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Der Motorradpapst "Klacks" Leverkusen soll ein mal gesagt haben :"Jeder Sturz mit einem Motorrad ist eine Schande " So unrecht hatte er damit nicht , aber man darf natürlich differenzieren . Ich nehme nur zwei einfache Unterteilungen vor :

1. Sturz bei Unfall durch Eigenverschulden .

2. Sturz bei Unfall , bei dem andere Verkehrsteilnehmer kräftig mit geholfen haben .

Am 31.05.18 in der Mittagszeit auf der Fahrt von Rostock nach Masserberg (3.Forumstreffen )stürzte ich mit meiner Breva schwer durch Eigenverschulden . Ursachen für den Sturz waren :

1. wieder mal zu hohe Geschwindigkeit

2. in dem entsprechendem Moment Unachtsamkeit

3.Routine , weil ich mir einbildete diese von mir in der Vergangenheit viel befahrende Strecke kenne ich ganz genau

Die Schäden an meiner Person und an meinem Motorrad waren beachtlich . In der nach so einem Unfall entstandenen Rekonvaleszenzzeit kann man viel über den Unfall nach denken . Bei einer klaren Analyse muss man sich da schon ein paar Fragen stellen . Die Frage Nr.1 ist auf jedem Fall für einen Menschen der seit 60 Jahren leidenschaftlich Motorrad fährt : " Schluss machen oder bei Gesundung weiterhin Motorrad fahren . Darauf hatte ich schon recht früh eine Antwort und die lautete , schlicht und einfach weiter machen . Ich begründete das damit , dass ich trotz meines Alters und Krebserkrankungen körperlich und geistig fit bin und meine Reaktionen und meine Stressbelastung normal sind . Ich kenne die Sch...diskussion genau , dass man ältere Verkehrsteilnehmer am Steuer oft nicht mehr tragbar sind . Vom Fahren von Motorrädern im hohen Alter spricht da ja schon keiner . Um solchen Diskussionen vor zu beugen habe ich seit meinem 65. Geburtstag regelmäßig an ADAC Trainings teil genommen . Ich habe hier im Forum darüber berichtet .

In meiner Familie fahren fast alle Familienmitglieder über 18 Jahre eigene Motorräder . Wir sprechen bei Zusammenkünften auch über solche Themen wie meinen Unfall und weiterfahren oder aufhören . Der Tenor dabei war eindeutig : "Das ist deine Entscheidung , mache aber etwas langsamer " . Natürlich haben sie recht . Wenn ich nun noch gesagt hätte unter meinen Beiträgen steht der Satz : " :D :D Better five minuts late in this world than years ealier in the next :D " hätte mein Sohn bestimmt gesagt , dann halte dich daran . Soviel zu den Schäden an Leib und Seele .

Obwohl ich diesmal im wahrsten Sinne des Wortes der Knackpunkt war , hat mein Breva auch ihren Teil ab bekommen . Fußrastenhalter hintere Teil für Auspuffaufhängung weg gebrochen , Schalthebel zerwürgt , Spiegel und Blinklicht vorne zertrümmert und der Zylinderschutzbügel deformiert , das vordere Schutzblech abgeschabt . Alle Schäden auf der linken Seite . Ich hänge an den Bericht noch ein paar Bilder damit man mal sieht was so ein Sturz anrichtet .

Besonders das Bild mit dem deformierten Schutzbügel sollten sich die Guzzifahrer ansehen , die ohne Schutzbügel unterwegs sind und behaupten die Bügel versauen die Optik der Guzzi . Bei diesen Sturz ohne Schutzbügel hätte die Breva jetzt nur noch Schrottwert .

 

Gruß Helge

 

20180704_120917.jpg

Das abgeschabte vordere Schutzblech

 

20180704_120845.jpg

Der zerbrochene Rastenhalter (Aluminium -muß spezial geschweißt werden )

 

20180704_115538.jpg

Der defomierte Schutzbügel

Edited by MV_Oldtimer

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Moin Helge,

sieh bloss zu, das Du auf dem Hobel bleibst und lass es einfach etwas ruhiger angehen. Vll steigst Du um auf was lahmarschigeres als ne Breva? T3, Harley oder evtl ne klassische Gummikuh? Oder ein englischer Twin?

