Bernd1967
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Du hast mit allem recht, Silikon hält wirklich nicht, das hätte ich nicht gedacht. Nur die richtige Materialstärke der Gummidichtung könnte schwierig werden. Wie man an dem Foto der Originaldichtung sieht, sind da anscheinend an allen gewollten Durchgängen O-Ringe mit eingegossen, die offenbar gequetscht werden und dann abdichten. Es kann aber auch sein, dass so eine Art flaches Moosgummi vielleicht schon ausreicht, angesichts der Tatsache, dass schließlich mindestens 6 Jahre lang überhaupt keine Dichtung drin war! Ich schau mal, ob mein Zweiradmechaniker sowas hat und zeige dann hier den Fortschritt, ob alles zu einem guten Ende kommt...
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So, der Tank ist raus zum Lackieren, war ein bisschen umständlich. Die zwei Leitungen oben dienen wohl zur Belüftung und/oder zum Abfluss als Überlauf. Ich könnte mir vorstellen, dass Ihr alle oben Recht habt: Der Tank ist nachlackiert worden, das hatte auch mein Lackierer so in Verdacht, dem ich den Schaden gezeigt hatte. Nur hatte anscheinend vor ein paar Jahren der Lackierer oder der Mechaniker beim Zusammenbau die Dichtung vergessen! Oder war schon gleich ab Werk die Dichtung vergessen worden? Warum hätte der Tank denn sonst nachlackiert werden müssen, da geht doch nie jemand dran? Was sagt der italienische Bandleiter in so einem Fall, hihihi? Das ist schon ein ärgerlicher versteckter Mangel, den ich dem Verkäufer wirklich im Rahmen der Gewährleistung hätte um die Ohren hauen können, nur ist es dafür natürlich zu spät, weil der Schaden sich erst schleichend mit der Zeit entwickelt hat. Die Dichtung ist auf keiner technischen Zeichnung zu sehen. Moto Guzzi/Piaggio will, dass man sich für 315 Euro einen komplett neuen Tankdeckel kauft, wo die Dichtungen dann mit dabei sein sollen. Sowohl mein Biker Harry hier am Ort als auch Berlages, die 40 Jahre lang Guzzi-Händler waren, haben nichts Passendes gefunden. Da hört für mich dann allerdings der Spaß auf und ich werde dann wohl nach dem Lackieren mal zur Silikonspritze greifen und das Ding so derart vollrotzen, dass es die nächsten 20 Jahre dichthält. Nochmals vielen Dank besonders an Ludentoni für die Lösung des Rätsels!
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Okay, hier wird also nun versucht, der Sache mal ein wenig auf den Grund zu gehen... 1. Bild: Die vier Gewinde im Quadrat im ersten Bild halten den Tankdeckel - die sind ohnehin schon mal dicht. Die beiden größeren Löcher (halbwegs horizontal) führen in abgeschlossenen GFK-Leitungen runter zur Kraftstoffpumpe. Hier wird anscheinend Luft gezogen? Das kleine Loch ist offenbar für ein Ventil (das weiße Ding an der Unterseite des Tankdeckels). 2. Bild: Der Tankdeckel ruht auf 4 kleinen Sockeln für die Befestigungsschrauben. Zwischen dem Tankdeckel und dem GFK des Tanks bleibt also ein ca. 1 mm breiter Luftspalt, aus dem die beiden Leitungen zur Kraftstoffpumpe ziehen können? Weil keine Dichtung zwischen dem großen, runden Loch in der Mitte des GFK-Tanks und dem Tankstutzen in der Mitte des Deckels vorhanden ist, kann der Raum zwischen Tank und Deckel gar nicht dicht sein und soll es anscheinend konstruktiv auch nicht sein. 3.Bild: Das scheint mir bestätigt zu werden durch die kleine Öffnung vorne in der Mitte sowie die Verriegelung rechts, welche Luft zwischen Spalt und Außenbereich des Tankdeckels zirkulieren lassen. Bei hinreichender Schräglage oder wenn das Motorrad hinfällt, würde m.E. zwangsläufig Benzin durch die vielen Luftspalte in den Außenbereich des Tankdeckels schwappen. Hier steht dem Benzin dann nur noch die dünne Gummidichtung im Weg, die den Tankdeckel gegen die Lackierung des Tanks mehr schlecht als recht abdichtet und ringförmig um den Tankdeckel verläuft (etwa da, wo mein kleiner Finger hinzeigt). 