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Eremit

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Everything posted by Eremit

  1. Keine Frage - Triumph finde ich auch großartig von den Bonnevilles über die Speedtwin bis zu den Scamplern, die Verarbeitung ist sehr sorgfältig und die high torc- Motoren kräftig. Die Eigentümerwechsel sind mir im Grunde auch piepe, auch die Produktionsstätten von Brasilien bis Asien. Hauptsache Freude vom Ansehen bis zum Fahrerlebnis 🏍️ Obwohl, die Zeit, der Mut und das Engagement mit der Cooperative ist natürlich herzerwärmend, da möchte sich die revolutionäre Faust zum Zeichen der Solidarität erheben.
  2. Seit 1983 Familie Bloor, davor seit 1973 Meriden Cooperative, davor seit 1951 BSA, davor seit 1936 Sangster Ariel davor (und zu Beginn 1885) Bettmann (seit 1902 erste Motorräder) Bin vermutlich nicht der einzige, der sich im Netz schlau (oder altklug) gemacht hat. Oder haben die anderen Historiker das ganze Wissen mit dem Mutter-Spritt im Beiwagen aufgesogen? Aber was soll's, die Suche nach Alleinstellungsmerkmalen irgendwelcher Marken ist natürlich romantisch motiviert. Im Grunde fast belanglos, weil sich sowieso alles immer wandelt. Und die Firmenrechte offenbaren nicht unbedingt, welche Ingenieure die guten Ideen hatten. Alexander der Große hatte bei der Eroberung der Welt vermutlich auch Hilfe von Unbekannten. Schön finde ich den Gedanken, dass Guzzi (seit 2004 Teil der Piaggio) wenigstens so italienisch ist, dass bei Handelskrisen mit China das Risiko für meine Guzziversorgung vielleicht etwas geringer ist.
  3. Unfairniss muss zurückgenommen werden. Danke für die Klarstellung. Anscheinend erleide ich die Peinlichkeit der frisch verliebten, die sich "vergallopieren", wenn's allzuschön gewesen ist mit der neuen... V7 Also haben wir als echte Klassiker: - Royal Enfield in Asien - Harley Davidson und Indien in Amerika - Moto Guzzi und BMW in Europa Auch wenn ich kleine Marken übersehen habe, wäre das interessant, wie die es geschafft haben zu überleben und ob davon was zu lernen wäre.
  4. Guzzi will nicht historisch sein, sie ist es einfach.
  5. Danke. Da lese ich also historische Entwicklungen die vielleicht jeder aus einer anderen Perspektive als Geschichte auf die Bühne bringt. DAS schafft doch mal Begeisterung, diese verschiedenen Erzählvarianten der selben Geschichte zu lesen und zu genießen. Meine Sicht ist historisch leider nicht so fundiert verwurzelt. Aber doch erfreue ich mich 2025 an der archaischen Technik. Für mich ist die V7 eine puristische direkte Verbindung zum Wesen des Motorradfahrens. Den Motor kann ich sehen, sogar während der Fahrt und gleichzeitig spüren und hören und seine Kraft sehr unmittelbarer erleben, wenn's rappelt und hämmert. Neben der Moto Guzzi sind allenfalls der luftgekühlte BMW- Boxer oder (ältere) Harley Davidson KLASSISCHE Motorräder. Denn: Triumph, Royal Enfield und BSA sind verkaufte Namen einer untergegangen Tradition - und diese werden (in Asien) neu aufgelegt - also "RETRO" und eben NICHT echt KLASSISCH erhalten gebliebene Konzepte. So schön die T 120 Bonneville auch ist (besonders die analogen Armaturen), die Kühlrippen sind Fake an einem wassergekühlten Motor, die Einspritzung ist verkleidet als Vergaser, also auch Fake. An der Moto Guzzi ist alles ECHT. Einspritzung und ABS machen keinen auf Vergaser und Trommelbremse. Da wo es modernisiert ist wird nicht geschwindelt. Aber im Kern (bei der V7) einen klassischen luftgekühlten Zweiventiler V2 mit Kardan zu optimieren anstatt ihn zu ersetzen - DAS macht die Guzzi zum echten, lebenden Klassiker ohne Retro-Fake.
