 1.800ccm und zuletzt Reiseenduro...dabei haben sich bei mir mit den Jahren ein paar wesentliche Faktoren herauskristallisiert:
Ich mag Motoren mit "Charakter" ansonsten wird es mir schnell langweilig (bedeutet für mich Vibrationen, hier und da ein Knallen, Rasseln etc.), Laufruhe ist mir ebenso egal bzw. eher hinderlich wie ein super breit nutzbares Drehzahlband (klassischer 4 Zylinder) - diese Eigenschaften fand ich bisher so nur bei Einzylindern oder einem V2.
Ich mag Nakedbikes - sowohl optisch (minimalistische, klassiche Linie) als auch fahrerisch (neutrale Sitzposition (kein Chopper), mehr aber dafür direkter Fahrtwind, keine Verwirbelungen von irgendwelchen Scheiben oder Spoilern, daher habe ich auch meine letzte Reiseenduro in Richtung Nakedbike umgebaut, vielleicht mache ich das irgendwann mal mit einer V85TT...
Ich mag langhubige Motoren (Hub > Bohrung) oder zumindest Quadrathuber (Hub = Bohrung), in der Praxis führt das für mich zu einem entspannten untertourigen Fahrverhalten (auch als "bollern" bekannt), daher liegen z.B. die BMW Boxer nicht so, die würde ich mehr über höhere Drehzahlen fahren
Kardan ist eine tolle Sache
Ich mag Motorräder die man nicht an jeder Ecke sieht
Und so bin ich dann bei meiner Guzzi gelandet (wobei meine Bellagio für eine Guzzi eher kurzhubig ist und Punkt 3 oben daher besser auf andere Guzzis passt)