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Service/Ölwechsel


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Am 27.2.2021 um 12:40 schrieb cbk:

[...]

@MGNeuling Ich fliege die kleinen 2-Sitzer, weil sie recht günstig sind. Konkret kostet mich eine Flugstunde 70,- € naß (also inkl. Benzin) und die Uhr fängt erst beim Abheben an zu ticken. Das Aufwärmen des Motors kostet mich nichts. Also so "unbezahlbar teuer" ist es nicht.

Seinerzeit war ich nur lautlos in der Luft (durchstarten iss nich ?), das war noch günstiger. Trotzdem brummte es natürlich auch so ... Motorsegler, die Winde, Seilrückholwagen etc., also auch jede Menge Wartungsbedarf.

Davon abgesehen ... ich glaube, dass diejenigen, die sich mit der Schrauberei unsicher fühlen, weniger gefährdet sind, als diejenigen, die sich gern selbst überschätzen. Jene werden sich gewöhnlich gut informieren, bevor sie in Aktion treten, diese dagegen betreten auch Neuland ohne den geringsten Selbstzweifel, nur weil sie halbwegs gerade einen Dübel in die Wand bugsieren können.

Nicht, dass ich nicht auch Lehrgeld bezahlt habe. An meinem damaligen Mini Cooper war mal der Bremslichtschalter im Eimer, und der saß dummerweise direkt auf dem hydraulischen Bremssystem. Jedenfalls ... bei der Entlüftung muss etwas schiefgegangen sein und am nächsten Morgen hab' ich ins Leere und das Garagentor eingedrückt. Vaddern sparte nicht mit Stimme ?

Seitdem prüfe ich vor der Abfahrt, ob und wo der Druckpunkt ist beim Bremsen - egal ob am Auto oder am Moped. Immer!!!

Gruß an alle ?
Ralf

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Hallo Ralf,

vielen Dank für deine Information. Ich bin neben einem kleinen Flugplatz aufgewachsen, und bei der richtigen Thermik starteten die Segelflugzeuge entweder über die Motorwinde oder Schleppflugzeug. Der Seilrückholwagen war auch interessant. An diesem Flugplatz gab es einige Hangars an denen historische Flugzeuge restauriert und überholt wurden. Ich habe oft die Schule geschwänzt und mich dort aufgehalten. Die hatten sogar einen flugfähigen Fieseler Storch.

Auch dein Bericht über Mini Cooper hat mich erinnert. Hab leider meinen ersten Cooper zerlegt(Langhuber mögen keine hohen Drehzahlen) Mein Mini war noch mit Whisky/Wasser(Soda) Federung.

Danke für deinen Beitrag.

Freundliche Grüße

Guzzi Peter

P.S. Kennt eigentlich jemand ein Flugzeug mit Guzzi Motor? Vor langer Zeit habe ich einmal einen Bericht über einen Einbau eines V 50/65 Motor in ein Flugzeug gelesen.

Edited by Guzzi Peter
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vor 51 Minuten schrieb Guzzi Peter:

Kennt eigentlich jemand ein Flugzeug mit Guzzi Motor?

In Italien fliegen wohl einige Drohnen mit umgebauten Guzzi-Motorradmotoren beim Militär rum. Im Ultraleicht-Bereich gab es früher mal Umbausatze für BMW-Motorrad-Boxer und Guzzi-Motoren, wobei Guzzi da selbst in dem Nieschenmarkt noch der totale Außenseiter war. Aber das Thema mit den umgebauten Motorrad- oder PKW-Motoren ist seit ein paar Jahren eigentlich durch. Die BMW-Boxermotoren sind im Flugbetrieb reihenweise eingegangen. Alle haben sie auf richtige Flugmotore umgerüstet.

Das Problem ist, daß ein Flugmotor einfach ein viel höheres Lastkollektiv hat als ein Motorrad- oder PKW-Motor. Während auf der Straße die Motore praktisch nur mit wenig mehr als Leerlauf-Belastung dahinrollen (ein Motorrad braucht für 100km/h nur 13 PS, ein Auto 25 PS, die Motorisierung heute ist ein Vielfaches davon), ist bei Flugmotoren Dauerleistung gefragt. Für den Reiseflug reden wir da ungefähr von 75% der Maximalleistung.

Mein Lieblingsmotor ist ein 3300 Jabiru: 6 Zylinder Boxer, ein großer Bing-Gleichdruckvergaser, luftgekühlt, eine untenliegende Nockenwelle, 3,3 Liter Hubraum, Direktantrieb ?

  • maximale Startleistung (115%) für 5 Minuten: 120PS bei 3200 U/min
  • maximale Dauerleistung (100%): 107PS bei 2850 U/min
  • im Reiseflug (75%) wuchtet er dann durchgehend 80PS auf die Welle

Jetzt werdet ihr wahrscheinlich fragen, warum der Motor nur so wenig Drehzahl macht. Das Problem ist einfach der Propeller. Selbst mit Kohlefaser ist da allerspätestens bei 3400 U/min Schluß. Da gehen die Propellerspitzen in den Bereich der Schallgeschwindigkeit und dann verliert der Propeller massiv Wirkungsgrad und wird extrem laut. Man kann jetzt einen schnell laufenden Benzinmotor (z.B. aus einem Motorrad) nehmen und dann ein Untersetzungsgetriebe vorne dran bauen, oder man läßt die Kurbelwelle nur so schnell drehen wie es der Propeller noch verträgt, schraubt dann den Propeller direkt vorne auf die Kurbelwelle (=Direktantrieb) und muß dann natürlich massiv in Hubraum investieren, um die Leistung zu generieren. Das Verrückte dabei ist, daß der große Jabiru nicht wirklich schwerer ist als ein Rotax 912uls, wenn man sich das ganze Paket anschaut. Der Rotax ist ein 4 Zylinder Boxer, wassergekühlt, 1,4 Liter Hubraum, Untersetzungsgetriebe. Rechnet man jetzt noch das Gewicht für den Wasserkühler, das Kühlwasser usw. hinzu, kann der dicke 6-Ender beim Gewicht echt mithalten.

Edited by cbk
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