  6. Wow, da hat aber jemand den Markt beobachtet und sich schon länger Gedanken gemacht. Meine neue Stone ist so großartig, dass ich mir Sorgen mache, sollte es sowas wunderbar archaisches nicht mehr geben - aber das sind die Sogen derer, die Guzzi lieben, kaufen und die Marke erhalten. Wenn aber tatsächlich keiner mehr kauft, dann gibt's wohl auch kaum Leute, die das bedauern. Oder verstehe ich das falsch?
  7. Das macht den Anschein, weil diese (Musik-) Generation sich immernoch selber feiert und öffentliche Kulturkommentare domeniert. Tatsächlich kenne ich kaum Jugendliche, kaum Leute unter 30, die Zuhause, auf Partys oder sonstwo diese Musik tatsächlich hören. Sie kennen aber die ollen Geschichten ihrer (Gross-) Eltern über die Glorifizierung ihrer Jugendmusik. Aber Recht hast Du, die Alten meckern immer über die Musik der Jüngeren. So wie die (wir) Alten meckern, wenn die Jüngeren weniger Bock auf Motorräder haben - und manche Alte glauben sogar ihre Jugend wäre viel abenteuerlicher gewesen - dieser "Generationen-Narzißmus" ist wahrscheinlich das einzige was sich 1:1 vererbt und vielleicht ewig erhalten bleibt. "Schlimm, dass die Jugend sich mit Drogen verirrt während in den Kellern der gute Wein verdirbt."
  8. Hallo Philipp, das klingt doch sehr vernünftig und sympathisch, wie Du die jüngere Generation beschreibst. Wüsste nicht warum ich diese davon überzeugen sollte stattdessen sinnlos durch die Gegend zu fahren und CO² zu verblasen. In den 80-er / 90-er Jahren war das Motorrad mein Ganzjahres- und Allzweck- Gefährt und ich hatte die (älteren) Schönwetter- und Saisonfahrer belächelt - jetzt wollte ich genau soeiner werden, der nur noch zum Spaß... ja, das mit dem CO² ist natürlich rücksichtslos, bin nicht stolz drauf, Ausreden überflüssig. Wir Alten sollten keine Angst haben um das liebgewonnene Hobby, wir sterben sowieso, egal ob jemand dieses Hobby erben will. Welche Generation hat schon die Musik der Eltern übernommen? Wir reiten schließlich auch nicht mehr auf Eseln. Sogar der Dalai Lama hat gesagt, nur weil es sein Amt seit 14 Generationen gibt, muss man diese Tradition ja nicht ewig fortführen.
  9. Hallo OCS-BN, vielen Dank für deine Antwort und den Hinweis Teilnehmer ausschließen zu können. Die Lösung aus dem 3D- Drucker klingt recht professionell und ist sicher sehr ansehnlich. Hast Du vielleicht ein Foto von Deinem Instrumenten-Umbau? War das eine Andeutung, dass Du ggf. ein Duplikat zu verkaufen hättest? Bei aller Tapferkeit habe ich es nicht gewagt die Blinkereckchen abzusägen - ist das nicht... riskant? Ich hatte zuvor mit schön gefrästen Aluminiumgehäusen (ehemalige Uhren) experimentiert. Leider erscheinen mir diese Gehäuse zu schwer oder ich hätte sie für die Adler-Blinker-Plastikflügelchen seitlich aussägen müssen. Auch die Idee mit einem Profilblech als Armaturenbrett und mit Aussparungen für die Armatur habe ich (noch) nicht weiter verfolgt. Schöne Grüße
  10. Servus Lassard, danke für Deine Antwort. Nun bin ich zu alt, um zu glauben, dass mein anachronistischer Purismus heutzutage allzuviel Zustimmung erfährt. Muss auch nicht, Zustimmung ist weder meine Erwartung noch weniger meine Erfahrung. Die Jagd nach Zustimmung und die Abhängigkeit von der Bewertung anderer macht unfrei - glücklich wer darauf verzichten kann. Der Zeitgeist ist aktuell nicht mehr das "Bauhaus-Design" - im Gegenteil heute wird zunehmend alles bemalt, beschriftet und mit den Werbesymbolen der Hersteller präsentiert; auch Kleidung wird als Werbeträger benutzt. (Sogar die eigenen Körper werden zunehmend tätowiert, manchmal künstlerisch originell und manchmal zusammhangslos wie eine Pinnwand). Warum auch nicht, der Köder soll ja zuerst dem Angler gefallen. Dir gefallen meine Experimente auch nicht, aber Du fühlst Dich auch nicht provoziert oder bedroht, wenn jemand eigenwillig ist. Wichtig finde ich zu verstehen, dass der