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Realität auf der Straße


Slainte

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Hallo Zusammen,

ich möchte euch von meinem Erlebnis von heute Morgen berichten.

Zunächst einmal, ich gehöre nach ca. 50 Jahren Motorrad-Erfahrung nicht mehr zu der Fraktion die nach der Ausfahrt die Schleifpads an den Knien nachmessen und sich über den neu erreichten Abrieb freuen (ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich schon immer zurückhaltend unterwegs war). Ich glaube ich kann sagen, nur aufgrund meiner zurückhaltenden Fahrweise habe ich die heutige Ausfahrt ohne Rettungswagen beenden können.

Was ist passiert:

Ich war mit meiner 850’ger Cali auf meiner „Hausstrecke“ unterwegs. Herrlich kurvig den Berg hoch, so richtig schön zum Schwingen. Wie ich aus einer engen Rechtskurve herauskomme, sehe ich ein Auto auf der Gegenfahrbahn stehen und ein zweites Auto auf meiner Fahrbahn. Beide PKWs stehen direkt nebeneinander, der PKW auf meiner Fahrbahn steht in der gleichen Fahrtrichtung wie der auf der Gegenfahrbahn, vielleicht war das ein abgebrochener Überholversuch. Die PKW-Fahrer beschimpften sich heftig.

Ich richtete meine Cali heftig aus der Kurvenschräglage in die Senkrechte auf und habe voll gebremst. Dann habe ich gemerkt, dass der Bremsweg nicht ausreicht, die Bremse wieder aufgemacht und rechts an dem PKW auf meiner Fahrbahn zwischen Beifahrertüre und Leitpfosten auf dem Grünstreifen vorbei. Als ich dann die Cali auf der Fahrbahn zum Stehen gebracht hatte, habe ich im Rückspiegel gesehen, wie beide PKWs hektisch weggefahren sind. Die Kennzeichen zur Erstattung einer Anzeige konnte ich nicht mehr erkennen. Zum Hinterherfahren hatte ich in diesem Moment keinen Nerv.

So, das war jetzt ein etwas längerer Text. Aber ich wollte euch einfach nochmals in Erinnerung rufen, dass wir bei aller Freude an unserem tollen Hobby immer mit einem idiotischen bis fahrlässigen Verhalten Anderer rechnen müssen.

In diesem Sinne genießt eure Fahrten und kommt sicher zurück.

VG Frank

 

 

 

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Moin,

diese PKW-Fahrer gehören natürlich geteert und gefedert!

Trotzdem spricht der Anschein ja dafür, dass du nicht so gefahren bist, dass du innerhalb der übersehbaren Strecke zum Stehen gekommen wärst und bist. Ich will dir keineswegs zu nahe treten und glücklicherweise ist dein Abenteuer gut ausgegangen. Manchmal bergen die so genannten "Hausstrecken" die Gefahr einer tödlichen Routine ("...gestern kam da auch nix ...").

Beste Wochenendgrüße 🤗

Ralf

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Gut das es hinter der Kurve war.

Mir kam in einer Rechtskurve erst vor ein paar Wochen ein Doge RAM (die drei Buchstaben waren schön auf Augenhöhe) auf meiner Fahrbahn recht flott entgeten, der in dieser Kurve eine Gruppe von 6 Radfahrern überholte, die zu Zweit neben einander fuhren. Ich musste in Schräglage nach rechts auf den Grünstreifen und konnte erst dort aufrichten, um den Zusammenstoß zu vermeiden.

Solche absolut irrsinnigen Situationen häufen sich immer mehr.

Vor zwei Wochen bin ich morgens um 5:30 Uhr mit der Mandello zur Arbeit gefahren, in der Stadt auch nach einer Rechtskurve und dann gerader freier Blick auf 500 Meter, startet wie aus dem Nichts vom Parkstreifen gegenüber ein weißer Lieferwagen ohne Blinker, ohne Licht aus einer Parklücke direkt einen U-Turn. Gut dass der Bordstein flach war. 5 bis 10 Meter zur Reaktion aus 50 km/h lassen da nicht viel Spielraum.

Letztes Jahr auch in der Stadt: Ich war auf der vorfahrtsberechtigten Straße unterwegs, von Links mündet eine Stoppstraße ein. Als ich mich der Kreuzung nähere, kommt ein Vito aus dieser Einmündung und will rechts ab, also mir entgegen. Er war aber so schnell, dass er die Fuhre nicht auf seiner Fahrbahn halten konnte. Ich war dann sehr weit rechts, als ich auf Höhe dieser Einmündung war, als von Links ein E-Bike-Fahrer mit über 80 km/h versuchte, auf die Hauptstraße in meine Richtung einzubiegen. Ich habe ihn um einen knappen Meter verfehlt, er hat es dann nicht geschafft und ist über den Bürgersteig in das Geländer zum Bahngelände eingeschlagen, zwei meter neben mir ca. 5 - 8 Meter samt E-Bike oben auf dem Geländer neben mir hergerutscht und ist dann leider die 10 Meter richtung Bahngelände abgestürzt und später verstorben. Wie ich später bei der Polizeivernehmung erfuhr, sind ihm bei der langen Gefällestrecke die Bremsen durchgegangen und er konnte nicht mehr stoppen.

Ich könnte vermutlich noch eine komplette Seite weiter schreiben, trotzdem genieße ich jeden Meter auf zwei Rädern und bin froh, dass ich immer wieder mal meine eigenen Grenzenn kurz auslote, damit ich wenigstens weis, mit vieviel Reserve ich gerade unterwegs bin.

Im Straßenverkehr immer schön vorrausschauend fahren, nicht blind in Kurven und die persönlichen Grenzen müssen bekannt sein, damit man die eigene Reserve einschätzen kann.

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