Hatte selber zwei ziemlich schwere Unfälle, beide auf ner T3, und kann verstehen, was Dich umtreibt. Diese und eine andere, nahezu traumatische Erfahrung vor ein paar Jahre auf dem NWAtlantik, wo ich zum ersten mal nach 35 Jahren Seefahrt dacht:"na, wenn das mal gutgeht, hier", haben mein Verhalten zumindest dahingehend korrigiert, dass ich versuche, nicht und niemals zu forsch zu sein. Low speed, Low damage, gilt auch an Land.

 

LG Jan

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Moin Helge,

 

na klar, du hast jetzt eine Menge Zeit über das Motorrad fahren nach zu denken. Solltest du auch tun. Nach fast 60 Jahren eine gute Gelegenheit. Aber ich bin mir ziemlich, du wirst weiterhin fahren. Nach 60 Jahren geht das wohl nicht mehr anders. Aber wie Jan schon sagt, lasse es ruhiger angehen, vielleicht sogar mit weniger PS. Sieh es mal so: du fährst allein, ohne deine Frau hinter dir. Da würde auch eine V7 reichen. Die PS reichen sowieso, und die Kiste ist leichter und handlicher. Ist auch ein Argument.

Und auf der anderen Seite: so ein Fahrfehler wie dir, der passiert auch vielen anderen. Und insofern: entscheide dich, wie du es für richtig hälst. Von der Triumph und der Breva solltest du dich aber vielleicht wirklich trennen.

 

Manfred

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So Helge...dann möchte ich auch einmal meinen Senf abgeben,

 

deine Bilder spiegeln mit etwas Fantasie die schwere des Unfalls wider. Ganz zu schweigen von den Bildern die wir drei, die hinter dir fuhren, im Kopf hatten und noch sicher haben. Helge, glaube mir wenn ich sage, dass das keine schönen Bilder waren...so wie du gestürzt bist. Ich wollte sogar die Reise an Ort und Stelle abbrechen und wieder langsam zurückfahren. Ich denke auch, ich hoffe ich darf das sagen, dass deine Verletzungen auch Bände sprechen. Dank Anette und Manfred sind wir dann doch weitergefahren...und rückblickend...war es auch gut so.

Zu deiner bzw. der allg. Frage ob man nach solch' einem Unfall aufhören sollte oder nicht...nunja...am selben Tag hätte ich geantwortet: "Ja, unbedingt..du hattest großes Glück, dass du doch relativ glimpflich davongekommen bist". Jetzt und heute muss ich sagen, dass das alles gar nicht so einfach ist mit dem Aufhören. Ob die von meinen Vorrednern angesprochenen Vorschläge (Mopeds verkaufen // tauschen) etwas bringen, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ich denke nml., dass du dir die Ohren ebenfalls mit einer "untermotorisierten" Maschine abfahren kannst. Du bist ja schließlich nicht auf der Autobahn gestürzt sondern vielmehr am/im Ortseingang. Sprich, du hättets ebenso mit 'ner Schwalbe, BK350, R25, V7, Harley etc. stürzen können. Wie so oft im Leben ist das mal wieder eine reine Kopfsache (auf Arbeit gern genommen ist der Ausdruck...der Fehler sitzt vor dem Gerät). Ich möchte damit sagen Helge, dass du ruhig weiterfahren solltest...nur musst du im Kopf soweit sein es evtl. langsamer angehen zu lassen. Motorradfaher leben doch eh schon gefährlich. Also heißt das Zauberwort "Entschleunigung". Es wäre echt schade, wenn wir irgendwann hören müss(t)en, dass du den Krebs besiegt hast jedoch am Motorrad gescheitert bist. Helge, du bist ein guter Kerl. Also entschleunige dich und werde 100 Jahre, mit dem Motorrad deiner Wahl, alt. Wir wünschen und gönnen dir das!

 

Beste Grüße

Thorsten

 

P.S. Ich hoffe, ich habe dir nicht zu sehr den "Kopf gewaschen".