eine seinen Mercedes-Stern oder Guzzi-Adler liebt aber auch frei genug ist zu erkennen, dass es anderen eben anders geht -ohne es zu bewerten. Tja, "mein TÜV" besteht nur auf das Identitätsettikett am Rahmen. Es wird nicht geglaubt, dass ein Fahrer vor dem Abbiegen auf seinen Armaturen das Blinkersymbol sucht, dann nach dem Pfeil der erklärt, dass rechts für rechts-blinken funktioniert etc. Bei der neuen Guzzi ist der MODE-Knopf links für das Menü und der rechte Knopf für die Fahr- MODI, soviel dazu. Ansonsten muss ich natürlich schon aufpassen, dass alle Vorschriften beachtet werden. Also jeder wie er-sie-es will und allzeit gute Fahrt
  11. Dankeschön für die wenigen Freundlichkeiten, ein großer Rest der Kommentare ist so drollig-unterirdisch, so hässlich wie diese Leute kann kein Umbau sein. Da kann doch jeder etwas über sich selber lernen, aber wer will das? Das Bedürfnis einiger Rabauken sich in diesem Forum in persönlichen Verletzungen ausprobieren zu wollen, ist wirklich eine Selbstoffenbarung im Sozialverhalten. Habe gott-sei-dank selten soeine Kommunikationskultur erleben müssen, immer gut zu wissen, womit man es zu tun hat (am besten bevor man sich allzu persönlich vorstellt). Erstaunlich, wenn man niemanden angreift, wie bestimme "Feingeister" trotzdem reagieren. Den freundlichen unter Euch wünsche ich weiterhin alles Gute - aber ein Forum, in dem ein solches Verhalten betrieben und von Administratoren geduldet wird ist schon eine Seltenheit. Aber gut, 9 von 10 finden Mobbing super. In diesem Sinne - und damit tue ich niemanden Unrecht: Euch allen das was ihr mir wünscht.
  12. Dritter Versuch die Bilder hochzuladen. Im ersten Versuch, in der Rubrik "Vorstellung", hat es nicht geklappt, warum auch immer. Warnung: Die Inhalte könnten weiteres Entsetzen auslösen... - Schalter ohne Beschriftung (mit Vorlack...) - Zündschloss ohne Beschriftung - Tank ohne Embleme - Instrumentenverkleidung (Metall statt Plastik) Jaja, sicher ein Minderheitengeschmack, nicht für alle nachvollziehbar, muss auch nicht. Motto: "Individuell ja - aber dieses Individuell ist eine Abweichung, so geht's nun doch nicht..."
  13. Moin, ich stelle mich vor. (In und zwischen den Zeilen.) Über eine Tischetikette wurde ich noch nicht aufgeklärt, nur soein Registrierungsverfahren, da wurde weiter nichts verlangt. Was fehlt denn noch, damit ich kein (allgemeines) Unwohlsein verursache? Also "meine feinen italienischen" Benimmlehrer haben mir bisher nur zugestimmt, daß man auf Zurechtweisungen verzichten sollte, wenn's nicht dringlich ist. Stattdessen sollte man Leute erstmal so wahrnehmen, wie sind. Oh-nein, welch ein Missverständnis: Sogar das Allermeiste an der Stone gefällt mir ganz ausgenommen gut (deswegen habe mich ja auch für den Kauf entschieden); nur wurde ich - gefragt - was ich geändert habe. Ach-ja, die Guzzi-Sport-Lenkerendenspiegel habe ich auch an die Stone montiert. Eigentlich ist vorgesehen, entweder Lenkerendenspiegel ODER Lenkerendengewichte. Habe die 45 mm Immbusschraube gegen eine 82,5 mm Immbusschraube getauscht, damit ich erst die Spiegel und dann zusätzlich die Gewichte montieren kann. Ach-ja, meine Macke mit dem Entfernen von Etiketten, Schriftzügen und Emblemen kann verwundern; das ist soeine Art "Zen-Ästhetik": das "Ding an sich" soll schön sein in Form und Gestaltung. Und die "nackte" V7 ist eine V7 - auch, wenn nicht V7 drauf geklebt ist. Der wunderschöne mattschwarze Tank ist elegant wie ein schwarzer Panther auf dem nicht "Schwarzer Panther" drauf steht. Und genauso handhabe ich meine Vorstellung: Warum sollte ich erst ein Pseudonym erfinden und dieses dann mit Selbstdarstellungs-Etiketten ausstatten, wenn doch meine Beiträge für sich sprechen? Ich nehme Menschen wahr wie sie sind, nicht wie sich darstellen - aber jede/-r wie sier will. So, wenn DAS als Vorstellung nicht ausreicht, nun gut, dann bleibe ich Eremit.