4.Bild: Wenn ich den Tankdeckel locker in die Öffnung dafür einlege, also ohne Festschrauben, dann hat er nach allen Seiten hin ca. 1 Millimeter Spiel! Au weia... Fazit: Nach meiner Auffassung kann diese Konstruktion gar nicht dicht gegen Benzin sein und konnte es nie sein. Kann mir bitte ein Motorradschrauber oder Ingenieur mal erklären, was die Konstrukteure sich dabei gedacht haben? Meine alte Else hat einen primitiven Schraubverschluss wie an einem Marmeladenglas und der ist dicht! Sie hat zugegeben auch einen relativ druckfesten Tank aus Stahl, gewölbt in Tropfenform, also sehr widerstandsfähig. Obwohl ich verstehe, das der Tank eine Be- und Entlüftung braucht, scheint mir das eine sehr komplizierte und fehleranfällige Konstruktion zu sein. Was mich verblüfft ist, dass dieser Fehler mit dem aufquellenden und abplatzenden Lack doch schon Tausende von Malen aufgetreten sein sollte bei Brevas, Grisos, Stelvios usw.? Bin ich denn der Einzige, dem das passiert ist? Ich hoffe, dass jemand da mal ein wenig Licht ins Dunkel bringen kann, danke dafür im voraus! Bernd
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[wurde der Tank nicht vorbehandelt beim lackieren? es sieht darunter so glatt aus, nicht angeschliffen ??? oder täuscht das Foto? war das der Originallack? oder wurde nachlackiert?] Ja Holger, der Tank fühlt sich unter dem Lack total glatt an. Mein Lackierer sagte auch mal in einem Nebensatz, dass sich da vorher wohl schon mal jemand dran versucht habe. Tanken tue ich immer nur E5. Die Versiegelungs-Prozedur im grisoghetto scheint mir sehr aufwendig und langwierig zu sein. Das dauert ja dann ein paar Wochen... Mir kommt es so vor, dass diese schwarze Dichtung Benzindämpfe durchlässt und so eine Ersatzdichtung versuche ich jetzt erstmal zu finden und frage mich wo? Aber wenn der Tankdeckel abmontiert ist, erkennt man vielleicht besser die Ursache.
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Hallo, hier ist leider ein kleines Malheur passiert: Die poröse Dichtung hat Benzin(dampf) durchgelasen und der den schönen Lack aufgeweicht. Ich weiß jetzt nicht, ob der Benzindampf zwischen Tank und Lackierung oder zwischen Lackierung und Dichtung durchkommt. Jedenfalls, wenn ich bei gut gefülltem Tank mit dem Finger auf die Dichtung drücke, quillt da Benzin wie aus einem Schwamm. Das Problem sollte eigentlich nicht nur bei mir aufgetreten sein, weil die Stelvio und die Griso doch den gleichen Tankdeckel verwendet haben, siehe Bilder. Kann da jemand Rat geben, wo ich eine gute Dichtung herbekomme? Wegen ein paar Schrammen kommt der Tank bis zum Saisonstart ohnehin noch zum Lackierer. In dem Zusammenhang habe ich auch irgendwo gehört, dass sich dieser Kunststofftank leicht verziehen soll und dann nicht wieder draufpasst? Ist da was dran? Beste Grüße Bernd
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Hm, die originale V7 Sport 750 mit ihrer langgestreckten, flachen Erscheinung und dem roten Rahmen ist für mich eines der am schönsten gezeichneten Motorräder aller Zeiten. Das ist eine Legende, auf einer Stufe mit der Ducati 916 oder der MV Agusta F750. Wenn ich von den im Netz gesehenen Videos ausgehe, klingt die aktuelle Version im Vergleich wie eine Nähmaschine und wirkt auch optisch gestaucht und dadurch so ein bisschen pummelig, sorry. Die originale V7 war ihrerzeit auch eine echte Rakete, wohingegen die Neue eher ein hübsches, entspanntes Gebrauchsmotorrad ist. Kurven-ABS, Traktionskontrolle (bei was, nicht mal 70 PS?) und Fahrmodi (rechte Hand???) mögen dem Zeitgeist geschuldet sein. Wenn Du wirklich einmal was davon brauchen solltest, hast Du wahrscheinlich vorher irgendwas mächtig verkehrt gemacht. Lieber hätte ich stattdessen klassische, analoge Instrumente für mein Geld. Dass solche Elektronik für ein Superbike mit über 200 PS und 140 Sachen im 1. Gang überlebensnotwendig ist, steht auf einem anderen Blatt. Upside-Down-Gabeln mit Radialbremsen sehen schon verdammt gut aus, dürften aber für diese Maschine - wie für viele andere auch - technisch ein Overkill sein, bzw. im Alltag von einer guten Gabel mit normalen Bremsen nicht zu unterscheiden sein, falls man sowas blind testen könnte. Oder möchte jemand mit dem Material auf die Rennstrecke? Wenn's auf Spritverbrauch nicht ankäme, würde ich lieber ein restauriertes Original nehmen, das wäre auch besser bzgl. Werterhaltung. Dessen ungeachtet werde ich so eine für einen Neukauf mit in Betracht ziehen, oder dann lieber noch die Spezial-Variante davon. Das ist immer noch ein attraktives Bike, das ein wenig von der Legende zehrt.
