Bernd1967
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September 2026 und dann leider viel off Topic... ;-)))
Bernd1967 replied to holger333's topic in Veranstaltungen und Treffen
Liebe Leute, Hiermit nehme ich alles zurück und streiche, was ich da oben zuletzt geschrieben hatte. Falls es stimmte, wäre es egal und wenn es falsch wäre, wäre es auch egal. Sämtlich Positionen dazwischen sind ebenfalls irrelevant. Ist egal, wer mit irgendwas Recht hat, weil es ändert nichts. Vergesst es einfach, die Aufregung lohnt sich doch gar nicht. Gegen den Klimawandel ist nicht länger mein Kampf, ich bin im Ruhestand. Meine Seele hat Frieden. Ciao, Bernd -
September 2026 und dann leider viel off Topic... ;-)))
Bernd1967 replied to holger333's topic in Veranstaltungen und Treffen
Also ich möchte hier niemandem den Spaß nehmen, im Gegenteil. In seinem Buch "Der Klimawandel" schreibt der Hamburger Klimaforscher Prof. Stefan Rahmstorf sinngemäß, dass im Jahr 2032 der letzte Verbrenner fahren müsste, um eine Klimakatastrophe noch aufhalten zu können. Davon sind wir derzeit noch ganz weit weg, und der Mann ist weltweit eine führende Autorität. Das ist halt ein stiller Mann, Wissenschaftler wie ich, der eigentlich mit einem Megaphon jeden Tag durch die Fußgängerzonen brüllen müsste. Aber die Menschheit ist halt zu blöd zum Überleben, bei 99% genetischer Übereinstimmung mit Schimpansen. Mit dem Wahnsinn, der gegenwärtig in der Welt abläuft, hauptsächlich Marke Trump, ist die Welt nochmals um entscheidende Jahre zurückgeworfen worden. Und das ausgerechnet in den USA, dem Land, das am allermeisten Energie verbraucht. Ich fahre hier auf dem Lande nicht zuletzt deshalb jeden möglichen Weg mit Motorrad statt Auto, weil das nur halb so viel Sprit braucht. Gerade in Ballungsgebieten wie Rom und Paris sind auch die Roller eine tolle und relativ CO2-arme Lösung. Von daher werden sich motorisierte Zweiräder wohl in meiner Lebenszeit noch gut halten können, also keine Angst! Was habe ich mich auch gefreut, als ich die V85TT bei der Präsentation in Mandello gesehen habe! Ich weiß noch, wie alle in einer langen Schlange zum alten Windkanal standen und warteten und nicht enttäuscht wurden. Habe dort nur glückliche Gesichter gesehen. Die schönste Reiseenduro und nicht so überkandidelt wie eine GS, halt eher in die Richtung, wie die R80G/S ursprünglich mal gewesen war. Zusammen mit der ursprünglichen V7II (schöne Fotos siehe oben!) und der fetten Eldorado mit den Weißwandreifen kam ich zu dem Schluss, dass in Mandello vielleicht nicht die besten Motorräder gebaut werden, aber mit Abstand die schönsten. Auch dass meine Corsa aus so einer kleinen Manufaktur praktisch noch in Handarbeit kommt, finde ich toll. Dafür nehme ich ihre kleinen Fehler gerne in Kauf, Charakter halt. Den Experten von der MO hatte ich mal geschrieben (weil sie gerade diese Maschine sträflichst vernachlässigt hatten), dass der Unterschied zwischen BMW RnineT und der Sport 8V Corsa fahren ist wie Sex mit und ohne Kondom. Am besten selber mal ausprobieren, hihihi.... -
September 2026 und dann leider viel off Topic... ;-)))
Bernd1967 replied to holger333's topic in Veranstaltungen und Treffen
Eine neue, futuristische Fabrik, wo das Aus der Verbrenner längst beschlossen ist? Und gleich mit rund doppelter Produktionskapazität? Kommt mir irgendwie surrealistisch vor. Auf welchem Planeten leben die Piaggios denn? Und Moto Guzzi kann ich mir als E-Bike nicht so richtig vorstellen, tut mir leid. Als Manager hätte ich diese Ära leise in einer kleinen und feinen Manufaktur ausklingen lassen, es geht halt alles mal zu Ende. Natürlich bin ich selbst eher Saulus als Paulus und genieße die Jahre mit den Verbrennern, die mir noch bleiben, in vollen Zügen, weil ich zur Energiewende in meinem Leben schon genug beigetragen habe. Durch die Altstadt bollern ist so herrlich politisch inkorrekt, ich würde eh die Rockerpartei wählen. Das war ein großartiges Jahrhundert mit legendären Marken wie Moto Guzzi. War schön. -
V7 Sport 850: Wie viel moderne Technik verträgt ein Klassiker?
