bottinger Posted Tuesday at 09:18 AM Share Posted Tuesday at 09:18 AM Hallo liebe Guzzi Gemeinde, Ich habe vor ein paar Monaten einmal alle Flüssigkeiten bei meiner Guzzi V7 II gewechselt. Allerdings habe ich seitdem das Problem das sie hinten am Endantrieb ölt, wenn sie länger steht oder richtig warm gefahren wurde. Bei kürzeren Fahrten tritt keines aus. Ich hatte erst die Idee es ist die Dichtung der Ablassschraube und habe diese darauf hingetauscht, weiterhin am ölen. Habe jetzt schon etwas Öl abgelassen so das der Füllstand nicht mehr auf der Kante der Kontrollschraube ist, weiterhin am ölen. Zwischendurch natürlich auch festgestellt das es nicht die Ablassschraube ist sondern der Bereich direkt dahinter, habe mal ein paar Fotos anbei gehängt für besseres Verständnis. Vor dem Ölwechsel hatte ich keinen Austritt, das richtige Öl sowie die richtige Menge wurde beim Wechsel verwendet. Kennt jemand das Problem oder weiß woran es liegen könnte? Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
fender_rhodes Posted Tuesday at 09:31 AM Share Posted Tuesday at 09:31 AM (edited) Ja, das Problem ist bekannt. Bei einigen Endantrieben wurde ab Werk zusätzlich zu den Dichtungen eine Dichtmasse aufgetragen. Diese bewirkt aber das Gegenteil. Lösung: Endantrieb ausbauen, die Schrauben am Deckel lösen, mit Heißluftfön den Rand erwärmen damit die Dichtmasse weich wird, Deckel abnehmen und die Dichtflächen am Gehäuse und Distanzring säubern (Heißluftfön und Kunststoffschaber), mit neuen Dichtungen zusammenbauen. Dabei die gleiche Art Dichtungen verwenden die original verbaut waren (Papier oder Metall). Gruß Thilo Ölreste auf der Felge gut entfernen, sonst gibt es Flecken in der Beschichtung! Edited Tuesday at 09:33 AM by fender_rhodes Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
bottinger Posted Tuesday at 10:04 AM Author Share Posted Tuesday at 10:04 AM vor 29 Minuten schrieb fender_rhodes: Ja, das Problem ist bekannt. Bei einigen Endantrieben wurde ab Werk zusätzlich zu den Dichtungen eine Dichtmasse aufgetragen. Diese bewirkt aber das Gegenteil. Lösung: Endantrieb ausbauen, die Schrauben am Deckel lösen, mit Heißluftfön den Rand erwärmen damit die Dichtmasse weich wird, Deckel abnehmen und die Dichtflächen am Gehäuse und Distanzring säubern (Heißluftfön und Kunststoffschaber), mit neuen Dichtungen zusammenbauen. Dabei die gleiche Art Dichtungen verwenden die original verbaut waren (Papier oder Metall). Gruß Thilo Ölreste auf der Felge gut entfernen, sonst gibt es Flecken in der Beschichtung! Danke dir für die detaillierte und schnelle Antwort. Ich hab mir mal die Explosionszeichnung bzw. Ersatzteilkatalog des Endantriebs angeschaut und dort ist eine Dichtung zwischen zwei "Scheiben", muss nur diese Dichtung (22) getauscht werden? Bei den Scheiben gibt es ganz viele Varianten im Bereich von 0,2mm bis 1,0mm und da wäre ich jetzt überfragt welche benötigt wird. Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
fender_rhodes Posted Tuesday at 10:09 AM Share Posted Tuesday at 10:09 AM Nr.22 sind die Dichtungen. Nr. 21 ist die Distanzscheibe die du wiederverwendest. Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
fender_rhodes Posted Tuesday at 10:56 AM Share Posted Tuesday at 10:56 AM Nr. 22 wird 2mal benötigt. Gibt es sowohl als Papierdichtung, als auch als Metalldichtung. Meistens ist Papier verbaut. Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
fender_rhodes Posted Tuesday at 11:54 AM Share Posted Tuesday at 11:54 AM Ich habe noch zwei Bilder von der Aktion. Auf dem ersten sieht man zwei Alu-Röhrchen, die ich mir passend abgesägt habe und über die Befestigungsbolzen geschoben und mit den Muttern festgeschraubt habe, damit der Triebling nicht aus dem Gehäuse rutscht: Und ein Bild nach Vollendung der Reinigung. Auf dem Zellstoff liegt der Distanzring. Davor und dahinter kommt eine Dichtung. 2 2 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
