Von Dingen, die sich anders anfühlen als Sie aussehen oder warum Wasser vom Himmel fällt… | | geschrieben von Jens Engelking | Sicher kennt Ihr das? Ihr freut Euch eine gefühlte Ewigkeit auf eine bestimmte Sache wie ein kleines Kind und wenn Ihr das habt auf das Ihr eine so wahnsinnige Vorfreude entwickelt hattet, dann ist auf einmal alles anders, als Ihr es erwartet hattet. Das super leckerere Steak, das der Gast am Nebentisch verspeist als Ihr Euch gerade auf den im gefüllten Restaurant ergatterten Platz niederlasst, lässt Euch das Wasser im Munde zusammenlaufen und mit tiefer Überzeugung bestellt Ihr beim Kellner eben ein solches Steak. Prompt geliefert, entpuppt es sich dann als zähe Schuhsohle und die Enttäuschung überwiegt.
So ähnlich ergingt es mir nach meiner ersten Ausfahrt auf der V12 Scura biano-rosso, hatte ich doch eine gefühlte Ewigkeit damit verbracht das Motorrad zu dem zu machen, was nun vermeintlich fertig vor mir stand. OK, mit etwas fertig zu sein ist immer eine Definitionssache und so richtig fertig wird man mit einem solchen Projekt ja auch eigentlich nie. Stimmt, denn schon nach der ersten kurzen Fahrt entdeckte ich ein leckes Öhlins Federbein. Die Guzzi hatte während der Umbauarbeiten schon eine nicht unerhebliche Zeit gestanden, so dass es eigentlich nicht verwundert, dass die Federelemente Schaden genommen haben. Also wieder rein in die Garage mit Werkstatt, Federbein raus, einschicken und wieder rein damit. Dank an die Jungs von Ducati Berlin. Ging super schnell und war korrekte Arbeit! Wieder eingebaut startete ich also den zweiten Versuch mit meiner bella Signorina und prompt war es wieder da, dieses Gefühl, dass hier was nicht stimmt. Die rot weiße Scura lies sich nicht bereitwillig einlenken, so wie ich es von meinen vorherigen V11s kannte. Sie war nervös und kippelig, eine klare Linie durch die Kurve war kaum möglich. Fahrspass dahin und mein leckeres Steak mutierte endgültig zur Schuhsohle…
Das Lenkkopflager war in Ordnung, kein spürbares Spiel zu erkennen. Der Öhlins Lenkungsdämpfer war voll auf, so dass ich erst einmal den Reifen im Verdacht hatte. Ich hatte Pirelli Diablo Supercorsa SP aufgezogen. Zwar Strassenzugelassen aber eben doch ein reinrassiger Rennreifen. Der Vorderradreifen verfügt zudem über eine recht spitze Karkasskontur, der Einlenken und Umlegen auf der Rennstrecke begünstigen soll. Ich entschied mich also zum Reifenwechsel, denn das erschien mir als die Schnellste und Günstigste Tuning Maßnahme. Montiert wurde der aktuelle Sportreifen Testsieger aus dem Hause Dunlop, der aktuelle Sportsmart mit M-Tech Technologie. Gelesen hatte ich ja schon viel Positives, denn der Reifen gewann den MOTORRAD Supersport Reifentest 2010 mit Bravour. Also auf zum dritten Versuch. Erneutes Roll-out und siehe da, es war deutlich besser. Was aber auch bedeutet, der eingeschränkte Fahrspass war noch nicht gänzlich verschwunden. Der entscheidende Tipp kam dann eher zufällig. Beim deutschen MotoGP Lauf am Sachsenring erzählte ich von meinem Schuhsohlen Guzzi Fahr Feeling einem alten Freund und Guzzi Experten, der die Lösung parat hatte, da er selbiges Problem bei seiner Scura am eigenen Leib erfahren hatte. Der schwedische Lenkungsdämpfer aus dem Hause Öhlins ist defekt. Die Innereien seinen wohl sehr sensibel und bedürfen der Wartung und Pflege. Runter damit und alles ist gut, war sein Tipp.
Also auf zur nächsten Testfahrt. Und da war es wieder das vertraute und so lang vermisste Gefühl von wohliger Wärme und breiten Grinsen unterm Helm, denn mein heiß geliebtes V11 Projekt fuhr auf einmal zügig und rund um die Kurve. Die hässliche Raupe entpuppte sich zum schönen Schmetterling und das Steak schmeckte auf einmal phantastisch zart und gut gewürzt.