Bernd1967 replied to Ben's topic in Guzzi News und Blog
Uh, da fällt mir gerade noch ein gutes Argument ein: Was ist denn wohl der Teil Deines Motorrads, den Du beim Fahren am häufigsten anschaust? So ein analoges Cockpit vermittelt mir dann Wertigkeit. Mann, die haben sich echt Mühe gegeben, denke ich mir beim fahren, was den Genuss irgendwie erhöht. Bei so einem LCD-Display stelle ich mir höchstens mal die Frage, wo die das wohl am billigsten bekommen haben? -
V7 Sport 850: Wie viel moderne Technik verträgt ein Klassiker?
Bernd1967 replied to Ben's topic in Guzzi News und Blog
Ja, für die meisten naked Bikes schon. Bei einem minimalistischen, d.h. aufs Notwendigste gestrippten Bike könnte ich mir auch das kleine Digitalinstrument vorstellen. -
V7 Sport 850: Wie viel moderne Technik verträgt ein Klassiker?
Bernd1967 replied to Ben's topic in Guzzi News und Blog
Die Hersteller werden heute nach EU-Recht ohnehin verpflichtet, immer mehr Assistenzsysteme einzubauen. Denen bleibt im Grunde gar keine Wahl. Demnächst darfst Du mit dem neuen Auto erst losfahren, nachdem es eine Atemprobe analysiert hat. Bei den Fahrassistenzsystemen im Auto nervt mich jedes Mal, dass sich die Steuerung einbildet, sie könnte besser fahren als ich, was bis auf die Bremserei absolut nicht stimmt. Ich schneide die Kurven ja mit Absicht oder benutze die Kante der Fahrbahn für mehr Grip, da beeinträchtigt eine Korrektur am Lenker viel eher die Fahrsicherheit, als dass sie hülfe. Aber die Steuerung glaubt natürlich:"Dios mio, der Idiot fährt von der Straße!" Dass ich denselben Trick schon 20 mal vorher ohne Unfall durchgeführt habe, checkt dieses dämliche Stück Silizium einfach nicht. Und wenn man aber schon Ride-by-wire eingebaut hat für das moderne Motormanagement, dann sind Tempomat und Fahrmodi Gimmicks, die in der Massenproduktion den Hersteller so gut wie nichts kosten, aber sich dem Kunden mit saftigen Aufpreisen und in schönstem Marketinggelaber berechnen lassen. Für das Geld hätte ich lieber analoge Rundinstrumente. Fahrmodi finde ich lächerlich: Wenn ich vorsichtig sein muss im Regen, gehe ich doch ganz behutsam ans Gas und wenn ich mal rasen will, dann will ich einfach spontan am Gasgriff drehen und nicht vorher in einen Sportmodus wechseln müssen! Ich fürchte ebenfalls, dass die Fahrmodi eher dazu verleiten, das eigene Können oder die Grenzen der Physik zu überschätzen. Für mich ist Ride-by-wire ein Argument, das Motorrad niemals zu kaufen. Dann hole ich mir stattdessen lieber eine schön erhaltene California Jackal... PS: Auf der Motorradmesse in Dortmund war nach meiner Beobachtung die wiederaufgelegte Kawa Z900RS mit den Rundinstrumenten der Superstar, um den sich alle drängten, während kaum jemand auf den potthässlichen neuen Harleys oder BMWs sitzen wollte, die R12S vielleicht ausgenommen. -
Obwohl Du zweifellos Recht hast, bedeutet das in der Konsequenz doch, dass die gutmütige Mehrheit sich nach einer kranken Minderheit richten muss und der Schwanz hier also wieder mal mit dem Hund wedelt! So sind uns schon die mittlerweile beliebig vielen Geschlechter, die Rechtschreibreform und das Gendern aufgedrückt worden. Eine kleine, militante und intolerante Minderheit zwingt allen anderen ihren Willen auf. Demokratie ist anders. Dazu zähle ich auch die politischen Parteien, deren Mitglieder nur noch weniger als 2% der Bevölkerung ausmachen und insofern längst ihre Legitimation verloren haben, den Willen der Bevölkerung zu vertreten und in ihrem Namen zu sprechen. Aus seinen Fotos hätte ich doch eher geschlossen, dass Mako eine hübsche Frau abgekriegt und also eine ganze Menge im Leben richtig gemacht haben muss. Respekt.