Edited by Der Grübler

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Hallo Helge. Hier mal kurz mein Senf dazu ... Erstmal super, dass es dir gut geht ! Besiegten Krebs, mal mit dem Bike sich hingelegt und Biker seit über 60 Jahren ... das ist kein Grund aufzuhören ! Wenn du dich fit fühlst und sogar Biker-Kurse belegst, dann mach weiter ! Dein Bike kann repariert werden und ob du dann umsteigt, ist allein deine Entscheidung. Ich geb zu, dass die Griso ne schwere Kiste ist. Bin auch schon mal umgekippt, aber im Stand ... kannste einfach nicht mehr halten. Na und aufgehoben alleine, schaff ich nicht. Na und ... Kratzer beseitigt und weiter. Mir egal was andere denken bzw. was irgendwelche Statistiken sagen.

Wechseln kommt für mich erstmal auch nicht in Frage. Ich find auch nichts vergleichbares, wie Kardan, luftgekühlt und italienisch chic !!!

DLZG Lutze

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Moin @Jan

Ja bei uns gibt es schon Parallelen Seefahrt, Liebe zum Motorrad , Unfall mit dem Motorrad . Hast du gut gesagt "low speed - low damage " . War besonders in den den 24 Jahren vor dem Rentenstand eine klare Ansage als Lotse . Gilt für das Motorradfahren auch , habe da aber den Schalter immer falsch umgelegt und genau das Gegenteil gemacht . Meine Breva und die Sprint behalte ich und muss in Zukunft "entschleunigen " , wenn ich noch ein paar Jährchen dabei sein will .

LG Helge

 

Moin @Manfred und @ Thorsten

Hätte ich euch gerne den Anblick dieses Unfalls erspart . Kann ich voll verstehen , dass nach einer solchen Aktion die Vorfreude auf das Treffen weg war . Gut , dass ihr doch zusammen weiter gefahren seit und letztendlich an diesem Forumtreffen teil genommen habt . Von meiner Familie , von Jan und von euch beiden kommt ja eine gute Ansage und die heißt "Entschleunigung" . Meine beiden "Hübschen" werde ich behalten und damit einfach langsamer unterwegs sein . Auch so ein "alter Knochen" ist auf Grund solcher Vorkommnisse wie dieser Unfall lernfähig . Heute ist der Unfall genau 6 Wochen her . Seit 2 Wochen bin ich wieder mit dem Fahrrad und Hund unterwegs . Vor einer Woche bin ich wieder auf das Motorrad gestiegen und bin kleinere Strecken gefahren .

LG Helge

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Hallo Helge,

zuerst einmal an Alle: ich finde es toll, dass man hier im Forum solch sensibele und urpersönliche Themen ansprechen kann, und solch mentale Unterstützung bekommt. Schön dass es Euch alle gibt....

 

Ich kann Deine Gedanken gut verstehen. Nach meinem Unfall ging es mir genauso. Trotz aller Bedenken bin ich dann doch wieder gefahren......und bin froh über diese Entscheidung. Was Motorradfahren bedeutet brauch ich Dir nicht zu sagen. Was sich geändert hat ist meine Fahrweise. Ich versuche vorausschauender und vorsichtiger zu fahren......und diese gechillte Art des Fahrens ist genial.

Natürlich ist das nicht das Allheilmittel um einen Unfall zu vermeiden, aber wenn ich die Treppe herunterfalle und mir die Gräten breche kann ich es auch nicht verhindern.

Schön ist natürlich auch, dass Du das Alles im Familienkreis ansprechen und diskutieren kannst.

 

Wie Du Dich auch immer entscheidest, ich hoffe es ist für Dich richtig.

 

Schön wäre wenn wir uns beim nächsten Treffen einmal persönlich kennenlernen würden.

 

Alles Gute

Gert

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Auszug

zuerst einmal an Alle: ich finde es toll, dass man hier im Forum solch sensibele und urpersönliche Themen ansprechen kann, und solch mentale Unterstützung bekommt. Schön dass es Euch alle gibt....