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Hi Tscharlie, meine Heimat liegt in Waldeck in der Nähe vom Ederstausee. Das anliegende Sauerland (wir sagen auf unserer Seite Upland dazu) sowie Diemel- und Edersee sind recht beliebte Gegenden zum Motorradfahren. Die Biker werden auch immer lieber bei uns gesehen, weil sie nämlich im Gegensatz zu den entsetzlichen Wohnmobilisten auch mal tanken und ein Schnitzel essen gehen. Z.B. das "Zündstoff" ist ein sehr bekannter Hangout (wenn, dann mit exzellenter Live-Musik) und hatte eine Zeitlang sogar das Edersee-Treffen der HOGs mit organisiert. Ist heute eher zu einem Western-Hotel geworden, aber die BBQ-Ribs kann man dort nach wie vor genießen. @Holger333: Verführerischer Vorschlag! Ich wollte seitdem immer wieder mal hin zum Open House, am liebsten mit Familie, weil's da so schön ist, wirklich noch 1-2 Klassen schöner als hier. Gruß Bernd
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Bernd1967 started following Grampa Guzzi
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Hallo Leute, meine Frau sagt, ich soll öfter mal raus, also sollte ich mich hier höflicherweise dann wenigstens mal vorstellen... Motorräder habe ich seit den 70er Jahren geliebt. In der Scheune war die uralte Zündapp meines Opas abgestellt, auf die ich mich als kleiner Junge immer gesetzt habe und so getan, als ob ich fahre. Das war ein total verrosteter, luftgekühlter Zweitakter mit einem Monocoque-Chassis, der uns leider Jahrzehnte später geklaut wurde. (Was will man denn mit so einem festgefressenen, vergammelten Stück Schrott?) Aber erst in den USA und im besten Mannesalter habe ich mir ein eigenes Motorrad gekauft. Ich ging mit 6000 Dollar Cash in der Tasche zu A.D. Farrow, Amerikas ältestem Harley-Dealer in Columbus, Ohio, um mir eine Sportster zu kaufen. Eine Stunde lang stand ich in dem Laden rum, ohne dass mich auch nur jemand angeschaut hätte. Beschämend. Am nächsten Tag habe ich mir also dann bei ASK Powersports (Honda, Kawasaki, Suzuki, Yamaha) stattdessen eine Shadow 750 gekauft. Der Führerschein hat mich 30 Dollar gekostet und die Versicherung nochmal 35 Dollar im Jahr. Mit der Shadow bin ich rund 25.000 Meilen gefahren, habe sie mir auf Zahnriemenantrieb umgebaut und ein Stage-1-Tuning gemacht. Einmal bin ich 1023 Meilen am Stück von Texas nach Wisconsin in 23 Stunden, 20 Minuten gefahren, um das WM-Spiel USA-Deutschland noch rechtzeitig in meinem Zimmer sehen zu können, das allerdings dann auf dem Bauch liegend... Erst viel später habe ich erfahren, dass mir die Iron Butt Association (ja, die gibt es wirklich) nach Vorlage meiner Tankquittungen für meine Leistung eine Urkunde 3.Klasse verliehen hätte. Allerdings konnte ich die Honda als US Version und mit den Modifikationen nicht nach Deutschland mitnehmen. Die war im Endzustand eine verkleinerte Heritage Softail Classic, nur dass sie sich besser fahren ließ. Zurück in Deutschland hatte ich gleichzeitig eine BMW R100R und eine Aprilia Futura. Bei der BMW war ich der 5. Besitzer und habe sie mit Gewinn und 02000 km auf der Uhr an meinen heutigen TÜV-Prüfer weiterverkauft, weil ich ihr mechanisch nicht