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@mako: Du meintest echt die hier? Honda VT1000. Hübsches Motorrad, nur leider ein bisschen schwach auf der Brust. Oder meintest Du vielleicht VTR 1000? Die passt dann schon besser für Wheelies. Da könnte ich mir das vorstellen... Oh, und dann gab es da auch noch dieses Werks-Superbike, das auf Anhieb die Weltmeisterschaft gewonnen hat, nachdem Carl Fogarty viermal nacheinander auf Ducati Weltmeister geworden war und Honda davon endlich die Schnauze voll hatte: VTR1000 SP1/2. Die wurde schon nach zwei Jahren wieder aus dem Honda-Lierferprogramm genommen und niemamd hat verstanden warum.
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Ich empfinde so etwas als Herausforderung an das fahrtechnische Können. Wenn man da sauber durchkommt, dann ist das schon sehr befriedigend, weil wir Flachländer so etwas im Alltag halt nicht kennen. Gerade wenn man sich die Alternativen anschaut, wie sie auf den Videos zu sehen sind! Am meisten Spaß machen mir allerdings Landstraßen mit schnellen und doch engen Kurven, wie man sie im Mittelgebirge öfters findet und wo man sich schon ein bisschen über den Tank hängen kann. Schon ein bisschen schräg, aber ich fahre eine Guzzi, also muss ich ja bekloppt sein! 😉
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90% aller Kraftfahrer würden heutzutage eine spontane Fahrprüfung nicht mehr bestehen. Wenn die von der Polizei mal rausgewunken würden nach dem Motto: "So meine Herren, wir machen jetzt mal eine Fahrtüchtigkeitsprüfung. Fahren Sie erstmal im Schritttempo der Länge nach über das Brett da, und dann zeigen Sie uns mal Ihre 8!" Das würde ganz scchön abschrecken. Da werden mittlerweile auch die idiotischsten Probleme abgefragt, z.B. wieviel Abstand außerorts beim Parken vor einem beschrankten Bahnübergang blablabla... Ich habe in 40 Jahren Führerschein noch keinen LKW außerorts vor einem Bahnübergang geparkt gesehen, sorry da sind viele Fragen einfach absurd konstruiert. Habe auch mal versucht, meinem Sohn bei der Vorbereitung zu helfen und alles nur noch schlimmer gemacht. Das Argument oben mit dem Bergsteigen finde ich gut. Auch für einen geübten Kletterer wäre es Wahnsinn zu glauben, er könnte einfach mal so gerade durch die Eiger Nordwand steigen, die haben ihre Routen mit Schwierigkeitsgraden bewertet. Solche Videos kannte ich bisher nur aus den USA vom "Tail of the Dragon" in den Appalachen. Aber dieser Kommentator ist ja göttlich, dem kann ich stundenlang zuschauen. Die Italiener nehmen das anscheinend alles ganz locker. Ein deutscher Wachtmeister vor Ort bekäme einen cholerischen Schreikrampf angesichts dieses kreativen Chaos bei der Linienwahl. Fairerweise möchte ich noch ergänzen, dass viele dieser Umfaller sich nicht halten lassen und ich da genauso umfallen würde. Diese Motorräder sind z.T. schwer beladen oder mit Beifahrer(in). So kopflastig kann die selbst ein Bodybuilder nicht mehr ausbalancieren, wenn die auf schräger Fahrbahn an der Steigung zum Halten kommen. Der Kommentator ist ja ein Fuchs, der offensichtlich ganz viel Ahnung von den unterschiedlichsten Motorrädern hat und oft den Fahrern noch technische Tipps gibt, welche Schalter sie bedienen müssen. Der hat sich die Kurve nicht ohne Grund gewählt. Man muss diese Spitzkehren so abpassen, dass man nie zum Stillstand kommt, das ist der Kardinalfehler. Die meisten scheinen da einfach blind reinzufahren und stecken dann fest.