 

 

Gert

 

Gert, das hast du sehr schön gesagt und ich empfinge genauso! Dass der Zusammenhalt schon etwas größer ist...hast doch auch auf dem Treffen erfahren dürfen. Ich erinnere an das Öl im Luftfilter bzw. zuerst am Kardan. Die Anteilnahme und Hilfe war doch auch recht groß. Ich finde auch, dass das hier ein besonderer "Haufen" Leute ist.

Aber weiter mit Helge!

 

Beste Grüße

Thorsten

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Moin Helge,

 

ich finde es eine mutige Entscheidung, die Du für Dich getroffen hast. Nämlich weiter machen. Nach vorne schauen, nicht zurück. Aber easy machen - Weisheit kommt ja mit den Jahren so sagt man. Jetzt kannst Du dir beweisen, dass alte Sprüche nicht von gestern sind. An Deiner Stelle würde ich die Breva (als Selber-Breva-Fahrer) auch nicht verkaufen. Denn was schnell fährt, fährt auch langsam. Und wenn Du dann doch mal überholen willst, hast Du wenigstens genügend Reserven und gute Bremsen.

 

Zitat Gert: Ich versuche vorausschauender und vorsichtiger zu fahren......und diese gechillte Art des Fahrens ist genial.

 

Das kann ich nur bestätigen. War am Wochenende mit der Griso im Jura unterwegs. Mit der Griso kann man ja wirklich flott fahren. Aber die schönsten Momente waren die, wenn ich mit dem Emil bei 80 km/h die Pässe runtergegurkt bin. Dann kann man das Ganze geniessen und nicht nur den Fahrtwind ;)

Mein Opa war Kapitän auf grosser Fahrt. Der meinte immer, der letzte Kahn hat keine Segel. Im Hafen liegen kann man lang genug. Also mach weiter und munter bleiben. Und vor allem weiterhin gute Besserung!

 

Mit besten Grüssen, Ingo

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Hallo Helge,

 

wir kennen uns ja noch nicht. Von Deinem Missgeschick habe ich hier im Forum nur so zwischen den Zeilen erfahren können, als relativ versteckte Anmerkung zu den Berichten über das diesjährige Forumstreffen (an dem ich leider nicht teilnehmen konnte). Es freut mich zu hören, dass es Dir offensichtlich wieder einigermaßen gut geht, denn das ist ja das Wichtigste, die Maschine kann man (meistens) reparieren. Ich muss gestehen, dass ich nach Betrachten Deines Unfallschadens jetzt doch verstärkt über die Montage von Sturzbügeln nachdenke. Wobei ich generell versuche so zu fahren, dass es einen eben nicht schmeißt, getreu dem Motto "Es gibt schnelle Motorradfahrer und es gibt alte Motorradfahrer, aber es gibt nur ganz wenig schnelle alte Motorradfahrer".

 

Dir wünsche ich von ganzem Herzen eine weiterhin gute Gesundung und vollständige Wiederherstellung, wobei der letzte Punkt auch für Deine Breva gilt. Und natürlich trotz allem Unglück viel Spass beim Moppedfahren! Wenn Du magst, dann kannst Du uns ja mal erzählen, wie es zu dem Malheur gekommen ist, wir können alle daraus lernen. Ortsanfang und zu schnell erwähntest Du ja bereits, aber was war der Auslöser für den Unfall? Zu schnell in die Kurve oder in Schräglage auf schmierigem Untergrund gebremst?

 

Beste Grüße, Andreas

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Hallo Helge,

 

das du weiter fahren wirst da war ich mir immer sicher. Das du es nun so schnell nach dem Unfall wieder in den Sattel geschafft hast zeigt nur deinen Wunsch und deinen Willen der da dahinter steht.

 

Auf den Bildern sieht mal mal was der Sturz so angerichtet hat. Ich muß zugeben, das ich dieses Jahr meine Sturzbügel abgebaut habe aber eigentlich weil ich denen auf Grund ihrer Konstruktion nicht das zutraue für was sie gedacht sind. Bin aber auf der Suche nach einem besseren Modell.

 

Gruß Andreas

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Hallo Helge,

auch ich bin froh dass du wirklich soviel Glück gehabt hast. Mach langsam, fordere das Schicksal nicht heraus. Fahrrad und Hund, das ist sehr gut, mach ich auch.

