Ist bei Euch noch alles dicht?

Diese Woche war das Wetter ja eher, na ja, sagen wir suboptimal. Aus eigener Erfahrung kann ich dazu sagen, dass ich im Laufe meines Motorradfahrerlebens schon oftmals nass und manchmal sogar richtig nass geworden bin. Aber nicht nur ich, sondern auch meine Guzzi. Kam dann noch die Kälte dazu, litt mein Drehzahlmesser auf einmal unter nebulösem, verschleiertem, grauem Star. „Wie kommt denn das Wasser da rein“ dachte ich mir und träumte von 30 Grad und blauem Himmel….. Wem es ähnlich geht, dem bietet die Fa. Hökenschnieder in Bielfeld Abhilfe. Ein neuer Drehzahlmesser oder auch ein neuer Tacho müssen gar nicht immer sein. Ist der Chromring noch in Ordnung, dann kann durchaus eine deutlich kostengünstigere Reparatur gegenüber dem neuen Ersatzteil Erfolg versprechen. Jochen Hökenschnieder ist einer der wenigen Zweiradmechanikermeister, die diese Kunst beherrschen. Die Kosten betragen bei einem DZM 109,- Euro und für einen Tacho 79,- Euro jeweils zzgl. Portokosten. Die Kontaktdaten findet Ihr im Bereich Händler & Werkstätten.

Ist die Jugend doch noch zu retten?

Seitdem ich in der Zweiradbranche arbeite, lebe ich mit immer dem Gleichen Angstzustand: Oh Gott, irgendwann bin ich der letzte meiner Art, denn alle motorradfahrenden Kunden sind ausgestorben. Das Durchschnittsalter eines deutschen Bikers liegt statistisch gesehen bei knapp 40 Lenzen. Also sind wir ehrlich, die rebellierenden Rockerjahre liegen hinter uns Motorradfahrern. Der Jugend von heute ist die Playstation, Internetzockerei oder einfach nur Abhängen wichtiger als ein Moped. Die Fahrschulen schaffen Ihre Lehrmotorräder ab, weil keiner mehr zum Führerschein kommt. Vorbei die Zeiten der Kreidler Floretts und der anderen coolen Bikes. Doch es ist ein Hoffnungsschimmer in Sicht. Am Samstag las ich in der örtlichen Tageszeitung „…In Hoya wurde ei 16 jähriger auf einem Roller mit Tempo 130 geblitzt. Im Kreis Rotenburg hatte ein 18-jähriger seinen Roller auf Tempo 140 frisiert, im Südharz brauste ein 17-jähriger mit 110 Stundenkilometern vor dem Privatwagen eines Polizisten her“ Bitte versteht mich nicht falsch, ich toleriere oder unterstütze solche Verstöße gegen die deutsche StVO keinesfalls, dennoch erinnern Sie mich an die gute alte Zeit. Nostalgisch? Nein, hoffnungsvoll ja, denn vielleicht werden aus den Kids verantwortungsvolle Verkehrsteilnehmer auf zwei Rädern, die unser leidenschaftliches Hobby weiterleben und irgendwann vielleicht genauso viel Spaß an einer Guzzi haben, wie wir heute…..

Der zweite Blick

Der bekannte „erste Eindruck“. Oftmals ein ganz entscheidender Moment, der Entscheidungen, Empfindungen oder ein ganzes Leben verändern kann. Die Liebe auf den ersten Blick, unvergessen für alle, die Sie einmal erleben durften. Manchmal liegt man aber auch falsch oder die Sichtweise verändert sich im Laufe der Zeit. Ein Ereignis, dass mir jetzt in Bezug auf ein aktuelles Guzzi Modell genauso passiert ist. Ich erinnere mich noch gut an den Tag im November 2007. Ich hatte morgens in Mailand ein klassisches italienisches Frühstück zu mir genommen, einen Cappuccino mit samt süßem Irgendwas, schlenderte durch die Messehallen der NUOVA FIERA, und wie immer führte mich mein erster Weg zu den Ex Kollegen von Guzzi. Ich kam direkt auf den Messestand zu und schaute in ein Gesicht aus Leuchten, Glas, Plastik und war entsetzt. Da stand Sie, die neue Stelvio, noch unabgedeckt, vor der großen Pressepräsentation. Ich verharrte recht lange vor dem Motorrad, begrüßte den ein oder anderen, quatschte mit Felix Hasselbrink (www.motalia.de) und teilte meiner Umwelt recht unmissverständlich mit, wie sehr mir die optische Designleistung der Lampen, insbesondere in der Front, missfiel. Und heute, einige Monate später, wenn ich die Bilder auf guzzisti.de oder in den Printmedien sehe, empfinde ich diesen ersten Eindruck von damals so gar nicht mehr. Ungewöhnlich, ja OK. Aber auch interessant, verschmitzt und gutmütig lächelt Sie mich heute an, die Stevio 4V. Und sind wir mal ehrlich, sie ist bedeutend schöner als das Karl Dall Gesicht einer bayrischen Gummikuh, als das Hammerhead (Krieg der Sterne) Gesicht der neuen Moto Morini und die vielen ausdruckslosen Frontansichten des japanischen Einheitsbreis.

22

Heute bin ich im www unterwegs und mache wie schon öfter einen Abstecher zu Ghezzi-Brian und mich trifft der Schlag. Im wahrsten Sinne des Wortes! Die Scura steht zerlegt bei Reinhard und der Motor wird. Aber was in Sachen Optik tun? Ich hatte mit Ihm diverse Kreationen durchgespielt und eigentlich wusste ich auch schon, wie es werden sollte. Bis Heute. Mein ehemaliger Kollege bei Guzzi, Herr Ghezzi hatte wieder zugeschlagen. Umbaukit für die V11. Aus Ihr wird das doch etwas pummelig, pomadig wirkende Fahrzeug zu einem waschechten Racer. Ich bin hin und weg. Genau so soll Sie aussehen. Wer sich auch begeistern möchte: www.ghezzi-brian.com. Jede Menge Bilder der Sport Monza 1000, so heißt das Baby. Es werden verschiedene Kits angeboten.