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Über das Stilfser Joch bin ich nur einmal, zum 100. Geburtstag gefahren und hatte vorher an den engsten und schönsten Strecken Waldecks dafür extra geübt. Bei der Rückfahrt auf der Nordseite ist gleich die erste erwähnenswerte Kurve eine Spitzkehre bergab nach rechts, meine ich mich zu erinnern. Und dann kommt gleich danach an der Gegenfahrbahn so eine Ausweichbucht. In jener Spitzkehre habe ich nämlich verblüfft festgestellt, dass ich intuitiv in den 2. Gang runtergeschaltet hatte, die Kupplung noch schleifend, mit der rechten Hand leicht Stützgas gebend sowie Handbremse mit 2 Fingern betätigend und Fußbremse und das Motorard dabei leicht drückend. In dem Moment war ich so fasziniert von diesem hochkomplexen Bewegungsablauf, dass ich in besagter Haltebucht kurz angehalten und mir diesen wie gesagt rein intuitiven, koordinierten Ablauf meiner Bewegungen noch einmal bewusst vergegenwärtigt habe. Dabei konnte ich dann, tief ins Tal blickend, beobachten, wie ein GS-Fahrer seine Adventure in der nach der Traverse anschließend folgenden Linkskurve stumpf an die Steinmauer gesetzt hat. Boah, ey! Das war mir eine Warnung. Vielleicht sollte man hier noch warnend ergänzen, dass man sich auch nach Fahrschule und Sicherheitstraining um Gottes Willen nicht gleich an so eine anspruchsvolle Alpenüberquerung heranwagen sollte. In den Fachmagazinen wird immer so getan, als ob das ein Klacks wäre (Pun intended).
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So etwas wie Pflichtlektüre ist natürlich: "Die obere Hälfte des Motorrads." Aus Büchern lernt man sehr viel Theorie. Beim Fahren solltest Du darüber lieber nicht nachdenken. Am Kammschen Kreis ist in der Praxis nur wichtig, dass Du halt nur eine begrenzte Haftreibung zur Verfügung hast, die Du entweder zum Bremsen, Beschleunigen oder zum Kurvenfahren nutzen kannst (was physikalisch ebenfalls eine Beschleunigung ist). Gute Fahrer können seine Kreisfläche weitgehend ausnutzen, d.h. die können gleichzeitig bremsen und in die Kurve gehen oder wieder aus der Kurve beschleunigen, wo der Fahrlehrer sich natürlich bei in die Hose scheißt. Sprichwort: "Der Rennfahrer beschleunigt immer." Im normalen Leben bremse ich vor der Kurve. Ein bisschen länger auf der Hinterradbremse stehen bleiben hilft, dass sich die Maschine noch besser in die Kurve reinzieht. Unter Trailbreaking versteht man etwas ganz Anderes, nämlich das Bremsen über das Vorderrad, wobei man mit der dynamischen Radlastverlagerung die Gabel komripmiert und mit dem kürzeren Radstand und dem maximalen Druck auf dem Vorderreifen dann zugleich sehr stark bremst und auch engere Kurven schafft. Die Vorderradbremse bewirkt ein Aufstellmoment, wodurch das Motorrad versucht, sich aufzurichten; darauf muss man erstmal gefasst sein und es kompensieren können. Das Trailbraking ist m.E. was für Profis und für die Rennstrecke. Was Du brauchst, sind Automatismen, die Du bei langsamem Tempo immer wieder einübst. Du fährst am allerbesten unterbewusst, weil die Großhirnrinde viel zu langsam reagiert. In der Handvoll Situationen, die ich während der letzten 30 Jahre überlebt habe, hat mein Körper im Reflex zum Glück bislang jedesmal richtig reagiert, bevor mein Verstand überhaupt kapiert hat, was da eigentlich los war? Oft kommt nachher der Schock, man fährt rechts ran und hält und fängt dann langsam an zu begreifen. Bevor man ein Sicherheitstraining bucht, sollte man schon ein wenig Erfahrung haben, finde ich, damit man den meisten Nutzen daraus ziehen kann. Gleich nach der Fahrschule wird das vermutlich relativ wenig bringen, eben weil Du die nötigen Automatismen noch nicht drin hast. Auf die Blickführung wurde zuhauf oben eingegangen, ebenfalls auf das Hinterschneiden der Kurven, d.h. außen anfahren mit möglichst spätem Scheitelpunkt. Wichtig ist auch das ständige Pendeln, d.h. das Scannen der Fahrbahnbeschaffenheit kurz vor dem Motorrad, um dann sofort wieder so weit wie möglich vorauszuschauen. Den Tipp, den ich in besagtem Buch am hilfreichsten fand, ist, in der Kurve das innere Knie um ca 5-10mm nach vorne und unten abzusenken. Das hat noch wenig mit Knieschleifen zu tun, sondern bringt den Körper automatisch in die richtige Haltung. Drücken hilft m.E. nur in sehr langsamen Kurven wie Spitzkehren, es sei denn, Du wolltest Supermoto fahren und mit deiner Guzzi driften lernen. In dem Fall Hut ab! Hanging off brauchst Du auch nur auf der Rennstrecke. Auf der Landstraße macht das nicht mal der Stefan Bradl. Mit das Schönste am Motorradfahren ist, dass man mit Alter und Erfahrung jedes Jahr ein bisschen besser werden kann, im Gegensatz zu all den anderen Dingen im Leben. Man tastet sich langsam weiter an die Grenzen heran, was übrigens auch die Philosophie von Kevin Schwantz ist: Du lernst die Rennstrecke erst ganz langsam und wirst dann von Runde zu Runde immer schneller. Nun sind Landstraßen keine Rennstrecken, aber der Gedanke ist halt der gleiche.