mehr so ganz traute. Dezent gechoppt, war sie wirklich hübsch. Die Qualitäten der Aprilia zeigten sich erst so richtig auf der Autobahn, oberhalb 200 km/h. Auf der Landstraße war sie für mich mit dem hohen Schwerpunkt in den Kurven zu träge, so dass ich aus Angst, die Kurve nicht zu schaffen, immer viel zu früh eingelenkt habe. Aufgrund der katastrophalen Ersatzteilsituation wollte ich danach lieber ein Naked oder ein Bikini-Bike, wo man sich zur Not passende Teile aus dem Zubehörmarkt dranschrauben kann. (Versuch mal, für so ein Designerstück einen Schweinwerfer oder Spiegel zu finden?) Das bringt uns endlich zum Thema: Schwankend zwischen Kawa Z 900 RS Cafe, Ducati Supersport und BMW R Ninety Racer, habe ich mich nach 2 Minuten Probefahrt für eine 1200 Sport 8V entschieden. Meine hat vom Vorbesitzer einen Sportauspuff und ein Tuning bekommen für gut 100 PS am Hinterrad. Das ist wie ein temperamentvolles Pferd zu reiten, das zwar dein Kumpel ist, aber ab und an auch mal auskeilt und zum Spaß versucht, dich abzuwerfen, wenn du nicht aufpasst. (Glaubst Du mir nich? Dreh mal in einer engen Kurve bergab im zweiten Gang versehentlich auch nur einen Hauch am Gas und dann verstehst du.) Mit der Guzzi bin ich jetzt rund 20000 Km gefahren, einmal nach Mandello zum 100. Geburtstag, wo sie zum ersten Mal die V85 TT präsentiert haben. Moto Guzzi ist so eine tolle, kleine Firma, im Grunde fast noch eine Manufaktur. Mal sehen, ob sie mit der neuen Fabrik ihre Seele behalten. Am Stilfser Joch habe ich bergauf eine 6-Zylinder BMW gejagt, nur um dann am Comer See steil bergab von einem Ita auf seinem Rennrad überholt zu werden! Wahnsinn, der Mann, absolute Todesverachtung! Andererseits, wie könnte man dort schneller den Berg runterkommen als auf einem Rennrad ohne Bremsen? Jedenfalls ist diese Guzzi meine große Liebe und ich habe mich seither für kein anderes Motorrad mehr interessiert. Zeitloses Design, toller Sound, verblüffend handlich (auf den Conti Road Attack 3), stark und schnell genug, problemlos mit Sozia, Gepäck einfach und schnell zu montieren und ich kann entspannt mit 160 über die Autobahn nach München oder Hamburg cruisen. Subjektiv aber auch rein objektiv ist diese 1200 Sport 8V in der Summe ihrer Eigenschaften sowohl der Kawa, der Ducati als auch der Ńinette klar überlegen. Mir ist schleierhaft, warum Guzzi nur so wenige davon verkauft hat? Aber das gilt ja ähnlich auch für viele andere Guzzis vor- und nachher. Es gibt jetzt wohl eine modernere Version davon mit Wasserkühlung, nur was will ich damit, wenn ich stattdessen diese affengeile Maschine fahren kann? Für kurze Fahrten und mal gerade in die Stadt habe ich dann noch eine Suzuki Savage, quasi als Rollerersatz mit Stil. Die ist mit Baujahr 1994 schon ein Wänä-Oldtimer, d.h. ähnlich alt wie damals seine Horex für Brösel war. Die Susi ist ein uriges und cooles Bike, wo auch besagter TÜV-Prüfer mit einem Lächeln von abgestiegen ist, aber das ist eine andere Story für ein anderes Forum. Bin wohl kein Rennfahrer, will ich damit sagen. Ja, son oller Oppa hat einiges zu erzählen. Aber wär ja auch traurich wenn nich... Also Ciao und bis dann! Bernd