Die Zeit war also reif, der V12 Scura biano-rosso nun mehr endgültig einige Kilometer auf den Tacho zu zaubern und mir den Spaß zu bereiten, wofür ich unzählige Stunden in der Werkstatt verbracht hatte. Im Wonnemonat August hatte ich auch noch Urlaub und es standen einige Treffen und Italo-Frühstücke an, die ich besuchen wollte. Warum aber regnet es nunmehr seit Tagen im hochsommerlichen August bei herbstlichen 12 Grad? Der Wettergott ist scheinbar kein Freund der Motorradfahrer und in rauen Mengen vom Himmel fallendes Wasser vermag ich in meiner Werkstatt nicht zu einem lecker schmeckenden Steak zu verwandeln. Oder anders gesagt, mein fürs persönliche Wohlergehen ersehnter Fahrspass auf jetzt fahrdynamischer Guzzi fällt den verschiedenen Regentiefs zum Opfer, die sich über Deutschland austoben. Aber wem sag ich das, Euch da draußen in deutschen Gefilden ergeht es ja sicherlich derzeit nicht anders……. | das Geburtstagskind steht zur Party bereit | | geschrieben von Jens Engelking | Die ersten Anniversario Modelle des Geburtstagskindes Nevada stehen nun bei den deutschen Händlern zur Party bereit. Wer Kerzen zur Party mitbringen möchte um das Geburtstagskind gebührend zu feiern, kann dies u.a. bei Italmoto in Garbsen oder bei Iwan Bikes in Pfaffenhofen an der Ilm tun. Neben den Kerzen sollte das Präsent für den Hänlder, das zur Party mitzubringen ist, 8.690 Euro wert sein. Soviel ist die 20jährige Italinerin auch sicher wert. In Live ist Sie eine echte Schönheit! | 20 Jahre auf dem Buckel und topfit dabei | | geschrieben von Jens Engelking | mit 20 Lenzen steht man ja eigentlich noch voll im Saft. Dass das nicht nur für Heranwachsende sondern auch für Motorräder gilt, zeigt Moto Guzzi mit einem Sondermodell anlässlich des 20 jährigen Jubiläums der Nevada im Guzzi Programm. In Italien gehört die Nevada mit all Ihren verschiedenen Modellvarianten seit vielen Jahren zu den Topsellern der Marke. Zu Ihrem Ehrentage also wieder ein neues Modell, die Nevada Anniversario.
Die Anniversario kommt etwas schlichter daher, verzichtet auf einige Chrom Applikationen,weist eine neue Zweifarb-Lackierung auf und verfügt über eine neue, abgerundete Sitzbank. Vorderradschutzblech und Teile des Tanks sind weiß lackiert.
Neu und überarbeitet wurden ebenfalls Lenker, Rücklicht und der hintere Kotflügel. Die montierte Auspuffanlage stammt von der V7 Classic. Änderungen am V2 Aggregat gab es von Seiten Moto Guzzi allerdings nicht. Der 744 ccm Zweiventilmotor aus der Basis Nevada kommt auch bei der Anniversario zum Einsatz. Rahmen und Fahrwerk wurden ebenfalls ohne Änderungen übernommen.
Neu dagegen und für ein Geburtstagsmodell passend ist der Preis, liegt er doch mit 8.690 Euro auf dem Niveau der normalen Nevada.
Guzzisti.de sagt Happy birthday zum 20jährigen! Anniversario Nevada, Nevada Anniversario.
| MOTO GUZZI siegt bei den 4 Stunden von SPA-FRANCORCHAMPS | | geschrieben von Jens Engelking | Auf der wunderschönen Natur-Rennstrecke im belgischen Spa-Francorchamps fand am 13. Juni 2010 der zweite Lauf zur Endurance Weltmeisterschaft für historische Motorräder statt. Wie bereits beim 1. Lauf in La Mans siegte wieder eine Moto Guzzi. Diesmal war es das spanischen Team Guzzi Motorbox. Ihre Moto Guzzi Le Mans 1000 mit den spanischen Piloten Barreno Segarra und Capera Segarra überquerte nach 4 Stunden als Erste die Ziellinie.
Über 80 Langstrecken-Teams, viele mit legendären Langstrecken-Werksmaschinen der 70er und 80er Jahre, gingen am Samstagabend um 20.00 Uhr auf die Reise. Vier lange und spannende Stunden lagen vor den Teams und ihren Fahrern. Am Ende siegte das spanische Moto Guzzi Team. 78 Runden hatten die Spanier auf ihrer Moto Guzzi mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 135,259 km/h zurückgelegt. Mit einer Runde Rückstand kamen Adrie de Ridder und William de Ridder mit ihrer Bakker Suzuki GSX 1100 auf Platz 2 ins Ziel. Der dritte Platz auf dem Podium ging an das Team XZ Racing mit den Fahrern Luc Gysbrecht und Mark Smith-Halvorsem auf einer Honda CB 900 Bol D’or.
Auch die anderen Moto Guzzi Teams boten eine tolle Show. Holger Aue und Jens Hofmann fielen mit einem platten Vorderreifen zunächst auf Platz 60 zurück. Dann starteten die beiden Deutschen auf ihrer Moto Guzzi V7 Le Mans eine furiose Aufholjagd. Am Ende reichte es noch für einen tollen sechsten Platz. Mit den italienischen Fahrern Sardi / Zaccherelli auf Platz 8 und Schopper / Strohmeyer auf Platz 10, gingen zwei weitere Top-Ten Platzierungen an Moto Guzzi Teams.