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@Robert: Auf der Messe kürzlich in Dortmund waren alle diese kleinen Hondas Publikumsmagnete, so weit ich das sehen konnte. Dann aber lieber die CRF300L für mich, die dort auch sehr beliebt war. Habe leider einen Zentner zugelegt. 🤔
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Schließe mich meinem Vorredner an. vielen Dank, tolle Bilder und gut, dass die auf diese Weise auch bewahrt bleiben! Das Publikum scheint größtenteils aus distinguierten, seriösen älteren Herren zu bestehen - hat sich anscheinend gar nicht mal so viel geändert mit den vielen Jahrzehnten. Teilweise haben gerade die hubraumschwachen Maschinen für mich so ein schlichtes, schönes Bauhaus-Design: form follows function. Und diesen winzigen Scrambler würde ich mir sofort in die Garage holen, ideal für Wohnmobil oder Ferienhaus. Warum kann ich so ein Spaßmobil heute nicht kaufen? Erinnert mich an die Garellis aus den alten Neckermann-Katalogen, wo man als Kind von geträumt hat (zumindest ich).
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Das gab schon beim Einsetzen so ein sattes Gefühl, so als ob sich der Deckel quasi in den Tank reinsaugt. Ich hab die Schrauben nur ganz vorsichtig 2-Finger-fest angezogen. Die Gummimatte könnte von den Schraufen maximal von 3mm Stärke auf 2mm zusammengequetscht werden, das muss dann wohl so reichen zum Abdichten, aber ich hab ein richtig gutes Gefühl bei dieser Sache. Zum Abschluss noch ein romantisches Bild, wie die letzten Sonnenstrahlen in die Garage fallen. Bleiben mir noch 2 Tage für Neubereifung und TÜV. Ich hab den Thread hier mal ein bisschen ausführlicher bebildert, damit das Ganze vielleicht noch mal als Anleitung dienen kann, falls so Fragen wieder mal auftreten sollten. Für die beiden Gummimatten (eine in Reserve) habe ich 8,15 Euro und für die neun Locheisen 7,90 Euro auf Ebay gezahlt und für den neulackierten Tank nochmal 300 Euro. Macht insgesamt 316,05 Euro. Allein der Tankdeckel mit Dichtung hätte mich als Ersatzteil 315 Euro gekostet! Schaun mer mal, wie sich die Sache bewährt... Nochmals Dank an alle für Eure Hilfe!!! Ich verabschiede mich für heute mit einem brumm-BRUMM!
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Einen Haken gab es noch: Diese kleinen herausstehenden Stufte rundum halten die Originaldichtung am Platz aber würden meine Dichtung verziehen und Luftspalte hervorrufen, wo dann das Benzin durchsifft. Weil ich mir nicht zutraute, meine Dichtung so präzise zuzuschneiden und ich auch nicht so viel Dichtfläche preisgeben wollte, habe ich also kurzerhand diese kleinen Kunststoffstifte mit dem Skalpell bündig abgetrennt. Wenn's nicht klappt, müsste ich mir eh einen neuen Tankdeckel samt Dichtung kaufen, also ab damit! So, und jetzt passt das, wie man sieht.