  14. Hallo zurück, über eine Minischeibe habe ich auch nachgedacht, um das Cockpit zu schützen, aber alle kleinen und mittleren Scheiben lenken den Fahrtwind zum Kopf, deswegen für mich allenfalls eine ganz kleine. Sobald ich die höhere Sitzbank habe lasse ich mir die Originale vom Sattler mindestens auf die Höhe des Sozius (+ X) "begradigen". Vorweg, ich bin mit der V7 nicht so ganz zufrieden sondern so ganz glücklich. Motorradfahren ist das eine (mit Honda CL 500) aber die Guzzi ist eben etwas ganz eigenes. Zurück auf der Honda Scampler erfreue ich mich an der seidenweichen Eleganz und wieder auf der Guzzi an dem rauhen Gehämmer der archaischen Technik. Jeder Umstieg ein Upgrade in die jeweilige Qualität. Meine Änderungen: 1. alle Embleme und Aufkleber weg 2. Shad Topcaseträger (ist eben doch sehr praktisch), dezente Motorschutzbügel und USB-C - Buchse montieren lassen - alles mit beim Kauf. 3. Ja, diese ('tschuldigung) albernen Adler-Blinker-Plastik-Öhrchen am Instrument und dann noch mit "silberlackiertem" Fake-Chrom-Plastikrand; glücklich wem's gefällt. Da habe ich eine schwarze Metallscheibe drüber montiert, über den Blinkerleuchen Löcher gebohrt und mit Unterlegscheiben die Aussparungen umrandet, die Metallringscheibe mit Kantenschutz eingefasst. Plastik weg, runde Blinkanzeiger - nennen wir es beim TÜV "Sonnenblende" zur besseren Ablesbarkeit. 4. Vorderen Fender verlängert, damit der schöne Motor etwas weniger verdreckt. 5. Nachdem klar geworden ist, dass ich eigenwilliges Design ohne Embleme gnadenlos umsetzen will, ja, auch alle weißen Beschriftungen mussten abgekratzt und schwarz lackiert werden. So jetzt ist es raus, finde leider gerade nicht das Foto von meiner Instrumentenverkleidung. Eremit
  15. Hallo Guzzianer, wollte (nebenbei) von meiner neuen ersten V7 Stone berichten. Und hauptsächlich von eurem Benzingeruch lesen. Vorweg drei kleine "Offenbarungen" falls ich nicht sowieso der Letzte bin, der diese (zugegeben neben-) Fragen klären konnte: 1.) Tempomatiko (Cruisi-Contolletti) jaja, aber wo und wie? Rechts den Fahrmodusknopf eine lange Sekunde gedrückt halten, wenn Bereitschaft blinkt mit kurzem Knopfdruck gefahrene Geschwindigkeit fixieren. 2.) Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung, ja wie, nicht im Menü?! Links den Mode-Knopf "kurz nach dem Einschalten der Zündung" drücken und zwischen drei Helligkeitsstufen (die hellste) auswählen, BEVOR der Mode-Knopf seine sonstige Standardfunktion aufnimmt. 3.) Nach Reifenwechsel oder Fehlfunktion MGCT neu kalibrieren, lt. Handbuch: 4+ Sek. Startknopf... dann losfahren und 10 Sekunden im zweiten Gang exakt zwischen 38 und 42 km/h Geschwindigkeit halten... viel Spaß dabei. Dabei gibt die V7 als technisches Schlichtmodell, seit 2025 mit "Fahren- mit-Kabel" leicht elektronisiert, deswegen passen die Comfort-Sitzbänke von 2021-(24!) nicht bei der 2025-er. Schöne Grüße in die Runde Eremit
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