bottinger Posted Tuesday at 02:00 PM Author Share Posted Tuesday at 02:00 PM vor 2 Stunden schrieb fender_rhodes: Ich habe noch zwei Bilder von der Aktion. Auf dem ersten sieht man zwei Alu-Röhrchen, die ich mir passend abgesägt habe und über die Befestigungsbolzen geschoben und mit den Muttern festgeschraubt habe, damit der Triebling nicht aus dem Gehäuse rutscht: Und ein Bild nach Vollendung der Reinigung. Auf dem Zellstoff liegt der Distanzring. Davor und dahinter kommt eine Dichtung. Danke dir für die klasse Dokumentation! Zwei letzte Fragen hätte ich noch, hast du das Drehmoment für die sieben Deckelschrauben? Hab sie im (Motor)handbuch leider nicht gefunden. Ist es zwingend den Endantrieb komplett auszubauen wie du wenn man nur diese Dichtung erneuern will oder kann man einfach nur das Hinterrad abnehmen und von dort aus arbeiten? Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
fender_rhodes Posted Tuesday at 04:18 PM Share Posted Tuesday at 04:18 PM vor 2 Stunden schrieb bottinger: Zwei letzte Fragen hätte ich noch, hast du das Drehmoment für die sieben Deckelschrauben? Hab sie im (Motor)handbuch leider nicht gefunden. Leider nicht, ich habe mich an das übliche Drehmoment für die Schraubendimension gehalten. Ich glaube es sind M8 mit Festigkeit 8.8, also 25Nm +10-15% weil man die Gewinde nicht ganz von der alten Schraubensicherung sauber bekommt und sie so etwas schwergängiger sind als im Neuzustand. Ich habe sie auch wieder mit Loctite mittelfest montiert. vor 2 Stunden schrieb bottinger: Ist es zwingend den Endantrieb komplett auszubauen wie du wenn man nur diese Dichtung erneuern will oder kann man einfach nur das Hinterrad abnehmen und von dort aus arbeiten? Meine Bandscheiben sagen nein ;-). Prinzipiell geht das sicher, aber die 4 Schrauben lösen dauert max. 2 Minuten und spart am Ende viel mehr Zeit. Vor allem weil du nicht das Hinterrad am Mitnehmer vorbeijonglieren musst ohne die Felge zu zerkratzen. Du musst nur bei der Montage beachten erst die Achse festzuschrauben und dann erst die 4 Schrauben vom Endantrieb. So ist sichergestellt, dass der Endantrieb im richtigen rechten Winkel zur Achse steht. Außerdem kannst du bei der Gelegenheit gleich die Verzahnung der Schiebemuffe mit MoS2-Fett fetten und fühlst dich danach richtig gut ;-). 2 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
bottinger Posted Tuesday at 04:32 PM Author Share Posted Tuesday at 04:32 PM vor 12 Minuten schrieb fender_rhodes: Leider nicht, ich habe mich an das übliche Drehmoment für die Schraubendimension gehalten. Ich glaube es sind M8 mit Festigkeit 8.8, also 25Nm +10-15% weil man die Gewinde nicht ganz von der alten Schraubensicherung sauber bekommt und sie so etwas schwergängiger sind als im Neuzustand. Ich habe sie auch wieder mit Loctite mittelfest montiert. Meine Bandscheiben sagen nein ;-). Prinzipiell geht das sicher, aber die 4 Schrauben lösen dauert max. 2 Minuten und spart am Ende viel mehr Zeit. Vor allem weil du nicht das Hinterrad am Mitnehmer vorbeijonglieren musst ohne die Felge zu zerkratzen. Du musst nur bei der Montage beachten erst die Achse festzuschrauben und dann erst die 4 Schrauben vom Endantrieb. So ist sichergestellt, dass der Endantrieb im richtigen rechten Winkel zur Achse steht. Außerdem kannst du bei der Gelegenheit gleich die Verzahnung der Schiebemuffe mit MoS2-Fett fetten und fühlst dich danach richtig gut ;-). Super, danke nochmal für die Infos! Für jemand der sich noch gar nicht mit dem Endantrieb beschäftigen musste, ist das hier ein Segen 🙂 Ich meld mich mal wenn ich’s vollbracht habe! Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
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