Was anderes: Den Klacks habe ich mal kennengelernt, war 1977 im Spessart bei Weibersbrunn, da wurden die neuen HONDA Modelle der Presse vorgestellt. ( BolDor, 650 und so) .Konnte die geladenen Gäste auf der A 3 und im Spessart probefahren. Ich war als Sanitäter des BRK vor Ort. Habe heute noch ein halbes Fotoalbum davon zu Hause. Selber fuhr ich damals XT 500 YAMAHA , eine der ersten in der BRD. Verdammt wie die Zeit vergeht, jedesmal wenn ich durch das legendäre Hafenlohrtal fahre denke ich zurück.

Herzlichst Stephan

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Servus Helge!

 

Ich finde nur eines ist wichtig: Das du von dem Unfall keine bleibenden körperlichen Schäden bzw. Behinderungen hast und wieder der Helge sein kannst, der du ein Leben lang warst, mit Blick voraus und um eine Erfahrung reicher! Ich maße mir nicht an dir einen sogenannten „guten Ratschlag“ zu geben, oder was du tun oder lassen solltest, denn das weist du selbst am besten. Nachdem ich weiß wie du fährst, nämlich weder extrem risikoreich aber auch nicht langsam, hake ich deinen Unfall und ohne respektlos sein zu wollen, schlicht und einfach als Pech ab. Denn wie oft setzen wir alle miteinander Handlungen, die einige Sekunden später mit der Erkenntnis enden: „ jetzt hast du aber Glück gehabt“! Eine kleine Unachtsamkeit, eine Kleinigkeit übersehen, vielleicht auch Fehleinschätzung genügt - Glück oder Pech, wir alle kennen das!

 

Ich für meinen Teil würde genauso weiter fahren wie bisher, denn das bin ich und mein Fahrstil, der mich mittlerweile über einige Jahrzehnte gut begleitet hat.

 

Eine kleine Anekdote am Rande: Heute bin ich eine mir unbekannte Waldstraße gefahren, eher flott aber weit weg vom Sicherheitslimit, also genügend Reserven. Mit ca. 70 - 80 km/h in eine Kurve eingelenkt und im Moment des Einlenkens war eine ziemlich tiefe Sutte/Bodensenke, die genau auf meiner Linie war. Ich hatte sie einfach im Schatten nicht gesehen und einen halben Meter weiter links und noch auf meinem Fahrstreifen war schönster gleichmäßiger Belag. Nun, ich wäre fast in das angrenzende Feld mit schöner Schräglage eingebogen ...... und mit ziemlicher Sicherheit auch abgeflogen!

Unachtsam, zu schnell, Glück, Pech - was nun???

 

Gott sei Dank hatte ich Glück, wäre ich abgeflogen hätte ich Pech gehabt. Wer sagt mir jetzt wie ich in Zukunft fahren sollte?

 

Mein lieber Freund Helge, werde wieder gesund und genieße jede Minute mit Guzzi & Triumph! Und hoffentlich hast du nie wieder so ein Riesenpech, denn ich weiß das du nicht auf „Teufel komm raus“ fährst!!!

 

Weiterhin gute Besserung und LG

Peter

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@ Jan , Manfred , Thorsten , Lutze , Gert , Ingo , Stephan und meine Freunde Andreas und Peter !!

Danke - ihr habt alle so freundlich geantwortet und Ratschläge gegeben . Kurz nach dem Unfall war ich mir nicht sicher , ob man von einem selbst verschuldeten Unfall mit Sturz hier im Forum überhaupt berichten sollte . Dieser Unfall lässt ja auf gar keinem Fall den Motorradfahrer und unser schönes Hobby in einem positiven Licht erscheinen . Ein paar Tage nach Verlassen des Stendaler Krankenhaus bekam ich Post . Es war eine Karte , die alle Teilnehmer am 3.Forumtreffen in Masserberg unterschrieben hatten und es lagen 2 Stein-Dinse Gutscheine bei . Ich war irgendwie sehr berührt . Es war klar ich muss zu diesem Unfall ein paar Worte sagen . Eigentlich ist alles über das Geschehen und die Umstände gesagt worden . Zu den Fragen , wie dieser Unfall passieren konnte ganz kurz . Es handelt sich um einen Fahrtfehler durch Unachtsamkeit und mit der blinken Fußraste tuschierte ich eine Verkehrsberuhigungsinsel und wurde aus gehebelt . Die Folgen sind bekannt .

