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curator

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  1. Meine Geliebte (also die ohne Motor) ist zwar manchmal ein bisschen rustikal in ihrer Ausdrucksweise, hat aber eigentlich ein großes Herz! Sie hält mich zwar für ein bisschen abgedreht ("Sowas kann man doch auch neu kaufen!"), aber war wirklich sehr geduldig bei meinen Restaurierungsaktionen und hat mir die Vernachlässigung vieler häuslicher Pflichten verziehen. Ist halt nicht ihre Welt, obwohl sie früher öfter mal mitgefahren ist. Jetzt ist es eher meine Tochter (mittlerweile 18), die ich ein bisschen mit dem Virus zu infizieren versuche. Freuen wir uns also über Toleranz und bemühen uns weiterhin, den Funken weiterzutragen. Guzzi fahren ist eine echte Alternative zu "Fortnite"-Spielen!
  2. Lieber Teetrinker17: Sehe ich auch so! Ich war nur unangenehm überrascht, dass die technischen Dienste hier offenbar in einer solchen Grauzone arbeiten. Streng genommen - so behaupten zumindest einige Prüforganisationen - fährst du nach dem Reifenwechsel mit einem Bike, dessen ABE erloschen ist. Da bist du nicht nur mit 20€ Verwarnung dabei! Ich habe zumindest den Eindruck, dass hier etwas läuft, das wir im Auge behalten sollten! Mal sehen, ob andere Fahrer in letzter Zeit ähnliche Erfahrungen gemacht haben
  3. Liebe Guzzisti, ich hoffe, das wird jetzt nicht zu episch, aber ich habe das düstere Gefühl, dieses Problem könnte demnächst uns alle betreffen! Wie schon in meiner Vorstellung geschrieben, bin ich seit April glücklicher(!) Besitzer einer Cali 2. Natürlich wollte ich dem alten Mädchen auch neue Reifen gönnen. Also vorher recherchiert, mich für den Bridgestone BT 45 entschieden, die Unbedenklichkeitsbescheinigung ausgedruckt und ab zum Reifenhändler. Kommentar des Händlers:"Damit bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite!" Also gekauft, montiert, UBB gestempelt und unterschrieben und Räder wieder eingebaut. Letzte Woche beim TÜV Rheinland das böse Erwachen: Ich übergebe dem "Bachelor of technical engineering" (so heißt das jetzt!) meine Unterlagen - war noch eine ABE für die Stahlflexleitungen dabei - und harre brav der Dinge, die da kommen sollen. Nachdem ich 49.-€ für die HU gelöhnt habe, beginnt der Prüfer mit der HU, ist mit allem offenbar zufrieden, um mir dann am Ende zu erklären, dass das Fahrzeug erhebliche Mängel aufweist, da weder die Zulässigkeit des Reifenfabrikats (Bridgestone), noch die aufgezogene Breite des Vorderreifens (110/90) nach seiner Auffasung nachgewiesen sei. Um die Reifenmarke und -paarung zu legitimieren, müsste eine Einzelabnahme vorgenommen werden. Kostenpunkt zwischen 100 und 200€! Ich ziehe also, ziemlich gefrustet, vom Hof und wende mich per Email an eine GTÜ-Prüfstelle in meiner Umgebung. In dieser Mail spreche ich das Problem mit der UBB explizit an. In der prompten Antwort (22:20 Uhr) bittet mich der zuständige Prüfer, mit meinen Unterlagen vorbeizukommen, man werde schon eine Lösung finden. Und tatsächlich wendet sich das Blatt (zunächst noch) zum Guten: Der GTÜ-Prüfer erklärt mir, dass die Praxis der UBB von Reifenherstellern einigen technischen Diensten schon länger ein Dorn im Auge gewesen wäre und auch ihm entsprechende interne Mitteilungen vorlägen. Allerdings (der Mann ist vernünftig!) denke er, es müsse hier einen Bestandsschutz geben, da ich die Reifen ja bereits vor dem April 2019 erworben hatte, als eine UBB des Reifenhersteller noch ausreichend war. Ergebnis (vorerst): Plakette erteilt, obwohl die Vorderradgröße 110/90 nicht in meiner ZB1 eingetragen ist. Langsam fand ich richtig Spaß an der Sache! Also habe ich die Firma Bridgestone angeschrieben, was ihnen zu diesem Fall denn bereits bekannt wäre. Antwort: " Die Überwachungsorganisationen handeln anhand einer internen Arbeitsanweisung, die keine gesetzliche Basis hat. Wir raten bei HU an Motorrädern, diese bei Motoradwerkstätten machen zu lassen." Freundlicherweise hat mir der Herr von Bridgestone aber auch noch eine "Reifen-Übersichts-Liste" der Firma Moto Guzzi aus dem Jahr 1984 geschickt, in der die Breite 110/90 ausdrücklich als Alternativbereifung zugelassen war. Weil ich jetzt schon so schön dabei war, hab ich auch noch ans KBA geschrieben, warum denn diese Alternativbereifung nicht in meine ZB1 eingetragen ist und warum im neuen ZB1 auf einmal ein Herstellerbindungsvermerk auftaucht, der weder im alten KFZ-Brief noch -Schein vorhanden war. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass ich auch den TÜV Rheinland um Stellung gebeten habe und meine HU-Gebühren zurückgefordert habe, mache mir da aber wenig Hoffnungen. Wäre schon gut, wenn überhaupt eine Reaktion kommt. Liebe Guzzisti, berichtet doch, ob ihr seit April ähnliche Erfahrungen gemacht habt! Ich bleib auf jeden Fall dran und informiere euch, falls sich etwas Neues ergibt
  4. Liebe Guzzisti, weil ich mich gerade erst im Forum angemeldet habe, halte ich es für höflich, mich erst einmal vorzustellen: Ich wohne in Mittelfranken, in der großen Stadt mit N als Anfangsbuchstabe und fahre seit April 2018 endlich auch eine Moto Guzzi. Nicht, dass ich vorher nicht Motorrad gefahren wäre: Angefangen habe ich 1977 mit eine BMW R25/2, danach kam eine Yamaha 360. Dann war erst einmal eine lange Pause. 1992 hat es mich dann wieder gepackt: Ich konnte äußerst günstig eine restaurierungsbedürftige Honda CM 400 T erstehen, habe ein halbes Jahr fleißig daran geschraubt (Teile gab es alle noch original beim HondaHändler) und fahre das Baby seither ohne weitere Probleme. Aber der Guzzi-Virus hatte mich halt schon damals befallen und so begab es sich, dass mir im letzten Jahr eine Cali II über den Weg lief, der ich nicht widerstehen konnte. Etwas verwahrlost, aber technisch genau in dem Zustand, der ein überschaubares Schraubervergnügen versprach. Noch dazu stand die Maschine nicht allzuweit von N. entfernt (nämlich in F.), also hingefahren, angeguckt und gleich mitgenommen. Ein Vorbesitzer, 127000 km, fahrbereit, ein Jahr TÜV. Was will man mehr! (Kommentar meiner Kollegen:"Schön, dass du dir einen Traum verwirklicht hast!", Kommentar meiner Frau:"Was brauchst du alter Sack noch ein großes Motorrad?") Ich habe jetzt ein Jahr an dem alten Mädchen geschraubt, aber das Fahren natürlich auch nicht vergessen und oft von den Einträgen in eueren Blogs profitiert. Ich freue mich, dass ich jetzt auch dabei bin und vielleicht auch meine Erfahrungen an die Community weitergeben kann!
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