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So, hier habe ich meine abkopierte Schablone mal mit 10cm Umkreis zentriert und mit ein paar Tropfen Pattex auf die Gummiplatte aufgeklebt. Mit dem bestellten Satz kommen Lochstanzen von 10mm und 4 mm Durchmesser. Dann kamen ein paar beherzte Hammerschläge. Und wie man im dritten Bild sieht, passt das Ganze schon recht gut. Nur das 4mm Loch lag nicht so ganz drin und also habe ich es noch auf 5mm vergrößert.
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Hm. Außer einer netten Mail, dass meine Anfrage bei ZADI angekommen ist und bearbeitet wird, ist nun einen Monat später noch immer keine Antwort zur Sache angekommen. Da bleibt tatsächlich nur Selbsthilfe, denn ich muss jetzt binnen drei Tagen zum TÜV, sonst drohen mir 50 Euro Nachbearbeitungsgebühr! "Selbst ist der Mann!" Darf man sowas im Zeitalter der toxischen Maskulinität überhaupt noch denken, sagen und schreiben? Naja, Grampa Guzzi stammt halt noch aus einer anderen Zeit. Hier habe ich erstmal ein paar Fotos vom neulackierten Tank - vielen Dank an dieser Stelle an Stefan Sude, der imho ein verhinderter Künstler ist und ein Herz für solche verrückten Kleinaufträge hat - und von der Schablone, wo ich mir mit Papier und Bleistift das komplizierte Lochmuster durchgepaust habe. Anschließend zur Sicherheit von dieser Schablone ein paat Kopien gemacht. Den Deckel habe ich vorher noch mit WD40 und einer Menge Ellenbogenschmalz von diesen ekligen, verkrusteten Benzinresten befreit. Da stellt sich einem dann schon irgendwie die Frage, was für einen Kleister die Mineralölkonzerne heute dem Sprit beimischen? Mittlerweile sind auch zwei Gummimatten und ein Satz Lochstanzen bestellt worden und vor ein paar Tagen bzw. heute endlich eingetoffen. Fortsetzung folgt...
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Du hast mit allem recht, Silikon hält wirklich nicht, das hätte ich nicht gedacht. Nur die richtige Materialstärke der Gummidichtung könnte schwierig werden. Wie man an dem Foto der Originaldichtung sieht, sind da anscheinend an allen gewollten Durchgängen O-Ringe mit eingegossen, die offenbar gequetscht werden und dann abdichten. Es kann aber auch sein, dass so eine Art flaches Moosgummi vielleicht schon ausreicht, angesichts der Tatsache, dass schließlich mindestens 6 Jahre lang überhaupt keine Dichtung drin war! Ich schau mal, ob mein Zweiradmechaniker sowas hat und zeige dann hier den Fortschritt, ob alles zu einem guten Ende kommt...
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So, der Tank ist raus zum Lackieren, war ein bisschen umständlich. Die zwei Leitungen oben dienen wohl zur Belüftung und/oder zum Abfluss als Überlauf. Ich könnte mir vorstellen, dass Ihr alle oben Recht habt: Der Tank ist nachlackiert worden, das hatte auch mein Lackierer so in Verdacht, dem ich den Schaden gezeigt hatte. Nur hatte anscheinend vor ein paar Jahren der Lackierer oder der Mechaniker beim Zusammenbau die Dichtung vergessen! Oder war schon gleich ab Werk die Dichtung vergessen worden? Warum hätte der Tank denn sonst nachlackiert werden müssen, da geht doch nie jemand dran? Was sagt der italienische Bandleiter in so einem Fall, hihihi? Das ist schon ein ärgerlicher versteckter Mangel, den ich dem Verkäufer wirklich im Rahmen der Gewährleistung hätte um die Ohren hauen können, nur ist es dafür natürlich zu spät, weil der Schaden sich erst schleichend mit der Zeit entwickelt hat. Die Dichtung ist auf keiner technischen Zeichnung zu sehen. Moto Guzzi/Piaggio will, dass man sich für 315 Euro einen komplett neuen Tankdeckel kauft, wo die Dichtungen dann mit dabei sein sollen. Sowohl mein Biker Harry hier am Ort als auch Berlages, die 40 Jahre lang Guzzi-Händler waren, haben nichts Passendes gefunden. Da hört für mich dann allerdings der Spaß auf und ich werde dann wohl nach dem Lackieren mal zur Silikonspritze greifen und das Ding so derart vollrotzen, dass es die nächsten 20 Jahre dichthält. Nochmals vielen Dank besonders an Ludentoni für die Lösung des Rätsels!