Meiner Familie habe ich versichert in Zukunft alles viel ruhiger angehen zu lassen und da ganz besonders das Motorradfahren . Das ist ja auch das Fazit aus euren Ratschlägen . Thorsten nennt es "Entschleunigen" und Jan "low speed low damage " . Das ist natürlich richtig .

Gruß Helge

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Hallo Helge,

bei deiner Lebenserfahrung glaube ich nicht, dass du wirklich einen Rat brauchst.

Es gibt Mopeds mit 90 PS und es gibt Mopeds mit 17 PS, und es gibt alte und junge Fahrer. Jeder dieser Faktoren birgt ein spezifisches Risiko.

 

Niemand zwingt uns, dieses Risiko einzugehen. Vermutlich fahren die allermeisten, die hier lesen und schreiben, nicht aus der Not heraus ein Moped, sondern weil es ihnen Spaß macht - so wie mir.

 

Aber: wir können eine Menge tun, um zumindest das vermeidbare Risiko, d.h. das von uns selbst beeinflussbare Risiko, überschaubar zu gestalten.

Als ehemaliger Segelflieger ging es mir auch damals um den Spaß. Aber in Sachen Sicherheit (in der Liebe und in der Fliegerei ist Sicherheit eine Illusion :-) herrschte absolute Humorlosigkeit. Von dieser Haltung habe ich auch später in anderen Feldern profitiert.

 

Du musst dir und anderen längst nichts mehr beweisen. Das ist schon mal ein dicker fetter Pluspunkt, der auch befreit. Die technische Seite ist sicher ein Risikofaktor, aber wohl längst nicht so bedeutend wie der persönliche und individuelle. Wenn man mental nicht in der Lage ist, sich ganz aufs Fahren zu fokussieren, sollte man besser an diesem Tag etwas anderes machen. Und Wettbewerbe auf öffentlichen Straßen können andere austragen. Einfaches Beispiel: nur so schnell sein, dass man innerhalb der übersehbaren Strecke zuverlässig bremsen oder ausweichen kann. In Irland hab' ich mein Brevchen stellenweise ums Eck getragen. Das macht vielleicht einen uncoolen Eindruck, und ich bin auch massenweise überholt worden, aber längst nicht so uncool wie in der Folge im Rollstuhl zu sitzen oder etwas in der Richtung. Niemand nimmt mir diese Risikoeinschätzung und Handlungskonsequenz ab.

 

Und dir auch nicht.

 

Schönen Abend, verbunden mit den besten Wünschen für deine weitere Rekonvaleszenz

Ralf

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Kann vielleicht nicht so viel dazu beitragen. Aber mich hat es schon einige Male geschmissen. Auch so stark, dass ich von der Rettung abtransportiert werden musste da bewusstlos oder bewegungsunfähig.

ABER - hab mich immer wieder auf ein Zweirad gesetzt und fühle mich sicher. Es sind immer die Begleitumstände die unvorhersehbar sind.

Kopf hoch und gute Besserung.

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Hallo @Ralf und @ Thomas

Bedanke mich auch für eure Antworten !! Dieses Thema hat doch viele Forummitglieder

angesprochen , weil Jeder , der mit Motorrädern umterwegs ist , betroffen sein kann . Durch

mein Berufsleben hatte sich auch eine hohe Risikobereitschaft entwickelt .und inwieweit das

im Strassenverkehr förderlich ist doch sehr zweifelhaft . Ich stehe schon 14 Jajre nicht mehr

Im Berufsleben , bin Rentner , habe also Zeit und das in Zukunft auch mit dem Motorrad .