Für das an N°. 1 gesetzte Moto Guzzi Team Bel Moto, das in Le Mans die Klasse dominierte, endete das Rennen diesmal vorzeitig, wegen eines simplen technischen Defekts. Christophe Charles-Artigues und Laurent Sleurs hatten mit 2.4854 Minuten die Best-Marke für die Pole Position gesetzt. Die schnelle Pole-Runde entsprach einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 149,599 km/h. Bis kurz vor Ende der dritten Stunde lag das Team in Führung, als in der schnellen Bergab von Blanchimont plötzlich der Motor den Dienst einstellte.
Auch dem neu gegründeten belgischen Team, mit den ehemaligen Werksfahrern Stefan Mertens und Didier de Radigues, war am Ende des Tages die Enttäuschung anzusehen. Knapp 15 Minuten vor Rennende traten an ihrer Dholda Honda technischer Probleme auf.
Das siegreiche Team Guzzi Motorbox1 und die beiden spanischen Piloten wurden vom Publikum enthusiastisch gefeiert. Unter den Zuschauern waren unzählige Moto Guzzi Fahrer, die sich mit ihren Maschinen an der ersten Europa Rally des Moto Guzzi World Club beteiligt hatten.
„The Bikers‘ Classics“ in Spa-Francorchams zählt für viele Renn-Enthusiasten zu den schönsten und wichtigsten Ereignissen im Rennsport-Kalender. Das 4 Stunden Rennen war eines der zahlreichen Highlights für die Besucher. Der Zugang zum gesamten Fahrerlager und den Boxen war frei. Dort präsentierten sich hunderte klassischer Rennmaschinen der vergangenen Tage. Auch auf den Parkplätzen rund um Start und Ziel waren alte wie auch neue Maschinen zu bewundern – die Motorräder der Zuschauer. Die meisten top gepflegt und liebevoll hergerichtet. Darunter hunderte Moto Guzzi aus ganz Europa, die mit all ihrem Charme und Sound die Besucher begeisterten.
Am Sonntag waren sie alle nochmal live zu sehen und natürlich zu hören: die Seitenwagen, die GP1 (Rennmaschinen der 70er und 80er Jahre) und GP2 (Rennmaschinen der 50er und 60er Jahre).
Viele ehemalige Weltmeister wie Giacomo Agostini, Phil Read und Jim Redman waren mit ihren alten Werksrennmaschinen am Start.
Hautnah konnte das Publikum die großen Stars vergangener Tage erleben. Sie alle standen ihren Fans zu einem Gespräch zur Verfügung und posierten mit ihnen für die private Fotogalerie.
Um Punkt 13.30 versammelten sich die Moto Guzzi Kunden, die an der Rally des Moto Guzzi World Club teilgenommen hatten, um mit ihren eigenen Guzzis zwei Runden auf der Rennstrecke von Spa-Francorchamps zu erleben. „Gentlemen start your engine“ – dann ging es los auf zweimal 7,004 Kilometer.
Der dumpfe Ton der mächtigen 90°-V2-Motoren war weithin zu hören, als sich der Tross durch die Eau Rouge den Berg hinauf in Richtung Stavelot auf den Weg machte. Ab Blanchimont hörte man ihn wieder, den unnachahmlich Klang der großen V2-Motoren. Dann ging es durch die Schikane. Aus dem spitzen Eck von La Source kehrten die Guzzis zurück auf die lange Bergab und nochmal mit Schwung hinunter in die Eau Rouge, die steile Passage hinauf - vorbei an der Zuschauerkulisse, die fasziniert dem Bass der Moto Guzzi lauschten.
(Text: Moto Guzzi)
| die dunkle Seite der Griso | | geschrieben von Jens Engelking | wird präsentiert von HMB Guzzi aus Röttenbach.
Angelehnt an die legendäre V11 Scura, präsentieren wir unser Sondermodell ebenfalls in mattschwarzem outfit. Der technische Quantensprung von der V11 zur Griso war groß, dennoch motivierte es uns weiterzuarbeiten...Die attraktive Griso wird hier in vielen Details optisch weiter verfeinert. Egal ob Griso 1100, oder die neue Griso 1200 8V, die technische Zutaten heben sie in Sachen Fahrdynamik, Agilität, Sicherheit und Fahrspass weit vom Serienfahrzeug ab. Dank unserer erprobten Motorkomponenten, bleibt auch die Standfestigkeit der Motoren nicht auf der Strecke. Alltagstauglichkeit und Fahrspass stehen bei uns nicht im Widerspruch. Ein Fahrzeug für Individualisten, von Individualisten gebaut. Diese können sich, auch nach über 10 Jahren an Guzzi-Erfahrung, das berühmte "Guzzigrinsen" nicht verkneifen wenn sie von dieser Maschine absteigen...
Eben "passionata et emozione" statt einem Motorrad von der Stange, daran kommen auch wir nicht vorbei.
Weitere Infos zur dunklen Seite der Griso gibt’s hier: HMB Guzzi
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