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GuzziDiag zeigt falsche Einspritzzeit


Guzzi_Rider

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Für eine Moto Guzzi Breva 1100 im betriebswarmen Zustand liegt die normale Einspritzzeit im Leerlauf (bei ca. 1100 ± 100 U/min) typischerweise im Bereich von 3,0 bis 4,0 Millisekunden  Beim Kaltstart und in der Warmlaufphase ist das Gemisch fetter, weshalb die Zeiten deutlich höher liegen können (oft über 4,5 bis 6,0 ms).Größere Abweichungen zwischen dem linken und rechten Zylinder oder ein unruhiger Lauf deuten meist nicht auf einen Defekt der Einspritzdüsen hin, sondern auf eine fällige Synchronisation der Drosselklappen

Einspritzzeiten von 14 bis 22 ms im Leerlauf oder Teillastbereich sind massiv zu hoch [1] und erklären den extrem erhöhten Kraftstoffverbrauch sofort. Bei diesen Werten "ersäuft" der Motor regelrecht im Benzin, was langfristig zu irreparablen Schäden am Katalysator und zu Ölverdünnung führen kann.

Da die ECU (das Steuergerät) so extrem lange Zeiten vorgibt, glaubt sie fälschlicherweise, dass der Motor entweder eiskalt ist oder extrem viel Luft bekommt.

1. Der Motortemperatursensor (ETS) – Hauptverdächtiger Nr. 1

Die Breva 1100 besitzt einen Temperatursensor am rechten Zylinderkopf. Wenn dieser defekt ist oder das Kabel einen Wackelkontakt/Kabelbruch hat, liefert er dem Steuergerät einen extrem hohen Widerstandswert.

Der Effekt: Die ECU denkt, es herrschen -30 °C und spritzt permanent im extremen "Choke-Modus" ein.

Prüfung: Lesen Sie im Diagnosetool den konkreten Temperaturwert des Motors ab. Zeigt dieser bei warmem Motor utopische Minuswerte oder springt stark hin und her? Wenn ja, Sensor oder dessen Stecker/Kabel tauschen.

2. Der Lufttemperatursensor (ATS) im Luftfilterkasten

Ähnlich wie der Motorsensor liefert auch dieser Sensor Werte für die Gemischberechnung.

Prüfung: Zeigt der Ansaugluft-Temperatursensor in der Diagnose plausible Werte (ca. Umgebungstemperatur)?

3. Falschluft / Undichtigkeiten im Ansaugtrakt

Wenn der Motor hinter den Drosselklappen (an den Gummiflanschen) Nebenluft zieht, magert das Gemisch extrem ab. Die Lambda-Sonde misst massiven Sauerstoffüberschuss und die ECU versucht, dies durch extrem lange Einspritzzeiten auszugleichen.

Prüfung: Die Ansauggummis zwischen Drosselklappe und Zylinderkopf akribisch auf Risse prüfen. Bei laufendem Motor vorsichtig mit Bremsenreiniger absprühen – verändert sich die Drehzahl, liegt ein Leck vor.

4. Hängende Lambda-Sonde

Wenn die Lambda-Sonde defekt ist und permanent ein "mageres" Signal (0 Volt) an das Steuergerät meldet, fettet die ECU bis zum Anschlag nach.

Prüfung: Beobachten Sie die Lambda-Spannung in der Diagnose. Sie muss bei warmem Motor im Sekundentakt zwischen ca. 0,1 und 0,9 Volt hin und her springen. Bleibt sie starr auf einem niedrigen Wert stehen, ist sie defekt oder verrußt.

5. Extrem verstellter Drosselklappensensor (TPS)

Wenn die ECU denkt, die Drosselklappe sei weit geöffnet (obwohl sie im Leerlauf steht), spritzt sie passend für Vollgas ein.

Prüfung: Prüfen Sie den Drosselklappenwinkel in der Diagnose bei geschlossenem Gasgriff (sollte bei der Breva im Leerlauf je nach Modell um die 4,6° bis 4,8° liegen). Führen Sie ggf. einen TPS-Reset über die Software durch.

Um den Fehler schnell einzugrenzen:

Welche Motortemperatur und welche Lambda-Spannung zeigt Ihnen das Diagnosetool an, wenn die Einspritzzeit so hochschießt?

Rußt oder qualmt das Motorrad bereits schwarz aus dem Auspuff?

Habe mit Google nachgefragt ,Gruß mako

Edited by mako
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Motor läuft einwandfrei und der Rest der angezeigten Werte stimmt soweit. Ich glaube in der Software ist ein Skalierungsfehler um den Faktor 4. Der hohe Verbrauch tritt sporadisch auf bei lang-samer ruhiger Fahrt und niedriger Drehzahl. Im Display werden dann zwischen 8 und 11 Liter angezeigt. Kerzen sind dann auch verrußt. Ich habe den Drosselklappensensor in Verdacht oder den Druckregler.

 

 

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Hi, was Du Ok. findest muss noch lange nicht i.O. sein.

Wieso TPS austauschen, hast du ihn denn geprüft, justiert usw. ?

Scheinbar tauscht du alles (sinnlos) aus ohne die Z'amhänge richtig zu verstehn.

Du müsstest uns erstmal in Szene setzen, damit wir im Bilde sind 🙂. G 

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Beide Temperatursensoren, die Lambdasonde und sogar die ecu hat der Vorbesitzer tauschen lassen Ohne Erfolg. Er hatte keine Lust mehr weiter zu suchen und hat die Maschine verkauft. Er hat jetzt eine GS . 

TPS war auf 5,8. Ich hab ihn auf 4,6 eingestellt. 
Da der Vorbesitzer immer lange Touren machte und ein neuer TPS nach 19 Jahren seinen Dienst getan hat wird er getauscht. Es ist davon abgesehen das einzige mechanische Teil im Regelkreis, das zudem wohl 90% der Zeit um den selben Punkt bewegt wurde. Sinnlos ist der Tausch nicht.
Wenn der Tank runter ist werde ich mir noch die Steckverbindungen vornehmen und nach Scheuerstellen der Leitungen schauen.

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