Gruß Helge

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[ATTACH]9936 Hallo Helge gute Besserung auch von mir. Bin natürlich anderer Meinung. Heutzutage kommt glaube ich manchmal Dankbarkeit und Bescheidenheit etwas

zu kurz. Wer ein erfülltes Leben hatte muß auch los lassen können macht er das nicht kann schnell Krampf entstehen. Du mußt ja am Ende deines Lebens

auch los lassen da hilft dir weder der liebe Gott noch der Klabautermann. Ich bin jetzt selbst zirka 50 Jahre mit Motorrad unterwegs gewesen und die Aufregung

wie früher ist es eben nicht mehr. Es langweilt eher, zu viel Wiederholung. Mal einfach etwas neues ausprobieren unser Gehirn ist besonders im Alter schnell gelangweilt.

Anbei noch eine Zeitungsmeldung über dich.

 

Grüße Thomas.

Helge.JPG

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Moin Thomas !

Den Zeitungsartikel betreffs des Unfalls kannte ich , habe das im Krankenhaus in Stendal gelesen - trotzdem danke . Ist ja nun mal so , wir haben alle unser eigenes Leben und jeder muss sich damit abfinden , dass der Moment kommt , wo es kein Zurück mehr gibt . Inwieweit jeder durch seine Lebensweise dazu

beiträgt das schneller herbei zuführen oder darauf zu warten bis irgendwann der Abruf kommt ist ja wohl in der Natur jedes einzelnen Menschen begründet . Ich habe offen und ehrlich über diesen Unfall berichtet und meine Schlüsse gezogen . Habe eure Meinungen dazu gehört und das war interessant und lehrreich .

Seit der 5.Woche nach dem Unfall bin ich wieder jeden Morgen mit unserem Hund und Fahrrad unterwegs . Seitdem fahre ich auch wieder Motorrad .

Grüße Helge

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Hallo Helge!

 

Ich habe bis jetzt interessiert mitgelesen. Dir wünsche ich erst mal gute Besserung und 100%ige Genesung. Was danach kommt ist doch völlig egal. Mach einfach das, was dir dann in den Sinn kommt (kann ja auch das Motorradfahren sein). Das Leben ist nun mal lebensgefährlich :rolleyes: .

Ich bin auch schon mal ganz übel abgestiegen (Alleinverschulden) auch hatte ich schon mal einen deftigen Bergunfall (bin übrigens seit Jahrzehnten Ausbilder bei der österr. BErgrettung), der ohne Hilfe von aussen tötlich verlaufen wäre.

 

Alles das hat mich vielleicht ein wenig vorsichtiger werden lassen, aber den Spass am Leben und was da so aus meiner Sicht dazugehört habe ich mir nicht verbieten lassen.

Man hat ja nur ein Leben und das will ich nicht langweilig in Watte verpackt vergeuden.

Aber wen sage ich das? du bist ja schon wieder auf der Strasse. Ich wünsche dir weiterhin viel Freude mit deinen Motorrädern und natürlich auch gesundheitlich alles Gute.

 

lg,Franz

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Hallo Helge!

 

Im Grunde ist alles gesagt. Dennoch möchte ich ein Zitat von Dir hier anführen:

Solange ich die Stelzen über die Sitzbank schwingen kann und beim Aufsteigen auf den Bock keine Fremdhilfe benötige machen wir einfach weiter

Ich halte das nach wie vor für ein sehr gutes Motto!

Genieße das Leben wie eine gute Flasche Wein bis zum letzten Tropfen. Vorher aufhören ist nicht!!!

 

Harald

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Posted (edited)

Hallo @ Franz , @ Harald

Danke auch für eure Antwort . Finde es einfach gut , dass man auch so ein Thema hier ansprechen kann und dabei nicht das Gefühl hat , das hätte man besser unterlassen sollen . Als ich mich mit 73 Jahren hier anmeldete ( nie in einem Forum gewesen ) , war ich anfangs unsicher , ob das eine gute Entscheidung war Gab Zeiten , da wollte ich mich auch wieder abmelden . Heute bin ich froh , dass ich hier im Forum lesen und schreiben kann . Aus meiner Sicht nahm das Forum eine sehr positive Entwicklung

Gruß Helge :D :D

Edited by MV_Oldtimer

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