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Okay, hier wird also nun versucht, der Sache mal ein wenig auf den Grund zu gehen... 1. Bild: Die vier Gewinde im Quadrat im ersten Bild halten den Tankdeckel - die sind ohnehin schon mal dicht. Die beiden größeren Löcher (halbwegs horizontal) führen in abgeschlossenen GFK-Leitungen runter zur Kraftstoffpumpe. Hier wird anscheinend Luft gezogen? Das kleine Loch ist offenbar für ein Ventil (das weiße Ding an der Unterseite des Tankdeckels). 2. Bild: Der Tankdeckel ruht auf 4 kleinen Sockeln für die Befestigungsschrauben. Zwischen dem Tankdeckel und dem GFK des Tanks bleibt also ein ca. 1 mm breiter Luftspalt, aus dem die beiden Leitungen zur Kraftstoffpumpe ziehen können? Weil keine Dichtung zwischen dem großen, runden Loch in der Mitte des GFK-Tanks und dem Tankstutzen in der Mitte des Deckels vorhanden ist, kann der Raum zwischen Tank und Deckel gar nicht dicht sein und soll es anscheinend konstruktiv auch nicht sein. 3.Bild: Das scheint mir bestätigt zu werden durch die kleine Öffnung vorne in der Mitte sowie die Verriegelung rechts, welche Luft zwischen Spalt und Außenbereich des Tankdeckels zirkulieren lassen. Bei hinreichender Schräglage oder wenn das Motorrad hinfällt, würde m.E. zwangsläufig Benzin durch die vielen Luftspalte in den Außenbereich des Tankdeckels schwappen. Hier steht dem Benzin dann nur noch die dünne Gummidichtung im Weg, die den Tankdeckel gegen die Lackierung des Tanks mehr schlecht als recht abdichtet und ringförmig um den Tankdeckel verläuft (etwa da, wo mein kleiner Finger hinzeigt). 4.Bild: Wenn ich den Tankdeckel locker in die Öffnung dafür einlege, also ohne Festschrauben, dann hat er nach allen Seiten hin ca. 1 Millimeter Spiel! Au weia... Fazit: Nach meiner Auffassung kann diese Konstruktion gar nicht dicht gegen Benzin sein und konnte es nie sein. Kann mir bitte ein Motorradschrauber oder Ingenieur mal erklären, was die Konstrukteure sich dabei gedacht haben? Meine alte Else hat einen primitiven Schraubverschluss wie an einem Marmeladenglas und der ist dicht! Sie hat zugegeben auch einen relativ druckfesten Tank aus Stahl, gewölbt in Tropfenform, also sehr widerstandsfähig. Obwohl ich verstehe, das der Tank eine Be- und Entlüftung braucht, scheint mir das eine sehr komplizierte und fehleranfällige Konstruktion zu sein. Was mich verblüfft ist, dass dieser Fehler mit dem aufquellenden und abplatzenden Lack doch schon Tausende von Malen aufgetreten sein sollte bei Brevas, Grisos, Stelvios usw.? Bin ich denn der Einzige, dem das passiert ist? Ich hoffe, dass jemand da mal ein wenig Licht ins Dunkel bringen kann, danke dafür im voraus! Bernd
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[wurde der Tank nicht vorbehandelt beim lackieren? es sieht darunter so glatt aus, nicht angeschliffen ??? oder täuscht das Foto? war das der Originallack? oder wurde nachlackiert?] Ja Holger, der Tank fühlt sich unter dem Lack total glatt an. Mein Lackierer sagte auch mal in einem Nebensatz, dass sich da vorher wohl schon mal jemand dran versucht habe. Tanken tue ich immer nur E5. Die Versiegelungs-Prozedur im grisoghetto scheint mir sehr aufwendig und langwierig zu sein. Das dauert ja dann ein paar Wochen... Mir kommt es so vor, dass diese schwarze Dichtung Benzindämpfe durchlässt und so eine Ersatzdichtung versuche ich jetzt erstmal zu finden und frage mich wo? Aber wenn der Tankdeckel abmontiert ist, erkennt man vielleicht besser die Ursache.
